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Hecke





1. Einleitung


Hecken und Feldgehölze dienten früher den vielseitigsten Zwecken. Waren sie einerseits ein günstiges Mittel zur Einzäunung des Viehbestandes oder wurden als Landwehren zur Abwehr von Überfällen angelegt, erfüllten sie auch eine wichtige Funktion zum Schutz der angrenzenden Acker vor Winderosionen.
Feldgehölze dienen zahlreichen Tier- und Pflanzenarten des Waldes als Ersatzlebensraum.

Ein weiterer positiver Effekt ist, dass Hecken mit ihrem Blütenreichtum im Frühjahr und ihrem reichen Fruchtangebot im Herbst vielen Vogel- und Insektenarten Nahrung bieten. Die oft dornentragenden Gehölze der Hecken werden von Vögeln außerdem als Brutplatz, Singwarte, Versteck oder Ansitz zur Jagd genutzt. Hieraus ergibt sich ein nicht zu vernachlässigender Nutzen für die Landwirtschaft. Mögliche Ackerschädlinge, wie Insekten und Nagetiere werden durch die in Hecken lebenden insektenfressenden Vögel und Nagetiere durch Greifvögel die die Hecken als Ansitz nutzen in ihrem Bestand reduziert.




Bekannt ist die große Bedeutung der Hecken und Feldgehölze für viele Vogelarten. Hierzu gehören zum Beispiel die Goldammer, der Neuntöter oder die Klappergrasmücke.

Wir hatten eine Woche lang das Vergnügen in Brodowin/ Pehlitz, bestimmte Heckenbrüter zu kartieren und das Verhalten der Heckenbrüter zu analysieren. Wir haben uns spezielle Arten herausgesucht und nach einem bestimmten Schema charakterisiert.

Ziel dieser Arbeit ist es, zu erklären, warum diverse Vögel in welcher Hecke nisten und brüten.



2. Methodik


Es gibt eine bestimme Abfolge, wie man eine Hecke zu kartieren[1] hat.

Zuerst haben wir von Frau Fuchs, vom Naturschutzhof in Pehlitz, diverse Karten und Biotopkartierungszettel ausgehändigt bekommen (Anlage 1 - 6). In diese Kartierungszettel schreibt man zum Beispiel welche Länge, Breite und Höhe die Hecke hat und welche Pflanzenarten darin vorkommen.

Wir sollten nicht nur eine Hecke kartieren, deshalb haben wir zwei solcher Bögen erhalten, um später einen Vergleich anzustellen. Diese beiden Hecken namens "am Hoben" und "am Zaun" befinden sich in Brodowin und sind in der Art und Weise wie sie aufgebaut sind doch recht unterschiedlich.

Es ist sehr wichtig, zu wissen wie beide Hecken strukturiert sind, um später besser festzustellen, warum gerade der Vogel dort sein Habitat hat.

Außerdem haben wir zu den Bögen auch Landkartenskizzen erhalten, wo jeweils eine der Hecken eingezeichnet war. Auf diese Karten haben wir eingezeichnet, wo welcher Vogel gesessen oder gesungen hat und uns bestimmte Merkmale der Hecke eingetragen, wie zum Beispiel eine größere Lücke (Anlage 3 - 6).

Unsere tägliche Ausrüstung bestand aus einem Fernglas, Fotoapparat, Stift und Bogen und Literatur zum Nachschlagen bestimmter Pflanzen.

Von großer Bedeutung sind außerdem die Uhrzeit, das Wetter, die Temperatur und das Datum. Denn wir haben gemerkt, dass am frühen morgen gegen 5.30 Uhr viel mehr Vogelgezwitscher zu hören ist als am Nachmittag gegen 15.30 Uhr und noch dazu bei 26 C°.



3. Die Hecke

3.1. Allgemein


Hecken sind bandartige Gehölzbestände, die überwiegend aus Sträuchern bestehen, vereinzelt können auch Bäume eingestreut sein. Hecken im freien Feld sind meist spontan, das heißt ohne menschliches Zutun, entstanden. Häufig wachsen sie entlang von Wegen, Gräben oder Grundstücksgrenzen, auf Steinriegeln oder Böschungen. Die Artenzusammensetzung kann sehr unterschiedlich sein und hängt von den Standortverhältnissen ab. In Gärten werden sie gerne zur Abgrenzung und zum Sichtschutz gepflanzt. Die meisten Heckenpflanzen besitzen eine hohe Ausschlagfähigkeit und vertragen daher einen Rückschnitt sehr gut.
Hecken sind nach dem Naturschutzgesetz geschützt, wenn sie mindestens 20 Meter lang sind und unbestockte Zwischenräume nicht größer als ein Meter sind. Außerdem müssen sie aus heimischen Gehölzen aufgebaut sein.
Feldgehölze sind meist unregelmäßig geformt, der Baumanteil ist oft höher als bei Hecken. Feldgehölze wachsen häufig auf landwirtschaftlich schlecht nutzbaren Flächen oder auf ungenutztem Gartengelände. Sie stehen unter Schutz, wenn sie mindestens eine Fläche von 250 m2 einnehmen und aus heimischen Arten bestehen.
Hecken und Feldgehölze sind von hohem ökologischem Wert und besitzen häufig eine landschaftsgliedernde oder sogar -prägende Funktion. Der Wert einer Hecke oder eines Feldgehölzes kann durch einen vorgelagerten Saum mit Stauden und Kräutern noch gesteigert werden.

