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Allgemeines zur Forelle



Allgemeines zur Forelle


1.Familenzugehörigkeit


Die Forellen gehören zur Familie der Salmoniden. Alle Forellen sind Raubfische. Das erkennt man an den Fangzähnen. Ursprünglich kommen die Forellen aus Nordamerika. Zu den Verwandten der Forelle zählen auch Lachse. Es gibt drei Forellenarten, nämlich die Bachforelle, die Regenbogenforelle und die Meerforelle. Mit der Bachforelle und ganz besonders mit der Regenbogenforelle möchte ich mich in diesem Referat beschäftigen.


2 Aussehen der Forellen ( Bach- und Regenbogenforelle)


Die Bachforelle ist die Königin der Gebirgsbäche. Sie hat einen schlanken Körper mit kräftigen Muskeln, einen mehr oder weniger länglichen keilförmigen Kopf mit länglicher Schnauze und großem endständigem Maul, das sie als gefräßigen Räuber kennzeichnet. Der Oberkiefer ist nur unmerklich länger als der Unterkiefer. Die hakenförmigen Zähne stehen in zwei unregelmäßigen Reihen. Die Rückenflosse sitzt in der Mitte des Rückens, die Fettflosse nahe der Schwanzwurzel. Die Schwanzflosse ist leicht konkav, die Brust- und Bachflossen sind abgerundet, die Afterflosse ist relativ groß.




Das Farbkleid der Bachforelle ist besonders prächtig und kann je nach Lebensraum sich ändern. Das Farbkleid ist einzigartig in der Fischwelt. Der Rücken ist meistens grünlich grau, kann aber auch braun oder schwarz sein. Die Seiten schimmern silbrig und haben graue und gelbe Flecken. Der Bauch ist perlweiß. Der gesamte Körper kann mit roten und schwarzen Flecken bedeckt sein. Die roten erscheinen häufig auf Rücken, Flanken und Kopf. Die schwarzen Punkte sind normalerweise nur an den Seiten zu sehen.

Im allgemeinen erreichen die Forellen durchschnittlich eine Länge von 50 cm und ein Gewicht von ca. 3,5 kg. Der deutsche Rekord liegt bei 16,9 kg bei einer Länge von 84 cm.


Die Regenbogenforelle ist die Königin der Angelteiche und Angelseen. Ihren Namen verdankt sie ihrem Aussehen. Auch sie hat einen schlanken Körper mit kräftigen Muskeln. Aber ihr Kopf ist mehr rundlich. Die beiden Kiefer sind gleichlang. Die Zähne sind, wie bei der Bachforelle, hakenförmig und in zwei unregelmäßigen Reihen angeordnet. Die Rückenflosse sitzt etwas mehr in Richtung Schwanzflosse, die Fettflosse sitzt auch am Anfang der Schwanzflossenwurzel. Die Schwanzflosse ist leicht nach innen gebogen, die Brust- und Bauchflossen sind eher eckiger als bei der Bachforelle. Das Farbkleid der Regenbogenforelle ist noch schöner anzusehen als das der Bachforelle. Oben ist es leicht bläulich, etwas weiter nach unten wird es mehr gelblich, entlang der Seitenlinie stark rosa gefärbt, darunter wieder gelb und dann wieder weiß. Außerdem hat sie fast auf dem ganzen Körper schwarze Punkte, außer auf der weißen unteren Farbschicht. Größe und Gewicht entsprechen in etwa der der Bachforellen.


3. Lebensraum


Die Forellen leben in der nach ihnen benannten Region, nämlich der Forellenregion. Diese Regionen gibt fast nur in Gebirgsbächen in den kälteren Zonen Europas, wie z.B. in Skandinavien. Das Wasser muss einen hohen Sauerstoffgehalt haben und es muss kalt sein.

Die Forelle ist extrem anpassungsfähig, ihr Farbkleid passt sich der Umgebung an und tarnt sie perfekt. Sie bevorzugt kalte, mit hoher Fließgeschwindigkeit fließende Bäche. Man findet sie deshalb nicht in Flüssen, wie z.B. der Eider, weil diese ihre Bedingungen nicht erfüllt.



