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Neuseeland



NEUSEELAND


Vor rund zweihundert Millionen Jahren fügten sich Bruchstücke des Südkontinents zu einem neuen Archipel zusammen. Eine atemberaubende Inselwelt entstand, mitten im Pazifischen Ozean, 2000 km östlich von Australien und 8000 km von Chile entfernt. Vulkanismus und Eiszeiten gaben dem Archipel seine heutige Gestalt: 2 große Inseln, die zusammen die Form eines Stiefels einnehmen, der aber an der 'Wade' durch eine Wasserstraße, die sogenannte Cookstraße, unterbrochen ist, eine kleine und mehrere kleine Inseln bilden den souveränen britischen Staat mit holländischen Namen - Neuseeland, die Insel unserer Antipoden. Bei einer Fläche von 268 000 km² ist Neuseeland etwa 3,2 mal so groß wie Österreich. Sanft geschwungene Hügel , zerklüftete Gletscher, kochende Schlammkrater und die Regenwälder der Westküste prägen die landschaftlichen Kontraste Neuseelands.




Die Bevölkerung besteht aus 3,3 Millionen Einwohner meist britischer Abstammung, 280 000 von ihnen sind Maori, die polnischen Ursprungs sind und vor dem 13. Jahrhundert nach Neuseeland kamen.

Entdecker Neuseelands war Kupe, ein Häuptling der Insel Raiatea bei Tahiti. Im Jahr 1150 besiedelten bereits die ersten 'Polynesier' die Insel. Erst 1642 tauchten die ersten Europäer unter Leitung von Kapitän Tasman auf. Tasman gab ihr den Namen 'Statenland', konnte die Insel aber nie betreten, da die Eingeborenen, die Maori, ihr Land mit allen Mitteln verteidigten. Bald wurde Tasmans 'Statenland' nach seiner Heimatprovinz benannt: Nieuw Zeeland. 126 Jahre später wurde Neuseeland von James Cook erforscht, die ersten Europäer besiedelten die Insel.


Die Nordinsel


Die Nordinsel, mit einer Fläche von 115 000 km², wird sehr vom Vulkanismus geprägt. Im Zentrum erheben sich drei Feuerberge: der 2800 m hohe Ruapehu, der Tongariro und der Ngauruhoe mit einer Höhe von 2300 m. Ein vierter Vulkan liegt als rauchende Insel vor der Küste der Bay of Plenty, 'White Island' genannt. Auch der Taupo - See im Herzen der Insel ist vulkanischen Ursprungs. Im Norden geben Geysire, Schlammvulkane, Sinterterrassen, dampfende Schlünde und Tümpel der Landschaft ein wahrhaftig dämonisches Aussehen.

Das Klima der Nordinsel ist subtropisch. Der Unterholz reiche Regenwald, der 'Busch' Neuseelands, wurde auf weiten Teilen durch Pflanzen und Rodungen verdrängt. Seit dem 19. Jahrhundert ist Neuseeland das Land der Farmer und Viehzüchter. Auf 3,3 Millionen Einwohner kommen heute 70 Millionen Schafe und 9 Millionen Rinder. Deshalb wird auf der Nordinsel auch sehr viel Molkereiwirtschaft betrieben.

Trotz des anscheinend so friedlichen Bildes ist besonders die Nordinsel der Gefahr von Vulkanausbrüchen und Erdbeben ausgesetzt. Die Begrenztheit von industrieller Entwicklung zwingt viele junge Neuseeländer zum Auswandern.

Auckland:

Auckland ist Neuseelands größte Metropole und hat rund 900 000 Einwohner. Das heutige Stadtgebiet wurde vor fast hundertfünfzig Jahren von den Maori gekauft. Es streckt sich über 63 erloschene Kleinvulkane, die wie gigantische Ameisenhaufen aus dem Stadtbild ragen.

Früher wurde Auckland 'City of Sails' genannt. Die Stadt liegt nämlich auf einer schmalen Landenge und hat zwei Häfen, einen an der Ostseite am Pazifik und einen an der Westseite an der Tasmanischen See. Die Aucklander fühlen sich sehr mit der See verbunden, was die zahlreichen Boote und Yachten an den Häfen zeigen.

