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Schwangerschaft




Schwangerschaft

Quellen: Der Körper des Menschen (Thieme)

Große Handbuch der Gesundheit

Verschiedene Lexicas

Anleitung auf Doppelklick:

Schwangerschaftswahrscheinlichkeit:

Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden ist abhängig vom Alter der Mutter. Im Alter von 15 bis 19 Jahren werden 44% der Frauen, die sich ein Kind wünschen innerhalb von zwei Jahren tatsächlich schwanger. Bei den 20 bis 24-jährigen sind es 90%, bei den 25 bis 29-jährigen 76%, bei den 30 bis 34-jährigen 62%, bei den 35 bis 39-jährigen 41%, bei den 40 bis 44-jährigen 16% und bei den bis 50-jährigen noch 5%.

Es ist also völlig normal, wenn man nach z.B. Absetzen der Pille nicht sofort schwanger wird.

Befruchtung:




Zur Zeit des Eisprungs bieten sich den Spermien optimale Lebensbedingungen. Für ihren Weg bis zum Ende des Eileiters (dort findet meist die Befruchtung statt) brauchen sie trotzdem noch etwa eine Stunde. Die Eizelle ist nur etwa vier (nach Pt 12) Stunden befruchtbar, Spermien aber bleiben bis zu 48 (nach Pt 72)Stunden befruchtungsfähig, das ist aber immer noch eine sehr kurze Zeit und sie erklärt auch, warum es so lange dauern kann, bis man endlich schwanger wird.

Sobald ein Spermienkopf in die Eizelle gelangt ist, verändert sich deren Wand, so daß keine weiteren Spermien eindringen können. Die beiden Zellkerne verschmelzen und ein neues Leben ist entstanden. In diesem Stadium spricht man von Zygote, diese beginnt sofort mit der Teilung.

Einnistung und frühe Entwicklung:

In den nächsten vier bis sechs Tagen wandert die Zygote in die Gebärmutter. Dort angekommen nistet sie sich innerhalb von zwei bis drei Tagen im oberen Teil ein. Mit der Einnistung beginnt die eigentliche Schwangerschaft, sie findet etwa zu der Zeit statt, zu der sonst die Menstruation angefangen hat.

Die Zygote teilt sich fleißig weiter, es entstehen Nabelschnur, Fruchtblase, Embryo und Mutterkuchen (Plazenta)

Schwangerschaftszeichen:

Man unterscheidet verschiedene Gruppen von Schwangerschaftszeichen: Unsichere Zeichen gehen vom Körper allgemein aus. Dazu gehören Übelkeit, Schwindel, morgendliches Erbrechen, abnorme Gelüste, Müdigkeit, Kollapsneigung, häufiges Wasserlassen und Pigmentierung.

Wahrscheinliche Zeichen gehen vom Genitale der Frau aus: Ausbleiben der Menstruation, Brustveränderungen (z.B. Spannungsgefühl), Bildung von Vormilch, dehnbarere Scheide und Vergrößerung der Gebährmutter.

Sichere Zeichen gehen immer vom Kind aus: Herztöne, Kindsbewegungen, Fühlen von Kindsteilen, positiver Schwangerschaftstest und Ultraschall ab der 12.Woche.

Geburtstermin:

Da man die ersten zwei Wochen einer Schwangerschaft (Eisprung bis Ausbleiben der Menstruation) nicht erkennen kann, geht man vom ersten Tag der letzten Menstruation aus. Danach dauert eine Schwangerschaft 281 Tage, das entspricht zehn Schwangerschaftsmonaten (Mondmonate zu je 28 Tagen) oder neun Kalendermonaten, bzw. 40 Wochen. Nach der Naegeleschen Regel kann man dann den Geburtstermin errechnen: Man rechnet zum ersten Tag der letzten Menstruation sieben Tage und ein Jahr dazu und zieht drei Monate ab.

An diesem errechneten Tag kommen aber nur etwa 5% aller Kinder tatsächlich zur Welt

Schwangerschaftsveränderungen der Mutter:

Man unterscheidet drei Stadien: Das erste Trimenon dauert vom ersten bis zum vierten Monat, der Organismus stellt sich auf die Schwangerschaft ein. Das zweite Trimenon dauert vom fünften bis zum siebten Monat, in dieser Phase fühlen die meisten Schwangeren sich am wohlsten. Das dritte Trimenon dauert schließlich bis zur Geburt, das größer werdende Kind belastet die Mutter jetzt ziemlich.

