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Lew Nikolajewitsch Tolstoi - Anna Karenina




Lew Nikolajewitsch Tolstoi

Anna Karenina


I

Geb. 9. September 1828 auf dem Gut Jasnaja Poljana im mittelrussischen Gouvernement Tula


Gest. 20. November 1910 in Jasnaja Poljana, nach kurzer Krankheit


Historischer Hintergrund:1861/62 Aufhebung der Leibeigenschaft;1891-04 schwere Hungersnot; 1. 1905 gescheiterte Revolution in Rußland und viele gebildete und angesehene Leute siedelten sich im Westen an. Trotzdem weiterhin Kapitalismus. 1908 Zeit der Stylopinschen Reaktion





Erlebnisse und Erfahrungen des Schriftstellers: Mutter(war Fürstin) stirbt 2 Jahre nach seiner Geburt, Vater stirbt als er 9 war. Er nimmt an den Kämpfen um die Festung Sewastopol teil.

Er bereist die westlichen Länder und nach der Abschaffung der Leibeigenschaft arbeitet er als Friedensrichter und setzt sich für die Interessen und Belangen der Bauern ein. Gründet eine Bauernschule. Er schreibt viele Protestaufsätze gegen die vielen Hinrichtungen 1908.


Andere literar. Werke: unzählige, veröffentliche, sozialkritische Aufsätze, Erzählungen; der Roman "Auferstehung"; Drama "Der Lebende Leichnam


II

Anna Karenina ist ein bedeutender Gesellschafts- und Liebesroman(erschien als vollständige Buchausgabe 1878).

Die junge und hübsche Anna Karenina ist die Frau von dem reichen, in der Gesellschaft hoch angesehenem, viel älteren und kaltherzigen Alexej Alexandrowitsch Karenin. Mit ihm hat sie einen Sohn namens Serjosha.

Als Anna nach Moskau zu ihrem Bruder reist, um seine Frau zu überreden, dass sie ihn nicht verlässt, weil er eine Affäre mit einer Jüngeren hatte, trifft sie zum ersten mal Wronski im Zug. Sie empfinden Sympathie für einander. Auf einem Ball verlieben sie sich in einander. Als Anna nach St. Petersburg zurückkehrt verleugnet sie ihre Gefühle zu Wronski und belügt sich selbst. Zu ihrer Beunruhigung nutzt Wronski jeden Moment aus, um mit ihr zusammen zu sein. Zunächst versucht sie sich gegen seine Liebe zu wehren, gibt aber schließlich nach.

Auf einer Party trifft Alexej Anna und Wronski zusammen an. Anna streitet jegliche Beziehung zu Wronski ab. Trotzdem treffen sich Anna und Wronski weiterhin jede Nacht. Anna fühlt sich zwar sündhaft und schuldig, will sich aber nicht von ihrem Geliebten trennen.

Im folgenden Sommer erzählt sie Wronski, dass sie schwanger von ihm ist. Wronski fleht sie an ihren Mann zu verlassen um mit ihm zu leben. Anna ist sich bewusst, dass wenn sie Alexej verlässt sie ihren Sohn nie wieder sehen wird.

Als Anna Alexej von der Schwangerschaft gesteht, ist er weder empört noch sehr bestürzt. Er fordert sie lediglich auf weiterhin mit ihm zu leben wie zuvor. Er macht sich nur um seinen Ruf und seine soziale Stellung sorgen. Wronski hingegen bedrängt Anna mit ihm ein neues Leben anzufangen.

Anna bekommt, nach einer lebensgefährlichen Geburt eine Tochter. Sie versteht sich mit ihrem Ehemann nun besser und bleibt bei ihm. Verzweifelt von der Aussicht, dass Wronski ein Leben ohne Anna leben muss, versucht er sich(vergeblich), selbst zu erschießen. Nach diesem Vorfall verlässt Anna ihren Mann und alles was ihr bedeutet, um mit Wronski nach Italien zu fahren. Der Kontakt zu ihrem Sohn bricht ab.

Als die beiden wieder nach St. Petersburg zurückkehren, wird über sie sehr viel schlechtes geredet. Anna fällt in eine schwere Depression.

