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Friedrich Durrenmatt - Das Versprechen








Friedrich Dürrenmatt

Das Versprechen















Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 3

2. Hauptteil 3

2. 1. Inhaltsangabe 3

2. 2. Der Erzähler und seine Perspektive 4

2. 3. Charakteristik der wichtigsten Figuren und ihren Rollen 5

2. 3. 1. Der Polizeikommandant Dr.H 5

2. 3. 2. Matthäi 5

2. 3. 3. Von Gunten 6

2. 3. 4. Albert, der Mörder 6

2. 3. 5. Henzi 6

2. 4. Zeitgestaltung 7

2. 5. Raumgestaltung 7



2. 6. Sprache und Stil 8

2. 7. Aussageabsicht 9

3. Schlusswort 9

4.Literaturverzeichnis 10

















1. Einleitung

Friedrich Dürrenmatts Kriminalroman "Das Versprechen" ist die Aufdeckungsgeschichte des Mordes an Gritli Moser. Der Filmproduzent Lazar Wechsler bestellte im Jahre 1957 bei Dürrematt ein Drehbuch um einen Film über Lustmörder zu produzieren. Er wollte damals auf diese aktuelle Gefahr aufmerksam machen. Nachdem der Film fertig war, überarbeitete Dürrenmatt das Buch nochmals, da er mit dem Ergebnis noch nicht ganz zufrieden war. Diese Fassung erschien dann im Jahre 1958 unter dem Titel "Das Versprechen"


2. Hauptteil

2. 1. Inhaltsangabe

Der Ich - Erzähler muss in Chur einen Vortrag halten. Am Abend lernt er im Hotel den ehemaligen Polizeikommandanten von Zürich, Dr. H., kennen. Dieser offeriert dem Erzähler eine Mitfahrgelegenheit zurück nach Zürich. Als sie dann bei einer Tankstelle vorbeikommen sagt der Tankwart zu H.: "Ich warte, er wird noch kommen." Da sagt ihm H., dass dieser Tankwart einst sein bester Mitarbeiter war und erzählt dann folgende Geschichte:




Der Kommissär Matthäi hätte in ein paar Tagen nach Jordanien fliegen sollen um dort der Polizei bei einer Reorganisation zu helfen. Als er sein Büro ausräumt, kommt ein Anruf vom Hausierer von Gunten. Er habe in Mägendorf in der Nähe von Zürich eine Leiche entdeckt.

Matthäi übernimmt den Fall trotz der bevorstehenden Abreise. Das Opfer, ein Mädchen, das Gritli hiess, wurde mit einem Rasiermesser umgebracht. Matthäi verspricht seinen Eltern den Mörder zu finden.

Die aufgebrachten Bauern von Mägendorf halten von Gunten für den Mörder. Mit viel Geschick kann Matthäi von Gunten vor der Lynchjustiz retten. Die Polizei hält von Gunten ebenfalls für den Mörder. Nach einem langen Verhör legt von Gunten ein Geständnis ab und erhängt sich dann in seiner Zelle.

Matthäi glaubt nicht an dessen Schuld und lässt seinen Flug nach Jordanien annullieren. Da er nicht mehr zur Polizei gehört, muss er privat weiter ermitteln um sein Versprechen zu halten. Er geht nach Mägendorf und entwendet dort eine Zeichnung von Gritli, die ein Tier mit Hörnern, ein schwarzes Auto und einen Riesen zeigt. Von einer Freundin von Gritli erfährt er, dass Gritli immer Schokoladeigel von einem Riesen bekommen hatte.

Mit einem Psychiater spricht Matthäi nun über die Kinderzeichnung. Der Psychiater hält den Riesen für den Mörder. Es könnte sich um einen psychisch kranken Triebtäter handeln, der einen Hass auf Frauen haben könnte. Das Tier auf der Kinderzeichnung enthüllt sich später als Steinbock. Matthäi zieht nun folgenden Schluss: Da Täter solcher Verbrechen ihre Opfer zuerst oftmals besuchen, könnte Gritli den Steinbock auf dem Autoschild gesehen haben. Der Täter müsste also aus Graubünden kommen.