Während der Schwangerschaft wächst die Gebärmutter um das 500 bis

<P?fache,am Ende der Schwangerschaft wiegt sie 1000 bis 1500g (ohne 'Inhalt'!). Während der ganzen Schwangerschaft finden Kontraktionen statt, man kann sie aber erst etwa in den letzten vier Wochen vor der Geburt spüren (Senkwehen, Stellwehen). Der Mutterwund wird durch den Schleimpfropf verschlossen, dieser verhindert das Eindringen von Bakterien. Bei Beginn der Eröffnungswehen wird er ausgestoßen. Die die Dehnung der Bauchdecken bekommen etwa die Hälfte aller Schwangeren Schwangerschaftsstreifen, sie sind anfangs blaurot, nach der Entbindung werden sie weiß. In den Brüsten nimmt die Durchblutung zu, sie beginnen zu wachsen, erst werden sie nur praller, später dann auch größer, ist das Volumen zu groß erschöpft sich die Hautelastizität und die Brüste senken sich, leider ist das nicht rückgängig zu machen. Bei manchen Frauen schimmern jetzt die Blutgefäße durch. Es wird auch schon Milch gebildet, das Kolostrum (Vormilch). Warzenhof und Brustwarze werden dunkler. Etwa ab dem vierten Monat kann es zu Pigmentflecken kommen, z.B. im Gesicht. Durch Wassereinlagerungen wird die Haut straffer, man sieht jungendlicher aus (ein paar Vorteile sollte man ja auch davon haben . Die Haare wachsen schneller und sitzen jetzt fester in der Kopfhaut. Leider hält das nicht an, im Wochenbett löst sich diese feste Verankerung und die Haare können sogar büschelweise ausfallen.

Stimmungsschwankungen bei Schwangeren sind ja allgemein bekannt. Die Launen wechseln zwischen Freude und Hoffnungslosigkeit, manche bekommen regelrechten Heißhunger auf Dinge, die sie eigentlich nie mochten, auch das allgemeine Interesse nimmt oft ab- Hormone eben. Da man als Schwangere zunehmend 'vorlastig' wird, läuft man schließlich mit zurückgezogenen Schultern und extrem aufrecht, das führt bei vielen zu Rückenschmerzen. Besonders in den letzten Monaten wird man kurzatmig, da das Kind zunehmend auf die Lunge drückt. Außerdem drücken viele Kinder auf den Magen, was zu Sodbrennen führen kann. Hat man mit so was zu kämpfen, kann man ein paar Haselnüsse kauen, das hilft ganz gut. Etwa vier Wochen vor der Geburt hört das auf, denn dann senkt sich das Kind. Die Blutmenge nimmt um etwa einen Liter zu, damit füllen sich die vor allem in der Gebärmutter neu entstandenen Gefäße. Manche Schwangere bilden zuwenig neue rote Blutkörperchen, man gibt deshalb Eisenpräparate. In den letzten Schwangerschaftswochen drückt das Kind auf die Blase, man läuft andauernd zur Toilette, aber es kommen immer nur wenige Tropfen . Das 'jede Schwangerschaft einen Zahn kostet' ist ein Märchen, man sollte zu Beginn der Schwangerschaft zum Zahnarzt gehen (besser noch vorher), damit alles in Ordnung gebracht werden kann.

Gewichtszunahme:

Während der Schwangerschaft ist eine Gewichtszunahme von sechs bis elf Kilo die Regel. Wenn man ein bißchen mehr zunimmt, ist das nicht schlimm, leider bekommt man das aber sehr schlecht wieder weg. Im Einzelnen wiegen:

Das Kind 3 bis 3½ kg, Fruchtwasser ½ bis 1 kg, Mutterkuchen ½ kg, Gebärmutter 1 bis 1½ kg, neu gebildetes Blut 1 kg, neu gebildetes Gewebe 2 kg, und Wassereinlagerungen 1 bis 3½ kg.

Auch wenn man Zwillinge bekommt ist sollte die Gewichtszunahme in diesem Bereich liegen, da das einzelne Kind meistens leichter ist als ein Einling, dürfte eigentlich keine größere Gewichtszunahme auftreten.