Die Gehölze sind wichtige Nistplätze für viele Vogelarten. Zahlreiche Heckenbrüter gehören heute zu den gefährdeten Tierarten, zum Beispiel der Neuntöter und die Dorngrasmücke. Im Laubstreu des Bodens verstecken sich Amphibien und an sonnigen Stellen leben Eidechsen. Blühende Sträucher locken Insekten an und von den Früchten ernähren sich Vögel und Säugetiere.

Typische Sträucher der Hecken und Feldgehölze sind Hasel, Holunder, Feldahorn, Heckenkirsche, Wildapfel. Da sie mit ihren Dornen und Stacheln guten Schutz vor Feinden bieten, sind Weißdorn, Schlehe, Kreuzdorn, Heckenrose und Wildbirne besonders hochwertig.

Weiterhin filtern sie die Luft entlang von Straßen und schützen benachbarte Flächen vor Schadstoffeintrag.

Durch ihre landschaftsästhetische Wirkung und ihre ökologische Funktion sind sie ideale Lebensräume in einer strukturarmen Agrarlandschaft. Sie sind daher auch wichtige Bestandteile der Biotopvernetzung, das heißt einer Verbindung zwischen isoliert liegenden Lebensräumen.

Hecken und Feldgehölze bedürfen einer regelmäßigen Pflege. Die Sträucher sollten in etwa zehnjährigem Turnus auf den Stock gesetzt, das heißt bodeneben abgesägt werden, damit sie wieder dicht nachwachsen.



3.2. Biotopkartierung der Hecke "am Hoben"


Die Hecke befindet sich im Ortsteil Brodowin, am Hoben (Anlage 7).

Diese Hecke ist ungefähr 400 Meter lang und ca. 10 Meter breit. Das ergibt eine Gesamtfläche von rund 4000 m². Die Höhe der Strauchschicht beträgt etwa 2 - 3 Meter (Anlage 8).

Sie grenzt unmittelbar an beiden Seiten an einen Ackerrain. Auf der linken Seite der Hecke (von der Strasse aus gesehen), wird Winterroggen angebaut (Anlage 9). Auf dem rechten Feld auch, jedoch wird dieses nicht ausreichend bewirtschaftet (Anlage 10 und 12). Deshalb wächst auf dem rechten Feld zwischen dem eigentlichen Winterroggen noch Klee.

Des Weiteren wird die Hecke laut Kartierungsbogen als Jungwuchs bezeichnet, da sie Anfang der 90er Jahre künstlich angebaut wurde. Außerdem gibt es mehrere Bäume, die die Sträucher überschirmen und Schatten spenden.

Aufgrund der relativ gleichen Anzahl an Sträuchern und Bäumen ist der Bestand insgesamt lockerer, aber noch undurchdringlich und am Rande einsehbar. Das bedeutet, dass man durch die Hecke durchschauen kann und diese ziemlich offen angepflanzt ist.

Die Hecke hat durch die lockere Anpflanzung mehrere kleinere Lücken und eine sehr große Lücke. Letztere weist eine Gesamtlänge von 15 Metern auf und ist ca. 8 Meter breit (Anlage 13,14).

Wichtig für eine Hecke ist das Begleitbiotop, in diesem Fall der beidseitige Saum an der Hecke. Die Breite des Saumes variiert von ein bis zwei Meter. Der linke Saum wird beschrieben als ruderalisierter[2] Grünlandsaum, dazu gehören zum Beispiel Brennnessel, Distel oder Rainfarn. Außerdem ist dieser weitgehend geschlossen und hat einen Deckungsgrad von über 75 Prozent.

Der rechte Saum ist fast genauso aufgebaut mit dem Unterschied, dass dort noch Löwenzahn und Klee vorkommen.

Das wichtigste bei dieser Kartierung ist der Artenbestand, dieser besteht überwiegend aus einheimischen Gehölzen. In diesem Fall sind uns häufiger Birken aufgefallen und außerdem Rosengewächse, Linden, Weißdorn, Wildbirne und Akazien.

Am ersten Tag unserer Kartierung haben wir zudem noch einen schönen großen Feldhasen im rechten Acker liegen sehen, leider hatten wir unsere Kamera nicht rechtzeitig dabei.





3.3. Biotopkartierung der Hecke "am Zaun"


Die Hecke befindet sich im Ortsteil Brodowin am Zaun (Anlage 14). Sie ist ungefähr 600 Meter lang und fast 7 Meter breit, daraus ergibt sich eine Gesamtlänge von 4200 m². Die Höhe der Hecke beträgt ca. zwei bis zweieinhalb Meter (Anlage 15).

Diese Hecke grenzt nur auf der linken Seite unmittelbar an einen Ackerrain (Anlage 16). Dort wird Sommerweizen angebaut und auf der rechten Seite befindet sich am Saum ein Geländeweg (Anlage 17). Neben diesem Geländeweg ist ebenfalls ein Acker auf welchem Winterweizen angepflanzt wurde (Anlage 18).

Der Bestand dieser Hecke ist insgesamt lockerer aber noch undurchdringlich und am Rande einsehbar.

Wie unsere andere Hecke auch, ist diese künstlich angepflanzt worden Anfang der 90er Jahre und wird daher auch als Jungwuchs bezeichnet.

