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China - ALLGEMEIN

CHINA  


ALLGEMEIN


Fläche : 9 572 395 km²

Einwohner : 1 221 725 000 = 128 je km²

Hauptstadt: Peking (Beijing) 10 780 000 Einwohner

(größte Stadt Shanghai !!)

Staatsform : kommunistische Republik

Amtssprache: Chinesisch

Zeitzone: Mitteleuropäische Zeit +7 Std.



Währung: 1 Renminbi-Yuan = 10 Jiao = 100 Fen

Nationalfeiertag: 1.10.


China liegt in Ostasien und ist (nach Russland und Kanada) das drittgrößte Land der Erde, hat aber die meisten Einwohner. Die Volksrepublik China grenzt im Norden an die Mongolei und Russland, im Nordosten an Russland und Nordkorea, im Osten an das Gelbe Meer und das Ostchinesische Meer, im Süden an das Südchinesische Meer, Vietnam, Laos, Myanmar, Indien, Bhutan und Nepal, im Westen an Pakistan, Afghanistan und Tadschikistan und im Nordwesten an Kirgisistan und Kasachstan. Außerdem hat China noch über 3400 Insel

(die größte ist Hainan im Südchinesischen Meer). In China leben ca. 1,2 Mrd. Menschen, das ist ein fünftel der Weltbevölkerung.


Im 19. Jahrhundert durchlief China eine politisch und ökonomisch schwache Phase und wurde von ausländischen Mächten beherrscht. Die Machtübernahme durch eine kommunistische Regierung 1949 zählt zu den wichtigsten Ereignissen der chinesischen Geschichte. In einer bemerkenswert kurzen Zeitspanne änderte sich sowohl die chinesische Wirtschaft als auch die Gesellschaft radikal. Seit 1970 versucht China seine selbst auferlegte Isolation innerhalb der internationalen Gemeinschaft zu durchbrechen und sucht Anschluss an moderne ökonomische Strukturen.


2.)LAND

In China herrscht eine große landschaftliche Vielfalt und entsprechend unterschiedlich sind auch die natürlichen Ressourcen des Landes. Die höheren Gebirgszüge mit einigen der höchsten Berge der Erde befinden sich überwiegend im Westen Chinas.(Tian Shan,Kunlun,Tsinling). Ein viertes Gebirge, das Himalayagebirge, bildete sich, als die im mesozoischen Meer abgelagerten Sedimente vor ca. 40 Millionen Jahren aneinandergepresst und beim Zusammenstoß der indischen und eurasischen Platten in die Höhe geschoben wurden. Die zahlreichen Gebirgszüge des Landes umschließen verschiedene Hochebenen und Becken, die beträchtliche Wasserreservoire und Bodenschätze enthalten.

Auch das Klima lässt sich in unterschiedliche Zonen einteilen; diese reichen von subarktischen bis zu tropischen Bedingungen, einschließlich großer Gebiete mit alpinen Lebensbereichen und Wüsten. Entsprechend den klimatischen Unterschieden bietet das Land eine enorme Artenvielfalt in Flora und Fauna.

43 Prozent der chinesischen Landfläche sind gebirgig, weitere 26 Prozent nehmen die Hochebenen ein, während 19 Prozent aus Becken und hügeligem Terrain in vorwiegend trockenen Regionen bestehen. Lediglich 12 Prozent des Landes lassen sich als Ebenen bezeichnen.


2.1.) Geographische Regionen

China lässt sich in sechs geographische Hauptgebiete einteilen, wobei die einzelnen Regionen beträchtliche topographische Unterschiede aufweisen.


a.) Der Nordwesten

Diese Region besteht aus zwei Becken, dem Dsungarischen Becken im Norden und dem Tarim-Becken im Süden.

In beiden Becken gibt es Wüsten, wobei die Wüste im Tarim-Becken trocken, und die Wüsten im Dsungarischen Becken fruchtbar sind. 


b.) Das mongolische Grenzland

Das mongolische Grenzland, welches im Norden von China liegt, umfasst zum Großteil Stein -und Geröllwüsten.


c.) Der Nordosten

Die nordöstliche Region schließt die Mandschurische Ebene und die umliegenden Hochgebiete ein. Die Ebene verfügt über weite, fruchtbare Böden , die Hochgebiete sind hügelig bis gebirgig und von zahlreichen breiten Tälern und sanften Hängen durchzogen.



