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Die Aula - von Hermann Kant




Referat

- Buchvorstellung -


Die Aula

(von Hermann Kant)



GLIEDERUNG:


Einleitung


Hermann Kant




(Kurzer Lebenslauf)


2. Allgemeines zum Buch

2.1 Stellung in Kants Lebenswerk

2.2 Fabel des Buches


3. Inhaltsangabe


4. Formanalyse

4.1 Charaktere

4.2 Figurenkonstellation

4.3 Textgestaltung

4.4 Konflikte

4.5 Intention


5. Eigene Meinung



BEGRIFFE:


ABF


Arbeiter und Bauern Fakultät. Ziel dieser Einrichtung war es jungen DDR Bürgern ohne Abitur, das Studium zu ermöglichen.



Einleitung:

"Der heutige Tag ist ein Resultat des gestrigen. Was dieser gewollt hat, müssen wir erforschen, wenn wir zu wissen wünschen, was jener will." Heinrich Heine



1. Hermann Kant:


- 14.06.1926 in Hamburg geboren

- nach Elektrikerlehre Soldat

- 1945-1946 polnische Kriegsgefangenschaft

- 1949-1952 Student und später Dozent an ABF Greifswald

- 1952-1956 Germanistikstudium

- wissenschaftlicher Assistent an der Humboldt Universität

- seit 1962 freischaffend

- von 1978 bis Dezember 1989 Präsident des Schriftstellerverbandes der DDR

- 2x Nationalpreis der DDR ('73; '83)

- 1980 Ehrendoktor der Uni Greifswald

- 1986 sowjetischer Orden der Völkerfreundschaft

- weitere Titel: . "Ein bißchen Südsee" 1962 (Erzählungen, Beginn der lit. Karriere)

. "In Stockholm" 1971 (Reportagen)

. "Das Impressum" 1972 (Roman)

. "Der Aufenthalt" 1977 (Roman)

. "Der dritte Nagel" 1981 (Erzählung, 1985 Vertont)

. "Herrn Frassmanns Erzählungen" 1989 (Erzählungen)


2. Allgemeines zum Buch:


- 1965 erschienen

- arbeitete 3 Jahre daran (eigene Aussage)

- zuerst als Fortsetzungsroman in Zeitung ("Forum") erschienen

- dort beliebt geworden


2.1 Stellung in Kants Lebenswerk:


- erster Roman

- machte ihn berühmt

- in 15 Sprachen übersetzt


2.2 Fabel des Buches:


Robert Iswall soll zur Schließung der ABF eine Abschlußrede halten. Während er seiner gewohnten Arbeit nachgeht, erinnert er sich an seine ABF-Zeit und wird mancher Unklarheiten gewahr, die er klären muß, wenn er weiterkommen will. Die Rede wird schließlich nicht gehalten (es wäre zu viel Rückschau), aber der Leser erfährt durch die Erinnerungen, was gesagt hätte werden müssen.



3. Inhaltsangabe:


- G.: Telegramm von Meibaum: Iswall soll Abschlußrede halten

- G.: erste Gedanken über Inhalt der Rede, blättert in Uni-Geschichte

- 500 Jahre Mathematik auf wenigen Seiten

- V.: erinnert sich an Aula und Bewerbung (falsches Seminar.)

- V.: Aufnahmegespräch, lernt Trullesand kennen (Zahnarztstory)

- V.: Beginn Freundschaft Iswall + Trullesand

- G.: Freundschaft mit Trullesand gebrochen will's in Ordnung bringen

- G.: Reise nach Hamburg (Flutkatastrophe) (soll berichten)

- G.: Zugreise (Backpflaumenstroy)

- V.: bei Eldeüberfahrt: kennenlernen Rieks und Filters

- G.: bei Grenzüberfahrt Kindheitserinnerungen (Waldemar, S. 86, vorlesen)

- V.: erster Schultag ABF

- G.: besucht Mutter und Hermann ( Schwager, erzählt Räuberpistolen)

- V.: Lida weg, Gründung DDR, Zimmer Roter Oktober

- G.: führt Interviews in Hamburg durch (gespaltene Reaktionen.)

- V.: erinnert sich an Inga und an Gespräch mit Trullesand über Mädchen (Vera kernig)

- V.: Untersuchung auf TBC; Quasi hat.

- V.: Trullesand. Filter, Iswall, Schmöde pflegen ihn gesund in Wohnheim (erst Proteste)

- V.: Jakob indirekte Nachhilfe, nach 4 Wochen Quasi gesund

- G.: Wirt in Hamburg ("zum toten Rennen")

trifft Quasi, distanziert, Ironisch, Sarkastisch, Quasi verändert, Feindseligkeiten

V.: Studentenratswahlen ( fast Debakel)

- G.: Zeitsprung 3 Tage (schreibt Hamburg Reportage)

- besucht ABF, sieht sich Akten an

- G.: Meibaum kommt in Archiv Quasi nicht in Rede!