Rotorua:

Zirka 200 Kilometer südöstlich von Auckland, in der thermisch - vulkanischen Zone Neuseelands, liegt der Ort Rotorua am gleichnamigen See. Rotorua bedeutet Schwefelgestank und brodelnder Qualm, der zwischen den Blumenbeeten der Gärten und den Rissen im Straßenpflaster aufsteigt. Rotorua ist ein freundlicher Kurort mit einem im Tudorstil erbauten Kurhaus und seinen Thermalbädern. Um den Ort gibt es auch große Wälder und in Baumfarn eingebettete Forellenteiche. Für den Tourimus ist Rotorua ein sehr beliebter Ort. Zahlreiche Hotels und Ferienwohnungen stehen dem Fremdenverkehr zur Verfügung und tragen zur Anreise bei.

Wellington:

Wellington liegt an der Südspitze der Nordinsel und wurde 1868 aus geographischen Gründen als Verbindungspunkt zwischen Nord - und Südinsel zur neuseeländischen Hauptstadt erhoben. Mit 350 000 Einwohnern ist Wellington die Stadt der Regierungs- und Verwaltungsämter. Der Großteil der Bewohner sind Beamte.

Im Nordteil der Stadt steht der Parlamentspalast, mit den Kammern für das 'House of Representatives'. Hier werden vom Generalgouverneur als Bevollmächtiger der Britischen Krone Thronreden gehalten.




Die Südinsel


Die Südinsel ist ein 800 km langes, von Südwesten nach Nordosten ausgerichtetes Rechteck. Eine bis zu 4000 Meter hohe Alpenkette teilt die Insel in einen regenfeuchten West- und einen trockeneren Ostteil. Früher wurde die Südinsel 'New Munster' genannt, später 'Mittelinsel', und erst ab 1905 'Southisland', Südinsel.

Je weiter man nach Süden kommt, umso kühler wird es. Die Insel liegt genau auf halben Weg zwischen Aquator und Südpol. Die Städte liegen meist an der Ostküste, die beiden größten sind Christchurch und Dunedin. Auf der Westseite der Insel beherrschen die Neuseeländischen Alpen die Landschaft, im Südwesten reichen die Alpentäler als Fjorde bis ins Meer hinein. Die Südinsel ist ein Land der Alpengipfel und Gletscher, der großen Seen und Schafweiden. Die Wirtschaft besteht im Allgemeinen aus Getreidebau und Schafzucht.

Der Mount Cook - Nationalpark:

Am Pukaki - See entlang führt eine Straße zum Mount Cook - Nationalpark. Er befindet sich im Herzen der Alpen, zwischen Gletschern und Dreitausendern. Ihre Namen erinnern an die Entdecker im pazifischen Raum: Mount Magellan, Mount Dampier, Mount Tasman und, in unmittelbarer Nähe, der fast 4000 Meter hohe Mount Cook, der höchste Berg Neuseelands. Von den Maori wird Mount Cook auch 'Aorangi', den Wolkendurchstecher, genannt. Seltene Tierarten, besonders Vögel, befinden sich im Nationalpark.



Christchurch:

Christchurch ist mit nicht ganz 300 000 Einwohnern die größte Stadt der Südinsel und liegt an der Ostküste. Die Stadt besitzt eine ausgeprägte englische Atmosphäre und wurde von der anglikanischen Kirche gegründet. Sie liegt im Flachland und hat nur wenige höher gelegene Stadtteile, wie zum Beispiel Kaschmir. Von dort hat man einen weiten Blick über die Ebene, die Canterbury Plains, bis zu den Alpen.

Dunedin:

Dunedin ist die südlichste Großstadt der Welt und hat 110 000 Bewohner. Diese Stadt wurde von der presbyterianischen Kirche Schottlands gegründet und ist somit schottisch geprägt. Zum Stadtbild gehören weite Strände, an denen Hanggleiter über Dünen segeln. Christchurch ist dennoch keine Hafenstadt, sein Hafen befindet sich in einem ehemaligen Kraterbecken in Lyttelton.

Stewart Island:

Die dreieckig geformte Insel hat kaum 300 Bewohner, nicht mehr als zwanzig Kilometer Straße und eine Hand voll Autos. Es gibt nur ein Hotel und einen Ort, Oban, dessen Häuser sich um die Bucht reihen. Mount Aglem, der höchste Berg von Stewart Island, ist fast 1000 Meter hoch. Das bergige Eiland ist mit dichtem Busch bewachsen, mit Buchen und Baumfarn, wuchernden Lianen und Flechten. Die Insel ist ein Gemälde in allen Schattierungen von Grün, eingerahmt in goldene Felsenkliffs.

Die geographische Lage der Insel nahe dem südlichen Eismeer ist mit häufige n Stürmen, Regen und Schnee verbunden. Jedoch entschädigt das fast noch unberührte Land für das Klima und schlägt Tausende von Besuchern in ihren Bann.












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