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Zwischen Isar und Mangfall

Zwischen Isar und Mangfall

Das sanfte Hügelland zwischen Isar und Mangfall zeigt sich selbst an Wochenenden noch erstaunlich ruhig - die Ausflügler drängen sich derweil auf den Autobahnen Richtung Alpen.

Hügel und viel Wald - auf Bummeltour durch das andere Oberbarn

Aying
Seit einiger Zeit rmarktet sich die kleine Gemeinde südöstlich von München als "Bierdorf. Und in der Tat führen hier alle Wege zur stattlichen Brauerei mit Gasthof, Schänke und Biergarten mitten im Ort. Dabei hat Aying durchaus noch mehr zu bieten: eine markante Dorfkirche, Renaissance-Bau auf gotischen Fundamenten mit Barockschmuck und Zwiebelhaube, auf dem Friedhof die gotische Lamberti-Kapelle sowie im Ort noch zahlreiche gut erhaltene Bauernhöfe in traditioneller Holzbauweise. In einem davon, dem Sixthof gleich bei der Brauerei, ist ein abwechslungsreiches Heimatmuseum untergebracht.

Kleinhelfendorf
Am Eingang der von Wald umgebenen Ortschaft liegt rechter Hand die ockerfarbene Marterkapelle. Den Mittelpunkt des barocken Innenraums bildet ein Findling, auf dem mit annähernd lebensgroßen uren äußerst drastisch der Martertod des hl. Bischofs Emmeram dargestellt ist. Und hier auf diesem Felsen soll er im Jahr 652 auch tatsächlich ermordet worden sein, angeblich wegen einer unangemessenen Beziehung zu einer Herzogstochter. Auch die Pfarrkirche von Kleinhelfendorf, ein frühbarocker Saalbau mit reicher Stuckrzierung, ist dem hl. Emmeram geweiht.




Mangfallknie
Unterhalb von Grub liegt das berühmte Mangfallknie. Die Mangfall, Abfluss des Te-gernsees, strömt zunächst nordwärts, bis ihr bei Grub ein Riegel aus mächtigen Gletscherablagerungen den Weg rsperrt. Dadurch wird der reißende Fluss zu einer Biegung von beinahe 180 Grad gezwungen, bevor er die Moränenwälle rlässt und nach Südosten frei weiterfließt. So entstand ein wildromantischer Talabschnitt, der bis heute noch so gut wie unberührt ist. Unermüdlich nagt die Mangfall an den Steilhängen, und immer wieder krachen donnernd ganze Hangabschnitte zu Tal.

Valley
Die Grafen von Valley entstammen einer Seitenlinie der Witteisbacher. Ihr ehem. Schloss, 1740 erbaut, wirkt heute schmucklos und rnachlässigt. Teilweise dient es als Gräfliche Brauerei Arco-Valley, teils ist es in Privatwohnungen aufgeteilt. Gegenüber liegt ein Bräustüberl mit schönem Biergarten, in dem ein römischer Meilenstein aus der Umgebung zu bewundern ist.
Die Route strebt nun hinab ins Mangfalltal, dessen Hänge sich zur Schlucht rengen. Dann wird die imposante Autobahnbrücke unterquert, ein über 60 m hohes Betonbauwerk.

Weyarn
In ungewöhnlich kühlem Grau präsentiert sich die barocke Kirche des ehem. Augustiner-Chorherrenstifts Weyarn. Im Innern aber prunkt sie mit leuchtenden Fresken und phantasievollem Stuck von Johann Baptist Zimmermann, vor allem aber mit den beinahe überirdisch rklärten Bildwerken des Münchner Künstlers Ignaz Günther, der Verkündigung und der Marienklage. Ein technisches Denkmal ist das ehem. Elektrizitätswerk am Ufer der Mangfall neben dem Wirtshaus Maximühle. Heute stehen nur noch Kessel-und Wohnhaus.
Auf idyllischen Straßen führt die Tour bis Thal-ham an der Mangfall entlang, dann durch die grüne Hügellandschaft westwärts. Unterwegs geht es durch typisch oberbayerische Haufendörfer wie Piesenkam, das ein wenig rsteckt inmitten saftiger Wiesen und Weiden liegt. Mit seinen gepflegten, blumengeschmückten Höfen, deren Obergeschoss oft noch aus Holz besteht, mit seinen bunten Bauerngärten und seinem idyllischen Dorfweiher hat es noch wenig von seiner bäuerlichen Ursprünglichkeit rloren. Seine Kirche, ein spätgotischer, später barockisierter Tuffsteinbau, ragt mit ihrem zwiebelgekrönten Turm fast fröhlich aus der Landschaft der behäbig breit gelagerten Hausdächer hervor.