Wir haben weiterhin gesehen, dass die Hecke nicht von Bäumen überschirmt wurde.

Das heißt, hier hält sich die Anzahl der Bäume und Sträucher nicht die Waage, sondern die Anzahl der Sträucher überwiegt mit ca. 80 Prozent.

Bei dieser Hecke fiel uns besonders die Anzahl der Lücken auf. Wir haben mehrere kleinere Lücken festgestellt, jedoch fielen uns drei größere Lücken ins Auge, die eine Gesamtlänge von 30 Metern ergaben (Anlage 19,20).

Wie oben schon aufgeführt, ist auf beiden Seiten der Hecke ein Saum vorhanden. Diesmal treten jedoch zwischen dem linken und dem rechtem Saum Unterschiede auf. Links ist ein Grünlandsaum ausgeprägt mit Karde und Wiesenkerbe und rechts ist ein ruderalisierter Grünlandsaum mit Brennnessel, Diestel, Löwenzahn oder Klee vorhanden (Anlage 20,21). Des Weiteren variiert die Breite des Saumes auf beiden Seiten recht unterschiedlich. Auf der rechten Seite der Hecke schwankt die Saumbreite zwischen einem und eineinhalb Metern, da der Geländeweg noch vorhanden ist (Anlage 22). Auf der linken Seite ist der Saum nur ungefähr 80 Zentimeter breit, weil dort der Acker unmittelbar angrenzt.

Natürlich spielt hierbei auch die Artenvielfalt eine wichtige Rolle, denn diese führt schließlich dazu, dass verschiedene Vogelarten diese Hecke als Habitat oder als Nahrungsquelle benutzen.

In dieser Hecke haben wir folgende Arten registriert: Hasel, Kreuzdorngewächse, Weißdorn, Pfaffenhütchen, Faulbaum, Wildbirne, Linde, Hainbuche, Mehlbeere und Hartriegel.

Besonders ist uns aufgefallen, dass es in dieser Hecke unwahrscheinlich viele Insekten, wie zum Beispiel Hummeln, Bienen, Mücken und Fliegen gibt.





4. Pflanzen einer Hecke

4.1. Wildbirne (Pyrus pyraster


Woran erkennt man eine Wildbirne? Zunächst einmal fallen Birnbäume ganz allgemein durch ihren wohl einmaligen Habitus[3] auf, der sich durch eine relativ schlanke aufstrebende Krone auszeichnet.

In der Wipfelregion sind die so genannten "Fruchtbogen" charakteristisch. Die ursprünglich senkrecht wachsenden Hauptäste biegen sich durch das Gewicht der Früchte immer mehr nach unten, so dass schließlich Seitenknospen das Höhenwachstum fortsetzen müssen. Und auch die sich daraus entwickelnden Wipfeltriebe erfahren dasselbe Schicksal, so dass der Wipfel aller Birnbäume aus aufeinander gestellten, überbogenen Asten besteht (Anlage 23).

Im Unterschied zur Kulturbirne ist die Wildform in der Jugend bedornt. Viele kurze Seitenzweige enden mit einer empfindlich stechenden Spitze. Die echte Wildbirne hat nur etwa 3 cm große Früchte, die rundlich oder eiförmig sind (und daher gar nicht wie Birnen aussehen!), im Reifezustand noch einen voll entwickelten Kelch tragen und an Stielen sitzen, die fast die Fruchtlänge erreichen.
Die Blüte erfolgt in der Regel Ende April oder Anfang Mai und in jedem Falle vor dem Laubaustrieb. Die Blüten sind zwittrig und auf Fremdbestäubung von einem anderen Baum angewiesen.

Die Blätter der Wildbirne sind rundlich, höchstens 5 cm lang und fast ebenso lang gestielt, gesägt und oft am Rand bewimpert.

Der Birnbaum gehört zur Familie der Rosengewächse und darin zur Unterfamilie der Apfelfrüchtigen. Die besonders komplizierten, durch den Menschen beeinflussten genetischen Verhältnisse bei dieser Baumart haben dazu geführt, dass bis heute keine Einigkeit besteht, ob die Wildbirne als eigene Art (Pyrus communis L., Pyrus pyraster oder nur als eine Varietät (Pyrus communis L. var. Pyrater) anzusehen und von den Kulturbirnen zu unterscheiden ist.

Das Verbreitungsgebiet der Wildbirne reicht von Westeuropa bis zum Kaukasus. In Nordeuropa kommt sie nicht vor, da sie wärmebedürftig ist. Sie wird unter natürlichen Verhältnissen auf extrem trockene Standorte verdrängt und kommt daher am häufigsten an der Trockengrenze des Waldes vor, so auf basenreichen und flachgründigen, süd- oder westgerichteten Hängen im Mittelgebirgsraum. Aber auch in Auenwäldern an Rhein und Elbe ist sie von Natur aus anzutreffen. Angepflanzt werden kann sie dagegen auf den meisten Standorten, solange sie genügend Licht erhält. Nur sauer oder vernässt sollte der Boden nicht sein und auch Frostlagen sind ungeeignet. Derzeit steht die Wildbirne in verschiedenen Bundesländern auf der roten Liste gefährdeter Arten!