d.) Nordchina

Diese Region liegt zwischen dem mongolischen Grenzland im Norden und dem Fluss Jangtsekiang im Süden. Das Gebiet lässt sich durch zahlreiche Lößvorkommen gut bewirtschaften ,es ist mit vielen Terrassen versehen und wird landwirtschaftlich genutzt. Die im Osten gelegenen Shandong-Hochländer auf der gleichnamigen Halbinsel setzen sich aus zwei unterschiedlichen Gebirgsregionen zusammen, die von Geröllhügeln flankiert sind. Die felsige Küste der Halbinsel enthält einige natürliche Häfen. Im Südwesten bildet das Zentralgebirge eine stattliche Barriere gegen alle nordsüdlich gerichteten Luftmassenbewegungen.


e.) Südchina

Die Region umfasst das Jangtsekiang-Tal und die verschiedenen topographischen Regionen im Süden. Das Jangtsekiang-Tal besteht aus einer Reihe von Becken mit fruchtbaren Böden. Außerdem sind hier auch zahlreiche Seen verbreitet. Das Rote Becken im Westen wird von zerklüfteten Felsvorsprüngen des Zentralhochlandes eingeschlossen und bildet ein relativ abgelegenes hügeliges Gebiet. Es ist wegen seiner weiten, landwirtschaftlich genutzten Terrassenanlagen bekannt. Das Yunnan-Guizhou-Plateau im Westen wird von verschiedenen Gebirgsketten eingerahmt, die durch tiefe Täler und steile Schluchten voneinander getrennt sind. Entlang der Küste erstrecken sich die zerklüfteten südöstlichen Hochebenen. Die zahlreichen Flusstäler sind sehr

nährstoffreich und werden landwirtschaftlich genutzt.


f.) Die Tibetische Hochebene

Im abgelegenen äußersten Südwesten Chinas liegt die Tibetische Hochebene. Das zerklüftete Bergland gehört zu den höchsten Plateauregionen der Welt. Auf der Hochebene liegen mehrere Salzseen und Sumpflandschaften; zudem wird sie von verschiedenen Gebirgszügen durchkreuzt und enthält die Quellen der wichtigsten süd- und ostasiatischen Flüsse. Die Landschaft ist karg und felsig.


WICHTIGSTE FLÜSSE

Jangtsekiang

Huang He

Xi Jang


WICHTIGSTE SEEN

Qinghai Hu

Dongting Hu

Poyang Hu



3.) KLIMA


Klima allgemein


Das Klima Chinas ist je nach Region sehr verschieden. Gemäßigte Temperaturen herrschen in den halbtrockenen Regionen des Westens vor, während im äußersten Süden tropische Bedingungen überwiegen. Für weite Teile des Landes ist starke Kontinentalität mit kalten Wintern und heißen Sommern charakteristisch.

Der asiatische Monsun beeinflusst das Klima des Landes weiträumig. Im Winter strömen kalte, trockene Winde aus dem ausgedehnten Hochdruckgebiet über Zentralsibirien nach China. Dies führt in allen Gebieten nördlich des Jangtsekiang zu niedrigen Temperaturen und bringt dem gesamten Land Trockenheit. Im Sommer strömt warme, feuchte Luft aus dem Pazifik ein, wodurch Niederschläge und zyklonenartige Stürme entstehen. Die sommerlichen Temperaturen sind im ganzen Land bemerkenswert konstant. Im Winter herrscht zwischen Norden und Süden jedoch ein extremes Temperaturgefälle.




3.2.) Klimaregionen



a.) Südöstliches China:

Im Allgemeinen herrscht dort subtropisches ganz im Süden sogar tropisches Klima. Die Durchschnittstemperatur im Sommer beträgt 26°C. Im Winter fallen die Temperaturen bis auf 17,8 °C im tropischen Süden und auf 3,9 °C

weiter nördlich. Die Bergplateaus und Becken im Südwesten weisen ebenfalls subtropisches Klima mit beträchtlichen regionalen Unterschieden auf. Wegen der Höhenlage sind die Sommer kühler, und durch den Schutz vor Nordwinden sind die Winter relativ mild. Die Niederschläge sind vor allem im Sommer hoch, sie betragen in fast allen Teilen Südchinas jährlich mehr als 1 000 Millimeter.


