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Deutsches Schiffahrtsmuseum - BREMERHAVEN

Deutsches Schiffahrtsmuseum - BREMERHAVEN

Adresse: Hans-Scharoun-Platz 1, 27568 Bremerhaven.

Telefon: (0471) 482070.
Telefax: (0471) 4820755.

Eintrittspreise: Erw. DM 8,-; Erm. DM 5,-; Schüler in Klassen (Grundschule-Gymnasium) DM 3,-; Familie DM 20,-.
Öffnungszeiten: Di.-So. 10.00-l8.00 Uhr, Apr.-Okt. tagt.; Schiffe im Museumshafen nur n Apr.-Sept.
Gastronomie: im Museum.

Sammlungsschwerpunkte: deutsche Schifffahrtsgeschichte, naut. Instrumente, Bootshalle.

Museumspädagogik: Arbeitsblätter für Schüler und Lehrer, didaktische Programme, Video-Vorführungen.
Führungen: nach Voranmeldung.
Führer: Reihe museum, 1991.

Das 1971 mit Unterstützung der Freien und Hansestadt Bremen, der Stadt Bremerhaven und des Kuratoriums zur Förderung des Deutschen Schiffahrtsmuseums e.V. gegründete Deutsche Schiffahrtsmuscum in Bremerhaven macht es sich zur Aufgabe, zum einen eine repräsentative Schausammlung, zum anderen eine zentrale Forschungsstelle zur deutschen Schifffahrtsgeschichte einzurichten. Damit trat das Schiffahrtsmuseum die Nachfolge des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Museums für Meereskunde in Berlin an. Der Standort besitzt einen idealen Bezug zum Thema: auf der Südseite mündet der schiffbare Fluss Geeste, der das Thema Binnenschifffahrt in das Museum einbringt, im Westen liegt das offene Meer und gegenüber der Alte Hafen, in dem die Museumsschiffe festgemacht haben. Dazwischen steht der Museumsneubau mit der benachbarten Bootshalle.




Schwerpunkt des Freilichtteils des Museums bilden die Schiffe im alten Hafen, an dessen frühere Funktion ein alter Kran erinnert. Zu sehen und auch zu besichtigen sind Schiffe wie das Nordpol-Expeditionsschiff Grönland, das Feuerschiff Elbe 3, der Hochseebergungs-schleppcr Secfalke, das U-Boot Wilhelm Bauer u.a. Weitere, trockengelegte Schiffe, wie z.B. der Hafenschlepper Stier, geben einen interessanten Einblick in verschiedene Antriebs- und Konstruktionstechniken. Im Hauptgebäude in der Eingangshalle empfangen den Besucher einige Galionsuren aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Die Ausstellung zur historischen Entwicklung der Schifffahrt ist chronologisch aufgebaut. Steinzeitliche Fellboote und großformatige Einbäume sind die ältesten Zeugnisse n Wasserfahrzeugen. Die Kelten setzten im 2. Jahrhundert v.Chr. erstmals hochbordige Großschiffe mit Ledersegeln ein.

Ein bemerkenswertes Objekt des Ausstellungsbereiches »Römer und Germanen« bildet ein bronzener Rammsporn eines römischen Kriegsschiffes. Schiffbautechnik der Friesen und Wikinger leitet über in das Mittelalter, mit dem Orginal der Hanse-Kogge, einem neuen Typ des Großseglers n 1380. Das Schiff wurde im Oktober 1962 beim Ausbaggern eines Hafenbeckens in Bremen gefunden. Besondere Techniken mussten entwickelt werden, um diesen einmaligen Fund zu konservieren. Weitere Schiffstypen des Mittelalters und der frühen Neuzeit werden in Modellen dargestellt: die Holk, Schiffe in Kraweelbauweise und der klassische Dreimaster. Ab 1815 setzt die Motorisierung der Schifffahrt ein. Die Dampfmaschine blieb allerdings zunächst als Antriebsaggregat auf die Binnenschifffahrt beschränkt. Erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts setzte sich die Dampfmaschine auch in der Seeschifffahrt durch. In der Folgezeit änderten sich auch die grundlegenden Schiffbaukonstruktionen, was ausgezeichnete Modelle in der Ausstellung verdeutlichen.
Ein bemerkenswertes Objekt des Museums ist der Seitenraddampfer Meißen n 1881. Er ist in das Gebäude integriert und führt den Besucher in die Schifffahrt des 20. Jahrhunderts ein. Das Museum präsentiert über die historische Ausstellung hinaus gesonderte Bereiche wie Schifffahrtswege, Marine und Wassersport. Die Bootshalle neben dem Hauptgebäude zeigt verschiedene Bootstypen und deren Bauprinzipien.

1999 wurde der Erweiterungsbau eröffnet, in dem eine neue Abteilung zur Geschichte der Erforschung der Meere untergebracht ist. Seit 1999 ist der mittelalterliche Schiffsfund, die Bremer Hansekogge n 1380, ausgestellt.







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