Die Wildbirne hat einen hohen ökologischen Nutzen, vor allem wegen ihrer für viele Insekten wichtigen Blüten und der für die Tierwelt bedeutsamen Früchte (z. B. Siebenschläfer, Marder, Dachs, Igel



4.2. Pfaffenhütchen (Euonymus europaea)


Man nennt es auch Europäisches Pfaffenhütchen, Gemeiner Spindelbaum, Hahnhoden, Hundshoden, Pfaffenkäppchen, Spillbaum oder Spindelbaum.

Der Strauch kann eine Höhe von 1,5 bis 6 Metern erreichen. Die grünen, vierkantigen Zweige färben sich im Alter grau. Die Blätter stehen gegenständig, haben eine elliptische Form mit einem fein gesägten Blattrand und können eine Länge von bis zu 10 cm, bei einer Breite von bis zu 3 cm, erreichen. Die grünen Blüten sind vierzählig und stehen in wenigblütigen Trugdolden. Als Samen entwickeln sich vierteilige, erst grüne, später rote Kapseln mit orangefarbenen umhüllten Samen. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni, die Früchte sind von September bis Oktober zu sehen.

Das europäische Pfaffenhütchen ist in Europa und Asien heimisch und bevorzugt Waldränder, Hecken und Gebüsche. Es ist auch ein beliebter Zierstrauch und wird leider auch an Spielplätzen angepflanzt (Anlage 24).

Die ganze Pflanze, vor allem die Früchte, sind stark giftig. Man kann nach Genuss der Samen der Pflanze sterben.

Die Vergiftung zeigt ihre Zeichen erst nach einer Zeit von 8 - 16 Stunden. Die tödliche Dosis beträgt bei einem Erwachsenen 36 Samen. Bei einem Kind wurde eine schwere Vergiftung nach der Aufnahme von zwei Samen beobachtet.


4.3. Linde (tilia platyphyllos)


Die Sommerlinde ist eine wärmeliebende Baumart. Sie ist über West-, Mittel-, Süd- und Südosteuropa bis in die Ukraine, zum Kaukasus und nach Kleinasien verbreitet. Sie fehlt in Skandinavien, im westlichen und südlichen Teil der Iberischen Halbinsel, auf Sizilien und Sardinien. Auf den Britischen Inseln, in Belgien und den Niederlanden wurde sie eingebürgert.

Die Lindenblätter sind wechselständig angeordnet, kerbig gesägt, herzförmig, vorne zugespitzt, 5 bis 15 cm lang und ebenso breit. Im Kronenbereich sind diese etwas kleiner, an den Wassereisern (kleine Aste am Stamm) aber besonders groß (bis 25 cm lang). Die Blätter sind oberseits stumpfgrün, unterseits heller graugrün mit hellen weißlichen Haarbüscheln in den Blattnervenwinkeln (Unterscheidungsmerkmal zur Winterlinde, diese ist braun behaart!) (Anlage 25).

Die Endknospen sind eiförmig, seitlich etwas zusammengedrückt, 6 bis 8 mm lang und meist zugespitzt; die ebenso großen und gleich geformten Seitenknospen stehen vom Zweig ab. Die Knospenschuppen sind lichtseits purpurrot bis rotbraun und schattenseits gelbgrün bis oliv.

Die Sommerlinde ist mit 20-30 Jahren mannbar (fruchtbar) und blüht fast jährlich im Juni, etwa 10 bis 14 Tage vor der Winterlinde. Die zwittrige Blüte hat fünf länglich -eiförmige, 3 bis 4 mm lange Kelchblätter, 5 bis zu 8 mm lange, gelblich-weiße, kahle Kronblätter, 25 bis 40 Stabblätter und einen oberständigen, dicht weiß-behaarten, kugeligen Fruchtknoten mit unbehaartem Griffel und fünf Narbenlappen. Die gestielten Blüten befinden sich in einem hängend, traubigen Blütenstand, dessen Stiel mit einem 7 bis 10 cm langen Hochblatt (Tragblatt) verwachsen ist.

Die Blüten sind eine gute Bienenweide. Die Bienen sammeln den Nektar (Lindenblütenhonig) und auch die Pollen.

Die so genannten Kapselfrüchte reifen im September, sind stark verholzt, weisen drei bis fünf hervortretende Kanten auf, sind ca. 1 cm lang, sehr hart und nicht zwischen den Fingern zerdrückbar. Sie bleiben bis Oktober/Dezember am Zweig hängen, fallen ab und reifen im zweiten Jahr.

Die Sommerlinde ist eine Schattenbaumart (je besser der Standort, desto mehr Schatten erträgt sie) und wächst in der kollinen bis montanen Stufe (Bayrischer Wald bis 950 m). Sie bevorzugt nährstoffreiche und gut wasserversorgte Böden; saure und trockene Standorte werden gemieden.



4.4. Weißdorn (crataegus monogyna)


Der Eingrifflige Weißdorn kommt in Mittel- und Nordeuropa vor. Lebensraum: Feld und Flur, Mischwald.

Der Eingrifflige Weißdorn ist ein unregelmäßig rundkroniger bis schirmförmig aufgebauter Großstrauch oder Kleinbaum von mäßigem Wuchs. Die Höhe beträgt ca. 2 bis 6 Meter und er kann 3 bis 8 Meter breit werden.

Man kann diesen in der freien Landschaft als Feldgehölz finden, als Eingrünung, Gruppengehölz und in Misch- und Schutzpflanzungen zur Rekultivierung. Dieser dient darüber hinaus als Vogelschutz- und Bienennährgehölz, Parkpflanzung, im Stadtgebiet an Straßen, auf Parkplätzen und in Fußgängerzonen.