Er pachtet eine Tankstelle auf der Strecke von Graubünden nach Zürich. Denn hier müsste der Täter sicher oftmals durchfahren. Immerhin gab es schon zwei andere Verbrechen der gleichen Art auf dieser Strecke, hinter denen man den gleichen Täter vermutet. Für den Haushalt stellt er eine Frau ein. Deren Kind Annemarie sieht Gritli sehr ähnlich. Er benützt es als "Lockvogel". Matthäi macht auch mit herumliegenden Kinderspielsachen darauf aufmerksam, dass hier ein Kind wohnt. Lange passiert nichts. Doch eines Tages kommt Annemarie mit ein paar Schokoladeigeln heim. Matthäi teilt dies sofort seinem früheren Chef H. mit. Dieser kommt mit drei Polizisten um dem Täter aufzulauern. Doch der Täter erscheint nicht mehr. Die Polizei zieht wieder ab.

Sogar als der Polizeikommandant H. Matthäi einen neuen Job anbietet, will dieser lieber bei der Tankstelle bleiben um auf den Mörder zu warten. Doch dieser kommt nicht und es ereignet sich auch kein Mord mehr, den man mit den anderen vergleichen könnte. Matthäi beginnt zu trinken und verkommt immer mehr. Kurz vor seiner Pensionierung bekommt der Polizeikommandant H. noch einen Anruf von einer wohlhabenden Frau aus einer Klinik. Die sterbende Frau Schrott möchte der Polizei noch etwas mitteilen:

Diese Frau hatte einen Mann, der aber früh starb. Sie lebten ihn Chur. Darauf heiratete sie ihren Chauffeur. Dieser wurde psychisch krank. Um ihm eine Aufgabe zu geben, schickte ihn Frau Schrott jeden Sonntag mit einem schwarzen Auto nach Zürich. Er musste dort ihren Verwandten Eier bringen. Eines Abends kam er mit blutverschmierten Rasierklingen nach Hause. Als sie am nächsten Tag vom Verbrechen in der Zeitung las, wusste sie was ihr Mann getan hatte. Aber aus Angst, den Familienruf zu verderben ging sie nicht zur Polizei. Dies wiederholte sich noch zweimal. Der Mann starb an einem Autounfall.

Als der Polizeikommandant H. dies Matthäi erzählen will, kann er es in seiner Umnachtung nicht mehr begreifen.


2. 2. Der Erzähler und seine Perspektive

Der Ich - Erzähler hält einen Vortrag über Kriminalromane in Chur. Er lernt den Polizeikommandanten am Abend im Hotel kennen. Später erzählt ihm dieser die ganze Geschichte über Matthäi. Da ihm die Geschichte erzählt wird und er sehr selten zu Wort kommt, stellt er eher einen Zuhörer als einen Erzähler dar. Er hat die gleiche Perspektive wie die Leser des Romans. Er steht als neutrale Person über den Geschehnissen.


2. 3. Charakteristik der wichtigsten Figuren und ihren Rollen

2. 3. 1. Der Polizeikommandant Dr.H

Dr. H. ist pensionierter Polizeikommandant und ehemaliger Chef des Kommissärs Matthäi. Er fährt mit dem Ich - Erzähler von Chur nach Zürich, nachdem er am Vorabend dessen Vortrag gehört hat. Auf der Fahrt erzählt er die ganze Geschichte des Verbrechens an Gritli Moser und verbindet so die Rahmen - und Innenhandlung (siehe Zeitbeschreibung). Er macht einen sehr gepflegten, etwas altmodischen Eindruck und er ist Stammgast im Restaurant Kronenhalle in Zürich. Auf mich wirkt er menschlich.

2. 3. 2. Matthäi

Kommissar Matthäi lebt schon seit vielen Jahren in einem Hotel in Zürich. Er hat keine Familie und


spricht nie von seinem Privatleben und hatte wohl auch keines.[1]


Er geht immer hart und mit Tatendrang seiner Arbeit nach. Die aber hat er gut im Griff. Er ist ein Mann mit Organisationstalent und versteht es