- V.: Erinnert sich an andere Studenten und wie sie sich verändert haben

- V.: erinnert sich an Demo im "Märzenwind" (20 seiten innerer Monolog)

- G.: Freundschaft mit Trullesand gebrochen Trullesand und Rose in China

- G.: denk über Freundschaft nach

- V.: geht mit Vera aus zwiespältiges Verhältnis der beiden

- V.: Vera fällt in Ohnmacht Krankenhaus

- V.: Robert und Gerd besuchen sie Sympathien

- G.: Schriftstellertagung

trifft Jakob Filter im Ministerium

- "lustigste Zeit seine Lebens"

- fiktive Lobrede auf Jakob

- V.: Eisenacher Bachfestspiele ( besonders im Gewohnten) (Vorlesen S. 383)

- V.: Trullesand Abschied, Iswall fängt Studium an.

- will Punkt machen S.407

- fährt nach Leipzig

- auf weg: letzter gemeinsamer Abend

trifft Trullesand

- alles O.K. (vorlesen)

- Telegramm: keine Rede (vorlesen???)

- fährt wieder nach Hause nach Berlin, beinahe Unfall bei Dessau





4. Formanalyse:


4.1 Charaktere:


4.1.1Robert Iswall


-Name            : Robert Iswall

-Genannt        :

-Geboren        : 08.01.1926

-Aussehen      : . kleiner als Trullesand

. trägt Brille

-Beruf und     : . freier Journalist und Schriftsteller

soz. Umfeld . zwei Schwestern (Lida, Gertrud)

. Halbwaise (Vater im Krieg geblieben)

-Charakter      : . intelligent

. selbstbewußt

. leicht überheblich

. streckenweise arrogant

-Sprache : hochdeutsch

-warum ABF  : Verwandter "zwang" ihn dazu

-Entwicklung : . polnischer Kriegsgefangener Elektriker freischaffender Journalist

. bester Absolvent des 1. Jahrgangs ABF

. hat gelernt und begriffen (historischer Prozeß)

-Verhalten      : leicht überheblich, forscht nach, will Punkt machen

- Motiv           : erst: öffentlicher Auftrag/ Interesse

dann: persönliche Nötigung


4.1.2 Gerd Trullesand


-Name            : Gerd Trullesand

-Genannt        :

-Geboren        : 14.06.1930

-Aussehen      : groß, schwarze Locken

-Beruf und    

soz. Umfeld : . Doktor der Sinologie

. verheiratet

. zwei Kinder

-Charakter      : . umsichtig

. in sich ruhend ("Wat liegt an?")

. kritisch
-Sprache : leichter, Stettiner Dialekt,

-warum ABF  : . Zahnarztstrory

-Entwicklung : . Zimmermann Doktor der Sinologie (Chinakunde

. einfacher Mensch Bildungselite

-Verhalten      :

- Motiv           : mag keine ewigen Kriege, Kritik und Selbstkritik


4.1.3 Karl Heiz Riek


-Name            : Karl Heinz Riek

-Genannt        : Quasi (wegen stereotyper Wendungen), Heinzi (in Kneipe)

-Geboren        : 02.02.1929

-Aussehen      : -

-Beruf und    

soz. Umfeld : . Kneipier

. dick (G.)

-Charakter      : . redegewandt

. organisationssüchtig

. agil

. unerschütterlich

. überzeugter Sozialist Republikflüchtling

-Sprache : bis auf stereotype Wendungen hochdeutsch

-warum ABF  : innere Überzeugung

-Entwicklung : . Klempner (Zuckerfabrik) Gastwirt

. überzeugter Sozialist Republikflüchtling

. Mathegenie

-Verhalten      : verläßt nach ABF DDR, abweisend

- Motiv           : ungeklärt


4.1.4 Jakob Filter


-Name            : Jakob Filter

-Genannt        : "der Förster", Jakob

-Geboren        : 04.07.1928

-Aussehen      :

-Beruf und     : Ministerialbeamter

. verheiratet

. hübsche Sekretärin die sehr schlecht Kaffee kocht

soz. Umfeld

-Charakter      : . langsam

. bedächtig

. ruhig

. konkretes (kein abstraktes) Denken

. in G.: Phantasie entwickelt

. kein neuer Herr Lehmann

-Sprache : hochdeutsch

-warum ABF  : einer mußte gehen, Jakob weil Jüngster

-Entwicklung : . Waldarbeiter Diplomforstwirt, Angestellter im Ministerium

. tritt erst später aktiver auf

-Verhalten      : ruhig, gelassen


4.1.5 Vera Iswall


-Name            : Vera Isolde Iswall (geb. Bilfert)

