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Vulkanismus



Vulkanismus


Was ist ein Vulkan?

Vulkane sind Öffnungen in der Erdkruste, aus denen das innere "Feuer" der Erde entweicht. Wir können dieses "Feuer" nur dann sehen , wenn ein Vulkan ausbricht. Dieses ist kein normales Feuer, sondern ein rot glühendes und zähflüssiges Gestein aus den Tiefen unseres Planeten. Am besten lässt sich dieses glühende Gestein mit geschmolzenen Eisen aus einem Hochofen vergleichen. Solange sich das glühende Gestein in der Erde befindet, wird es Magma genannt. Tritt das Magma an der Erdoberfläche aus, heißt es Lava.


Lava:

Mann kann zwei Arten von Lava unterscheiden :




Die dünnflüssige Lava ; sie ist sehr heiß (ca.1300°C) und dunkel gefärbt.

Die zähflüssige Lava; sie ist weniger heiß wie die dünnflüssige Lava(ca.1000°C)


Magmen:

Chemisch gesehen bestehen die vulkanischen Magmen aus Silikaten von Aluminium, Eisen, Magnesium, Calcium, Natrium und Kalium. Die basischen Magmen werden von überwiegend effusiv (bedeutet ausströmend) tätigen Vulkanen gefördert. Die sauren Magmen werden von überwiegend explosiv tätigen Vulkanen gefördert.


Ein Vulkan wächst!


Auch die großen Vulkanen haben einmal klein angefangen : Als Spalten in der Erdkruste. Aus einer solchen Öffnung tritt geschmolzenes Gestein aus dem Erdinneren an die Oberfläche. An der Erdoberfläche kühlt die Lava ab und wird zum festem Gestein. Das Gestein lagert sich um die Spalte herum ab. (Darum gibt es an den Kontinental Rändern die meisten vulkanischen Eruptionen.)Der Vulkan wächst! Schicht für Schicht baut sich ein Berg auf. Ein Vulkan braucht unterschiedlich lange um ein Berg zu werden, denn wenn Lava nur wenig austritt oder der Vulkan selten ausbricht , kann es Zehntausende von Jahren dauern. Tritt jedoch sehr viel Lava aus, oder liegt nur wenig Zeit zwischen den Vulkanausbrüchen, kann der Vulkan in wenigen Tagen zum Berg werden. In diesem Fall wird ein Vulkanausbruch schnell zur Katastrophe.


Wie ein Vulkanausbruch funktioniert!!


Durch Rissen, die von der Erdkruste bis in den Erdmantel reichen, beginnt das Magma seinen Aufstieg in die Erdkruste. Dort sammelt es sich zunächst in großen Hohlräumen. So ein Hohlraum heißt Magmakammer. Nach einiger Zeit ist die Magmakammer voll. Weil dort weniger Druck als im Erdmantel herrscht, setzt das Magma mehr Gas frei. Der Druck im Inneren der Magmakammer wird wieder größer. Irgendwann ist in der Magmakammer kein Platz mehr. Das Gas drückt das Magma in den Vulkanschlot und unter lautes Fauchen , Zischen und Grollen schießt das Magma aus dem Vulkan hinaus. Der Vulkan bricht aus.

Ein Vulkan kann auf 2 sehr unterschiedlichen Arten ausbrechen: Es gibt:


explosive Ausbrüche: Bei explosiver Ausbrüchen können sich kreisrunde Sprengtrichter bilden. Sie entstehen durch explosionsartige Gasausbrüchen, bei denen Magma und Gesteinstrümmer aus dem Vulkanschlot in die Luft geschleudert werden , rings um den Sprengtrichter wieder herabfallen und ihn mit einem Ringwall umgeben . Diese Vulkanform nennt man Maar. Wenn diese Vulkane erloschen sind, kann sich im Laufe der Zeit in den Sprengtrichtern Wasser sammeln . Es entstehen Seen.


effusive Ausbrüche: Bei einem effusiven Vulkanausbruch befindet sich weniger Gas im Magma. Dadurch ist der Gasdruck in der Magmakammer niedriger. Außerdem ist das Magma dünnflüssiger, so dass das Gas leichter nach oben steigen kann. Bricht der Vulkan aus, dann fließt die Lava relativ ruhig aus dem Krater. Wie ein brennender Fluß strömt Lava an den Hängen des Vulkans hinab.




Krater

Es gibt unterschiedliche Arten von Kratern. Sie werden unterschiedlich nach ihrer Form und der Stelle am Vulkan genannt , an der sie sich befinden. Manchmal entsteht bei einer Vulkanexplosion Krater von 10 bis 20 km Durchmesser. Man nennt diese Krater Caldera. Krater an der Spitze des Vulkans sind die Haupt-und Zentralkrater. Hat der Vulkan zusätzlich noch Krater, die an seinen Hängen liegen, werden sie als Nebenkrater bezeichnet. Manchmal geschieht es auch, dass sich Risse auf den Flanken des Vulkans bilden, aus diesen auch Magma tritt. Einen solchen Ausbruch nennt man Flankeneruption. Meist haben sie mehrere Krater, oder sogar mehrere Gipfel. Man spricht daher von Vulkangenerationen. Ein junger Vulkan steht auf einem älteren, der wieder auf einem noch älteren Vulkan steht.



Vulkanausbruch des Mt. S. Helens:


Am 18. Mai 1980 um 8.32 Uhr in der Früh ereignete sich in Oregon/Nordwesten der USA die wohl größte Naturkatastrophe dieses Jahrhunderts.

Unter lautem Getöse hörte man 10 Minuten die gewaltige Explosion. An der Flanke des Vulkans tat sich ein Krater von 1,6 km x 3km auf. Der Vulkan wurde in wenigen Sekunden 415 m kleiner.

In einem Umkreis von  knapp 30 km stand kein Baum mehr. Millionen Bäumen lagen wie ein riesiges Mikadospiel verstreut umher. Der 50 km entfernte Columbia River wurde von der Asche fast zugeschüttet.

Der unterhalb des Mt. S. Helens  liegende Spirit Lake verschwand, bzw. bildete sich einige 100 Meter höher neu. In dem jetzigen Spirit Lake ist der Grund mit einer 100m dicken Baumschicht zugedeckt.


Der Ascheregen war unvorstellbar, noch 300km entfernt legte sich eine 2,5cm dicke Ascheschicht auf die Erde. Eine 24 km hohe Rauch und Aschesäule verdunkelte den Himmel und beförderte Unmengen an Asche in die Atmosphäre, die noch monatelang um die Erde herumzog.


In den nächsten Wochen erschütterten immer weitere Explosionen den Mt.St.Helens. Da man schon Ende März(also ca. 2 Monate vorher)wußte, dass ein Ausbruch des Mt.St.Helens bevorstand, wurde das gesamte Gebiet evakuiert. So sind auch "nur" 60 Menschenleben zu beklagen, meist Wissenschaftler und der Inhaber der Spirit Lake Lodge, der seine Heimat nicht verlassen wollte.

Die Folgen dieser Katastrophe werden auch noch in Jahrzehnten zu sehen sein. Insgesamt wurden 500km² Landschaft verwüstet(das entspricht eine größeren Fläche als das Bundesland Wien(420km²))und es wurden 26 Seen zugeschüttet. Noch dazu wurden 300 Häuser zerstört und man schätzt, dass 5,5 Mio. Tiere zugrunde gingen und über 7 Mio. Fische in dem heißen Wasser der Flüsse eingingen.


Auch heute -20 Jahre später- erholt sich das Gebiet nur langsam.











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