Lebensart


Beide Forellenarten sind Raubfische. Sie sind Jäger und bevorzugen, im Gegensatz zum Hecht, der tote Fische vom Grund frisst,  lebende Fische. Die Forellen mögen auch das kalte Wasser gegenüber dem wärmeren, weil warmes Wasser nicht einen so hohen Sauerstoffgehalt wie das kalte hat. Deswegen sieht man häufig in heißen Sommern in den Forellenteichen tote Forellen an der Oberfläche schwimmen.


Nahrung


Unermüdlich sind Forellen auf der Nahrungssuche und ernähren sich von den ersten Lebenstagen an von Insektenlarven. Später kommen dann auch Krebse und Kleinfische hinzu. In der freien Natur verstecken sich die Forellen unter Felsen und Wurzeln, wo sie vor der starken Strömung geschützt sind und eine Deckung haben.


Fortpflanzung


Beide Forellenarten laichen von Oktober bis Januar. In der Wildnis steigen sie dabei in den Oberlauf des Baches auf. Dort gibt es die optimalen Bedingungen für die Brut. In flachem, kaltem, mit Sauerstoff angereicherten Wasser auf kiesigem Grund graben die Weibchen kleine Kuhlen, wo sie je nach Körpergröße und Gewicht 1000-1500 Eier ablegen. Nach ein bis drei Monaten, kommt darauf an, wie die Wassertemperatur ist, schlüpfen die Forellenlarven. Sie heißen so, weil sie noch einen Dottersack haben. Für die ersten Lebenstage fressen sie aus ihrem Dottersack.

In der Wildnis gibt es enorme Verluste an Eiern. Experten schätzen, dass von 1000 Eiern sich höchstens ein Fisch bis zur Reife entwickelt. Man versucht durch die Teichhaltung diesem Trend entgegenzuwirken.




Hauptthema

3. Die Angeltechnik auf die Regenbogenforelle in einem Angelsee




3.1. Angelmethoden


Es gibt mehrere Angelmethoden auf die Regenbogenforelle in einem Angelsee. Da wären das Posenangeln, das Grundangeln oder auch die neue Methode mit dem schwierigen Namen Sbirulino. Sie sind alle drei erfolgreich, wenn man sie beherrscht. Ich werde gleich erklären wie die oben genannten Methoden funktionieren. Speziell möchte ich einen Einblick in das Sbirulino-Angeln verschaffen.

Wichtig für das Angeln sind die Rute, das Wurfgewicht, die Rolle und die Sehne. Ruten mit einer Länge von 270 cm eignen sich am besten. Das Wurfgewicht sollte 15 – 40 g betragen. Rollen, die eine Frontbremse haben, sind empfehlenswert.




3.1.1. Das Posenangeln auf Regenbogenforelle


Mit der Pose zu angeln ist eine alte Methode, die aber immer noch erfolgreich ist.  Dazu benötigt man eine feine Rute. Manche Angler bevorzugen die ganz feine Winkelpicker oder auch die etwas kräftigere Feederute. Es geht aber auch mit einer Rute von 270 cm Länge mit einem Wurfgewicht von 20-40 g. Dazu braucht man noch eine Rolle mit Frontbremse, die mit 100 m Sehne bespult ist.. Die Pose sollte 4 – 10 g schwer sein.

Die Montage verläuft so: man nimmt die Schnur, auch Sehne genannt, und zieht sie durch die Rutenringe. Dann zieht man die Sehne durch die Öse der Pose. Jetzt muss nur noch ein Knoten am Wirbel angebracht und das Hakenvorfach eingeschlauft werdem. Die Pose muss vor dem Auswerfen noch austariert werden. Der Haken wird mit Naturköder beködert, d.h. man nimmt Maden, Würmer oder Maiskörner aus der Dose. Manche Angler bevorzugen auch Forellenpaste zum Beködern. Dieser Köder ist teurer als der Naturköder, soll aber auch erfolgreicher sein.

Jetzt muss man nur noch die Angel auswerfen, sich zurücklehnen und hoffen, dass eine Forelle beißt.


