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Carl Spitzweg



Carl Spitzweg





Sein Leben:








Bilder wie 'Der Kakteenfreund', 'Im Dachstübchen' , ' Ständchen'

oder 'Der Hypochonder' wurden einem breiten Publikum bekannt.

Spitzwegs Darstellungen sind voller Detailbeobachtung und

einfühlsamer Psychologie. Er durchschaut die von ihm geschaffenen

Idyllen durchaus als enge Verhältnisse, die skurrile Menschen erzeugt.

Er war selbst ein ausgesprochener Eigenbrötler. wurde er zum

Ehrenmitglied der Münchener Akademie der Bildenden Künste

ernannt. Er starb am 23. September .


Der Begriff Biedermeier

Ursprünglich wurde der Name Biedermeier von V. von Scheffel in der

Zeitschrift "Münchner Fliegenden Blätter' für die von ihm

geschaffenen Philisterkarikaturen verwendet. Philister war der Name

für zufriedene Personen, die nicht Politik interessiert waren und immer

im kleinen Kreis blieben.

Heute wird das Wort Biedermeier als Stilbezeichnung der Dichtkunst,

der Kleidermode, der Wohnkultur und der Malerei zwischen 1815 und

1848 verwendet.



Historischer Hintergrund

Die Zeit des Biedermeier beginnt 1815 mit dem Ende der

napoleonischen Herrschaft in Europa und dem Wiener Kongress 1815

und endet 33 Jahre später 1848 mit der bürgerlichen Revolution, der

sogenannten "Märzrevolution', deshalb wird diese Epoche auch

Vormärz genannt.

Kennzeichen für diese Epoche ist die äußere Sicherheit und die innere

Unterdrückung aller mitteleuropäischen Staaten.





so richteten sich der Polizeistaat und die scharfen Zensuren vor allem

gegen die populären Schriften, Zeitungen und Zeitschriften,

Broschüren und Flugblätter. Das Bürgertum und die

Studenten reagierten unterschiedlich auf die politischen Verhältnisse.

Der eine Teil akzeptierte die Verhältnisse und der andere Teil

versuchte sich dagegen zu wehren und erhob sich immer wieder zu

Aufständen.

Die soziale Not und die Unzufriedenheit mit der politischen

Unterdrückung wird immer größer, deshalb entwickelt sich der

Nationalismus immer mehr und es kommt zur Märzrevolution.


Lebensweise der Bürger

Die Bürger gewinnen im Biedermeier Geld und Ansehen, haben jedoch

keinerlei politisches Mitspracherecht, deshalb ziehen sie sich in die

eigenen vier Wände zurück und schätzen das häusliche private Glück.

Die Wohnung, wird zum Mittelpunkt des Lebens, dennoch gewinnen

Kaffeehäuser und Theater, als wichtigste Treffpunkte in den Städten,

an Bedeutung.


Wohnkultur

Die Bürger richteten sich vor allem ein sehr behagliches Wohnzimmer

ein, da sehr viel Wert auf ein geselliges Leben im Familienkreis gelegt

wurde. Das Wohnzimmer war in lichten Farben gehalten und wurden

mit hübschen Möbeln ausgestattet. Ein Einrichtungsgegenstand der in

keinem Wohnzimmer fehlen durfte war der Sekretär. In den

Glaskästen wurden zierliche Figuren und Schalen aus Porzellan,

geschliffene Gläser und Gegenstände aus Silber zur Schau gestellt.



Familienbilder mit schmalen, schön gearbeiteten Rahmen schmückten

die Wände der bürgerlichen Wohnungen, denn in bürgerlichen Kreisen

war es modern, sich porträtieren zu lassen.


Kunst

In der Malerei wirken Sitten- und Genrebilder, Landschafts- und

Sittenmalerei, sowie die Porträtkunst in ihren Formen gleichwertig

nebeneinander. In der Landschaftsmalerei setzte sich immer mehr die

neue Auffassung durch, die Natur im Freien und unter genauester

Beobachtung zu malen. Die bedeutendsten österreichischen Künstler

waren Ferdinand Waldmüller und Friedrich Gauermann. Manche

Künstler wie Moritz von Schwand nahmen ihre Themen aus der

Sagen- und Märchenwelt. Andere, wie zum Beispiel Carl Spitzweg,

stellten in leicht humorvoller Art Szenen aus dem Kleinstadtleben oder

Sonderlinge dar.



Literatur       

Im Biedermeier haben die Dichter keinen geschlossenen Kreis mit

einem einheitlichen Programm gebildet. Sie leiden zwar unter dem

Polizeistaat in Österreich, sind politisch aber sehr zurückhaltend und

versuchen den Zwiespalt zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu

verdecken und die Gegensätze in Einklang zu bringen. Das Ziel das

die Biedermeierdichter verfolgen ist, sich trotz aller Gefahren ein

ausgeglichenes Leben, durch Ordnung, Selbstbeherrschung und

Verzicht, zu ermöglichen. Die Hauptthemen waren Religion, Heimat

und Familie.


Spitzweg als Regisseur:


Ein sehr wichtiges Element seiner Werke ist auch die Indiskretion, die

dem deutschen Bürgertum genau angepasst zu sein schien, und einen

Glanz von Liebeswürdigkeit wahrt.

Dennoch kommt die Melancholie auch sehr stark zum Ausdruck (Der

Witwer). In diesem Bild geht es beispielsweise um einen Witwer, der

sich gerade auf einer Bank niedergelassen hat ,und in traurigen

Gedanken an seine verstorbene Gattin, still auf ihr Bild geschaut

hatte. Im Gegensatz zu dieser vergangenen Liebe lässt Spitzweg zwei

junge, hübsche Mädchen vorbeirauschen, eine leuchtende und

verlockende Erscheinung. Der Witwer lässt Medaillon und

Taschentuch sinken und blickt den Fräulein nach. Resignation: Das

also ist dahin für immer. Hoffnung: wie verlockend wäre ei

Techtelmechtel mit einer solchen Frischen und Jungen. Sogar Amor

hat seine Hände im spiel und zieht schon den Pfeil aus dem Köcher

(zu sehen als Statue im Vordergrund). Wie es auch schon der

Unterschied zwischen alten Witwer und hübschen Damen zeigt, glaubt

auch er selbst nicht an diese neue Liebe.


Beim 'Abgefangenen Liebesbrief' sieht der Betrachter direkt auf die

Hausfront, so direkt, dass man das Gefühl hat, man stehe dicht vor

dem Bildgegenstand wie der Nachbar von gegenüber, der -selbst

unbeobachtet- das Malheur schadenfroh und überlegen verfolgt. Der

Student merkt nicht, dass der Brief die falsche Person erreicht. Die

ängstliche Muhme sieht diesen Brief und glaubt eher an einen Brief

'von Gott' als ziehe sie die Möglichkeit einer Liebesbotschaft in

Betracht. Das Mädchen im Fenster ahnt nichts von alledem, sie beugt

sich, gefangen von ihrer sorglichen Arbeit, über das weiße Tuch.

Praktisch sind wir Voyeure. Spitzweg hat diesen Trick oft angewendet.











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