Plazenta, Nabelschnur und Fruchtwasser:

Die Plazenta (Mutterkuchen) gleicht einem dicken Schwamm, in dessen Lücken das mütterliche Blut fließt. Hier findet der Stoffaustausch zwischen Mutter und Kind statt. Die Plazenta übernimmt die Funktion von Lunge. Leber, Niere, Darm und einigen Drüsen des Kindes. Außerdem schützt sie das Kind vor dem Übertritt von Bakterien und produziert Hormone, die die Schwangerschaft erhalten (z.B. Östrogen, Progesteron). Im vierten Monat bedeckt die Plazenta etwa die Hälfte der Gebährmutterwand, danach wird sie aber nur noch dicker, so daß sie zum Zeitpunkt der Geburt nur noch ¼ bedeckt. Sie wiegt dann etwa 500g, hat einen Durchmesser von 18 bis 20cm und ist ca. 2 bis 3cm dick. Der mütterliche und der kindliche Kreislauf sind getrennt, dabei liegt die mütterliche Seite der Plazenta an der Gebärmutterwand an. Zwischen den beiden Kreisläufen befinden sich drei Gewebeschichten, sie sind die dünnste Trennwand, die überhaupt möglich ist. Das mütterliche Blut wird aus den Arterien in den Zwischenraum gespritzt- pro Minute 500 bis 600ml und fließt durch die Venen wieder ab.



Auf der kindlichen Seite mündet etwa in der Mitte der Plazenta die Nabelschnur. In ihr verlaufen zwei Arterien, die Blut und die Stoffwechselabbauprodukte des Kindes zur Mutter bringen und eine Vene, die nährstoff- und sauerstoffreiches Blut zum Kind bringt. Bei der Geburt ist die Nabelschnur etwa 50 bis 55 cm lang und etwa 2 cm dick.

In der Fruchthöhle befinden sich 500 bis 1000ml Fruchtwasser, es ist eine klare, alkalische und sterile Flüssigkeit. Im Fruchtwasser schwimmen Flocken der Käseschmiere, die die Haut des Kindes produziert um sich vor dem umgebenden Wasser zu schützen. Die Aufgabe des Fruchtwasser besteht darin das Kind vor Druck von außen zu schützen. Etwa drei Wochen vor der Geburt werden täglich vier Liter Fruchtwasser gebildet und auch wieder resorbiert. Einen Teil davon trinkt das Kind oder atmet es ein.

Psychische Belastung:

Jede Frau muß sich erst mit dem Gedanken vertraut machen, daß sie jetzt Mutter wird. Man muß erst lernen, seine eigenen Wünsche mit den vermuteten des Kindes in Einklang zu bringen. Das passiert auch dann, wenn man sich ein Kind gewünscht hat.

In den ersten vier Monaten hat man noch keine oder nur eine geringe Beziehung zu dem Kind. Im Vordergrund steht vielmehr die Frage: ' Bin ich nun schwanger oder nicht?' und 'Wie stehe ich zu meiner Schwangerschaft?'. Die Stimmung wechselt häufig, Müdigkeit mit Arbeitseifer, Wohlbefinden mit Übelkeit, Freude mit Niedergeschlagenheit, ständiges Nörgeln mit 'Alles- egal- Stimmung', Appetitlosigkeit mit Heißhunger, .

Nach dem fünften Monat spürt man Kindsbewegungen, auch der Bauch wächst und so bleibt der Zustand der Umgebung nicht mehr geheim. Man stellt sich immer mehr auf das Kind ein, macht Pläne für die Zeit nach der Geburt. Der Interessenkreis verengt sich immer mehr auf das Kind. In dieser Zeit geht es den meisten Schwangeren sehr gut.

Nach dem siebten Monat wird die Sache langsam zur Last. Man fängt an die Geburt herbeizusehen, hat aber gleichzeitig Angst davor. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, einen Geburtsvorbereitungskurs zu machen, die Entspannungs- und Atemübungen geben einem das Gefühl der Geburt gewachsen zu sein. Will man im Krankenhaus entbinden, sollte man jetzt verschiedene Kliniken besuchen, wenn man alles schon mal gesehen hat, fühlt man sich auch sicherer.

Immer wieder beschleicht einen auch die Angst, das Kind könne behindert zur Welt kommen, oder man könne eine Fehlgeburt erleiden. Solche Angste sind normal. Man sollte sich nicht scheuen sie auszusprechen. Wenn man das möchte, kann man verschiedene Untersuchungen durchführen lassen um eine Behinderung auszuschließen. Wird dabei tatsächlich eine festgestellt wird man sicher Rat brauchen, z.B. von Pro- Familia. Entschließt man sich, das Kind zu bekommen, sollte man Kontakt zu einer entsprechenden Selbsthilfegruppe aufnehmen, denn Eltern mit ähnlichen Erfahrungen können sicher am besten raten und helfen.