3.1. Das Grundangeln auf Regenbogenforelle


Das Grundangeln auf die Regenbogenforelle ist sehr beliebt. Man muss aber die richtige Montage verwenden. Es nützt nichts, wenn man nur mit Grundblei und Haken angelt. Da die Forellen nicht im Modder wühlen wie Brassen, muss man auf Grund mit Auftrieb angeln. Damit der Hakenköder auch auftreibt, muss man auftreibende Forellenpaste nehmen oder es wird ein kleines Stück Kork mit auf den Haken gespießt. Man kann zum Beispiel mit einem auftreibenden Forellenteig und einem Wurm, der dann logischerweise auch auftreibt, direkt nach dem Auswerfen den Köder in Augen- und Maulhöhe der Forellen bringen. Dabei muss die Köderkombination langsam herangezupft werden, d.h. man zupft in bestimmten Abständen an der Sehne.

Zu dem Angel-Geschirr.

Eine Rute mit einer Länge von 260 - 330cm und einem Wurfgewicht von 20 – 45 g ist ideal. Es gibt auch Angler, die mit einer Winkelpicker oder einer Feederute angeln. Eine Rolle, die mit 100 m Sehne bespult ist, ist gut. Dann braucht man noch ein Blei, das es in 20 verschiedenen Formen und Größen gibt. Ich bevorzuge ein 15 g bis 25 g, je nach Wurfweite, schweres Tirolerhölzl. Als erstes werden die Rutenringe mit der Sehne durchgezogen, dann wird das gewählte Blei aufmontiert. Vor den Wirbelknoten kommt noch eine Gummiperle und dann noch ein Vorfach, das so lang wie möglich sein sollte.


3.1.3 Das Sbirulino - Angeln auf Regenbogenforelle



Diese neue Methode ist noch nicht so bekannt, sie erfreut sich aber immer größerer Beliebtheit bei den Forellenanglern.

Man benötigt dazu entweder eine extra Sbirulino - Angel oder man nimmt eine feine Matchangel. Die Sbiru-Ruten sind meistens über 300 cm lang und haben ein Wurfgewicht von etwa 15 - 40g. So eine Rute ist extrem teuer. Sie kostet ca 350 €. Eine echte Matchrute hat mindestens eine Länge von 360 cm und ein durchschnittliches Wurfgewicht von 20 - 40g. Für diese Angelart braucht man ein Sbirulino. Das ist ein Plastikkörper, durch den ein Röhrchen führt. Durch dieses Röhrchen läuft die Schnur, an die ein Dreifach-Wirbel und ein langes Vorfach mit einem Köder befestigt wird. Der Dreifach-Wirbel hat eine besondere Form. Da sind sozusagen drei Wirbel hintereinander gekoppelt worden, daher auch der Name.

Ein Sbirulino gibt es in verschiedenen Größen von 3 g bis 40 g und ist sehr gut zum Schleppen geeignet. Schließlich braucht man noch ein Vorfach, das nach Möglichkeit sehr lang sein sollte. Wenn man z.B. eine Matchrute von 390 cm hat, sollte das Vorfach ungefähr 320 cm lang sein. Je länger, desto besser.

Die Montage verläuft sehr einfach. Als erstes zieht man, wie immer, die Sehne durch die Rutenringe und dann wird auf die Sehne der Sbirulino gesetzt. (der Sbirulino hat nämlich immer einen inneren Schnurlauf). Dann wird eine Gummiperle auf die Sehne gezogen und der Wirbel montiert. Jetzt kann man das lange Vorfach am oben genannten Wirbel anknüpfen. Für den Köder gibt es verschiedene Möglichkeiten. Da wären der Streamer oder die Naturköder, wie z.B. Maden, Würmer etc. Es gibt die Streamer natürlich auch in allen möglichen verschiedenen Farben und Größen. Man kann auch beides kombinieren. Ich bevorzuge die Streamer/Maden Kombination. Fast jeder Angler schwört auf die Forellenpaste, die man entweder blank auf den Haken auftragen oder auch mit anderen Ködern kombinieren kann.




