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Die Ursachen für die schnelle Industrialisierung der russischen Industrie liegen nicht nur an dem Ressourcenreichtum des Landes. Auch wenn dies wohl der entschiedenste Faktor ist, spielen Politik aber auch Klima und Relief eine wichtige Rolle.


Durch den Kommunismus war die gesamte UdSSR bist 1924 agrarisch geprägt und der Bergbau gering erschlossen. Erst nach der Oktober Revolution wurden die Bodenschätze nach und nach auf  Anordnung von Lenins Zentralwirtschaftlichem System erschlossen und gefördert (5-Jahres Pläne). Nicht mehr die Genussmittelindustrie sondern das Produzierende Gewerbe und die Aufrüstung des Militärs wurden nun (auch als Folge des 1. WK) gefördert, welches die Ankurbelung des Ressourcenabbaus zur Folge hatte.


Die UdSSR (gr. teils Russland) ist das ressourcenreichste Gebiet der Erde. Neben den Hölzern der Taiga, den Flüssen (Wasserenergie) , dem weltweit größten Vorkommen an Erdgas, dem zweitgrößten an Erdöl und Kohle, verfügt sie über bedeutende Vorkommen an Eisenerz, Platin, Mangan, Chrom, Blei, Zink, Quecksilber, Uran, Kupfer, Gold, Silber, Kali, Aspest, Schwefel, aber auch Diamanten und Edelsteine sowie an anderen wichtigen Bodenschätzen.




Dadurch kann die UdSSR ihren Energiehaushalt alleine decken; neben Erdgas, Kohle, Öl und Uran besitzt vor allem ab 1970 die Wasserkraft eine wachsende Bedeutung.


Für die Erschließung, Abbau und Transport der Rohstoffe spielen Infrastruktur, Relief aber auch Klima und Arbeitskräfte eine entscheidende Rolle. An vielen Lagerstätten können die Vorkommen auf Grund des menschenfeindlichen Klimas und des schwierigen Weitertransports nicht rentabel abgebaut werden. Es entstehen auch durch fehlendes technisches Knowhow, im Winter zufrierende Flüsse, sowie die geringe Erschließung durch die Eisenbahn bzw. Straßen weitere Probleme. (vgl. Atlas Seite 154 M1). Auf Grund des oft unebenen, kaum besiedelten und bewaldeten Norden (Sibirien) treten zusätzliche Probleme auf (--> Referat Ria).

Deshalb konnte in diesen Gebieten das Erdgas und Öl erst mit Hilfe von Pipelines effizient gefördert werden.


*[ökologische Aspekte wurden hier ignoriert da diese  völlig veralteten und undichten Pipelines noch heute zum Transport nach Europa benutzt werden und so jährlich viele Hektotonnen Öl ins Grundwasser/Boden gelangen]


Für Produktion und Abbau spielen auch die Arbeitskräfte eine entscheidende Rolle. Dies alles hat zu Folge das viele der, in Sibirien vorkommenden, Lagerstätten heute noch stillstehen. Und der Industrialisierungsprozess im bevölkerungsreichen Süden und Südosten, zwischen dem 40° und 60° nördliche Breite und 20° und 100° östliche Breite statt fand.


Ressourcenverteilung


Südwesten                  -vollkommen erschlossen und genutzt, meist vor Ort erarbeitet

Nordosten                   -nur Abbau an meernahen Gebieten oder wertvoller Bodenschätze, wie z.Bsp.: Diamanten, Gold, oder Öl









Die einzelnen Länder:


Um das Kaspische Meer befinden sich bedeutende Erdgasvorkommen, (Aserbaidschan) aber auch Erdöl in Kasachstan. In Georgien befindet sich eine der weltgrößten Lagerstätten von Mangan (ein Schwermetall das heute noch in Schienen oder Blechen vorkommt) und Barit (Bedeutung für Hardware/Computerchips).


In Armenien Blei, Gold, Silber und Zink aber auch Granit und Marmor.


In Kasachstan ließ sich die Industrie vor allem in dem Blei, Gold, Phosphat, Uran, Quecksilber, Uran und Wolfram beherbergendem  Fergenabecken (südl./Grenze zu Afghanistan) nieder. Bauxit, Eisen, Kupfer, Silber und Wolfram befinden sich im Zentrum des Landes, sowie Chrom im Nordwesten und Blei, Gold, Steinkohle und Silber im Nordwesten. Damit zählt Kasachstan nach Russland zu dem ressourcenreichsten Land der UdSSR. Der Bergbau hat hier 40% Anteil am BSP (1988), bricht aber mit der UdSSR 1990 zusammen.

Auch ein Teil Kirikistans gehört mit Gold- und Quecksilbervorkommen zum Fergenabecken.


In Turkmenistan wird Schwefel gefördert, Tadschikistan besitzt Gold sowie die zweitgrößten Silberlagerstätten, die aber zur Zeit der UdSSR, auf Grund fehlender

Aufbearbeitungsanlagen, nicht genutzt werden konnten.