Geburt

Entbindungszeichen:

Wenn Fruchtwasser abgeht, blutiger Schleim abgeht ('Zeichnen') oder die Wehen regelmäßig mindestens alle zehn Minuten kommen kann man seine Hebamme oder den Arzt benachrichtigen oder auch selbst ins Geburts- oder Krankenhaus fahren. Untersucht werden muß man außerdem, wenn der errechnete Geburtstermin etwa vier Tage überschritten worden ist.

Bei der Hebamme angekommen (wo auch immer) wird sie erstmal feststellen, ob der Geburstsvorgang schon angefangen hat, sie wird nachsehen, wie weit der Muttermund geöffnet ist, vielleicht macht man auch ein CTG (Wehenschreiber). Natürlich kann es einem passieren, daß man erstmal wieder nach Hause geschickt wird. Aber das macht nichts, besser einmal zuviel kommen als beim entscheidenden Mal zu spät .

Bevor man losfährt, sollte man nicht ' schnell noch was essen'. Viele Frauen erbrechen während der Geburt ohnehin schon. Gegen eine Kleinigkeit und was zu trinken ist natürlich nichts einzuwenden.

Will man nicht Zuhause entbinden sollte man den Transport schon vorher klären, auch an Ersatzfahrer denken! Im Notfall kann man auch einen Krankenwagen rufen oder sich von der Polizei kutschieren lassen. Auf gar keinen Fall selbst fahren, da man ja plötzlich von starken Wehen überrascht werden kann! Sein 'Köfferchen' packt man am besten schon ein bis zwei Wochen vorher und stellt es griffbereit in den Flur, dabei sollte man die nötigen Urkunden nicht vergessen (Personalausweis, Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Familienstammbuch), da man zumindest im Krankenhaus von Standesamtangestellten besucht wird und diese brauchen die Urkunden. Beabsichtigt man zu Stillen sind zu knöpfende Nachthemden und Schlafanzüge praktischer.

Wehenauslösung:

Man diskutiert da verschiedene Möglichkeiten: Gesteigerter Druck in der Gebärmutter, Einwirkung mütterlicher Hormone, Dehnung der Gebärmuttermuskeln und Einflüsse des Kindes. Sicher ist nur, daß eine begonnene Geburt nur im Anfangsstadium aufzuhalten ist, später nicht mehr.

Bereits während der Schwangerschaft bereitet sich die Gebärmutter auf die Geburt vor, es finden ständig Muskelkontraktionen statt, die man als Vorwehen, Stellwehen oder falsche Wehen bezeichnet. Sie bewirken keine oder eine nur geringe Öffnung des Muttermundes.

Die Geburtswehen nehmen an Häufigkeit, Stärke und Dauer zu, sie eröffnen den M uttermund und führen schließlich zur Geburt.

Eröffnungsphase:

Sie dauert bei Erstgebährenden 12 bis 18 Stunden, hat man bereits Kinder dauert es 8 bis 12 Stunden. Bemerkt man die ersten Wehen, kann man sich getrost noch in die Badewanne legen, durch das warme Wasser werden die Wehen verstärkt und die Geburt vorangetrieben.

Durch das Vordrängen des vorangehenden Teils (Kopf, Steiß oder Fruchtblase) und die Kontraktion der Gebährmuttermuskulatur erfolgt die Öffnung des Muttermundes. Gleichzeitig wird die Wand im unteren Gebährmutterteil immer dünner und im oberen Teil immer dicker. Die Eröffnung erfolgt anfangs langsam, im letzten Viertel dieser Phase sehr schnell. Die Größe des Muttermundes gibt man in cm an, bei 3 bis 5 cm löst sich meist der Schleimpfropf (Zeichnen), bei 10 cm ist er vollständig eröffnet, der Gebährmutterhals ist verstrichen (d.h. nicht mehr zu erkennen), zum Vergleich: im nichtschwangeren Zustand ist der Eingang zur Gebärmutter nur stecknadelkopfgroß.

Im Verlauf der Eröffnungsphase werden die Wehen immer stärker, und längeranhaltend, die Abstände zwischen den einzelnen Wehen werden immer kürzer, schließlich kommen die Wehen etwa alle zwei Minuten und dauern 45 bis 90 Sekunden. Die meisten Frauen empfinden diese Zeit als schwerste der ganzen Geburt. In den Wehenpausen setzt die Blutzirkulation in der Gebärmutter wieder ein, so wird das Kind wieder mit Sauerstoff versorgt. Bei äteren Erstgebährenden und Kindern in Beckenendlage dauert die Eröffnung etwas länger. Am Ende dieser Phase liegt der kindliche Kopf (oder Steiß) auf dem Beckenboden oder ein wenig darüber.