Wie ich auf Forellen angle


Ich fische auf Regenbogenforelle mit der Sbirulino-Montage. Dafür verwende ich eine 390 cm Matchangel der Firma Xeosfishing, die ein Wurfgewicht von 20 – 40 g hat. Ich bin mit dieser Rute zufrieden. Als Rolle nehme ich eine Heckbremsenrolle der Firma Cormoran. Die Rolle hat eine Übersetzung von 5,2:1. Das heißt bei einer ganzen Kurbeldrehung dreht sich der Rotor der Rolle 5,2 mal. Als Sehne verwende ich die Berkley „ Fireline“. Diese geflochtene Schnur aus Micro-Dyneema ermöglicht weite, zielgenaue Würfe, da der geringe Durchmesser den Luftwiderstand reduziert. Außerdem läuft sie schneller von der Rolle als andere Rollen und sie hat keine Dehnung. Das Gewicht des Sbirulino hängt davon ab, wo ich fische. Meistens nehme ich ein Sbirulino von etwa 25 g von der Firma Balzer. Das Vorfach ist bei mir normalerweise immer 330 cm lang. Als Köder nehme ich einen Streamer aus meiner Sammlung. Auf den Haken des Streamers kommen immer 3 - 5 Maden.




Die Fangplätze an Forellenteichen


Die Fangplätze sind von Teich zu Teich verschieden. In manchen Teichen fängt man direkt am Ufer, während an anderen Teichen die Mitte vielleicht das Beste ist. Man kann die Forelle auch zum Köder führen, indem man immer haargenau auf die gleiche Stelle wirft. Die Beißfreudigkeit ist aber auch von Teich zu Teich verschieden.

Der Platz an einem Angelsee spielt keine Rolle, wichtig ist nur die Windrichtung. Ich setze mich so hin, dass ich gegen den Wind auswerfe. Ich weiß aus Zeitschriften und aus Gesprächen mit älteren Hobbyanglern, dass die Forellen immer gegen die Oberflächenströmung jagen. Die Wurfweite ist unwichtig. Nach ca. 10 min wechsle ich die Maden, weil sie sich nicht mehr genug bewegen. Nach dem Auswerfen drehe ich die Angel heran. Da die Forellen Raubfische sind, muss der Köder immer in Bewegung bleiben.




Meine Erfolge


Ich habe noch nicht so viele Forellen gefangen. Die richtige Technik habe ich erst im Sommer 2001 gefunden. Seit dem bin ich erst zwei Mal zum Forellenteich gefahren, habe aber in diesen zwei Malen sieben Forellen erbeutet. Meine größte Forelle war 1 Pfund und 200g schwer. Leider sind im dieser Teichanlage, die sich in der Nähe von Erfde befindet, keine größeren Forellen drin.


3.5 Verwertung als schmackhafte Gerichte


Die Forelle hat feines, zartes Fleisch und ist deshalb ein begehrter Speisefisch. Sie ist zudem noch kalorienarm und deshalb für die gesunde Küche empfehlenswert.

Forellen können auf verschiedene Arten zubereitet werden. Viele Hobbyangler räuchern ihre Fische in selbst gebauten Räucheröfen. Als geeignete Holzart wählen sie meist Buchenholzspäne dazu. Forellen, die so zubereitet wurden, mag ich am liebsten.

Eine sehr bekannte Zubereitungsart ist die „Forelle blau“. Dabei wird der Fisch von innen gesäubert, die schleimige Haut darf dabei aber nicht verletzt werden. Danach wird der Fisch mit Essigwasser übergossen, nimmt dabei die blaue Farbe an und wird dann gegart.

Forellen können auch in Weißwein gedünstet oder in Butter gebraten werden.



4. Schluss


Mir macht das Angeln sehr viel Freude, weil es abwechslungsreich ist. Beim Angeln muss man sehr konzentriert sein, damit man feine Zupfer an der Pose erkennt. Unterschiedliche Methoden gibt es auch beim Angeln der verschiedenen Fischarten. Ich freue mich auf die neue Saison, die am 8. Mai 2002 beginnt.




5. Anhang


Die Streamer

Die Montagen

Die beiden Forellen




6. Quellen


Blinker 11/2001

Neuer Kaiser Verlag: Angeln

Angelwoche   02/2002












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