In der Ukraine bildete sich um die Hauptstadt Kiew, das mit einem immensen Eisenerz und Mangan ausgestattete Kriwoi Rog. Hier hat die Eisenverhüttung eine große Bedeutung. Kohle und Erdgasvorkommen waren in diesem Gebiet schnell erschöpft und so war die Industrie auf die Lieferungen der Zentralregierung angewiesen, was oft Probleme mit sich brachte.


In Belarus oder Weißrussland siedelte sich nur um Minsk auf Grund der Rohstoffarmut (lediglich Kochsalz) eine kleine Industrie an. Belarus war innerhalb der UdSSR durch seine Nähe zu Europa als 'Technologiezentrum' vorgesehen, was sich aber mit dem Zusammenbruch der UdSSR änderte. Blieb aber weitgehend agrarisch geprägt.


Auch Moldawien und die Baltischen Staaten sind rohstoffarme Länder und gewinnen einen Teil ihrer Energie durch Wasserkraft, agrarisch geprägt abhängig von Russland/Ukraine.
















Russland ist mit Abstand das größte und ressourcenreichste Land der UdSSR. Neben den Hölzern der Taiga, den Flüssen (Wasserenergie), dem weltweit größten Vorkommen an Erdgas, dem zweitgrößten an Erdöl und dem drittgrößten an Kohle, verfügt Russland über alle benötigten Bodenschätze in ausreichendem Maße. Innerhalb der UdSSR hat Russland vor allem die Bedeutung andere Länder mit Kohle und Erdöl/Gas zu versorgen. Innerhalb des Landes sind große Disparitäten zu erkennen. Der bevölkerungsreichere industrialisierte Südwesten und der bevölkerungsarme naturbelassene kalte Nordosten (Sibirien).


Die Grundlagen für die Ansiedlung der Industrie im Südwesten waren Bevölkerung (vgl. Seite 147 Atlas) , Rohstoffe aber auch Relief und Klima (-> Abbau/Böverlerung) und die wesentlich bessere Infrastruktur. Die 6 Produktionskomplexe wurden am Anfang mit Hilfe der Bahn, später mit Pipelines (Öl, Gas) und der Bahn (Rohstoffe) versorgt. Eine halbwegs ausgebaute Infrastruktur war hier vorhanden. Gas und Öl werden vor allem aus Kasachstan und Westsibirien nach Moskau und Petersburg geleitet wo sich maschinell orientierte Produktionskomplexe bildeten. Auf Grund des Kohlevorkommens bildete sich auch im Südwesten das Donezbecken. Dieses dient dem Export von Steinkohle nach Europa.


An der Grenze zu Kasachstan befindet sich das heute hochentwickelte Uralgebiet mit dem 'zweiten Baku' eines der zwei Haupterdöllieferstädten Russlands. Dieses versorgt das Eisen, Erdgas, Kohle, Mangan, Platin und Uran fördernde Uralgebiet, der Kernpunkt der russischen Industrie. Auch die Erölleitungen des Westsibirischen Dritten Bakus führen hier her.

Weiter östlich befinden sich noch das Kusnezkbecken und Irkutsk, welche in kleinerem Maße auf ähnlich Weise funktionieren.


In Sibirien befinden sich viele noch heute unerschlossenen Kohle- oder andere Rohstoffvorkommen. Lediglich die wertvollen Diamanten und die nicht zu kontinental liegenden Kohlevorkommen werden heute teilweise genutzt. Unfreundliches Klima und schwieriges Relief machen hier den Abbau unrentabel. Lediglich Gold und Diamanten wurden seit 1951 meist in Handarbeit abgebaut und mit Lastern verfrachtet. Oft war nur periodischer Abbau möglich.





Die Stellung der UdSSR-Industrie hat sich über die Jahre hinweg stark verändert. Hatte sie um 1900 einen Anteil von 3% Weltweit, (bis 1924 sinkend!) stieg ihre Bedeutung bis 1950 als zweitgrößter Ressourcenförderer hinter den USA rasant an. 25% der geförderten Rohstoffe wurden exportiert, die Exportbilanz mehr und mehr ausgebaut. Mit der Zeit erloschen aber die 'einfach' zu fördernden Vorkommen und mehr Aufwand musste betrieben werden, um in abgelegenen Gegenden weiter zu fördern. So schaukelte sich bis 1988 der Abbau vor allem von Kohle, Erdgas und Erdöl hoch und Europa, als Hauptabnehmer, wurde an das Pipelinesystem angeschlossen. 1978 erreichte die UdSSR ihren wirtschaftlichen Höhepunkt. Mit dem Ende des Kommunismus und der Umstellung von Zentralverwaltungswirtschaft auf freie Marktwirtschaft brach 1990 die Wirtschaft zusammen.

Noch heute ist die Rohstoffmenge der GUS /Russland nicht genau bekannt!


Bodenschatz (1978)

Silber

Diamanten

Platin

Bauxit




Blei

E.erz

Kupfer

Zink

Weltanteil in %










Bodenschatz (1978)

Erdöl in %

Erdgas in %

Steinkohle in %

Braunkohle in %

UdSSR





USA





Sonst. Vergl.

13,6 (Arab.)


32,5 (China)

41,2 (Ger)






http://www.welt-auf-einen-blick.de/energie.html


http://www.welt-auf-einen-blick.de/bodenschaetze.html












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