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Heinrich Boll - Der Zug war punktlich



Heinrich Böll 'Der Zug war pünktlich'

 

Der Autor:

Heinrich Böll wurde am 21. Dezember 1917 als dritter Sohn von Viktor Böll und seiner zweiten

Frau Maria geboren.

1928 - 1937 Gymnasium Abitur

1938 - 1939 Reichsarbeitsdienst

1939 - 1945 Infanterist im Zweiten Weltkrieg

1972 Nobelpreis für Literatur

1985 Tod in Langenbroich

 

Bedeutende Werke: Romane 'Wo warst du Adam' (1951 ), 'Billard um halbzehn'( 1959), 'Ansichten eines Clowns' (1963), 'Gruppenbild mit Dame' (1971),

Erzählungen: 'Der Zug war pünktlich' (1949), 'Die verlorene Ehe der Katharina Blum' (1974)

 

Buch und Erzählhaltung: Die Erzählung 'Der Zug war pünktlich' ist Heinrich Bölls erstes Werk und ist in der personellen Erzählhaltung (bei der Reflexion der Gefühle) als auch in der teilnehmenden Haltung (Wiedergebung der Handlung) verfasst.

 

Inhaltsangabe: Die Geschichte beginnt auf dem Bahnhof einer Stadt im Ruhrgebiet. Ein Soldat sucht sich einen Platz im Fronturlauberzug, der ihn an die Ostfront zurückbringen soll. Es wird eine trostlose Fahrt. Düstere Gedanken wie 'Bald bin ich tot. Ich werde sterben bald' schießen ihm durch den Kopf. Männer die der Zufall zusammen gewürfelt hat sitzen in der Ecke, spielen Karten miteinander, essen ihre Lebensmittelrationen und versuchen ihren Kummer, ihren Schmerz und ihre Sorgen mit Schnaps zu ertränken. Andreas erinnert sich an seinen Freund, den Pfarrer der für ihn die Messe liest und an eine Frau, in deren Augen er nur für Bruchteile einer Sekunde an einem Zaun in der französischen Provinz blicken konnte, er denkt an seine früheren Verwundungen, und er haßt alle, die den Krieg als eine Selbstverständlichkeit empfinden oder die, die an diesem Krieg etwas Gutes abgewinnen können. In Lemberg hält der Zug und Andreas besucht mit seinen neu gewonnenen Freunden ein Gasthaus und später ein Bordell auf. Hier begegnet Andreas einer polnischen Spionin, die als Prostituierte Nachrichten für den polnischen Widerstand sammelt. Die Frau hat Mitleid mit dem Deutschen. Sie will ihn retten. Für Andreas verstärkt sich jedoch die Gewißheit vom nahenden Tod der dann auch eintritt.




 

Deutung:

Das Werk steht als erster von Böll veröffentliche Erzählung noch unter den schrecklichen eigenen Eindrücken seines Soldatseins.

Es ist eine Anklage gegen die Unmenschlichkeit und Menschenverachtung jedes Krieges der Gut und Böse zerstört. Böll stellt in dieser Erzählung die kaputten vom Krieg zerstörten Menschen in Form der Reisebegleiter Andreas bedrückend dar.

Die Unmöglichkeit dem Geschehen zu entfliehen und das Bewußtsein des unaufhaltsamen heraneilenden Endes und das aus heiterem Himmel erfolgten Finale sind die bedrückende Aussage.

 

Zeitgeschichtlicher Hintergrund:

Böll erlebte das Grauen des Zweiten Weltkrieges als einfacher Soldat während der ganzen Länge des Krieges. Im Buch wird die bedrückende Situation der Deutschen Soldaten gegen Ende des bereits verlorenen und hoffnungslosen Krieges dargestellt.











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