Reutberg
Das im 17. Jh. gestiftete Franziskanerinnenkloster liegt so herrlich wie sonst kaum eines in Bayern: Erhaben auf einem sanften Moränenhügel vom eher sumpfigen Grund abgesetzt, bietet es, vor allem vom Biergarten seines Bräustüberls aus, einen traumhaften Blick auf die Kette der Alpen, auf Mangfall-, Karwendel- und Wettersteingebirge.
In der 1733-35 erbauten Klosterkirche überwölbt ein eigenartiger Sternenhimmel den Altarraum. Eine Plastik des Jesuskindes wird hier besonders rehrt: das Reutberger Kindl, eine aus der Geburtskirche zu Bethlehem stammende und seit 1743 in Reutberg aufbewahrte ur, stellen die Franziskanerinnen nur an hohen Festtagen in ihrer Kirche aus.
Vorbei am moorigen Verlandungsbereich des Kirchsees und einigen einsamen Höfen wird die Tour erst westwärts, dann geradewegs nach Norden fortgesetzt.

Dietramszell
Ein tiefes, fast finsteres Tal hat sich der Tegem-seer Mönch Dietram im Jahr 1102 ausgesucht, um in einer Zelle einsam ein frommes Leben zu führen. Aus seiner Klause wurde ein Kloster, und in den Jahren 1729-41 baute man hier eine Kirche, die Johann Baptist Zimmermann zu einer der prächtigsten, hellsten Bayerns gestaltete.
Unterwegs Richtung Schäftlarn erblickt man bald linker Hand auf freiem Feld die Wallfahrtskirche St. Leonhard. Sie wurde 1765-69 erbaut, besitzt Fresken des Hofmalers Christian Thomas Winck, schöne Altäre und eine reich rzierte Kanzel und gehört damit schon zu den Spätwerken des Rokoko.
Anschließend quert man herrliche Mischwälder und kommt gelegentlich durch urgemütliche Dörfer mit alten Bauernhöfen und bunten Bauerngärten.

Deininger Weiher
Dieses künstlich aufgestaute Gewässer wurde schon vor vielen Jahren gezielt zu einer Freizeitoase vor den Toren Münchens entwickelt. Das im Sommer von der Sonne angenehm erwärmte Wasser eignet sich bestens zum Schwimmen, und auch zu Kahnpartien rlockt das stille Gewässer. Für Verpflegung sorgt das Waldhaus Deininger Weiher, wo man sich auf einer Terrasse niederlassen kann. Wanderwege locken zu einem Waldspaziergang in der stillen Umgebung.

Schäftlarn
Waldumkränzt liegt Kloster Schäftlarn im Tal der Isar unterhalb der gleichnamigen Gemeinde mit ihrem schmucken Kirchturm. Schon 760 wurde das Benediktinerkloster gegründet, und es zählt damit zu den ältesten Klöstern in Bayern. Heute ist es berühmt für sein Gymnasium, seinen Biergarten und die Kirche St. Dionys und St. Juliana. Dieses äußerlich so klar gegliederte, schlichte Gotteshaus haben große Barockkünstler zu einem Meisterwerk bayerischer Rokokodekoration ausgestaltet, sodass die Kirche beinahe mehr höfischen als kirchlichen Glanz rbreitet.

Info
Anfahrt
Von München entweder auf der Staatsstraße Richtung Rosenheim oder auf der A 8 Richtung Salzburg bis zur Ausfahrt Hofoldin-ger Forst und weiter auf der Landstraße

Auskunft
Fremdenrkehrsrband München-Oberbayern Bodenseestr. 113 81243 München
Telefon: 089/829218-0 Fax 089/82921828
www.btl.de/oberbayern

Auberge Moor Alm Holzkirchner Str. 14 83679 Sachsenkam
Telefon: 08021/5520
Schon der Name des Restaurants rrät die raffinierte Mischung aus französischer und bayerischer Küche.







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