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Die Novelle




Die Novelle



Die Novelle ist eine kürzere Erzählung, die durch prägnante Struktur, dezidierten Kunstwillen und einen strengen Aufbau gekennzeichnet ist. Der Begriff stammt aus dem Italienischen und ist erst seit dem 18. Jahrhundert im Deutschen gebräuchlich. Ohne einen Vorläufer in der Antike bildet sie eine der ersten modernen literarischen Formen. Ihre Entstehung ist eng mit der sich emanzipierenden Bürgerwelt verbunden. Die Gesellschaft stellt sich in der Novelle selbst dar. Traditionellerweise lauscht das Publikum in einer Rahmenerzählung einer Geschichte, die ein fiktiver Erzähler aus seiner Mitte in Form der Binnenerzählung vorträgt. (vg) Diese Rahmenstruktur trägt wesentlich zur geschlossenen Form der Novelle bei, aber auch zu einer spezifischen Perspektive, da das Erzählte aus der Distanz objektiviert erscheint und auch belehrend reflektiert werden kann. Diese Geschlossenheit wird aber bei rahmenlosen Novellen gewahrt. Formal sind hier ebenfalls eine erzählerische Einsträngigkeit, das Fehlen abschweifender Episoden und ein recht

kontinuierlicher Zeitablauf kennzeichnend.






Vorbilder:

Boccaccios Decamerone (Italien, 14. Jahrhundert) und die Novelas ejemplares von dem Spanier Cervantes (17. Jahrhundert).


In Deutschland begann Goethe mit seiner Novelle diese Literaturform; Kleist, Tieck, E.T.A. Hoffmann und andere schrieben auch Meisterwerke der Novellistik. Goethe definierte die Novelle als 'eine sich ereignete, unerhörte Begebenheit' ('the happening of a startling occurance,' in other words, a novella shows the reader a startling occurance happening.)


Im Jahre 1871 übernahm P. von Heyse Goethes Ideen in seiner 'Falkentheorie'. In dieser Theorie zu der Novelle sagte er, daß diese Literaturform ein zentrales Objekt oder eine zentrale Begebenheit brauchte. (Er nannte seine Theorie die 'Falkentheorie' nach einer Novelle von Bocaccio in der Decamerone', in der ein Mann die Liebe einer Frau dadurch gewinnt, dass er sein Lieblingstier, einen Falken, tötet und ihr zum Essen gibt.)


Man kann etwas besser verstehen, was eine Novelle ist, wenn man sie mit den meisten Romanen vergleicht. Romane geben ein großes Bild einer Epoche und versuchen oft, ganze Leben zu zeigen. Die Novelle zeigt nur Einzelsituationen4 aus dem Leben, die für die Menschen in diesen Situationen eine Schicksalswende5 bedeuten.

Charakteristiken der Novelle:


Oft sind nicht die Personen, sondern was ihnen passiert, in einer Novelle wichtig.


Die Novelle hat keine längere Exposition, Beschreibungen oder Reflexion; sie ist, wie ein Drama, straff und zielstrebig komponiert.


Es gibt eine wichtige, konflikthaltige Begebenheit, die sich in der Wirklichkeit abspielen könnte.


In Prosa geschrieben.





Ereignisse beruhen auf einem zentralen Konflikt.


kürzer sind als ein Roman, keine Nebenhandlungen und nur wenige Hauptfiguren (=Protagonisten) haben.


Die Handlung konzentriert sich auf ein plötzliches, krisenhaftes Ereignis, durch welches der Lebensweg des Protagonisten eine schicksalshafte Wendung erfährt.


Die Struktur der Novelle ist der des Dramas ähnlich: Exposition - Hinführung zur - Krise - Verzögerung - Lösung/Katastrophe (Zur Vertiefung siehe auch Aristoteles 'Poetik')



Begriffserklärung:

Die NOVELLE

Latein: novus = neu

Italienisch: novella = kleine Begebenheit



Quellen:

http://oregonstate.edu/instruct/ger341/novelle1.htm

www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/Novellen/gattung.htm

www.uni-essen.de/literaturwissenschaft-aktiv/Vorlesungen/epik/novelle.htm











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