den Polizeiapparat wie einen Rechenschieber handzuhaben.2


Sein scharfer Verstand kommt ihm vielmals zu Gute, wenn es darum geht einen Fall zu lösen. Aber gegenüber seinen Mitmenschen ist er humorlos und gefühlsarm. Er hat praktisch keine Freunde. Man kann also sagen, dass Matthäi zwar ein sehr guter Arbeitsmensch ist, aber keine sozialen Beziehungen pflegen kann. Wenig später jedoch ändert sich sein ganzes Umfeld. Um Gritlis Mörder zu finden, zieht er mit einer Frau, deren Kind Annemarie heisst, zusammen und betreibt eine Tankstelle. Aber auch das macht er nur seiner Arbeit zu liebe. Annemarie benutzt er als Lockvogel für den Kindermörder. Er kann sich offenbar gar nicht vorstellen was, das für eine Mutter bedeutet, wenn ihr Kind so ausgenützt wird. Da zeigt wie wenig ihn seine Mitmenschen interessieren. Für seine Taktik ist das "gut", da er sonst sicher Hemmungen hätte, ein Kind auf solche Art und Weise zu missbrauchen. Seine einzige menschliche Regung ist , dass er den Eltern des Opfers die Aufklärung des Falles verspricht. Dieses Versprechen gibt dem Buch auch den Titel. Da er den Fall nicht lösen kann, kann er das Versprechen nicht einlösen. Der Erfolg bleibt aus. Da Matthäi nur für seinen Beruf lebt, hält er den ausbleibenden Erfolg nicht aus. Er beginnt zu trinken. Als der Fall dann nach einigen Jahren geklärt wird, kann er den Sachverhalt nicht mehr begreifen.

2. 3. 3. Von Gunten

Der Hausierer, der die Leiche gefunden hatte, ist eigentlich nur zu Beginn des Romans  eine wichtige Figur. Da Von Gunten sich schon einmal an einer Vierzehnjährigen vergangen hat, ist es sehr mutig von ihm die Polizei zu verständigen. Vielleicht sieht er darin auch seine einzige Chance Verdächtigungen auf seine Person zuvorzukommen. Dazu kommt noch, dass Hausierer in der Gesellschaft offenbar einen sehr tiefen Stellenwert haben. Jedenfalls denken gleich alle Einwohner von Mägendorf, dass der Hausierer der Mörder sei. Dürrenmatt benötigt diese Figur um die Handlung voranzutreiben. Die Polizei verhört ihn so lange, bis er sich gar nicht mehr zutraut, sich wirksam zu verteidigen. R legt ein Geständnis ab. Als Von Gunten sich darauf in seiner Zelle erhängt verschwindet er sofort aus der Handlung. Mit seinem adeligen Namen "Von Gunten" will Dürrenmatt wahrscheinlich eine Anspielung darauf machen, dass Leute aus allen Gesellschaftsklassen solche Verbrechen begehen können.

2. 3. 4. Albert, der Mörder

Obwohl Albert nur ganz kurz am Schluss der Romans vorkommt, ist er eine wichtige Figur. Von seinen Taten erfährt man eigentlich nur indirekt über die Erzählungen der Frau Schrott. Sein Auftauchen überrascht den Leser und löst am Ende des Romans die Spannung auf, indem der Fall geklärt wird. Albert ist zuerst der Chauffeur von Frau Schrott, aber als deren Mann stirbt, heiratet er Frau Schrott. Doch


in den vierziger Jahren ging es mit Albertchen selig allmählich bergab.3


Wegen einer psychischen Krankheit begeht er dann seine drei Morde. Wenn er nicht durch den Autounfall umgekommen wäre, hätte er als Triebtäter bestimmt auch noch Annemarie umgebracht.

2. 3. 5. Henzi

Henzi ist Matthäis Assistent bei der Polizei. Er ist massgebend am Verhör mit Von Gunten beteiligt, das den Hausierer zu seinem Geständnis bringt und später zu seinem Selbstmord verleitet. Henzi freut sich über jeden Sprung auf der Karrierenleiter. Dieser Sprung ist ihm in diesem Fall wichtiger als die Wahrheit zu finden. So ist er auch sehr erfreut als ihm Dr. H befielt


mit Wachmeister Treuler das Mordbüro zu bilden. Er ist erfreut; es ist sein erster selbständiger Fall.4


2. 4. Zeitgestaltung

Der Roman ist in eine Rahmen -  und eine Innenhandlung eingeteilt. Die Rahmenhandlung spielt sich sozusagen während dem Lesen des Romans, vor allem in Chur und später auf der Heimfahrt nach Zürich ab. Sobald der Polizeikommandant H. zu erzählen beginnt, beginnt die Innenhandlung. Seine Geschichte geschah neun Jahre früher. Zwischendurch kommt Dürrenmatt wieder auf die Rahmenhandlung zurück und beschreibt wo sich der Polizeikommandant und sein Fahrgast, der Ich - Erzähler, gerade befinden. Von Zeit zu Zeit verfliessen die zwei Handlungen ineinander; so als Dr. H bei Matthäis Tankstelle anhält, um einen Kaffee zu trinken. Als sein Fahrgast darauf Dr. H nach seinem Bedürfnis hier zu halten fragt, beginnt dieser seine Geschichte zu erzählen. Dies ist nur ein Beispiel wie Dürrenmatt geschickt zwischen den zwei Handlungen hin und her springt. Das macht den ganzen Ablauf des Romans sehr abwechslungsreich und verleiht der Geschichte eine gewisse Spannung.