b.) Nordchina

Da es dort keine Gebirge gibt , ist Nordchina der kalten Luft Sibiriens schutzlos ausgeliefert, weshalb die Winter kalt und trocken sind. Die Temperaturen im Januar reichen von 3,9 °C im Süden bis -10 °C im Norden. Im Juli liegen die Temperaturen bei 26 °C in der Nordchinesischen Ebene sogar bei 30 °C. Beinahe der gesamte Jahresniederschlag von etwa 760 Millimetern konzentriert sich auf den Sommer. Da die Niederschläge jedes Jahr sehr variieren und gelegentliche Sandstürme sowie Hagelschauer machen die Landwirtschaft schwierig. Außerdem herrscht an 40 Tagen im Jahr dichter Nebel, an der Küste sogar an 80 Tagen.


c.) Mandschurei

Das Klima der Mandschurei ähnelt dem Nordchinas, ist aber kälter. Im Januar liegen die mittleren Temperaturen in der Mandschurischen Ebene bei -17,8 °C, im Juli bei 22,2 °C. Die Jahresniederschläge liegen zwischen 510 und 760 Millimetern im Osten und 300 Millimetern im Westen (Hauptregenzeit ist der Sommer).


d.) Das mongolische Grenzland

In den nordwestlichen Grenzgebieten zur Mongolei herrscht überwiegend Wüsten- und Steppenklima. Im Januar liegen die Durchschnittstemperaturen um -10 °C. Im Juli belaufen sie sich auf etwa 20 °C. Der Jahresniederschlag liegt zwischen 100 und 250 Millimetern.


e.) Die Tibetische Hochebene

Wegen der Höhenlage herrscht auf dem Tibetischen Plateau arktisches Klima. Die Temperaturen bleiben ganzjährig unter 15 °C. Die Luft ist das ganze Jahr über klar und trocken. Die jährlichen Niederschläge liegen mit Ausnahme des äußersten Südostens überall unter 100 Millimetern.


4.)BEVÖLKERUNG

Die Bevölkerung Chinas besteht zu 93 Prozent aus Chinesen .Die Chinesen sind überwiegend mongolischer Abstammung und unterscheiden sich innerhalb Chinas nicht durch verschiedene Herkunft, sondern über sprachliche Variationen. Sieben Prozent der Bevölkerung gehören zu nationalen Minderheiten, die jedoch etwa 60 Prozent der Gesamtfläche Chinas bewohnen. Auf diese Weise erhalten die nationalen Minderheiten sogar eine größere Bedeutung als der prozentuale Anteil an der Bevölkerung vermuten lässt.

Mehr als 70 Millionen Menschen gehören den 56 nationalen Minderheiten an. Die meisten dieser Gruppen unterscheiden sich von den Chinesen durch Sprache oder Religion und weniger durch äußerliche Merkmale.

Zu den größten Minderheiten zählen die:

Zhuang (14,6 Millionen in der Region Guanxi Zhuang)

Hui (7,9 Millionen in der Region Ningxia Hui )

Gansu und Quinghai

türkischsprachigen Uigur (6,5 Millionen in der Region Singkiang)

Ureinwohner Yi (5,9 Mio)

Ureinwohner Miao( 5,5 Mio)

Tibeter (4,3 Mio)

Mongolen ( 3,7 Mio)

Die erste nationale Volkszählung seit der kommunistischen Machtübernahme 1953 versuchte, die menschlichen Ressourcen für den ersten Fünfjahresplan zu erfassen. Zu dieser Zeit betrug die chinesische Bevölkerung 585,5 Millionen. Eine zweite Volkszählung von 1964 zeigte eine Zunahme auf 694,6 Millionen und die dritte Zählung von 1982 ergab eine Einwohnerzahl von knapp über einer Milliarde (nicht einbezogen sind Hongkong, Macao und Taiwan). Die Einwohnerzahl ist mittlerweile auf etwa 1,2  Milliarden gestiegen. Das jährliche Bevölkerungswachstum beträgt 1,3 Prozent.


Der Geburtenrückgang zwischen den Jahren 1950 und 1980 basierte zum großen Teil auf den Anstrengungen der Regierung, späte Eheschließungen zu befürworten und, erst in jüngerer Zeit, chinesische Familien auf die Zeugung nur eines Kindes zu verpflichten . Die nationalen Minderheiten wurden generell vom Programm der Geburtenkontrolle ausgenommen. Dadurch soll eine Politik aufrechterhalten werden, die allen nicht den Han-Chinesen zugehörigen Menschen größtmögliche Unabhängigkeit bietet.

