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Der Verdacht von Friedrich Durrenmatt




Der Verdacht von Friedrich Dürrenmatt



INHALTSANGABE

Die Handlung des Kriminalromans spielt in der Zeit vom 27.12.1948 bis 7.Januar 1949

Die Geschichte ist in zwei Telie gegliedert. Der erste Teil spielt im Berner Salem-Spital, der zweite Teil im Sanatorium Sonnenstein.

TEIL 1:

Komissar Bärlach liegt nach einer Magenkrebsoperation im Krankenbett und blättert in einer Ausgabe der Zeitschrift "Life" aus dem Jahre 1945, als sein Freund und Arzt Hungertobel dazukommt. Hungertobel erschrickt bei einem Foto des KZ-Arztes Nehle. Das Foto zeigt den Lagerarzt Nehle, der eben eine Operatin am Magen eines Häftlings durchführt - ohne Narkose. Aufgrund zweier charakteristischer Narben Nehles (eine an der rechten Schläfe, die andere an der linken Hand) fühlt sich Hungertobel an seinen ehemaligen Studienkollegen, den Schweizer Arzt Fritz Emmenberger erinnert, der in Zürich eine Privatklinik für Reiche und Mächtige leitet und dabei auffällig viele Patienten beerbt. Bärlachs Neugier ist geweckt. Er vemutet, Emmenberger zwinge seine Patienten, ihn zu beerben! Er will beweisen, daß Nehle und Emmenberger die gleiche Person sind. Hungertobel erklärt, Emmenberger sei aber während des Krieges in Chile gewesen und habe auch von dort aus Artikel für die medizinische Fachpresse veröffentlicht. Er versorgt Bärlach mit alten medizinischen Fachzeitschriften. Emmenberger hatte immer in einem ausgereiften Stil geschrieben - allerdings nicht in den aus Chile stammenden Artikeln. Hier fällt Bärlach auf, daß Emmenberger sich plötzlich viel unbeholfener ausgedrückt hat. Nun ist Bärlachs Neugier geweckt.




Bärlachs Vorgesetzter, der Untersuchungsrichter Dr.Lutz, besucht ihn im Krankenhaus und teilt ihm mit, daß er zum Jahresende pensioniert werde. Bärlach bittet Lutz, Informationen über Nehle einzuholen. Abends meldet sich Lutz: Nehle habe sich am 20.August 1945 in einem Hamburger Hotel das Leben genommen.

Unterdessen versucht Hungertobel, den Verdacht gegen Emmenberger auszuräumen - ihm fällt eine Geschichte aus seiner Studienzeit ein: Emmenberger hat damals einen Luftröhrenschnitt  bei einem Studienkollegen durchgeführt - ohne Narkose, mit einem einfachen Taschenmesser. Dies hatte dem Studienkollegen das Leben gerettet, allerdings haßte er Emmenberger dafür! Hungertobel ist fast sicher, daß Emmenberger diese "Notoperation" mit teuflischer Freude durchgeführt habe! Bärlach sieht seinen Verdacht noch bestärkt und fragt den Juden Gulliver um Hilfe. Gulliver ist in verschiedenen KZs gewesen, wurde gequält und ist seither körperlich entstellt. Offiziell wurde er von den Nazis erschossen und hält sich im Untergrund auf, hat keine Papiere. Er trinkt die ganze Nacht mit Bärlach im Krankenzimmer und berichtet, daß er Nehle kenne und dieser ihn ohne Narkose den Magen entfernt habe. Gulliver hat Nehle gehaßt undheimlich ein Foto aufgenommen, welches er der Zeitschrift "LIFE" zuspielte. Es gibt nur dieses eine Foto - das gleiche, das Bärlach in der alten LIFE-Ausgabe entdeckt hatte.


TEIL 2

Bärlach will nun genau wissen, ob Nehle und Emmenberger ein und dieselbe Person sind und läßt sich unter dem Namen Blaise Kramer in das Sanatorium einweisen. Er ist sehr schwach und eigentlich nicht transportfähig, aber sein Freund Hungertobel läßt sich überreden, ihn am Silvesterabend ins Sanatorium zu bringen. Neben Doktor Emmenberger wartet auch seine schöne Assistentin Dr. Martha Morlack auf ihn. Emmenberger verschiebt die Untersuchung auf Neujahr und verabreicht Bärlach ein Beruhigungsmittel. Daraufhin verschläft er Silvester und wacht erst fünf Tage später im Sterbezimmer der Klinik wieder auf. Seine Tarnung ist aufgeflogen, denn die Assistentin Dr. Marlock spricht ihn mit richtigem Namen an.

Kurzbiographie Friedrich Dürrenmatt


Friedrich Dürrenmatt wurde am 5.Januar 1921 in Konolfingen, Bern geboren. Sein Vater war Pfarrer, seine Mutter Hausfrau.Seine Schwester Vroni kam 1924 zur Welt.

Er besuchte die Sekundarschule in Großhöchstetten, anschliessend das Freie Gymnasium und das Humboldtianum in Bern. Nach der Matura studierte er Philosophie in Zürich und Bern, er bevorzugt Kafka, .. .

