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Das Vaterspiel von Josef Haslinger




Das Vaterspiel von Josef Haslinger


Rupert Kramer, genannt Ratz, ist der Sohn eines österreichischen Ministers. Er ist 35 Jahre alt und das, was man einen Versager nennt. Nächtelang sitzt Ratz vor dem Computer, ein Looser. Ohne Job, Haschisch rauchend sitzt er nächtelang vor seinem Computer, um ein Spiel zu programmieren, mit dem er groß herauszukommen hofft: das "Vatervernichtungsspiel". Er hasst seinen korrupten sozialdemokratischen Vater, der seine Familie wegen einer jungen Frau verlassen hat. Im November 1999 erhält Ratz einen geheimnisvollen Anruf von Mimi, seiner Jugendliebe und ehemaligen Studienkollegin. Ratz fliegt nach New York, ohne zu wissen, was ihn erwartet. Bei der Reise nach New York sinniert Ratz über sein bisheriges Leben.

Seine Mutter lernt als junge Studenten den engagierten SPÖ Aktivisten Helmut Kramer kennen. Sie verliebt sich in ihn. Als sie ihn jedoch ihrer Familie vorstellt kommt es zu einem Debakel: ihre Eltern, die mit Helmut Kramers politischer Gesinnung nicht einverstanden sind, verbieten ihrer Tochter den Umgang mit ihm, was sie jedoch noch mehr in seine Arme treibt. Die zwei heiraten und Kramer wird kurze Zeit später zum Verkehrsminister ernannt und ist auf seinem politischen Höhepunkt. Die Kinder Rupert und Klara werden geboren und außer dem Streit zwischen Ratz Großeltern und seinem Vater führen die Kramers ein ruhiges Leben.




Ratz erkennt schon früh seine Liebe zu Computern und ist auch belad ein Spezialist für jede Computerfrage. Er entwickelt ein Computerspiel das er das "Vatervernichtungsspiel" nennt. In diesem Spiel durchlebt sein Vater jede Tötungsmethode die es gibt. Als Ratz zu studieren beginnt, lernt er Mimi kennen, welche mit ihrer Freundin zusammenlebt. Er hilft ihnen bei Renovierungsarbeit, wo er auch eine Nacht mit Mimi verbringt.

Nach einigen Jahren kommt es zum großen Eklat als sein Vater zu seiner Freundin zieht und seine Familie alleine lässt. Ratz Mutter versinkt daraufhin in tiefe Depressionen und wird Alkoholikerin. Ratz Leben ändert sich als er einen Anruf von seiner Jugendliebe Mimi erhält. Sie teilt ihm mit, dass sie ihn dringend in New York als Handarbeiter benötigt. Prompt fliegt er in die USA und lernt dort Mimis Großonkel Lucas kennen. Lucas war an der Hinrichtung Litauischer Juden beteiligt. Er versteckt sich seit 32 Jahren in einem Keller da ihn der ehemalige Dachau Häftling Jonas Strohm verraten hat. Die Geschichte Jonas Strohms ist die zweite Geschichte in diesem Buch, die das Leben Strohms in rührender Protokollform wiederspiegelt. Nach anfänglichen widerstand entscheidet sich Ratz dazu, Mimi zu helfen. Er baut für Lucas einen Schalldichten Raum, in den der alte Mann in Ruhe seinen Lebensabend verbringen kann. Auch beruflichen Erfolg kann Ratz in New York gewinnen. Ein Mann, den er in einer Bar kennen lernt, schlägt ratz vor sein "Vatervernichtungsspiel" im Internet zu vermarkten. Dort nennt der Mann das Spiel "Vaterspiel" und Ratz verdient Millionen und hat endlich das geschafft was er immer schon wollte: Er wollte immer schon besser als sein Vater sein, der inzwischen den Finanziellen Ruin erlebt hat.




Kurz vor Weihnachten erhält Ratz einen Anruf seiner Mutter. Er fliegt sofort zurück nach Wien, wo ihn die Beerdigung seines Vaters erwartet. Der ehemalige Verkehrminister nahm sich mit einer Überdosis Schlaftabletten das Leben. 


Josef Haslinger:

Josef Haslinger, 1955 in Zwettl/Niederösterreich geboren, lebt heute in Wien und Leipzig. 1995 erschien sein Roman Opernball, der vom Publikum begeistert aufgenommen wurde und 1998 als TV-Zweiteiler verfilmt wurde. Josef Haslinger ist ein politischer Autor. Im Opernball entwirft er das Panorama einer vom Terrorismus bedrohten Wohlstandsgesellschaft. In das Vaterspiel beschreibt er anhand des Lebens dreier Familien, dass niemand der Geschichte entkommen kann, weder der seines Landes noch seiner eigenen. Mit diesem Buch ist Haslinger ein weiteres Meisterwerk gelungen, welches beweist, dass große Romane nicht nur aus dem angloamerikanischen Sprachraum kommen müssen. Er kreiert gerade durch seine knappe, distanzierte Sprache eine erzählerische Dichte, in der er dem Leser die Auswirkungen geschichtlichen Handelns auf groteske Weise vor Augen führt.











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