Bei einer Gesamtbevölkerung von rund 1,2 Milliarden Menschen beträgt die Bevölkerungsdichte 124 Einwohner pro Quadratkilometer. Diese Zahlen zeigen jedoch lediglich den Durchschnitt einer sehr ungleichen geographischen Verteilung. Der Großteil der Bevölkerung lebt in den 19 östlichen Provinzen, dem historischen Kernland Chinas. Seit 1960 fördert die chinesische Regierung die Besiedlung der westlichen Provinzen und der autonomen Regionen .Trotz Industrialisierung hat China nach wie vor eine große ländliche Bevölkerung. Obwohl in China bereits vor der Zeit des Römischen Reiches wichtige Stadtzentren existierten, nahm der Anteil der in Städten lebenden Bevölkerung nur langsam zu. Etwa 79 Prozent der Bevölkerung leben auf dem Lande.


Spontane Umsiedlungen vom Land in die Städte wurden Mitte der fünfziger Jahre verboten, da es an Produktivkraft zur Errichtung weiteren Wohnraumes in der Stadt mangelte. Während der sechziger Jahre und in der ersten Hälfte der siebziger Jahre versuchten die Chinesen ein Konzept zu erstellen, bei dem die ausgebildete Stadtjugend für mehrere Jahre oder sogar für eine dauerhafte Ansiedlung auf das Land verschickt wurde. Mit dieser Bewegung sollten die in den Städten erworbenen Kenntnisse in ländliche Gebiete transportiert werden, und sie sollte das Interesse der Bauern dämpfen, in die Städte abzuwandern. Dieses Landentwicklungsprogramm wurde nach 1976 nicht weiterverfolgt und Ende 1978 komplett aufgegeben. Zu dieser Zeit nahm die Abwanderung in die Städte zu. Heute ist auch der Wohnungswechsel innerhalb der Städte verboten. Wer umziehen will, muss eine offizielle Erlaubnis besitzen und den Nachweis eines Wohnsitzes und einer Arbeitsstelle erbringen. Dennoch hat der Wohnsitzwechsel innerhalb der großen Städte zum Abriss vieler alter Häuser geführt, an deren Stelle dann vier- oder fünfstöckige Gebäude errichtet wurden.


5.)WICHTIGE STADTE

Die ersten Städte Chinas entstanden um 1 500 v. Chr. zur Zeit der Shang-Dynastie. Die Städte erfüllten damals überwiegend hoheitliche Funktionen .Im 20. Jahrhundert und besonders seit den fünfziger Jahren haben die chinesischen Städte einen großen Stellenwert als Industrie- und Produktionszentren erlangt. Doch auch heute haben die Städte hoheitliche Bedeutung, die von der kommunistischen Regierung gepflegt wird.

In China gibt es 40 Städte, deren Einwohnerzahl über einer Million liegt.

Zu den bevölkerungsmäßig größten Städten zählen :

Shanghai (7,5 Millionen), größte Stadt des Landes mit dem wichtigsten Hafen

Peking (5,8 Millionen), Hauptstadt und kulturelles Zentrum Chinas

Tientsin (4,6 Millionen), Hafenstadt am Zusammenfluss des Hai mit dem Kaiserkanal

Shenyang (3,6 Millionen)

Wuhan (3,3 Millionen), Hafenstadt am Zusammenfluss von Han und Jangtsekiang

Kanton (2,9 Millionen), Hafenstadt am Xi Jiang.


6.)BILDUNG UND SCHULWESEN

Das moderne China gleicht einer überdimensionalen Schule: Die gesamte Bevölkerung ist von einem kaum zu stillenden Wissensdurst beherrscht .Das war jedoch nicht immer so; vor 1949 war Bildung nur unter dem Adel verbreitet,80% konnten weder lesen noch schreiben.

Heute besuchen 100 Millionen junge Chinesen Grundschulen und Gymnasien. Das System funktioniert ähnlich wie bei uns .

3-7 Jahre alte Kinder gehen in den Kindergarten.

7-13 Jahre alte besuchen die Grundschule

Danach besuchen die Kinder Gymnasien, die jedoch nur in den größeren Städten vorhanden sind. Auf geographische und geschichtliche Bildung , sowie auf Fremdsprachenunterricht wird kein großer Wert gelegt, der Unterricht beschränkt sich Großteils auf politische Fächer.