Im Winter streiten sich Anna und Wronski heftig. Auf einmal verflucht Anna Wronski, weil sie ihre Ehe, ihren Sohn und ihre Stellung in der Gesellschaft für ihn aufgegeben hat. Anna ist krankhaft eifersüchtig und fest davon überzeugt, dass Wronski eine andere liebt und zu Alexej kann sie auch nie wieder zurückkehren.

Sie spaziert zum Bahnhof und kauft sich ein Ticket. Vor dem Bahnsteig sagt sie zu sich selbst, dass sie Wronski mit ihrem Tod bestrafen wird und stürzt sich vor den heranrollenden Zug.





III

Dorthin! Sagte sie, während sie auf den Schatten des Wagens und den mit Kohlenstaub vermischten Sand blickte, der auf den Schwellen lag. Dorthin, genau in die Mitte- und ich werde ihn bestrafen und mich von allen und von mir selbst befreit haben. Sie hatte vor , sich zwischen die Vorder- und Hinterräder des an ihr vorbeikommenden ersten Wagens zu werfen. Doch da sie vorher ihre rote Reisetasche vom Arm nehmen wollte, wurde sie dadurch aufgehalten und verpasste den rechten Augenblick: Die Mitte des Wagens war bereits an ihr vorüber. Sie musste auf den nächsten Wagen warten. Von einem ähnlichen Schauder erfasst, wie man ihn empfindet, wenn man sich beim Baden anschickt, ins Wasser zu gehen, bekreuzigte sie sich. Die gewohnte Bewegung des Bekreuzigens rief in ihrer Seele eine ganze Reihe Erinnerungen aus ihrer Kindheit und Mädchenzeit wach, die Finsternis, die ihr bis dahin alles verhüllt hatte, zeriss plötzlich , und für einen Augenblick offenbarte sich ihr das Leben mit allen seinen einstigen lichten Freuden. Aber sie behielt unverwandt die Räder des heranrollenden zweiten Wagens im Auge. Und genau in dem Augenblick, als die Mitte des Wagens sie erreicht hatte, warf sie die rote Reisetasche von sich, zog den Kopf ein, ließ sich zwischen die Vorder- und Hinterräder des Wagens auf die Hände fallen und nahm niederkniend eine solche Stellung ein, als wollte sie gleich wieder aufstehen. Doch schon im selben Augenblick wurde sie von Entsetzen gepackt über das, was sie tat. Wo bin ich? Was mache ich? Warum? Sie wollte aufstehen , wollte sich zurückwerfen, aber etwas ungeheuer Großes, Unerbittliches stieß sie gegen den Kopf und schleifte sie am Rücken mit sich. "Herrgott, vergib mir alles!" stammelte sie in der Erkenntnis, dass ein Widerstand unmöglich sei. Der kleine struppige Mann hantierte wieder, irgend etwas vor sich hin murmelnd, am Eisen herum. Und die Kerze, in deren Schein sie das von Unrast, Betrug , Kummer und Bosheit erfüllte Buch des Lebens gelesen hatte, flammt heller auf denn je zuvor, beleuchtete alles, was vorher in Finsternis gehüllt gewesen war, begann zu knistern, flackerte einen Augenblick und erlosch für immer.


IV

Der Autor beschreibt genau die Zustände in der damaligen Gesellschaft. Wie die Gesellschaft eine Liebe und ein Leben zerstören kann

Tolsoi hat selbst auch einen persönlichen Bezug zu Anna's Geschichte, da sein Vater ein Graf war und seine Mutter eine Fürstin ist er mit den Vorgängen in der Gesellschaft vertraut. Und genauso wie Anna sagt er sich von der Gesellschaft ab.

Tolstoi wollte mit Anna Karenina, wie mit vielen seiner anderen aufrührerischen Werken, verdeutlichen wie alles enden kann wenn, man sich nicht den vermeintlichen Zwängen widersetzt.

Ich bin von diesem Buch sehr begeistert, da es, unabhängig von der Zeit, über das wahre Leben erzählt. Die Geschichte ist dramatisch und manchmal melancholisch, aber sie driftet niemals ins Schnulzige ab. Das Buch ist einfühlsam und gleichzeitig spannend geschrieben.

Ich empfehle diesen Roman jedem, dem die hohe Seitenzahl keine Angst macht und der traurige Liebesromane liebt. Bei der tragischen Geschichte über Anna Karenina's Leben bleibt garantiert kein Auge trocken!















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