-Genannt        : "die Schneiderin"

-Aussehen      : "kernig"

-Beruf und     : . Augenärztin

soz. Umfeld . mit Robert I. verheiratet, 1 Kind

-Charakter      : freundlich

-Sprache : hochdeutsch

-Entwicklung : Schneiderin Augenärztin

-Verhalten      :


nach Wichtigkeit: Iswall Trullesand Riek Filter Vera Iswall


4.2 Figurenkonstellation:

siehe Anlage eins




4.3 Textgestaltung:


- Gattung                      : . Roman (umstritten)

. mit Anekdoten/ Episodentechnik

. Autobiographische Elemente

. kein Ankunfts-/Aufbauroman (damals Vorherrschend)

sozialistischer Held schon fertig

-Zeitebenen                  : . 2 ebenen (Gegenwartsebene, Vergangenheitsebene

Mischung der Ebenen)

. Gegenwartsebene: / chronologisch (Frühjahr 1962)

/ Iswall forscht nach

/ trifft Kollegen, Mitschüler, Lehrer

/ geschlossene Handlung

. Vergangenheitsebene: / episodenhaft

/ nicht chronologisch ('49-'52)

/ Geschichte ABF

. teilweise sehr fließende Übergänge (Bewußtseinsstrom)

-Erzählweise                : . Mischung der beiden Zeitebenen

. Handlungen und Vorstellung von verschiedenen
Gesichtspunkten (Figurenensemble)

-Syntax und Wortwahl : . auf Gegenwartsebene:

/ sehr unterschiedlich

. auf Vergangenheitsebene

/ sehr unterschiedlich

-Sprachliche Mittel     : . Bewußtseinsstrom

. speziell Gegenwartsebene:

/ Ironie

. speziell Vergangenheitsebene:

/ Humor oft Spott

/ "vom Hundertsten ins Tausendste"

. Symbole: / fahrt über Fläming (harmonische Landschaft)

/ gang in Sonnenweg

Weise wie Klarheit gewonnen wird (Überwindung       Feigheit/ Selbsttäuschung)

-erzählte Zeit               : wenige Wochen

-Erzähler                      : fast durchgängig er-Erzähler

-Erzählperspektive      : Leser erlebt mir Iswall

-Erzähleinfall               : . Iswall soll Rede halten, da bester Absolvent

ermöglicht Rückschau von sechziger auf frühe fünfziger

- Titel Inhalt : Anfang und Ende

- Thema                        : rollt rückblickend Geschichte ABF auf

. Entwicklung Helden Arbeiter Interlektuellen

-Struktur                      : . nicht mehr linear ( neu in DDR)

(Auffälliges) . läßt Personenkreis agieren

. nur Personen in Iswalls nähe genauer Charakterisiert (andere Figuren bleiben blaß)

. wirksames Ensemble

/ nicht nur Iswall vermittelt "Welt" des Buches

/ Lehrer, Mitschüler. (in breiten Dialogen, Selbsteinschätzungen) tun dies

. "das Besondere im Gewohnten sichtbar machen":

/ Geschichte des einzelnen = Geschichte des Ganzen

. Große Entdeckungen kommen auf Umwegen (s. S. 383)

. aus Auftrag wird innere Nötigung vorantreiben

. Held bleibt in gewohnter Umgebung (im Gegensatz zu "Der geteilte Himmel")

. Held hat gewisse Distanz (objektiver!)

. Vergangenheit bedeutet aber nicht unbedingt Distanz

. Distanz nicht total, Vergangenheit nicht völlig bewältigt

Konflikte



4.4 Konflikte:


- Erinnerung ist Distanz schaffend

- Konzentration mehr und mehr auf zwei Ereignisse

-Hauptkonflikt    : im Laufe der Handlung kristallisieren sich zwei Ereignisse heraus


. Iswall Riek (Republikflucht)

Konfliktgestaltung:

/ lebensretter

/ gepflegter Bruder

/ "ist nicht mehr"

/ Konflikt nicht gelöst, da Grund nicht geklärt

/ nicht auf Erinnerung beschränkt

/ Erinnern und Handeln greifen ineinander über

/ dadurch auf Problem hingewiesen: partielle Niederlagen nicht Vermeidbar in Entwicklung


. Iswall Trullesand (Bruch Freundschaft)

Konfliktgestaltung: (durch Wandlung der Vergangeheitsbewertung)