Austreibungsphase:

Diese Phase dauert bei Erstgebährenden ½ bis 2 Stunden, bei Frauen die bereits Kinder haben ¼ bis ¾ Stunde. Spätestens jetzt rutscht der Kopf des Kindes auf den Beckenboden, der Druck nach unten ist deutlich spürbar und es folgt der Drang zu pressen. Der Preßdruck ist mindestens so hoch wie der Druck der Wehen, er unterstützt also die Austreibung. Pressen darf man aber erst dann, wenn der Muttermund auch vollständig eröffnet ist, da er sich sonst zwischen Kind und Symphyse einklemmt und einreißen kann. Im allgemeinen kann man sagen, daß man erst dann pressen soll, wenn man sich nicht mehr dagegen wehren kann. Zur Geburt des Kindes sind etwa acht bis zehn Presswehen nötig.



Zunächst wird der Kopf des Kindes in den Wehen sichtbar, in den Wehenpausen wird er wieder zurückgedrängt. Schließlich bleibt er auch in den Pausen sichtbar und wird dann mit der nächsten Wehe geboren. Eventuell können die Schultern beim Durchtritt noch ein paar Schwierigkeiten machen, der Rest folgt aber mühelos. Der Augenblick, in dem der letzte Kindsteil den Geburtskanal verlassen hat, ist der Zeitpunkt der Geburt. Insgesamt dauert die Geburt bei Erstgebährenden etwa 25 Wehen, lediglich 5% der Frauen müssen sich mit 75 Wehen abkämpfen.

Plazentaperiode:

Nach der Geburt des Kindes kommt es zu einer Wehenpause in der sich die Gebärmutter wieder verkleinert. Im günstigsten Fall kommt dann eine kräftige Wehe die die Plazenta ablöst. Solange sie nicht vollständig abgelöst ist, blutet die Verbindungsstelle, deshalb ist dies die gefährlichste Geburtsphase für die Mutter, heutzutage verliert man aber nur noch 100 bis 150ml Blut. Um die Geburt der Plazenta zu unterstützen sollte man sich nochmal zum Pressen aufraffen, wenn die Wehen wiederkommen, außerdem zieht die Hebamme meist an der Nabelschnur und so geht das ganze recht schnell über die Bühne. Ist die Plazenta ganz abgelöst beginnt in der Gebärmutter sofort Gerinnungsvorgänge an der früheren Verbindungsstelle, die Blutgerinnung dauert hier nur so viele Sekunden, wie sie sonst Minuten braucht!

Entbindet man in einer Klinik bleibt man anschließend noch zwei Stunden im Kreißsaal, da überwacht werden muß ob eine Blutung auftritt. Für etwa vier bis fünf Tage hat man noch Nachwehen, diese sind weit weniger schmerzhaft und treten vor allem beim Stillen auf. Durch die Nachwehen wird die Rückbildung der Gebärmutter gefördert.

Was macht das Kind während der Geburt?:

Kurz vor Geburtsbeginn liegen die meisten Kinder mit angezogenen Beinen, verschrängten Armen und Kopf auf der Brust. Sie liegen am Beckeneingang und zwar so, daß der Kopflängsdurchmesser quer dazu steht. 96,5% der Kinder liegen mit dem Kopf zuerst, 3% liegen in Beckenendlage und 0,5% quer. Tritt der Kopf nun ins Becken ein, so macht er eine Drehung um 90°. Nur so kann er tiefer treten, bis das Schädeldach auf den Beckenboden stößt und der Nacken sich gegen die Symphyse drängt. Die Zeit während der Presswehen ist für das Kind die anstrengenste Phase der Geburt. Die einzelnen Wehen massieren den Körper, treiben das Kind vorwärts, regen Atmung und Kreislauf an und sorgen dafür daß Fruchtwasser und Schleim aus Magen und Lunge befördert werden.

Nun legt das Kind den Kopf maximal in den Nacken, damit er um die Symphyse herumkommt und schließlich geboren werden kann. Zuerst sieht man den Hinterkopf, dann die Stirn, Augen, Nase und zuletzt das Kinn. Damit jetzt die Schultern geboren werden können dreht sich das Kind nochmals um 90°. Die Hebamme unterstützt den Kopf bei dieser äußeren Drehung. Anschließend wird der Rest des Körpers ziemlich schnell geboren.

Atmungsarten:

Während der Eröffnungsphase soll man mit leicht geöffnetem Mund tief atmen. Zu Beginn der Wehe langsam ein- und ausatmen. Im Idealfall in jeder Wehe einmal. Dies fördert die Entspannung.

