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Die Schweiz geographie

Die Schweiz



Geographie allgemein

Die Fläche der Schweiz beträgt ca. 41.300 km² und wurde im Jahr 1996 von 7,074 Millionen Menschen bewohnt. Somit ist die Schweiz mit 171 Einwohner/km² doppelt so dicht besiedelt wie Österreich. Diese rein statistische Zahl entspricht jedoch nicht der Realität, da die Schweiz fast nur im Mittelland besiedelt ist und somit auf eine Dichte von 350 Personen pro km² kommt.

Die Sprachen der Schweiz sind: deutsch, französisch, italienisch und rätoromanisch. Dadurch, daß die Schweizer oft mehrere Sprachen von Kind an lernen, sind sie auch als Erwachsene sehr sprachbegabt.

Das BSP beträgt in der Schweiz 44.350 US-Dollars pro Einwohner und Jahr.



Die Fläche der Schweiz entfällt zu 60 % auf die Alpen, zu 30 % auf das Mittelland und zu 10 % auf den Jura.


Bevölkerung

Die Schweiz hat zum einen eine sehr bemerkenswerte Geschichte und zum anderen schon sehr lange eine neutrale Haltung.

Trotz dem vielfältigen Bevölkerungs- und Sprachengemisch in der Schweiz findet man kaum das Wort "Minderheiten" im alltäglichen Sprachgebrauch. Da die Schweiz das 2. reichste Land der Welt ist hat sie weniger psychosoziale Probleme. Dieser Staat hat den Ruf eines wirtschaftlich sehr stabilen Wohlfahrtsstaates, und seine Bewohner haben großes Vertrauen in heimische Währung und Wirtschaft.

Aber die Schweiz hat ein großes Ausländerproblem, da die Einwanderungsrate weit über den verträglichen 10 - 12 % liegt. Vor allem Spanier, Portugiesen und Albaner wollen sich hier ein neues Leben aufbauen. Als Lösung für dieses Problem macht die Schweiz folgendes: Ausländer bekommen höchstens einen 2 - Jahres - Vertrag und müssen nach Ablauf dieser Frist wieder in iihr eigenes Land. Die Familie darf nicht mit in die Schweiz und alle Ausländer müssen einen "Ausländerausweis" besitzen. Durch diese Maßnahmen wird der Zustrom gedämmt.

Wirtschaft

Die Schweiz besitzt keine eigenen Bodenschätze, verfügt jedoch über eine hochqualifizierte Industrie. Ihren wirtschaftlichen Erfolg erreichen sie folgendermaßen: Die Schweizer importieren halbfertige Produkte, stellen sie mit Hilfe ihrer Technik fertig und verkaufen sie als "Made in Switzerland". Durch diese Methode konnten sie bis heute wirtschaftlich weitgehend unabhängig bleiben.


Politische Entwicklung

Die schweizer Geschichte hat einen fast gegensätzlichen Verlauf zur Geschichte der anderen europäischen Staaten.

1291 schlossen die 3 schweizer Zentralkantone (Schwyz, Unterwalden und Uri) ein Schutz und Trutz - Bündnis gegen die Habsburger, das "Ewiger Bund" genannt wurde und als "Rütli - Schwur" in die Geschichte einging. Das war der Beginn der Schweiz.

Auf dem Wiener Kongreß von 1814/15 erlangte die Schweiz die Anerkennung dauernder Neutralität. 1848 gründete die Schweiz den Bundesstaat; beinahe überall sonst in Europa war eine zentralistische Regierung an der Macht. 1971 wurde auf Bundesebene das Wahl- und Stimmrecht für Frauen eingeführt. Die Schweiz ist nicht Mitglied der UN un der EU, gehört aber dem Europarat und der EFTA an.

Heutzutage besteht die Schweiz aus 26 Kantonen die ziemlich unabhängig voneinander sind. So wird zB das Schulwesen und zum Teil die Rechtssprechung kantonal geregelt.

Jedoch gibt es beim Turnunterricht einen bundeseinheitlichen Lehrplan, da dieser die Vorbereitung zur Armee ist. Die Schweiz hat ein durchaus schlagkräftiges Heer und ist flächendeckend von einem unterirdischen Bunkersystem durchzogen. Diese Schächte sind bombensicher und haben einige große Stützpunkte.

Es gibt sehr viele kantonale und bundesweite Volksabstimmungen, dadurch besteht die Gefahr des Desinteresses von Seiten der Bürger. Im Allgemeinen sind die Bundesbefugnisse kleiner als die der Kantone. Da die Schweiz sehr auf die größtmöglichste Freiheit für den Einzelnen bedacht ist.

