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Agyptisches Museum der Universität Leipzig



Agyptisches Museum der Universität Leipzig

Adresse: Schillerstraße6,04109 Leipzig.

Telefon: (0341) 9737010.
Telefax: (0341) 9737029

Verkehrsverbindungen: Tram (Augustusplatzo. Leuschncrplatz). Eintrittspreise: Erw. DM 3,-; Erm. DM 1.50; Gruppen (ab 10 Pers.) DM 1,-; Führungspauschale DM 15.-.

Öffnungszeilen: Di.-Sa. 13.00-l7.00 Uhr, So. 10.00- 13.00 Uhr. für Schulklassen nach Voranmeldung. Sammlungsschwerpunkte: Plastik des Alten Reiches, frühdynastische Steingefäße, nubische Plastik u. Keramik.
Museumspädagogik: Führungen lurSchulklasscn, Projekttage, Feriengestallung.
Führungen: 2. Sa. u. 4. So. im Monat öffentliche Führung, im März, )uni, September, Dezember speziell für Kinder, sonst Führungen nach Voranmeldung.
Führer: Renate Krause: Das Agyptische Museum der Universität Leipzig, Mainz 1997 (Zaberns Bildbände zur Archäologie).

Die Geschichte der Agyptischen Sammlung der Leipziger Universität beginnt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1842 wurde das erste Original, ein in der Spätzeit Agyptens (um 711-332 v, Chr.) hergestellter Holzsarg n außerordentlicher Qualität, für die archäologische Sammlung der Universität erworben. Einige weitere Werke der Kleinkunst, r allem aber Gipsabgüsse bedeutender Plastiken und Papierabdrucke n Reliefs kamen hinzu. So wuchs die Lehr- und Studiensammlung im Laufe der nächsten Jahre derart an, dass sie im Jahre 1874 in eigene Räume innerhalb der alten Universität gebracht, als »Aegyptologischer Apparat« m Archäologischen Museum getrennt und an Sonntagrmittagen zur Besichtigung zugänglich gemacht wurde.



Den größten Zuwachs und ihr bleibendes Gepräge erhielt die Sammlung unter Georg Stein-dorff, der in den Jahren n 1893 bis 1934 Direktor des Agyptologischen Instituts war. Seine Ausgrabungen in Agypten erbrachten bedeutende Funde, n denen Leipzig bei der Fundteilung erhebliche Anteile zugesprochen wurden. Die Steingefäße frühdynastischer Zeit (um 2960 - 2640 v. Chr.) aus dem südlich n Kairo gelegenen Abusir, die Königs- und Privatplastiken des Alten Reiches (um 2640-2134 v. Chr.) n dem Pyramidenfeld im nahe gelegenen Gi-sa und Kleinkunst nubischer Provenienz aus dem 2. Jahrtausend v. Chr., ausgegraben in dem altägyptischen Kolonialgebiet südlich des heutigen Assuan, gehören zu den besten ihrer Art in einem europäischen Museum. Mit den reichhaltigen Funden aus seinen Ausgrabungen und mit weiteren Einzelslücken und Objektgruppen, die durch Schenkung, Ankauf und Tausch hinzukamen, konnte Steindorff r dem Ersten Weltkrieg die größte ägyptische Universitätssammlung in Deutschland aufbauen. Sie war seit 1900 in einem Seitenflügel des Universitätshauptgebäudes untergebracht und nach wir r einer größeren Öffentlichkeit zugänglich. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Räumlichkeiten des Museums und Teile der Sammlung zerstört, ein wichtiger Bestand an Originalen ist jedoch dank rechtzeitiger Auslagerung erhalten geblieben. Nach der Neueröffnung der Universität im Februar 1946 erhielt das Agyptologische Institut neue Räume zugewiesen; ein Teil der ausgelagerten Stücke des Museums konnte in einer kleinen Ausstellung in den neuen Institutsräumen gezeigt werden. Der andere Teil war in die Sowjetunion gebracht worden und kam 1959 nach Leipzig zurück. Nachdem im Jahr 1970 das Gebäude Schillerstraße 6 rekonstruiert worden war, wurden in den Räumen des heutigen Museums und in Regionalmuseen kleine Sonder- und Studienausstellungen veranstaltet, bis im Mai 1976 die Dauerausstellung wieder eröffnet werden konnte. Die Ausstellung ist chronologisch aufgebaut. Sie umfasst etwa 600 Originale unterschiedlicher Gattungen (Piastiken, Reliefs, Kleinkunst, Sarkophage und andere Gegenstände des Totenkults). Handwerkliche Spitzenerzeugnisse und Massenwarc für den täglichen Gebrauch führen die Geschichte und Kultur des Nillandes n der rdynastischen Zeit (4. Jahrtausend v. Chr.) bis in die christliche Periode Agyptens (1. Jahrtausend n. Chr.) anschaulich r Augen.














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