Während der Preßwehen soll man etwa die Hälfte der Lungenkapazität einatmen, dann Luft anhalten und mit aller Kraft nach unten pressen, in jeder Wehe etwa zwei- bis dreimal. In den Wehenpausen tief ein- und ausatmen.

Während der Geburt des Kopfes hechelt man, dadurch vermindert sich der Schmerz auf den Damm. Außerdem soll der Kopf langsam durchtreten, also darf man nicht mehr pressen.

Apgar:

Die amerikanische Arztin Virginia Apgar hat 1953 ein Punktschema zur Beurteilung der Anpassung von Neugeborenen anhand bestimmter Befunde entwickelt. Man beurteilt das Kind eine, fünf und zehn Minuten nach der Geburt. Dabei wird folgendermaßen bewertet:

Kriterium 0 Punkte 1 Punkt 2 Punkte Herzfrequenz fehlend unter 100 über 100 Atmung fehlend langsam,

unregelmäßig gut (Schreien) Muskeltonus fehlend schwach aktive

Bewegung Reflexe (Reaktion auf

Kitzeln im Gesicht) fehlend Grimassieren Husten, Niesen

oder Schreien Hautfarbe blaß oder blau Körper rosig,

Arme und Beine blau rosig


Optimal sind neun oder zehn Punkte, auch sieben und acht sind noch normal. Liegen die Werte darunter werden Arzt und Hebamme entsprechende Maßnahmen ergreifen. Die Apgarzahlen werden in das Vorsorgeheft des Kindes eingetragen.

Typische Merkmale von Schwangerschaften

Jede Schwangerschaft wird durch bestimmte Symptome begleitet. Eines der wichtigsten Anzeichen für eine Schwangerschaft ist,dass die Regel ausbleibt.Ausserdem können sie durch Bauch- und Rückenschmerzen begleitet sein. Morgendliche Übelkeit und starke Müdigkeit sind ebenso Begleiterscheinungen. Auch wenn die Waage noch keine Gewichtszunahme anzeigt,der Bauch der werdenden Mutter wird dennoch straffer. Dazu kommt noch, dass die Brüste weicher werden und jetzt sensibler auf Berührungen reagieren. Doch diese typischen Merkmale können von Frau zu Frau variieren und müssen nicht unbedingt bei einer Schwangerschaft auftreten..

Schwangerschaftstest

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu testen, ob man schwanger ist. Die einfachste Methode ist die mit dem Schwangerschaftstest . Er ist in Apotheken erhältlich und leicht und bequem zu Hause durchzuführen. Der Schwangerschaftstest wird einfach nur in den Morgenurin gehalten, da dann die Konzentration vom Schwangerschaftshormon am Höchsten ist. Oder man bringt zur Apotheke oder zum Frauenarzt ein bisschen Urin mit. Ebenfalls eine Möglichkeit ist eine Ultraschalluntersuchung von der Gebärmutter. Auch das Abtasten der Gebärmutter kann Aufschluß darüber geben, da sie bei einer Schwangerschaftsich vergrößert und weicher wird. Doch viele Frauen bevorzugen den Schwangerschaftstest für zu Hause, da er mit 99% Sicherheit eine Schwangerschaft anzeigt.

Entwicklung des Fetus (1.-9. Monat )

Monatdie Erbanlagen von Mutter und Vater werden veranlagt; Bestimmung des Geschlechts 2.MonatHerzschlagen beginnt; Augen,Ohren,Nase,Lippen,Zunge,Milchzahnknospen,Arme, Hände,Beine,Füße und Gesicht bilden sich aus; ewig bleibende Schäden werden durch Nikotin,Alkohol, Drogen und Medikamente begünstigt 3.Monatdas Kind kann einige Körperteile bewegen, wie z.B.Kopf zur Seite bewegen 4.Monatgutes Gedeihen durch gesunde Ernährung der Mutter 5.Monatnimmt Geräusche der Aussenwelt war 6.Monatdas Daumenlutschen ist die Vorbereitung zum späteren Trinken und Saugen an den Brüsten der Mutter 7.Monatschleuniges Zunehmen ( am Ende des 7.Monats wiegt es ca. 2 Pfund) 8.Monatwiederum rapides Zunehmen; Vorbereitung auf die Geburt 9.Monat die Reise und die ersten ehen beginnen Geborenes Kind ist nach 4 Tagen hellwach und neugierig.



Vorsorgeuntersuchung

Eine Untersuchung während der Schwangerschaft ist das Ultraschall!

