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TRANSIT




Transit



Der Erzähler, sein Name wird nie genannt, flüchtet 1937 aus einem deutschen Konzentrationslager nach Frankreich, wo er wiederum in ein Lager gerät. Als die deutschen Truppen näher rücken, flüchtet er gemeinsam mit allen anderen Lagerinsassen. In Paris angekommen, sucht er die befreundete Familie Binnet auf, die ihm Unterschlupf gewährt. Eines Tages trifft er Paul, der mit ihm im französischen Lager war. Paul bittet ihn dem Schriftsteller Weidel Post zu überbringen. Weidel ist aber bereits tot. Da der Schriftsteller keine Verwandten in Paris hat, nimmt der Erzähler seine Hinterlassenschaft, einen Koffer mit Papieren, an sich um diese seiner Frau zukommen zu lassen. Aus alten und neuen Briefen erfährt er mehr über Weidels Person. Auch daß in Marseille ein mexikanisches Visum für Ihn bereit liegt. Daraufhin macht sich der Erzähler auf den Weg zum mexikanischen Konsulat in Paris um die Hinterlassenschaft abzugeben. Dort kann und will man ihm aber nicht helfen. Also behält er den Koffer bei sich und reist damit zu Yvonne, einer Verwandten der Familie Binnet. Yvonne besorgt ihm falsche Papiere die auf den Namen Seidler lauten, da er selbst wegen der Flucht aus dem KZ keine besitzt. Seidler reist weiter nach Marseille, wo Yvonnes Vetter Georg lebt. Seidler bittet Yvonne ihm ein Sauf-Conduit nachzuschicken. Er begibt sich auf das mexikanische Konsulat und versucht erneut Weidels Sachen abzugeben. Dort nimmt man an er selbst sei Weidel und man rät ihm das Problem mit dem zwei Namen so schnell wie möglich aus dem Weg zu schaffen. Kurz darauf erhält er das Sauf-Conduit mit dem er seine Ankunft dem Fremdenamt meldet. Obwohl er eigentlich bleiben will, gibt er, so hat ihn die Erfahrung gelehrt, die Vorbereitung seiner Abreise als Aufenthaltsgrund an. Die ersten vier Wochen in Marseille vertreibt er sich die Zeit mit seiner Geliebten Nadine. Da sein Aufenthalt ansonsten nicht verlängert wird, bedient er sich Weidels Namen. Paul, ein ehemals guter Freund von Weidel, läßt seine Beziehungen spielen und verhilft Seidler zu der Bestätigung, daß Weidel und Seidler ein und dieselbe Person sind. Paul weiß aber nicht, daß der Erzähler unter dem Namen Seidler lebt. Er denkt, wie auch der mexikanische Konsul, daß Weidel der Künstlername Seidlers ist und der Erzähler sein Handlanger.




Kurz darauf trifft Seidler Heinz, ebenfalls Mithäftling im französischen Lager, wieder. Er verspürt das dringende Bedürfnis Heinz unbedingt helfen zu wollen. In der darauf folgenden Nacht wird der Junge von Georg Binnet krank. Seidler stöbert einen Arzt für ihn auf. Als er am nächsten Tag in einem Kaffeehaus sitzt, betritt eine junge Frau das Lokal. Seidler ist sofort von ihr verzaubert. Doch so plötzlich sie gekommen ist verschwindet sie auch wieder.