1945 erschien seine erste Publikation "der Alte". Dieses Prosawerk erinnerte noch sehr an Franz Kafka. Sein erstes Schauspiel "es steht geschrieben" kam 1947 heraus und wurde gleich zum Theaterskandal. 1946 heiratete er Lotti Geissler: der Sohn Peter kam im folgenden Jahr zur Welt, die zwei Töchter Barbara und Ruth 1949 und 1951.

Dürrenmatt schrieb Theaterkritiken, Kriminalromane, Kabarett-Texte und Hörspiele. 1948 hatte er eine große Komödie mit "Romulus der Große" geschrieben. Im gleichen Jahr zog er mit seiner Famile nach Ligerz am Bielersee

"Der Richter und sein Henker" erschien 1950 in Fortsetzungen für die Zeitschrift "der Schweizerische Beobachter". Im kommenden Jahr erschien dann "Der Verdacht". 1952 zog Dürrenmatt nach Neuchatel in sein eigenes Haus. 1959 erhielt er in Mannheim den Schillerpreis, 1974 eine Ehrenprofessur des Staates Israel. 1962 erhält er weltweit Anerkennung für seine Werk "die Physiker". 1968/69 wird Frierich D. Mitdirektor am Basler Schauspielhaus. In den 70er Jahren entstehen zahlreiche Bearbeitungen und Neufassungen seiner eigenen, aber auch fremder Stücke. So z.B. "Urfaust" nach Goethe, "König Johann" und "Titus Andronicus" (beide von Shakespeare). 1978 kam Maximilian Schells Verfilmung von "Der Richter und sein Henker" in die Kinos. Seine Frau verstarb 1983, ein Jahr später heiratete er die Schuaspielerin Charlotte Kerr.




Im gleichen Jahr (1983) erhielt er die Carl-Zuckmayer-Medaille - bei der Veleihung erklärte er, daß er Zuckmayers Werke für "scheisse" hielte.


Friedrich Dürrenmatt war auch ein begeisterter Maler.

Dürrenmatt starb am 14.12.1990 in seinem Haus in Neuchatel an einem Herzinfarkt.

Seinen literarischen Nachlaß hat er der Eidgenossenschaft zur Bildung eines "Schweizer Literaturarchives" überlassen.

Dürrenmatt war ein leidenschaftlicher Satiriker und Moralist, mit einem Hang zur Übertreibung. Seine Bühnenstücke handeln meist von Gerechtigkeit, und Gnade.Er vertrat die Meinung, unerere heillosen Welt sei nur mit Mitteln der Komödie beizukommen! Er wollte das Theater revolutionieren.

Bärlach konfrontiert Marlock mit den Taten Nehles - doch sie kennt die richtige Identität Nehles, war selbst Häftling im KZ. Sie ist die Geliebte Nehles und verachtet die Menschen. Sie ist ein grenzenloser Pessimist und  seit langem morphiumsüchtig. Von ihr kann Bärlach keine Hilfe erwarten. Sie gibt zu, daß Nehle noch viele andere Morde auf dem Gewissen hat.

Bärlach hatte von der Berner Klinik aus einen befreundeten Einzelgänger namens Fortschig beauftragt, einen provokativen Text über Emmenberger als Massenmörder zu verfassen und in Fortschigs kleiner Zeitung "der Apfelschuß" zu drucken. Diese Ausgabe der Zeitung sollte Fortschig an verschiedene Spitäler schicken. Bärlach gab Fortschig Geld, damit sich dieser nach Veröffentlichung sofort nach Paris absetzen könne. Als Bärlach in Sonnenstein erwacht, erfährt er, daß Fortschig auf mysteriöse Art gestorben ist. Bärlach verdächtigt sofort Nehle!

Nehle macht sich einen Spaß daraus, über Bärlach herzuziehen, provoziert ihn und teilt ihm mit, daß er nur im Quälen seiner Opfer Freude und Freiheit empfinden könne.

Der Arzt teil Bärlach mit, daß er Bärlach Punkt 7 Uhr, also in achteinhalb Stunden operieren werde - ohne Narkose. Bärlach ist sich der Aussichtslosigkeit seiner Lage bewußt, zählt nun die Stunden und versucht letztendlich, den Raum zu verlassen. Hierbei stürzt er aus dem Bett und merkt, daß er viel zu schwach ist, um zu fliehen.

Als sich nun um sieben Uhr die Tür öffnet, hat Bärlach schon mit dem Leben abgeschlossen. Doch statt Emmenberger erscheint Gulliver in der Tür und rettet Bärlach in letzter Minute. Gulliver hat  Nehle ebenfalls aufgespürt und ebenso hingerichtet, wie Nehle seinen Doppelgänger Emmenberger 1945 im Hotel hinrichtete - mit Gift!

Nun ist die Folter an Gulliver gesühnt. Bärlach wird von seinem Freund Hungertobel ins Salem-Spital zurückgebracht.












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