Etwa 40 Universitäten ermöglichen die Weiterbildung nach den Gymnasien manche Schüler gehen jedoch auch auf Fachschulen weiter, wie z.B.: bestimmte Institute für Dolmetscher und andere Spezialgebiete


7.)VERWALTUNG

Insgesamt hat es in China 4 Verfassungen gegeben, wobei heute noch die aus dem Jahre 1982 gilt. Sie wird in 3 Gewalten unterteilt:

7.1.)Exekutive

Präsident ( wird durch Nationalen Volkskongress auf 5 Jahre gewählt)

Ministerrat: Er besitzt die exekutive Macht und die Verwaltung der Staatsgeschäfte, an seiner Spitze steht der   1. Vorsitzende

Zentrale Militärskommission: Verfügt über die Handhabung der militärischen Befehlsgewalt


7.2.)Legislative

Nationaler Volkskongress:

Seine Mitglieder werden auf 5 Jahre Amtszeit gewählt, jede Provinz wählt einen Repräsentanten (Abgeordneten)..Auf 400 000 Einwohner entfällt je 1 Abgeordneter, woraus folgt, dass jede Provinz mindestens 10 Abgeordnete wählt. Der letzte Volkskongress wurde im Jahre 1993 gewählt.

Seine Rechte sind:

-) Gesetze festzulegen

-) Verfassungsänderungen

-) die Mitglieder des Ministerrates einzustellen und zu entlassen

In der Praxis hat er jedoch nur geringe Bedeutung!


7.3.) Judikative

Das chinesische Rechtssystem unterscheidet sich beträchtlich von dem der westlicher Nationen. Es ist großzügiger der Familie und der Gemeinde gegenüber und fällt nicht gleich ein Urteil. 1982 versuchte man das System dem westlichen anzugleichen.

Es besteht heute aus 3 Komponenten:

einem System von Gerichtshöfen

einer öffentlichen Sicherheitsabteilung oder der Polizei

einer Strafverfolgungsbehörde

Höchstes Organ ist aber der oberste Volksgerichtshof:

Er dient zur Einhaltung der Verfassung und der Gesetze



8.)POLITIK

Gemäß der Verfassung von 1982 ist die Regierungsform Chinas eine sozialistische Diktatur angeführt von der kommunistischen Partei auf der Einheitsfront, zu der auch andere demokratische Parteien gehören. In der Praxis bestimmt die kommunistische Partei jedoch ausschließlich das nationale politische Geschehen. Die meisten wichtigen Regierungsposten werden von Parteimitgliedern belegt.

Die Kommunistische Partei Chinas zählt mehr als 52 Millionen Mitglieder (dies sind 4,5 Prozent der Gesamtbevölkerung) und ist die größte kommunistische Partei der Welt. Sie ist straff organisiert, formell werden zwar die höheren Organe von den niederen gewählt ,tatsächlich verläuft aber der Befehlsweg von oben nach unten.

Außerdem gibt es in China noch andere kleinere politische Parteien und Massenorganisationen aktiv. Zu diesen zählen die Demokratische Chinesische Liga, der Chinesische Sportverband und der Chinesische Frauenverband. Die einzige Partei mit potentiellem politischem Einfluss ist jedoch die Kommunistische Jugendliga mit mehr als 50 Millionen Mitgliedern.


9.)VERTEIDIGUNG

Die chinesische Verfassung von 1982 übertrug die höchste Befehlsgewalt über die bewaffneten Streitkräfte an die Zentrale Militärkommission. Die militärischen Streitkräfte des Landes tragen seit dem Jahr 1946 die Bezeichnung Volksbefreiungsarmee. Das Heer, die Marine und die Luftwaffe sind der Volksbefreiungsarmee unterstellt. Diese umfasst etwa drei Millionen Soldaten und ist damit die größte Militärmacht der Welt. Davon sind etwa 240 000 Soldaten in der Marine, einschließlich der 25 000 auf den Luftwaffenstützpunkten der Marine und weiteren 6 000 bei der Marineinfanterie. Die Armee wird von einer Nationalmiliz aus etwa zwölf Millionen Chinesen und von einer Sicherheitspolizei mit etwa 1,8 Millionen Mitgliedern gestützt. Die Marine verfügt über 1 700 Schiffe, von denen einige mit atomaren Raketen bestückt sind. Die Luftwaffe ist mit 5 000 Kampfflugzeugen ausgestattet. China hat bei der Entwicklung nuklearer Waffen bedeutende Fortschritte gemacht, aber im Vergleich zu den Vereinigten Staaten oder der ehemaligen Sowjetunion ist das Arsenal eher klein. Die Volksbefreiungsarmee spielt auch in der wirtschaftlichen Produktion und bei der Konstruktion technischer Anlagen wie Staudämmen, Bewässerungssystemen und Landgewinnungsprojekten eine wichtige Rolle. Die Armee war maßgebliches staatliches Organ während der Kulturrevolution (1966-1969) und unterdrückte die prodemokratischen Demonstrationen im Juni 1989 in Peking.