Die Handlung wird am Anfang des Romans sehr schnell vorangetrieben. Später, nachdem sich Von Gunten umbrachte, kommt die eigentliche Handlung nur noch sehr langsam voran. Matthäi braucht sehr lange um herauszufinden, was die Kinderzeichnung bedeutet und kommt erst nach dem Gespräch mit einem Psychiater und einem Aufenthalt in Graubünden auf die Idee mit der Tankstelle. Diese Verlangsamung der Handlung ist aber durchaus sinnvoll, denn Matthäi braucht natürlich Zeit um auf eine solche gewagte Idee zu kommen. Bis am Schluss tritt der richtige Täter nie auf. Das verleitet den Leser immer wieder zu Verdächtigungen, die sich dann am Schluss mit der raschen Auflösung des Falles als  falsch herausstellen.

Um die Spannung der Handlung zu erhalten, verzichtet Dürrenmatt weitgehend auf Vordeutungen die auf die Auflösung des Falles hindeuten könnten. Viel mehr versucht er mit Rückblicken die Geschichte verständlicher zu gestalten. Ein Beispiel dafür ist, wie Ursula Matthäi erzählt das Gritli immer wieder von einem Riesen mit Igeln redete.


2. 5. Raumgestaltung

Die Handlungsorte der Geschehnisse sind für das Aufdecken des Verbrechens von sehr wichtiger Bedeutung. Sie liegen alle auf der Strecke von Chur nach Zürich. Dies setzt für den Leser wiederum gewisse grundlegende Kenntnisse der Schweiz voraus. So kann Matthäi seine Idee mit der Tankstelle nur durchsetzen, weil er weiss, von wo der Täter kommt und wo er seine drei Verbrechen begangen hat. Diese Orte werden auch sehr genau beschrieben. Besonders vom Tatort des Mordes an Gritli, ein Tälchen in einem Wald in der Nähe von Mägendorf, bekommt der Leser ein genaues Bild. So wird an dieser Stelle jeder Waldweg und sein genauer Verlauf beschrieben. Das ist wichtig, damit man später begreift, wo der Täter sein Auto abgestellt hat und wo die Bauern von Mägendorf den Täter gesehen haben sollen.

Dürrenmatt legt aber auch Wert auf die Stimmung der Umgebung. die auf seine Figuren  wirken. Dies kommt speziell am Anfang des Romans vor, als der Kommandant und der Ich - Erzähler Chur verlassen. Der Ich - Erzähler und der Polizeikommandant mögen offenbar die Berge nicht. Als sie langsam die Alpen verliessen,


wurde es nach und nach besser. Das Tal war sichtbar, auch menschlicher. Überall Höfe, hie und da kleine Industrien, alles reinlich und karg, die Strasse nun ohne Schnee und Eis, nur glänzend vor Nässe, doch sicher, so dass eine anständige Geschwindigkeit möglich wurde. Die Berge hatten Platz gemacht, beengten nicht mehr.5


Der Roman spielt an vielen verschiedenen Orten. Die Tat selbst, wurde in Mägendorf, in einem kleinen Dorf in der Nähe von Zürich verübt. Die Aufklärung des Falles findet zuerst im Hauptquartier der Polizei in der Kasernenstrasse in der Stadt Zürich statt. Später verlagert sich der Handlungsort  ins bündnerische Bad Ragaz. So kann Dürrenmatt Personen vom Land und der Stadt auftreten zu lassen. Die grosse Vielfalt von Personen ermöglicht dem Autor dann eine grosse Anzahl von verschiedenen Milieus und Gesellschaftsklassen zu beschreiben. Er macht in seinem Buch auch deutlich, dass es Spannungen zwischen den Leuten der Stadt und jenen vom Land gibt. Am besten zeigt sich das in Mägendorf, als die Bauern der Polizei nicht trauen und Von Gunten lieber selber richten wollen. Der Polizei geliengt es dann aber mit ihrem höheren Bildungsstand den Bauern klar zu machen, dass die Polizei die besseren Mittel habe, um den Fall gerecht aufklären zu können.