Die oval bis verkehrteiförmigen Blätter sind tief eingeschnitten mit 5 bis 7 Blattlappen und höchstens an der Spitze mit einigen groben Zähnen. Sie sind bis 6 Zentimeter lang. Der Austrieb ist frischgrün, später matt dunkelgrün (Anlage 26).

Die Blüten haben rosa Staubbeutel. Die Blütezeit ist von Anfang Mai bis Ende Juni.

Erbsengroße (10 - 12 mm) ei- bis kugelförmige Apfelfrüchte mit einem Stein. Farbe: hell- bis purpurrot. Die Früchte kann man im September und Oktober finden. Der Steinkern geht aus dem inneren Teil der Fruchtknotenwand, das mehlige Fruchtfleisch aus dem becherförmigen Blütenboden hervor. Die Früchte sind essbar.

Im Volksmund werden die Früchte als Mehlbeeren bezeichnet. Sie wurden in Notzeiten getrocknet dem Mehl zugesetzt. Außerdem werden sie Marmeladen und Gelees als Mischfrucht beigegeben. Wobei Mehlbeeren einer anderen Gattung angehören.



4.5. Mehlbeere (sorbus aria)


Als Baumart südlicher Bergländer Europas kommt die Mehlbeere vor allem auf trockenen Kalkböden in lichten Laubmischwäldern vor und ist im Norden Mitteleuropas sehr selten, dagegen am Nordrand der Alpen noch häufig in der montanen Stufe.

Je nach Standort handelt es sich um einen derbästigen Strauch oder um einen kleinen, bis 18 Meter hohen, oft mehrstämmigen Baum. Die jungen Zweige sind graufilzig behaart, später olivbraun und kahl. Die Blätter können sehr variabel sein, in der Regel weisen sie einen ein bis zwei Zentimeter langen, weißfilzigen Blattstiel und eine 8 bis 14 Zentimeter lange, eiförmige Blattspreite auf, die kurz zugespitzt, am Rand doppelt gesägt und selten etwas gelappt ist. Jung sind die Blätter stark behaart, aber sie verkahlen im Sommer oberseits fast völlig. Die Unterseite bleibt stark weißfilzig behaart und zeigt 7 bis 14 hervortretende Nervenpaare (Anlage 27).

Die aufrechten, weißen Rispendolden erscheinen im Mai. Die ein bis zwei Zentimeter langen, kugeligen, roten Früchte sind meist hellbraun punktiert.

Die Mehlbeere ist auf günstigen Standorten ziemlich rauchhart und ihre Blätter besitzen ein hohes Staubfangvermögen.

Als städtischer Straßenbaum wird sie vielfach angebaut.



Im Allgemeinen kann man sagen, dass all diese Arten günstige Bedingungen haben in solch einer angepflanzten Hecke und sie bieten den anderen dort lebenden Organismen gute Ausgangsbedingungen. Das Ökosystem Hecke ergänzt sich in vielerlei Hinsicht.



5. Vögel


Es leben viele Vogelarten in dem Ökosystem Hecke.

Dort lebende Vögel können zum Beispiel sein: der Neuntöter (Lanius collurio) , die Grauammer (Miliaria calandra), die Goldammer (Emberiza citrinella), die Gartengrasmücke (Sylvia borin), oder die Klapper-grasmücke (Sylvia curruca).Es gibt sicherlich noch einige mehr, jedoch wollen wir uns auf die Tiere beschränken, die wir selbst in unseren Exkursionsgebieten ausmachen konnten. Für die hier angeführten Vögel, bieten Hecken optimale Lebensbedingungen. Im Folgenden, werden wir speziell auf die Neuntöter eingehen, da diese sehr gefährdet sind und wir uns diesen Tieren besonders widmeten.

5.1. Neuntöter (Lanius collurio)


Der Neuntöter ist ein Singvogel der zur Gruppe der Würger gehört. Seine Größe beträgt ca. 16 Zentimeter bis 18 Zentimeter. Er brütet in offenen Kulturlandschaften mit Hecken, Dorngebüschen, Wachholderheiden oder überwachsenen Kahlschlägen. Von Mai bis September ist es möglich den Neuntöter in unseren Breitengraden anzutreffen. Den Winter verbringt dieser jedoch in Afrika. Kennzeichnend für den Neuntöter sind die weiße Kehle, der helle aschgraue Scheitel, die breite schwarze Augenmaske, die helle braunrosa Brust und der sehr kräftige Schnabel (Anlage 28 - 31).

Männchen und Weibchen unterscheiden sich jedoch in ihrem Federkleid. Das Weibchen hat eine gebänderte Brust und einen dunkelbraunen Rücken, was beim Männchen nicht der Fall ist.

Der Gesang ist leise und nur selten zu hören. Der Neuntöter ist jedoch in der Lage andere Vögel gut zu imitieren. Biologen bezeichnen diese Eigenschaft als "spotten". Die Ruflaute bestehen meist aus heiseren "wäw" oder "gäh". Bei Erregung, schlägt das Weibchen den Schwanz seitwärts. Seine Nahrung besteht größtenteils aus mittelgroßen Insekten wie zum Beispiel Käfer, Schmetterlinge, Heuschrecken oder Hautflügler. Aber auch kleine Reptilien, Jungvögel und Mäuse stehen bei ihm auf der Speisekarte.

