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Uranabbau


Uranabbau


Der Startschuß für die Weltreise des entstehenden

Kernbrennstoffes fällt meist weit weg von hier: in den Uranminen Australiens,  Nordamerika, Südafrikas oder wie hier zu sehen in Kanada.


Hier wird in großtechnischem Maßstab Uranerz abgebaut.

Ca.440.000 t müssen davon abgebaut werden, um den Jahresbedarf

an Brennstoff eines 1300 Megawatt-Reaktors z.B. vom Typ Biblis

A zu gewinnen. Von diesen 440.000 t wandern 400.000 t auf die

meist nahe gelegene Abraumhalde, da ihr Anteil an Uran zu




niedrig ist um verarbeitet werden zu können. Die zur weiteren

Verwendung bestimmten 40.000 t werden nun zu einer meist nahe

zur Mine gelegenen Erzaufbereitungsanlage transportiert.


Yellow Cake


Dieser erste Atomtransport in der Brennstoffspirale ist

notwendig, weil aus dem Uranerz das Natururan herausgeholt werden muß. Aus 40.000 t Uranerz erhält man etwa 400 t Urankonzentrat (U308). Wegen der gelben Farbe auch 'Yellow Cake' - also'gelber Kuchen' genannt.



KEY LAKE MINE


pie Key Lake Mine liegt in Kanada/North Saskatchernan im Athabasca-Becken. In der 300000 km großen Region leben 30000 Menschen, 20000 davon sind indianischer Abstammung (Dene,Csee), die sich zum großen Teil noch von den traditionnellen Nahrungsmitteln (Fisch, Karlbou, Rentier) ernähren und auf Selbstversorgung ausgerichtet sind.


Die Lagerstätte Key Lake wurde 1975 von Uranerz Exploration and Mining Ltd., einer 100%igen Tochtergesellschaft der bundesdeutschen Uranerzbergbau GmbH entdeckt.


Im Oktober 1983 begann die Förderung,an der die Saskatchewan Mining& Developement Gorp. (SMDC) (50%), die Uranerz Exploration & Mining Ltd. (33 1/3%) und die Elden Resources Ltd. (16 2/39C) beteleigt sind.


Mit einem Lagerstätteninhalt von 200 Mill. Pfund 'yellow

cake', das gelbliche Endprodukt der Uranmühlen) und mit 12% Anteil ander Cesamtproduktion von Uranoxid (in der westlichen Welt) gehört KeyLake zu den gröaten Uranminen der Welt. Der Abbau des Erzes (Urangehalt ca. 2,5%) erfolgt im Tagebau. Größter Abnehmer sind die U.S.A.





Wiederholt ereigneten sich Unfälle. Allein in den ersten drei Monaten kam es zu 12 Lecks. Im Januar 1984 lief ein Wasserrückhaltebecken nordwestlich der Aufbereitungsanlage der Key Lake Mine über. Zuvor war diesem Becken lediglich kontaminiertes Oberflächen - und Grundwasser aus dem Tagebau zugeleitet worden. Ein weitverzweigtes Wassernetz wurde verseucht. Untersuchungen ergaben, daß jene, die

sich überwiegend von Fisch, Wild und selbstangebautem Gemüse

ernähren, entschieden höhere Blei- und Radiumwerte aufweisen.


Uranabbau- und verarbeitung drohen nach und nach einen groeßen Teil der Athabasca-Senke zu verseuchen und die traditionnelle Lebensweise einer Minderheit zu zerstören.






Ökologische und gesundheitliche Folgen des Uranabbaus


Durch den Abbau von Uran werden vielfältige Gefahren für die

Natur und die Gesundheit des Menschen verursacht.


Die schwerwiegendsten öhologischen Auswirkungen des Uranabbaus

liegen in der radioaktiven Verseuchung weiter Landstriche.


Aus der Tagebaugrube, den Halden und vor allem durch die

Staubentwicklung beim Sprengen, Auf- und Abladen und Zermahlen des Erzes werden radioaktive Stoffe frei. Vor allem das gefährliche Radon-Gas entströmt in großen Mengen den Halden und den Gruben und wird durch starke Winde über riesige Strecken verteilt. Die flüssigen Abfälle, die z.B. bei der Rössling Mine in Namibia nach offiziellen Angaben täglich 80000 m3 ausmachen, werden durch einen sogenannten Tailingslamm zu einem See aufgestaut. Da das Tailings-Beckon keinen undurchlässigen Boden besitzt, gelangt radioaktives Material in den Wasserkreislauf.


Lecks und Dammbrüche, die zur Verseuchung ausgedehnter Gebiete führten, wurden von fast allen Uranminen gemeldet. Der letzte große Unfall ereignete sich 1988 in der Ranger Mine in Australien, einer der ertragreichsten Minen der Welt.

Hierbei gelangten 448000t radioaktives Abfallgestein außerhalb der Mine.


Da die Bergleute dauernd den verseuchten Staub einatmen. sammeln sie mit der Zeit unkontrollierbar große Mengen Strahlen an. Ansich schon frargliche Grenzwerte wurden in der Vergangenheit ständig herabgesetzt, in der Praxis jedoch kaum eingehalten. Mehr als 40% aller Uranminenarbeiter erkrankten an Lungenkrebs.




Die in der Umgebung von (ehemaligen) Uranminen lebenden Menschenmassen ebenfalls mit einer erhöhten Rate gefährlicher Kranhheiten rechnen, darunter Leukämie, Knochen-. Eierstock- und Hodenkrebs. Besonders bei Kindern ist die Zahl an diesen Erkrankungen und an Mißbildungen erschreckend gestiegen.

Bezeichnenderweise mußte in der Bundesrepublik Deutschland die

Produktion der Urananlage in Ellweiler nach massiven Protestenwegen der hohen Strahlenbelastung eingestellt werden.     Indigene Völker slnd besonders häufig das Opfer von Uranabbau,zumeist ohne dafür eine 'angemessene' finanzielle Entschädigung zu erhalten. Ihr Widerstand gegen den Abbau von Uran auf ihrem Land blieb bisher fast immer erfolglos. Sie müssen hinnehmen, wie ihre Gesundheit, ihre Umwelt und ihre kulturelle Identität durch die Uranminen zerstört wird.

Gegen diese Zerstörung und in letzter Konsequenz gegen die

Bedrohung unserer eigenen Gesundheit durch die Atomanlagen inder BRD ist unsere Kampagne gegen den Uranabbau in Kanada gerichtet.












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