WIRTSCHAFT

Die chinesische Wirtschaft basierte mehr als 2000 Jahren als eine Art Feudalsystem ( = Bevorzugung des Adels).

Der Landbesitz lag in den Händen weniger Menschen, die von den Abgaben der bäuerlichen Pächtern lebten.

Trotzdem mussten die Bauern Steuern an die kaiserliche Regierung zahlen.

Nach Ende der Opiumkriege 1860 wurden Eisenbahnschienen und Straßen gebaut und so begann die industrielle Entwicklung.

Mitte der zwanziger Jahre entstand die chinesische kommunistische Partei ,die in weiten Teilen des Landes das Agrarprogramm einführte, das die Abgaben kontrollierte und die Überproduktion verhinderte.

Am 1.10.1949 gelang es der kommunistische Partei seit dem Kaiserreich ,eine vereinte Nationalregierung und eine gemeinsame Wirtschaftspolitik zu schaffen.

Danach folgte das Einschränken der Inflation, der Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung und der Senkung der Arbeitslosigkeit.                                

1958 entstanden die ersten bäuerlichen Kummunen (Gemeinden),die in den achtziger Jahren eine bedeutende Rolle hatten.

Das staatliche Eigentum wurde allmählich auf Industriefabriken und Handelsunternehmen ausgedehnt.

Im ersten Fünfjahresplan wuchs die Industrie beständig und der staatseigene Sektor gewann an großer Bedeutung.

1958 folgte der zweite Fünfjahresplan, der wegen großen Irritationen im Wirtschaftmanagment abgebrochen werden musste.

Der dritte Fünfjahresplan begann 1966,aber sowohl die landwirtschaftliche als auch die industrielle Produktion wurde durch die Auswirkungen der Kulturrevolution beträchtlich geschwächt.

Der vierte Fünfjahresplan wurde 1971 eingeführt, als sich die Wirtschaft halbwegs erholt hatte. Nachdem die Spuren der Kulturrevolution beseitigt waren, entschied man sich die wirtschaftliche Förderungen zu steigern .

Der fünfte Fünfjahresplan wurde 1976 eingeleitet, jedoch 1978 unterbrochen.

Der Zehnjahresplan von 1986 bis 1990 basierte auf der Annahme eines jährlichen ökonomischen Wachstums von sieben Prozent, doch die wirtschaftliche Entwicklung verlangsamte sich nach der politischen Krise 1989.

1992 konnte sich in der Wirtschaft bereits ein Wachstum von 13 Prozent verzeichnen lassen.

Die landwirtschaftliche Produktion erbrachte 27 Prozent des gesamten nationalen Einkommens, die industrielle Produktion mehr als 45 Prozent. Die Produktionen stiegen in den vergangenen Jahren sehr.


11.) LANDWIRTSCHAFT

Die Landwirtschaft ernährt einen großen Teil der Bevölkerung Chinas. Zehn Prozent ,vor allem im Osten Chinas, werden landwirtschaftlich genutzt und die Hälfte des Kulturlandes wird mit einem Bewässerungssystem versorgt.

Trotz des Wachstums ist das Pro-Kopf-Einkommen seit 1949 wegen der rasanten Bevölkerungszunahme weniger gestiegen. In den Jahren 1952 und 1979 wuchs die Getreideproduktion pro Jahr um 103 Prozent, das Pro-Kopf-Einkommen nur um 20 Prozent.

1979 waren die 838 Millionen Bauern Chinas in circa 52 000 Kommunen organisiert. Kommunen waren sozioökonomische Einheiten, die vom Staat Produktionsziele erhielten und auch ausgeführt werden mussten.

Eine Kommune war in mehrere Brigaden eingeteilt, die sich wiederum in Arbeitsgruppen aufgliederte.

Das Kommunensystem bot die Möglichkeit, den landwirtschaftlichen Anbau und die Struktur der Bepflanzung zu planen. So konnte in jenen Gebieten Weizen angebaut werden,wo der Boden am besten dafür geeignet war.Auch die Bewässerungsanlagen ließen sich in sinnvollen Maßstäben errichten Dem bäuerlichen Haushalt stand je eine Parzelle für private Nutzung zu, obwohl das Land in Kollektivbesitz war.