/ erst Zeit und Umstände verantwortlich

/ dann Teufel Zufall

/ Selbstbetrug aufgegeben

Einsicht in Moral und Umgangsformen

Punkt machen

treffen mit Trullesand (nach 10 Jahren)

/ Lösung und Konfliktlösung kurz und schmerzlos


Konflikt muß erst überwunden werden, wenn weiter


Distanz nicht total, Vergangenheit nicht völlig bewältigt



. in "Die Aula" existieren nicht die großen äußeren Konflikte

. beide male Bilder des Versagens/ Scheiterns in mitten der Heiterkeit


-Nebenkonflikte . innen Iswall außen Iswall

/ innen: emotional, spontan

/ außen: rational, Kontrolle, Skepsis

. Waldemar (wir zum Symbol aufgebaut)

(S 84ff) (Robert in 2. Klasse verprügelt, Wettrechnen Bestechung stellt sich dem vermeintlich stärkeren und seinen Schwächen)

/ Motiv später Aufgegriffen: (Inga)

/ aber nicht klar wer eigentlicher Feind

Iswall selbst war der Gegner (Ende Feigheit) (wird im Verlauf geklärt)

Einsicht und Abstand zu Schwächen


- zahlreiche weitere Konflikte, mit unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten


4.5 Intention:


- trägt Autobiographische Züge:

. aber nur scheinbar

. teilweise erlebte/ erdachte Episoden

- als Eingabe (weil ABF in DDR-Geschichte nicht erwähnt)

- in Zusammenhang mit Zitat: Geschichte soll begreifbar/ faßbar gemacht werden

- Anliegen des Autors: "dringliche Auseinandersetzung mit mir selbst und meiner Zeit, meinen Zeitgenossen, meiner Generation" (H. Kant)

- Große Entdeckungen kommen auf Umwegen


5. Eigene Meinung:


+ humorvoll

+ interessant

+ aufschlußreich

- einige Längen

- stellenweise Verwirrend (Übergänge)


Lesenswert



Anhang:


A.) Quellen


Die Aula (Aufbau Taschenbuchverlag Berlin 1994 [2. Auflage])

Die Aula (Rütten & Loening 1979 [20. Auflage])

Autorenlexikon Deutschsprachiger Schriftsteller des 20. Jahrhunderts (RoRoRo)

Literatur im Überblick (Volk und Wissen)

Besprechungen zur Gegenwartsliteratur; Band 2 (Volk und Wissen)



B) Inhaltsverzeichnis


Gliederung


Begriffe


Hermann Kant (Kurzer Lebenslauf)


2. Allgemeines zum Buch


3. Inhaltsangabe


4. Formanalyse


5. Eigene Meinung


Anhang




C) Statistik:


Erstellt



Anzahl Seiten



Anzahl Wörter



Anzahl Zeichen





"Der heutige Tag ist ein Resultat des gestrigen.
Was dieser gewollt hat, müssen wir erforschen,
wenn wir zu wissen wünschen, was jener will."

Heinrich Heine



DIE AULA

von Hermann Kant


Gliederung:

1. Hermann Kant (Kurzer Lebenslauf)

2. Allgemeines zum Buch

3. Inhaltsangabe

4. Formanalyse

5. Eigene Meinung



1. Hermann Kant:


- 14.06.1926 in Hamburg geboren

- nach Elektrikerlehre Soldat

- 1945-1946 polnische Kriegsgefangenschaft

- 1949-1952 Student und später Dozent an ABF Greifswald

- 1952-1956 Germanistikstudium

- wissenschaftlicher Assistent an der Humboldt Universität

- seit 1962 freischaffend

- von 1978 bis Dezember 1989 Präsident des Schriftstellerverbandes der DDR

- 2x Nationalpreis der DDR ('73; '83)

- 1980 Ehrendoktor der Uni Greifswald

- 1986 sowjetischer Orden der Völkerfreundschaft

- weitere Titel: . "Ein bißchen Südsee" 1962 (Erzählungen, Beginn der lit. Karriere)

. "In Stockholm" 1971 (Reportagen)

. "Das Impressum" 1972 (Roman)

. "Der Aufenthalt" 1977 (Roman)

. "Der dritte Nagel" 1981 (Erzählung, 1985 Vertont)

. "Herrn Frassmanns Erzählungen" 1989 (Erzählungen)



2.2. Die Fabel:


Robert Iswall soll zur Schließung der ABF eine Abschlußrede halten. Während er seiner gewohnten Arbeit nachgeht, erinnert er sich an seine ABF-Zeit und wird mancher Unklarheiten gewahr, die er klären muß, wenn er weiterkommen will. Die Rede wird schließlich nicht gehalten (es wäre zu viel Rückschau), aber der Leser erfährt durch die Erinnerungen, was gesagt hätte werden müssen.










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