Außerdem verfügt die Schweiz nur über einen sehr schlanken Beamtenapparat. So wird zB kein richtiger Bundespräsident gewählt, sondern ein Minister erhält für 1 Jahr die höchste Stelle in der Politik. Man findet in der Schweiz auch keine Generäle, da diese erst in Krisenzeiten vom obersten Militärstab ernannt werden.


Das Tessin (=Sonnenstube)

Das Tessin ist durch die Alpen von der Schweiz eher abgeschottet und gehört geographisch gesehen eher zu Italien, die dort lebende Bevölkerung hat jedoch eine starke nationale Bindung zur Schweiz. Durch die Nähe zu Italien spricht man in dieser Region italenisch und findet auch viele weitere italienische Einflüsse wie zB den Baustil.

Klimatisch gesehen verbindet das Tessin alpine und mediterane Elemente, und erreich dadurch auch in großen Höhen ein sehr mildes Klima. Im Jahresdurchschnitt scheint hier 2.300 Stunden lang die Sonne (das sind 60 % aller erreichbaren Stunden). Verstärkt wird dieses Klima durch die N - S Talschaften, durch die täglich warme Luft von Italien bis weit in den alpinen Bereich hinauf weht.

Das Tessin ist ein sehr wichtiges Durchzugsgebiet von Norden nach Süden und stellt durch den St. Gotthard Paß in den Alpen einen Verkehrsknotenpunkt für den westlichen Raum dar.

Außerdem ist es durch das milde Klima eine wichtige Tourismusregion für In- und Ausländer.


Das schweizer Mittelland mit der Zentralschweiz

Das schweizer Mittelland ist das zweitgrößte Gebiet der Schweiz und liegt zwischen den Alpen und dem Jura. Im SW bildet der Genfersee und im NO der Bodensee die Grenze. Zum größten Teil besteht dieses Gebiet aus Schuttoberflächen aus dem Tertiär. Durch die vielen Mäander (= Flußschlingen) ist es ein ideales Siedlungsgebiet.

Dieses Gebiet ist sehr fruchtbar und zum größten Teil eine gepflegte Kulturlandschaft. Wirtschaftlich hat man vor allem mit der Primär- und Sekundärindustrie große Erfolge.

Den tiefsten Punkt bildet das Aaretal, dort findet man einige Seen und viele wichtige Städte, wie zB die Hauptstadt Bern (124.000 Einwohner), die einen mittelalterlichen Stadtkern hat. Außerdem liegen auch Zürich (Banken, Industrie/339.000 Einwohner), Genf (173.000 E), Luzern (58.000 E) und Lausanne in diesem Gebiet.

Der Genfer See wird durch sein mildes Klima auch "Schweizer Riviera" genannt und stellt einen wirtschaftlich zentralen Raum dar.


Als Zentralschweiz bezeichnet man das Gebiet um den Vierwaldstättersee, zu dem auch die Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden gehören. Dort schoß man den berüchtigten "Rütli - Schwur" gegen die Habsburger.

Durch den Furkerpaß und den Oberalppaß ist diese Region auch verkehrstechnisch sehr wichtig, der Nachteil ist jedoch, daß die Südwest - Schweiz lange Zeit etwas abgegrenzt war (zB Graubünden). Hier findet man auch einige kleine Privatbahnen, die jedoch technisch sehr gut ausgerüstet sind.

Dieses Gebiet wird auch oft "Dach der Alpen" genannt und wird ebenfalls touristisch genützt.


Die Südwest - Schweiz

Unter dieser Bezeichnung versteht man vor allem den Kanton Graubünden, der vom Oberen Inntal bis ins Rheintal reicht. Früher lag diese Gebiet immer etwas im Abseits, jetzt ist es jedoch total gleich mit der restlichen Schweiz.

In diesem Landstrich ist der rätoromanische Lebensstil und die alte Sprache sehr gut erhalten geblieben (von der gesamten schweizer Bevölkerung sprechen nur 2 % rätoromanisch).

Hier findet man auch viele Stauseen und die erste Schmalspur - Aussichtsbahn mit der Strecke: Chur - Filisur - St. Moritz - Samedan über den Berniner Paß nach Tirano. Dadurch wird diese Region auch für den Tourismus sehr interessant.


Der schweizer Jura

Dieses Mittelgebirge (max. 1.600 Meter) macht ca. 10 % der Landfläche aus. Obwohl dieses Gebirge nicht viel höher als der Gaisberg ist, ist es sehr schwer zu überwinden, da es nur in parallel gelegenen W - O Ketten verläuft und keine natürliche N - S Verbindung aufweist. Das Gebiet ist abseits gelegen, da im Osten das Rheintal und im W das Rhônetal als Verkehrsgebiet vorhanden sind. Aus diesen Gründen führt nur eine einzige Bahnlinie durch den -Jura. Auch klimatisch stellt er eine Eigenheit dar.