Um die Schwangerschaft für Mutter und Kind so problemlos wie möglich zu gestalten, sollten Vorsorgeuntersuchungen und ärztliche Überwachungen zum Pflichtprogramm für jede werdende Mutter gehören. Schon bevor eine Schwangerschaft überhaupt geplant wird, sollten alle Mädchen im Alter von 11-15 Jahren gegen Röteln geimpft werden, da ohne diese Impfung bei einer Rötelerkrankung in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten das ungeborene Kind schwer geschädigt werden kann. Auch sollten Frauen mit Kinderwunsch mögliche Reparaturen an ihren Zähnen vor der Schwangerschaft vornehmen lassen, da während der Schwangerschaft diese nicht möglich sind. Auch sollten Schwangere, die geröntgt werden sollen auf ihren Zustand hinweisen, da die Röntgenstrahlen dem ungeborenen Kind schwerste Schädigungen zufügen. Während der Schwangerschaft sollte auf den Blutdruck der Mutter geachtet werden Er sollte weder zu hoch noch zu niedrig sein, wobei zu hoch wesentlich gefährlicher ist, da dann für die Mutter die Gefahr besteht, einen Schlaganfall zu bekommen. Auch bei Epilepsie oder Aids rät der Arzt von einer Schwangerschaft eher ab, da bei Aids das Kind infiziert werden kann und bei Epilepsie die Mutter vorzeitige Wehen oder im schlimmsten aller Fälle eine Totgeburt haben kann. Zu einer Vorsorgeuntersuchung gehören auch die Fragen des Arztes über mögliche Infektionen, Krebs oder schon vorgekommene körperliche oder geistige Behinderungen, Fehlgeburten, Zuckerkrankheiten, Mehrlingsschwangerschaften oder Erbkrankheiten in der Familie der Mutter oder des Vaters vorgekommen sind. Es werden insgesamt 10 Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt. Jede Untersuchung läuft nach dem gleichen Schema ab. Nach einem ausführlichen Arztgespräch wird der Umfang des Bauchs gemessen und ebenfalls abgehört. Nach dem Abtasten des Bauchs und der Beine folgt eine vaginale Untersuchung. Danach wird zur Kontrolle des roten Blutfarbstoffes etwas Blut abgenommen und der Blutdruck gemessen. Nach dem Wiegen wird bei einer Urinprobe der Zucker und die Eiweißwerte überprüft. Als letztes bekommt die werdende Mutter noch den ausgefüllten Mutterpaß und den nächsten Termin. Im Normalfall wird zweimal in der Vorsorgezeit ein Ultraschall durchgeführt. Schon ab dem dritten und vierten Monat können dadurch grobe Fehlbildungen am Kopf , an der Wirbelsäule, an Armen und Beinen diagnostiziert werden. Ab der 16. Schwangerschaftswoche kann eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) vorgenommen werden, um Mongolismus und Rückenmarksfehlbildungen frühzeitig zu erkennen. Das Risiko, dass die Fruchtwasserentnahme eine Fehlgeburt auslöst liegt bei 0,5-1%. Die Kosten werden bei Müttern ab 35 Jahren von der Krankenkasse übernommen. Bei jüngeren Frauen nur bei begründetem Verdacht des Arztes. Gegen Ende der Schwangerschaft wird vom Arzt noch ein Kardiograph zur Hilfe genommen. Dieser Apparat ist dazu da, um bei der Geburt zu gucken ob die Wehen regelmäßig kommen und ob das Herz des Babys regelmäßig und normal schlägt. Durch diese umfassende Vorsorge und Überwachung haben Mutter und Kind die besten Chancen die Schwangerschaft gesund und ohne Risiken zu erleben.

Schwangerschaftsabbruch

Obwohl eine Geburt eigentlich ein Grund zur Freude ist, gibt es viele Frauen, die eine Abtreibung in Betracht ziehen. Dies kann unterschiedliche Gründe haben. Die Frauen fühlen sich zu jung oder zu alt. Die Lebenssituation ist zu unsicher, oder der Schwangerschaft geht ein Vergewaltigung voraus. Ein häufig genannter Grund ist auch die Gefahr des Lebens der Mutter oder des Kindes. Ein Schwangerschaftsabbruch ist nur bis zum Ende der 12.Woche erlaubt und auch nur nach einer Beratung, die bei einer gesetzlich anerkannten Beratungsstelle durchgeführt worden ist. Bei einem Abbruch gibt es neben den häufig schweren seelischen Problemen(Schuldgefühle) auch körperliche Risiken wie z.B. bei unprofessioneller Durchführung, Unfruchtbarkeit und tödlich verlaufende Infektionen. Ob ein Schwangerschaftsabbruch unmoralisch ist, hängt von der jeweiligen Einstellung ab. Die Beratungsstellen haben die Funktion beratend und unterstützend der Mutter beizustehen. Es fällt dem Großteil der Mütter bestimmt nicht leicht, den Schritt zu vollziehen, so dass sie wegen dieser Entscheidung nicht ausgegrenzt oder verachtet werden sollten.

