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Malerei und Bildhauerei - Dresden

Malerei und Bildhauerei - Dresden

Blütezeit Barock
Während der Barockzeit war der bayerische Bauernsohn Balthasar Permoser der gefragteste Bildhauer in der Elbestadt. Von ihm stammen die meisten Skulpturen am Zwinger, die Hermengruppe am Wallpavillon sowie Ceres, Vulkan und Venus am Kronentor. Im Großen Garten sind noch vier Herkulesuren von ihm erhalten, im Grünen Gewölbe kann man seine fein gearbeiteten Kleinskulpturen aus Holz und Elfenbein bestaunen.
Viele Hofmaler wie Johannes Alexander Thiele, der »Vater der sächsischen Landschaftsmalerei«, und sein Schüler Christian Wilhelm Dietrich, der ab 1764 Professor an der Malerakademie war, bannten die Dresdner Umgebung auf die Leinwand.
Dagegen wurde der Venezianer Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, mit seinen detailgenauen Stadtansichten (Veduten) zum großartigen Bildchronisten des Baugeschehens in der Barockstadt. Seine Gemälde, u.a. der berühmte »Canalettoblick« auf die Altstadt sind im Original in den Dresdner Kunstsammlungen zu sehen.


Romantik und Klassizismus
Anfang des 19. Jhs. war Dresden das Zentrum der deutschen Frühromantik, Philipp Otto Runge, Caspar David Friedrich, Ludwig Richter und Carl Gustav Carus waren auf dem Gebiet der Malerei ihre bedeutendsten Vertreter. Die abwechslungsreiche Umgebung Dresdens, vor allem die Sächsische Schweiz, inspirierte sie zu stimmungsvollen Landschaftsbildern. Einige davon, z. B. Richters »Überfahrt über die Elbe am Schreckenstein bei Aussig« und Friedrichs »Kreuz im Gebirge«, hängen in der Galerie Neue Meister im Albertinum.



Historien-, vor allem aber gesuchter Porträtmaler war der Rheinländer Gerhard von Kügelgen, der sich 1805 in Dresden niederließ. Sein Wohn- und Atelierhaus in der Hauptstraße 13 entwickelte sich schnell zu einem Treffpunkt der Dresdner Künstlerszene.
Gerhard von Kügelgens Sohn Wilhelm beschreibt in seinen »Jugenderinnerungen eines alten Mannes« (Manesse Verlag) die anregenden Zusammenkünfte mit den Größen seiner Zeit, darunter Goethe, in seinem Elternhaus.
Wie Kügelgen war ab 1832 auch der Bildhauer Ernst Rietschel Professor an der Kunstakademie. Er modellierte Martin Luthers Kopf für das Denkmal vor der Frauenkirche, das Carl-Maria-von-Weber-Denkmal an der Gemäldegalerie Alte Meister und die Statuen Goethes und Schillers an der Semperoper. Zu seinem 200. Geburtstag ehrt ihn Dresden Ende 2004 mit einer Sonderausstellung. Fünfzehn Jahre nach seinem Tod 1861 setzte ihm sein Schüler Johannes Schilling ein Denkmal, das auf der Brühischen Terrasse steht. Schillings bekanntestes Werk ist das Reiterstandbild König Johanns auf dem Theaterplatz.