Anfangs der achtziger Jahre wollte die Regierung den wiederkehrenden Nahrungsmangel beheben, man gestattete deshalb einen höheren durchschnittlichen Pro-Kopf -Verbrauch und strukturierte den landwirtschaftlichen Sektor um.

Das Kommunensystem wurde zum großen Teil aufgehoben und stattdessen nahmen jetzt die Haushalte die wichtige Position der kleinsten Einheit in der landwirtschaftlichen Produktion ein. Unter diesem Verantwortungssystem schloss jeder Haushalt mit den lokalen Behörden einen Vertrag über die zu produzierende Quote eines Getreides.

Die Mechanisierung der Landwirtschaft wird aktiv betrieben, obwohl  sie sich noch nicht entwickelt hat und sich in den Regionen die Anbauflächen als unpraktikabel erwiesen hat.

Die Kontrolle über das Bewässerungssystem, den Überschwemmungen, die Errichtung von Staudämmen und den Kanälen

werden seit den fünfziger Jahren durchgeführt.

Auch die Form des Anbaus wurde geändert .Man konnte durch die zunehmende Wasserreservoire und die Nutzung von Kunstdünger eine Ernte pro Jahr in den drei Flusstälern der Nordchinesischen Ebene hervorbringen. Diese Erträge

in den mittleren und niedrigen Lagen des Jangtsekiang - Tales ließen sich auf drei Ernten jährlich heraufsetzen.

Wichtige Wirtschaftsquellen:

Fasererzeugnis

Forstwirtschaft

Fischerei

Bergbau


12.)INDUSTRIE

Der industrielle Sektor in China ist aus Gründen der Regierungsplanung eingeteilt in verarbeitende Industrie, Bergbau, elektrische Stromerzeugung und Bauwirtschaft. Zwischen 1965 und 1988 stieg der Anteil der Industrie am Bruttoinlandsprodukt von 39 Prozent auf 46 Prozent, wobei die Schwerindustrie den größten Anteil am Wachstum erbrachte. Die Industrieunternehmen bilden unabhängige, aber integrierte regionale Strukturen. Die großen und mittleren Städte, teilweise sogar die kleineren, haben wichtige industrielle Zentren aufgebaut.

In den späten siebziger Jahren überdachte die Regierung die industriellen Ziele neu und versuchte, ein Mittel gegen Probleme zu finden, die aufgrund einer mangelnden Planung aufgetreten waren. In vielen Städten hatte auf Kosten der Spezialisierung eine gewisse Selbstzufriedenheit eingesetzt, und viele Industriezweige führten nach wie vor längst überholte Funktionen aus. Das schnelle Wachstum in der Schwerindustrie hatte zum Teil das städtische Umfeld beschädigt und Mittel auf sich gezogen, die in der Landwirtschaft, der Leichtindustrie oder zur Verbesserung städtischer Einrichtungen fehlten. Auch die technologische Entwicklung stagnierte.

Das Korrekturprogramm forderte ein langsameres Wachstum der Schwerindustrie, während der Leichtindustrie weitere Mittel zur Entwicklung überlassen wurden. Diese Investitionen sollten sich in relativ kurzer Zeit auszahlen und somit die eigene Expansion finanzieren. Investiert wurde auch in die Bauindustrie, um die Lebensbedingungen der Stadtbewohner zu verbessern und für die Arbeitslosen in den Städten neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Eine ebenfalls neue Reform ist die Garantie auf Autonomie für alle staatlichen Unternehmen bei der Frage, was mit der Überschussproduktion, den Umsätzen und Gewinnen, die nach Erfüllung der staatlichen Ziele übrig bleiben, geschehen soll. Daneben wurden zahlreiche Professoren, Manager und Techniker ins Ausland geschickt, um moderne Managementtechniken und die technischen Neuerungen kennen zu lernen. Ausländische Technologien wurden in Form neuer und kompletter Anlagen importiert.

Produzierender Sektor

Die Eisen- und Stahlindustrie genießt seit 1949 in China Priorität. Das Land stellte mittlerweile eine große Vielzahl von Stahlprodukten her, wie z. B Wolframstahl, rostfreien Stahl, schwere Stahlplatten und nahtlose Rohre. Hauptproduktionsgebiete hierfür sind die Mandschurei, Nordchina und das Jangtsekiang-Tal.