Politisch war der Jura lange Zeit nicht richtig vertreten, erst vor kurzem wurde der Kanton "Jura" gegründet. Die größten Städte sind Chaux des Fonds und Le Locle.

Durch den steilen Anstieg und die schlechte Verkehrsanbindung ist der Jura nur dünn besiedelt und war lange Zeit wirtschaftlich unwichtig. Um das zu ändern und die Abwanderung zu stoppen siedelt die Regierung die arbeitsintensive Uhrenindustrie hier an. Mit der Zeit kam vor allem in der Agrarwirtschaft und im Tourismus eine eigene Industrie zustande.

Im Tal verläuft von Norden nach Süden eine Sprachgrenze zwischen deutsch und französisch (Bern - Freiburg - Neuenburg - Martigny), wobei der Osten der deutsche Teil ist.


Die schweizer Alpen

Geographisch werden die schweizer Alpen durch die Rhein - Rhône - Furche in einen Nord- und einen Südteil unterteilt, wobei das Gotthard Massif das Zentrum darstellt. Im Norden befinden sich die Berner Alpen und im Süden die Waliser und Tessiner Alpen. Diese Flußtal hat eine V-Form und wird immer breiter. Die Rhône war lange Zeit ein ungebändigter Fluß, wurde dann jedoch gebändigt und zur Bewässerung genutzt. Seitdem ist die Murengefahr weitgehend gebannt und es entstanden Siedlungen an den Talflanken.

Die geologische Grenze zwischen den West- und den Ostalpen verläuft folgendermaßen: Rhein - Splügenpaß - Comosee.

Das ganze Gebiet ist stark vergletschert, vor allem in den Walliser Alpen. Dieser Gebirgszug gilt mit seinen 140 Gletschern und seinen 21 Gipfeln über 4.000 Meter als die formschönsten Alpen. Einige Berge haben eine ganz besondere Form, wie zB das Matterhorn (ähnlich dem Watzmann). Die Walliser Alpen sind begrenzt durch den Simplonpaß im Osten und das Mont Blanc Massif im Westen und sind von vielen V-Tälern durchzogen.


Im Bereich des Schienenverkehrs sind die Schweizer sehr gute Baumeister. So fahren in den Alpen manche Züge im Berginneren Spiralen nach oben, um den Höhenunterschied zu überwinden. Durch die gesamte Schweiz zieht sich ein hervorragend ausgebautes Eisenbahnnetz, in dem alle Arten von Bahnen verwendet, und manchmal auch miteinander kombiniert, werden. Teile dieses Systems wurden mittlerweile privatisiert. Viele Pässe sind von der Bahn untertunnelt, da die Strecken im Winter nicht geräumt werden könnten. Die Schweiz richtete außerdem einige Verladebahnhöfe an den Grenzpunkten ein, da ihr Motto "Weg von der Straße" lautet.

Als der Lötschberg der Durchgang zum Rhônetal wurde schuf man eine eigen Lötschberg - Lok, da die damaligen Loks den Anforderungen nicht genügten. Diese spezielle Lok wurde durch neuere ersetzt und ist jetzt ein Museumsstück.


Diese Alpenpässe sind touristisch und wirtschaftlich sehr wichtig, wie man an dem Beispiel von St. Bernhard sehen kann. Dort baute man schon im 10. Jahrhundert ein Hospitz, das heute noch immer existiert. Von diesem Gebiet, das vor allem durch die Bernhardiner bekannt wurde, ging auch der erste alpine Rettungsverein aus.

Die Schweiz lebt vor allem vom Inlands- und vom Exklusivtourismus. Die meisten der Besucher kommen aus Frankreich, Italien und Deutschland.

Von den Berner Alpen, die sich von der Rhône bis zum Göschenenpaß hinziehen, ist vor allem der östliche Teil touristisch genutzt, da er mehr große Erhebungen aufweist (zB: Jungfrau, Mönch, Eiger, Schreckhorn,). Die wichtigsten touristischen Orte sind Interlaken, Grindelwald, Wengen und Lauterbrunnen.


Wirtschaftlich nutzt man in den Berner Alpen vor allem die Gras- und Almwirtschaft, die Feldwirtschaft und natürlich den Tourismus. In den Walliser Alpen findet man, durch das milde Klima begünstigt, Weinbau, Gartenbau und Obstplantagen. Außerdem wird in der ganzen Schweiz die Wasserkraft zu 100 % genützt, vor allem im Berner Oberland findet man viele Kraftwerke.








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