Von der »Brücke« zur Gegenwart
Impressionismus und Jugendstil hatten es Ende des 19. Jhs. nicht leicht, an der Elbe Fuß zu fassen. Erst die nächste ästhetische Rebellion gegen das Bestehende sah Dresden im Zentrum des Aufbruchs. »Jeder gehört zu uns, der unmittelbar und unrfälscht wiedergibt, was ihn zum Schaffen drängt«, heißt es im Programm der Künstlerreinigung »Die Brücke«.
Gegründet wurde sie 1905 von den Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel und gilt als Keimzelle des Expressionismus. Emil Nolde und Max Pechstein schlössen sich der avantgardistischen »Brücke« an, die »alle revolutionären und gärenden Elemente an sich zu ziehen« bestrebt war.
Um ihre bürgerliche Herkunft hinter sich zu lassen, zogen die »Brücken-Künstler ins Arbeiterviertel Dresden-Friedrichstadt. Ihre dynamische, spontane Malweise fand ihre Themen bevorzugt in farbig-sinnlichen Landschaftsdarstellungen und Aktbildern. In den Sommermonaten 1909-l911 malten Kirchner, Heckel und Pechstein vornehmlich Akte (»Drei Badende«) in freier Natur an den Moritzburger Seen. Kirchner provozierte auch mit schnappschussartigen städtischen Straßenszenen. Die Nationalsozialisten stuften die »Brücke«-Kunst als entartet ein, desgleichen die Werke des Österreichers Oskar Kokoschka, der von 1919 bis 1923 an der Dresdner Kunstakademie lehrte. Auch Otto Dix fand vor den Nazis keine Gnade: 1933 wurde ihm seine Professur an der Kunstakademie entzogen. Sein berühmtes Triptychon »Der Krieg« hängt in der Gemäldegalerie Neue Meister.

Künstler der Gegenwart
Einer der erfolgreichsten Maler der Gegenwart, A. R. Penck (eigentlich: Ralf Winkler), wurde 1939 in Dresden geboren. Seine auf archetypische Kürzel reduzierte Malweise machte ihn weltberühmt. Georg Baselitz (geb. 1938). eine weitere Ikone der modernen Kunstszene, ist in Deutschbaselitz bei Dresden aufgewachsen. Vor allem konservati Kunstfreunde sind von seinen rmeintlich auf dem Kopfstehenden Bildern schockiert. Wer sich einen Eindruck von der gegenwärtigen Dresdner Kunstszene rschaffen will, findet dazu in einer der zahlreichen Galerien in der inneren und äußeren Neustadt und rund um den Körnerplatz in Loschwitz Gelegenheit.

Veranstaltungskalende
Über Veranstaltungen in Dresden informieren monatlich erscheinende Hefte, z. B. das Stadtmagazin »Sax« und die kostenlosen Hefte »Dresdner Kulturmagazin«, »Fritz -Das Magazin«, »Prinz«, »Blitz« und »Theater-Konzert-Kunst-Kulturkalender für Dresden«. Die »Sächsische Zeitung« enthält donnerstags das Magazin »PLUSZ« für den Zeitraum Donnerstag bis Mittwoch. Der aktuelle Veranstaltungskalender steht im Internet unter www.dresden-tourist.de Januar Neujahrskonzerte der Dresdner Philharmonie und der Staatskapelle.
Februar Konzerte anlässlich der Zerstörung Dresdens am 13./14. Februar 1945 in der Semperoper, der Kreuzkirche und der Frauenkirche. April Dresdner Filmfest für Anima-tions- und Kurzfilme. Dresdner Opernfestspiele (alle zwei Jahre), Frühlingsfest auf den Eibwiesen: großer Jahrmarkt. Mai Dampferparade der Sächsischen Dampfschifffahrt; Internationales Dixieland-Festival; Kunstmarkt Dresden. Mai/Juni Dresdner Musikfestspiele (s. Special S. 6). Karl-May-Festspiele in Radebeul. Juni Bunte Republik Neustadt: ein Wochenende, an dem die »Szene« dominiert; Eibhangfest: von Loschwitz bis Pillnitz finden Festumzug, Markttreiben. Konzerte, Ausstellungen, Weinproben statt. Juli/August Filmnächte am Eibufer; »Dresdner Vogelwiese«, eines der ältesten Schützenfeste Deutschlands; Stadtfest mit Dampferparade.
September Dresdner Herbstmarkt: Handwerkerschau mit sächsischen Spezialitäten auf dem Altmarkt. Oktober Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik; Frauenkirchen-Festwoche; Dresdner Herbstfest am Eibufer.
Nomber Dresdner Nomber -Kultur und Shopping mit Ents. Dezember Dresdner Striezelmarkt, der älteste deutsche Weihnachtsmarkt auf dem Altmarkt.







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