Das Neuntöter Weibchen legt etwa 4 bis 7 Eier, welche weißlich sind und am stumpfen Ende einen Ring von dunklen Flecken haben. Nachdem die Eier gelegt wurden, brütet das Weibchen etwa 12 bis 16 Tage und die Jungen bleiben nach dem schlüpfen noch ca. 15 Tage im Nest. Neuntöter brüten einmal im Jahr in der Zeit zwischen Mai und Juli. In der Balz lässt sich das Weibchen vom Männchen füttern. Das Nest besteht aus Halmen, Asten, Moos und Federn. Es wird niedrig im Dorngestrüpp angelegt.

Der Neuntöter jagt nach einem bestimmtem Prinzip. Er fängt seine Beute und spießt diese dann an Dornen oder Zweigen auf. Er legt sich stets einen Vorrat an und ihm wird nachgesagt, dass er erst nach dem neunten Beutetier anfängt diese zu verspeisen. Dieser Eigenschaft verdankt er den Namen "Neuntöter" oder auch "Dorndreher". Er ist ein typischer Ansitzjäger und er fliegt seine Beute bis zu 50 Meter präzise an. Die große Gefahr für das Überleben des Neuntöters ist die Zerstörung seines natürlichen Lebensraumes. Die Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung und der damit verbundene Rückgang des Nahrungsangebotes erschwert es dem Neuntöter sich zu vermehren. In vielen Regionen gilt seine Art bereits schon als stark gefährdet. Jedoch gibt es einige Menschen, die sich um das Überleben des Neuntöters kümmern. Zum Beispiel das Anpflanzen neuer attraktiver Lebensräume für diesen Vogel. So wie es in unserem zu untersuchendem Gebiet der Fall ist.



Grauammer (Miliaria calandra)


Die Grauammern gehören zu den Singvögeln und sind in die Gruppe der Ammern einzuordnen. Die Grauammer hat eine Größe von etwa 16 Zentimeter bis 19 Zentimeter. Sie brütet in Europa in extensiv genutztem, offenem Feldgelände. Meistens bei den großen Getreide-, Grünfutter- oder Gemüsefeldern. Grauammern sind meist Jahres-Vögel, sehr gesellig und nicht besonders scheu.

Die Grauammer ist ein relativ großer Vogel mit schwerem Körper und einem kräftigem Schnabel. Ihr Gefieder ist lerchenähnlich gefärbt. Die Oberseite ist graubraun und dunkel gestreift. Unterseits ist die Grauammer beigeweiß mit einer dunklen Strichelung auf den Kehlseiten. Der Schwanz ist mittellang und der Kopf ist auf beigeweißem Grund gestreift. Auf dem Kopf sind ein dunkler Fleck auf den hinteren Ohrdecken und angedeutete Wangenstreifen (Anlage 32-33).

Der Gesang der Grauammer ist kurz und besteht aus wenig variierten Strophen, welche er häufig wiederholt. Sie beginnt zögernd und endet mit einem immer schneller werdendem Knirschen und Rasseln. Die Grauammer ruft dissonant, metallisch "tsritt" auch kurz klickend "bitt". Diese Rufe werden oft zu schnellen, "elektrisierten" Folgen aneinandergereiht. Grauammern benötigen erhöhte Singwarten wie zum Beispiel Einzelbäume, Büsche, Stromleitungen, Berghänge oder dornige Sträucher. Der Flug dieses Vogels wirkt oft schwerfällig und beschränkt sich auf kurze Distanzen. Ebenso beschränkt sich die Nahrung. Die Grauammer frisst Insekten, Spinnen, Weichtiere, Samen und grüne Pflanzenteile.

Das Nest besteht aus Halmen, Gestrüpp und Gräsern in denen die Grauammern ihre Eier ausbrüten. Diese werden von Mai bis August ausgebrütet. Die Brut besteht meist aus 4 bis 5 Eiern. Auch bei diesem Vogel gibt es teilweise starke Bestandsrückgänge in den mitteleuropäischen Gebieten. Da dort oft industrialisierte Landwirtschaft betrieben wird.


Goldammer (Emberiza citrinella)


Die Größe der Goldammer beträgt in etwa 15 Zentimeter bis 17 Zentimeter. Sie ist ein Singvogel und gehört der Gruppe der Ammern an. Auffindbar sind diese Vögel in Feld- und Gebüschlandschaften, an Waldrändern, baumreichen Weiden aber auch auf Heiden, Lichtungen, Kahlschlägen und Küsten mit einzelnen Bäumen und Sträuchern. Goldammern sind Teilzieher. Sie kommen im Herbst und Winter aus Skandinavien in teils sehr großen Schwärmen. Kennzeichnend ist das gelb/"goldene" Gefieder, welches diese Vogelart auf dem Kopf und auf der Brust trägt. Hier gibt es jedoch auch einen Unterschied zwischen Männchen und Weibchen. Das Männchen besitzt wenige dunkle Markierungen auf dem Scheitel und den Ohrdecken, eine sattgelbe Unterseite, rotbraun gestrichelte Flanken und den unverkennbaren fast ganz gelben Kopf. Wobei der Kopf des Weibchens eher Graugrün ist und mit gestricheltem Scheitel und einem hellen Fleck versehen ist. Die Brust und die Flanken sind grauschwarz gestreift. Ein wenig gelb sind lediglich die graugrünen Ohrdecken und unterseits ist nur ein blasses gelb zu erkennen. Der Ruf der Grauammer ist ein dissonantes "stüff", wobei es daneben noch zahlreiche kürzere, erstickte, knackende Rufe gibt (Anlage 34 - 37).