Wichtige Eisen- und Stahlhütten befinden sich in Anshan, Benxi, Peking, Baotou, Taiyuan, Wuhan, Maanshan, Panzhihua, Chongqing, Shanghai und Tientsin. Die Produktion von Eisen und Rohstahl konnte kontinuierlich ausgeweitet werden. Zu den weiteren Schwerindustrien Chinas zählt der Schiffsbau und die Herstellung von Lokomotiven, Fahrzeugen, Traktoren, Bergbaumaschinen, Stromerzeugungsanlagen, Ölbohrtürmen und Raffineriemaschinen.



13.) WAHRUNG UND BANKWESEN

Die chinesische Währungseinheit ist der Yuan. Die Regierung hat totale Konrolle über das Bankwesen. In der

Volksbank von China wird die Währung ausgegeben. Weitere wichtige Banken sind: Bank von China, Internationale Chinesische Vermögens- und Investmentgesellschaft, Volks-Konstruktionsbank und

Landwirtschaftsbank von China.


14.) AUßENHANDEL

Der Außenhandel unterliegt in China dem Staat. 1979 lockerte China bestimmte Außenhandelsbestimmungen

Um den Handel ins Ausland zu beleben. Nach langer Zeit negativer Handelsbilanz halten sich die Einnahmen aus Exporten und die Ausgaben für Importe etwa die Waage. Die wichtigsten chinesischen Exportgüter sind Rohöl und raffiniertes Öl, Baumwollstoffe, Seide, Kleidung, Reis, Schweinefleisch, Shrimps und Tee. Zu den wesentlichen Importgütern zählen Maschinen, Stahlprodukte, andere Metalle, Kraftfahrzeuge, synthetische Stoffe, landwirtschaftliche Chemikalien, Gummi, Weizen und Schiffe. Bei den chinesischen Handelspartnern rangiert Japan an erster Stelle, gefolgt von Hongkong und den Vereinigten Staaten und auch noch Deutschland, Taiwan und Singapur. Die Handelsbeziehungen zu der USA waren 1993 bedroht, da China die Menschenrechte nicht befolgte. 1994 wurden die Handelsbeziehungen trotzdem wieder erneuert, obwohl China die Menschenrechte immer noch nicht befolgte.



15.) VERKEHRSWESEN

Die Eisenbahn ist das wichtigste Transportmittel in China. Etwa zwei Drittel des Passagierverkehrs und die Hälfte des Güterverkehrs werden mit der Eisenbahn bewältigt. Die neuen Strecken haben die dicht bevölkerten und wirtschaftlich bedeutenden Regionen im Nordosten, im Zentrum und im Südwesten Chinas zugänglicher gemacht..

Die chinesischen Straßen und Autobahnen sind seit 1949 erheblich ausgebaut worden. An das Straßennetz sind jedoch nur die Städte der Handelshäfen und das unmittelbare Hinterland angeschlossen. Die Straßen verbinden Peking mit allen Hauptstädten der Provinzen und der autonomen Regionen sowie mit den wichtigsten Hafenstädten und den Knotenpunkten der Eisenbahn. Das Netz erstreckt sich auch in die ländlichen Gebiete und die meisten Orte sind auf der Straße erreichbar. Der motorisierte Individualverkehr nimmt in den Städten zu; kurze Strecken werden jedoch nach wie vor meist mit dem Fahrrad zurückgelegt.

Die für die Schifffahrt zugänglichen Wasserstraßen nehmen im Landesinneren von China eine Gesamtlänge von 170 000 Kilometern ein. Die Binnenschifffahrt übernimmt ein Fünftel des Warentransports innerhalb des Landes. Das Potential für eine zunehmende Entwicklung ist hier noch groß. Der wichtigste Binnenschifffahrtsweg ist der Jangtsekiang, der viertlängste Fluss der Welt. Auf einer Länge von 18 000 Kilometern sind der Jangtsekiang und seine Nebenflüsse für Dampfschiffe befahrbar. Chongqing, Yichang und Wuhan sind die größten Häfen am Jangtsekiang. Der am meisten benutzte Binnenwasserweg ist jedoch der Kaiserkanal, der sich von Peking nach Jangtschou erstreckt.

Der Lufttransport in China erhielt 1979 durch die Eröffnung des neuen internationalen Flughafens in Peking (1980) einen Aufschwung. Seither wurde der Flugverkehr zwischen China und einigen anderen Ländern intensiviert. Die Inlandsflüge verbinden heute mehr als 90 verschiedene Städte miteinander; die meisten davon liegen in Westchina.







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