Seidler sucht das mexikanische Konsulat auf um nachzuprüfen ob die Bestätigung bereits angekommen ist. Daraufhin begibt er sich ins Reisebüro um sich für ein Schiff vormerken zu lassen. Er erfährt dort, daß auch dies bereits von Freunden Weidels erledigt worden ist. Aus Langeweile verfolgt er einen Mann. Dadurch lernt er Bombello kennen, der ihm die Flucht mittels eines Schiffes über Oran nach Lissabon verschaffen kann. Da er selbst ja gar nicht abfahren will, bietet er dem Arzt die Möglichkeit an. Während sie die Einzelheiten besprechen, lernt Seidler Marie, die Freundin des Arztes und die junge Frau aus dem Kaffeehaus, kennen. Er sucht am amerikanischen Konsulat um ein Transit an und erhält dies auch. Als er daraufhin Heinz begegnet, erzählt er auch ihm von der Fluchtmöglichkeit über Oran. Heinz nimmt das Angebot dankend an. Seidler sitzt wieder einmal in einem Kaffeehaus als Marie es mit suchendem Blick betritt. Sie schüttet ihm ihr Herz aus. Marie ist auf der Suche nach ihrem Ehemann, den sie in Paris zurückgelassen hat. Ohne ihn kann sie das Land aber nicht verlassen. Ausgerechnet Schriftsteller Weidel ist Maries Ehemann. Seidler verschweigt ihr die Wahrheit verspricht aber zu helfen. Daraufhin kann der Arzt, der bereits seit längerem ein Visum besitzt und nur auf Marie wartet, beruhigt abreisen. Daraus wird aber nichts, denn kurz bevor er das Schiff besteigt, werden alle Kabinen beschlagnahmt. Mittlerweile hat auch Marie ihr Visum und einen Termin für die Erteilung des Transits erhalten. Leider fährt aber bereits vier Tage vor diesem Termin das Schiff auf dem sie reserviert hat. Seidler sucht einen Bekannten auf, welcher ihm die Adresse eines einflußreichen Mannes gibt. Er regelt das Terminproblem und Marie erhält das Transit somit früher. Um aber endgültig alle Papiere für die Reise beisammen zu haben fehlt noch das Visa de Sortie. Seidler entschließt sich kurzfristig Marie auf der "Martinique" nach Mexiko zu folgen. Auf dem Reisebüro wird er aber enttäuscht, denn  auf diesem Schiff ist nicht nur kein Platz mehr, sondern auch sein Reisegeld liegt in Lissabon. Als er entmutigt das Reisebüro verläßt, trifft er einen bekannten Mittransitär. Dieser will gerade sein Billet zurückgeben, da sich seine Pläne geändert haben. Er tritt das Billet an Seidler ab. Als Gegenleistung erhält er von Seidler das Reisegeld auf dem Lissaboner Konto. Seidler begibt sich sofort auf die Präfektur um sich sein Visa de Sortie abzuholen, gibt alle Papiere auf dem Hafenamt ab und ist nun abfahrbereit. Als ihm jedoch klar wird, daß Marie ihr Leben lang dem Schatten ihres Mannes hinterherjagen wird, entschließt er sich in Marseille zu bleiben. Einen Tag nach Abfahrt des Schiffes erhält er die Nachricht, daß er auf einer Farm unweit Marseille arbeiten kann. Ebenso erfährt er die "Martinique" sei gesunken.



Anna Seghers Roman Transit beinhaltet drei wichtigen Bestandteilen: die verkehrte Welt, historisch-mythische Stoffe und die realen Begebenheiten.


Alle suchen verzweifelt nach Fluchtmöglichkeiten um aus dem besetzten Frankreich fliehen zu können, der Erzähler jedoch erhält ohne Probleme die erforderlichen Papiere um schließlich doch in Frankreich zu bleiben.

Versteckt hinter den Identitäten Seidler und Weidel, verdankt er den Mitemigranten und französischen Freunden daß er seine eigene nicht verliert und schlußendlich die für ihn richtige Entscheidung, zu bleiben, fällt. Er lernt aus Gesprächen mit anderen, daß es wichtig ist, über Probleme zu sprechen und damit die Einsamkeit zu überwinden.

Nach und nach findet er mehr über die Persönlichkeit Weidels heraus und versteht auch in welcher Lage sich dieser befunden hatte. Für viele andere Schriftsteller, darunter auch ehemalige Mithäftlinge bringt der Erzähler aber kein Verständnis auf. Am Beispiel des Schriftstellers Strobel ist dies deutlich zu erkennen. Dieser meint, weil er ein Buch und diverse Artikel gegen Hitler geschrieben hat, wäre er besonders gefährdet und seine Rettung habe daher Priorität. Das läßt den Erzähler kalt. Viel wichtiger ist es für ihn den Menschen zu helfen, die trotz aussichtsloser Lage immer wieder zu kämpfen bereit sind, auch in der schwierigsten Situation nicht aufgeben wollen, und vor allem, niemanden wegen seinem eigenen Vorteil im Stich lassen (zB Heinz).











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