Der Gesang ist sehr bekannt und einprägsam. Er besteht aus einer schnellen Folge von kurzen Tönen mit einem langgezogenen Ende. Die vorletzte Silbe ist oft höher und die letzte tiefer als die anderen. Dazu gab mir die Leiterin unseres Projekts eine Hilfe zur Erkennung des Gesangs. Und zwar mit der Eselsbrücke, dass der Gesang sich anhöre wie ein " wie wie wie hab ich dich so lieb." Und mit diesem Tipp haben wir die Goldammern sehr gut identifizieren können. Die Nahrungssuche dieses Vogels findet meist am Boden statt.

So verzehrt die Goldammer hauptsächlich liegen gebliebene Getreidekörner auf Stoppelfeldern, Insekten und Weichtiere. Ahnlich der Grauammer. Das Nest bestehend aus zarten Gräsern, Blättern, Moos und Farnen ist gelegentlich mit Haaren oder Fell ausgepolstert. Goldammern legen in etwa 2 bis 5 Eier, welche die Weibchen ca. 13 Tage lang allein ausbrüten. Die Brutzeit ist von Mai bis August. Auch der Bestand der Goldammer hat sich durch Einwirkungen des Menschen reduziert.

Ebenso leidet diese durch Industrialisierung und durch Zerstörungen des natürlichen Lebensraumes. Naturschützer versuchen dies zu verhindern. So wurde zum Beispiel die Goldammer von der NABU zum Vogel des Jahres 1999 gewählt. Und auch durch Anpflanzungen von Hecken gewinnt die Goldammer ihren Lebensraum zurück.



5.4. Gartengrasmücke ( Sylvia borin)


Gartengrasmücken sehen sehr unscheinbar aus, da sie nur eine Größe von ca. 13 Zentimeter bis 14 Zentimeter haben. Im Allgemeinen halten sich Grasmücken in dichtem, dornigem Gebüsch oder im Wald auf. So sind Gartengrasmücken in Feldgehölzen, an lichten und gebüschreichen Waldrändern aber auch in unterwuchsreichen Parks und verwilderten Gärten zu finden. Diese Vogelart überwintert im tropischen Afrika und ist somit ein Sommervogel. Gartengrasmücken sind recht kräftig gebaute Zweigsänger ohne deutliche Merkmale. Dieser Vogel ist olivebraun bis grau und besitzt helle Augenringe, hat einen hellgrauen Anflug an den Halsseiten, hellgraue Beine und einen recht dicken, stumpfen Schnabel.

Die Lock- und Erregungsrufe bestehen aus einer Folge von gackernden, nasalen Tönen. Ahnlich wie ein "tschäck-tschäck-tschäck". Das Tempo nimmt dabei mit steigender Beunruhigung zu. Der Gesang ist wohl tönend und besteht aus schnellen, bald rauen Tönen, die ohne klare Gliederung wie ein Bach "dahinplätschern". Die Männchen zeigen auch oft Singflüge (Anlage 38 - 39).

Das Gelege umfasst ca. 3 bis 5 Eier, wobei bei diesem Vogel zwei Jahresbruten möglich sind. Die Nahrung beschränkt sich auf kleine, weiche Insekten und Früchte. Wie bereits schon erwähnt ist die Gartengrasmücke ein hervorragender Singvogel. Er ist jedoch auch fast nur an seinem Gesang zu erkennen, da er sehr unscheinbar wirkt und sehr schnell ist. Die Gartengrasmücken haben nicht ganz so viele Probleme in ihrer Ausbreitung und Vermehrung. Sie sind sehr flexibel und können sich ihrer Umgebung bestens anpassen.



Klappergrasmücke (Sylvia curruca)




Klappergrasmücken sind sehr kleine Vögel. Ihre Größe beträgt ca. 11 Zentimeter bis 13 Zentimeter. Habitate dieses Vogels können Gebüsche, Hecken, Parks, Gärten, offene Waldgebiete mit Lichtungen oder auch Nadelbaum-Schonungen sein. Die Klappergrasmücke ist ein Sommervogel, meistens von April bis September, und sie überwintert in Nordostafrika.

Die Klappergrasmücke ist kräftig gebaut und besitzt einen kurzen Schwanz. Merkmale dieses Vogels können die dunkelgrauen Ohrdecken, der graubraune Scheitel, die dunkelgrauen Beine oder der grauweiße Überaugenstreif sein. Da diese Vogelart recht klein ist, sind sie meist nur am Gesang oder an den Ruflauten zu erkennen. Der Ruf klingt schnalzend "tett". Der Gesang beginnt mit einem leisen eiligen schnalzen. Die Gesangsstrophen sind dann eher laut klappernd (Anlage 40 - 41).

Es gibt jedoch auch Tiere dieser Gattung, bei denen der "Vorgesang" dominanter ist. Klappergrasmücken leben am Brutplatz zurückgezogen. Die Nester sind in gut geschützten, dichten Gebüschen oder Hecken. Das Vogelpärchen baut das Nest zusammen auf. Es besteht aus Grashalmen und wird innen mit kleinen Wurzeln ausgepolstert.