2. 6. Sprache und Stil

Dürrenmatt versteht es, eine gewisse Spannung über das ganze Buch zu erhalten. Der wichtigste Grund dafür ist, dass im Aufbau des Textes eine Logik zu finden ist. Dürrenmatt beginnt nicht mitten im Text von einem anderen Thema zu schreiben, sondern bleibt immer nahe am Geschehen. Die Handlungen und die Gefühle der Personen werden auch sehr genau beschrieben, was den Leser zu einer hohen Konzentration zwingt. Denn vielmals spielen kleine Hinweise im späteren Verlauf des Romans eine sehr wichtige Rolle und wenn der Leser einen solchen Hinweis "verpasst", kann man später die Handlungen nicht mehr nachvollziehen.

Dürrenmatt benutzt kleine und kurze Sätze. Auch das hilft mit die Spannung zu erhalten und vereinfacht den Text, der stellenweise sehr kompliziert ist, ein wenig. Oftmals geschehen Dinge, die man an dieser Stelle gar nicht erwartet hätte. Das beste Beispiel ist der Schluss des Romans, wo man meint der Fall werde nie mehr aufgedeckt. Doch genau in diesem Moment kommt der Anruf von Frau Schrott, die dann den Fall aufklärt. Mit diesen unerwarteten Handlungen wird man immer tiefer mitgerissen und das Buch wird so auch immer spannender.


2. 7. Aussageabsicht

Dürrenmatt will mit seinem Roman "Das Versprechen" zwei Sachen aufzeigen. Zum Einen will er die heutige Form des Kriminalromans hinterfragen.

Darum wählt er auch den Untertitel "Requiem auf den Kriminalroman".

Einmal lässt Dr. H. sogar sagen, dass man damit nur der Menschheit eine heile Welt vor die Augen führe wolle


seit die Politiker auf eine so sträfliche Weise versagen - und ich muss es ja wissen, bin

selbst einer, Nationalrat.6


Dürrenmatt will seinen Lesern sagen, dass die heutige Form des Kriminalromans nicht mehr der Realität entspricht. Die Aufklärung der Fälle ist immer logisch und ohne grosse Fehlleitungen dargestellt. In Wirklichkeit hat die Polizei aber sehr selten durch logisches Denken Erfolg, sondern viel mehr durch Zufälle und spontane Einfälle. Er will damit die Autoren aufrufen, wieder mehr realitätsgetreue Kriminalromane zu schreiben.


Zum Andern will Dürrenmatt aber auch auf eine aktuelle Gefahr aufmerksam machen, nämlich auf die Lustmorde der Triebtäter. Das Buch war ja zuerst auch eine Vorlage für den Film "Es geschah am helllichten Tag" von Lazar Wechsler, der dieses Thema behandelt. Dürrenmatt rüttelt den Leser auf, indem er vor allem das Leid, das durch eine solche Tat entsteht, zeigt. Albert scheint sehr realitätsgetreu, da auch er wie Triebtäter in Wirklichkeit immer wieder mordet. Alberts Motiv bleibt dem Leser fremd und die Auflösung des Falles liegt ihm daher am Herzen. Es gelingt Dürrenmatt, dass man sich mit dieser Art von Verbrechen beschäftigt.


3. Schlusswort

Dürrenmatt bringt die Thematik der Gewaltverbrechen an Kindern zur Sprache.

Als Kriminalroman ist die Geschichte sehr spannend zu lesen. Im Gegensatz zu den übliche Kriminalromanen wird der Fall nicht durch kriminalistisches Denken sondern durch Zufall gelöst. Damit übt Dürrenmatt Kritik an den üblichen, realitätsfremden Kriminalromanen. Abschliessend kann man sagen, dass es Dürrenmatt geglückt ist  ein spannendes und lehrreiches Buch über ein aktuelles Thema zu schreiben.

4. Literaturverzeichnis

Dürrenmatt, Friedrich: Das Versprechen, Requiem auf den Kriminalroman; Zürich:

Diogenes Verlag, 1985


Lindner, Theo: Dürrenmatt, Das Versprechen; Kommentare, Diskussionsaspekte und

Anregungen für produktorientiertes Lesen; Hg. Reiner Poppe; Hollfeld: Beyer Verlag,

1996


: http://www.goethegym.asn-wien.ac.at/info/Baumann/DasVersprechen/sld006.htm


http://www.fundus.org/pdf.asp?ID=5073



Dürrenmatt (1985): S.14

Dürrenmatt (1985): S.14

Dürrenmatt (1985): S. 148

Dürrenmatt (1985): S.43

Dürrenmatt (1985): S.8

Dürrenmatt (1985): S.11










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