Probleme bei Frühgeburten

Die Probleme bei Frühgeburten sind meistens unreife Gehirnzellen, die zu schwachem Atem und Probleme beim Trinken führen. Die Neugeborenen haben oft Unterkühlungen durch unreife Wärmeregulierung und ein zu dünnes Fettpolster. Außerdem sind Frühgeburten anfälliger für Infektionen. Sie haben Stoffwechselstörungen, Blutungen durch unreife Gefäße und Neugeborenen - Gelbsucht, die ,wegen mangelhaften Abbaus von rotem Blutfarbstoff, durch eine unreife Leber ausgelöst wird. Wichtig ist eine direkte und gute Versorgung nach der Geburt oder man entbindet schon auf der Neugeborenenintensivstation, damit es keine sonstigen Probleme gibt. Auch ist es wichtig, dass die Säuglinge regelmäßig von den Eltern besucht werden und von ihnen Streicheleinheiten und Wärme bekommen. Eine durchschnittliche Schwangerschaft dauert ungefähr 40 Wochen. Eine Frühgeburt findet meist zwischen der 29. und 38. Woche statt. Bei Frühgeburten die schon in der 21.-28.Woche auf die Welt kommen spricht man von bedingt lebensfähigen und unreifen Kindern. Sie sind meist untergewichtig bei ungefähr 2500g.Bei Kindern, die nach mehr als 34 Wochen geboren werden ,sterben ca. 2-5% an Frühsterblich- Meist liegt eine Frühgeburt an der Mutter. Zum Beispiel kann es an Verschluss- schwächen des Gebärmutterhalses liegen. Aber die Mutter kann auch an Infektionen oder Zuckerkrankheit leiden. Möglich sind auch Uterusanomalien oder Uterusmyomen. Bei längerer Geburtsdauer muß ein Kaiserschnitt vorgenommen werden. Bei einer Fehlgeburt sind Neugeborene hochrot und ihre Fettpolster sind unterentwickelt. Die Babies sind mager und mit Wollhaar (Lanugo) bedeckt, ihre Finger- und Zehennägel sind auffallend kurz. Bei Jungen ist es so, dass die Hoden noch nicht aus dem Hodensack ausgetreten sind. Bei den Mädchen ragen die kleinen Schamlippen zwischen den großen Schamlippen hervor.

Alkohol, Drogen und Nikotin in der Schwangerschaft

Was der Mutter schadet, schädigt das Kind noch mehr. Alkohol, Drogen, Medikamente und Nikotin führen zur Mißbildungen und Schädigungen von Nerven und Organen. Die sogenannte Alkoholbabys haben z.B. innere Fehlbildungen, Minderwuchs und Hirnentwicklungsstörungen die mangelnde Konzentration oder auch Hyperaktivität verursachen. Babys von Raucherinnen kommen häufig zu früh, zu schwach und zu leicht auf die Welt. Nikotin verdoppelt das Frühgeburtsrisiko. Auch die Rate der Todgeburten erhöht sich um 5%. Bei Drogen- bzw. Medikamentenabhängigen Frauen besteht neben den ,,üblichen' Schäden auf die Gefahr der Abhängigkeit des Babys. 90% der Babys von abhängigen Frauen sind schon vor der Geburt süchtig.

Die Geburt

Die Eröffnungsperiode dauert etwa 8-12 Stunden, in denen sich der Muttermund um 10cm öffnet. Die Fruchtblase sollte geplatzt sein, ansonsten muss eine Blasensprengung durchgeführt werden, das heisst, sie muss geöffnet werden. Wenn der Muttermund 10cm weit geöffnet ist, wird das Baby durch den Geburtskanal gepresst. So beginnt die Austreibungsperiode, die ca. 1 ½ Stunden dauert. Danach beginnt die Pressperiode, in der bei jeder Wehe der Kopf des Babys sichtbarer wird. Dies dauert etwa 20 min. Die Wehen kommen im Abstand von 2-3 min., bis der Kopf durchgetreten ist. Nach dem Kopf rutschen Schultern, Arme, Körper und Beine schnell hinterher. (Bei Schrei des Babys, ist es munter und gesund). Als letztes wird die Nabelschnur durchgetrennt.Nun beginnt das ,,Leben' für das Baby.











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