Die Gelege der ersten Brut findet man in der zweiten Maihälfte und das zweite Gelege etwa Anfang bis Mitte Juli. Das Weibchen brütet ca. 11 bis 12 Tage und behütet dann die Jungen. Klappergrasmücken fressen Insekten, Spinnen, Zweigspitzen, Blätter aber auch Beeren. Der Bestand der Klappergrasmücken ist relativ stabil. Jedoch leidet auch dieser Vogel oft unter den Einwirkungen die der Mensch verursacht. Zum Beispiel kann es passieren, dass die Klappergrasmücke ihre Eier abstößt, wenn ein Mensch sie nur einmal betrachtet hat oder in deren Nähe war.



6. Resultat


Die beschriebenen Heckengehölze und Vögel, konnten wir selbst durch hören oder sehen identifizieren. Die untersuchten Hecken sind optimale Habitate und extra zur Vermehrung und Lebensraumerhaltung für diese Vögel gedacht. Denn wie wir bereits schon erwähnten, sind die Bedingungen für viele Vögel sehr schlecht und werden durch das skrupellose Eingreifen des Menschen in die Natur weiter verschlechtert. Demnach sind solche Anpflanzungen von Hecken sehr sinnvoll, um die Arten zu erhalten die solche Lebensräume benötigen.



7. Schlussbemerkung


Wir hatten eine schöne Woche in Brodowin und haben über die dort lebenden Heckenbrüter viel erfahren. Es war zum Beispiel dringend notwendig, dass wir erst einmal die Hecke kartiert haben, bevor wir auf die Vögel geachtet haben. Denn wenn man weiß, welcher Vogel welche Umgebung bevorzugt, in unserem Beispiel hauptsächlich der Neuntöter, war es viel einfacher auf die Vögel zu achten.

Es war zudem erstaunlich, dass wir gerade einen Neuntöter "am Hoben" gesehen und gehört haben, obwohl die Bedingungen "am Zaun" viel besser für den Neuntöter sind. Aber es kann durchaus vorkommen, hat man uns hinterher gesagt und eigentlich hatten wir ziemlich viel Glück, überhaupt ein Exemplar zu Gesicht zu bekommen, denn die Jahreszeit war noch relativ früh für die Rückkehr dieses Vogels. .Zudem haben wir viel Wissenswertes über bestimmte Pflanzen erfahren, ihren Lebensraum und wie diese dazu beitragen, dass sich viele Tiere dort wohl fühlen. Die Pflanzen bieten den Vögeln nicht nur den Lebensraum, sondern auch Nahrung und Schutz.

Insgesamt können wir sagen, dass es sehr interessant war, wir haben auch den Vergleich gesehen wie beide Hecken aufgebaut sind und welche besser geeignet ist für unsere Heckenbrüter. Beide Hecken sind sehr unterschiedlich strukturiert und die Vögel haben auch unterschiedliche Ansprüche und deshalb war es unsrer Meinung nicht sehr schwer, heraus zu filtern, welcher Vogel wo sitzt und warum.



8. Anmerkung


Wir haben nach dieser Praktikumswoche uns noch einmal mit Frau Fuchs getroffen und haben ihr unsere Ergebnisse vorgelegt. Wir konnten ja nun nicht völlig ins Leere unsere Arbeit und damit auch den Vergleich niederschreiben, sondern wir haben Frau Fuchs gebeten sich die Sachen anzuschauen und uns eventuell zu korrigieren. Das hat sie getan, indem sie uns von einem Kollegen einen Kartierschlüssel gegeben hat und wir sehen konnten zu welchem Ergebnis er gekommen ist. Dies war fast identisch mit unseren Darstellungen.

Man hat sich die Hecke in mehrere Abschnitte eingeteilt und hat dann Unterschiede und Gemeinsamkeiten gegenüber anderen Hecken untersucht und diese in einen Zahlencode umgewandelt, denn dann hat man einen optimalen Vergleich und die Probe für seine eigene Kartierung (Anlage 42).

In dieser Arbeit möchten wir auch eine Danksagung an Frau Fuchs und das ganze Team des Naturschutzhofes aussprechen, die uns ja dieses Thema ausgesucht haben und uns in jeglicher Hinsicht geholfen haben.

9. Quellen- u. Literaturverzeichnis


Kosmos Naturführer; Bruno P. Kremer; Die Bäume Mitteleuropas; 2. Auflage; Stuttgart; 1998

Kosmos Naturführer; Zahradnik / Cihar; Der Kosmos- Tierführer; 1. Auflage; Prag; 1996

Urania- Verlag Leipzig; Schretzemeyer; Heimische Bäume u. Sträucher Mitteleuropas; 1. Auflage; Leipzig; 1989

BLV Naturführer; Kurt Hartz; Bäume und Sträucher; 2. Auflage; München; 1996

Natur erkennen- Natur verstehen; Steinbachs großer Naturführer; 1. Auflage; München; 2000

Neuman Verlag; Makatsch; Wir bestimmen die Vögel; 5.Auflage; Leipzig; 1987


www.google.de für Bilder der Vögel













Kartieren (franz.); vermessen und auf eine Karte darstellen

Ruderalpflanze (lat.); Pflanze, die auf stickstoffreichen Schuttplätzen gedeiht

Erscheinungsbild (lat.); von Pflanzen und Kristallen










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