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Halluzinogene LSD und Meskalin




Halluzinogene: LSD und Meskalin


Halluzinogene sind chemische und auch pflanzliche Stoffe, die Sinnestäuschungen und Trugwahrnehmungen verursachen, die Anderung betrifft aber meist die optischen und manchmal auch die akustische Wahrnehmungen


Herkunft:

LSD:

LSD, mit vollem Namen, Lysergsäure-Diäthylamid genannt, wird aus dem Mutterkorn, welches auf Roggenähren wächst, gewonnen. Mutterkorn entsteht, falls die Ahre mit einem bestimmten Pilz befallen wird. Es wird als vielfältiges Heilmittel genutzt. Aus dem Mutterkorn wird die Lysergsäure gewonnen und mit Hinzufügung von Diäthylamid entsteht LSD.




Meskalin

Meskalin wird aus dem dornenlosen Peyotlkaktus gewonnen, der in den Südstaaten und Mexiko heimisch ist. Er hat ein kurzer, dicker Stamm und lange Wurzeln. Seine Knospen werden getrocknet, zerhackt und anschliessend zermahlen und in Kapseln gefüllt.


Anwendung:

LSD:

LSD wirt meist durch den Mund eingenommen, kann aber auch "gesnifft" oder injiziert werden.

Meskalin:

Meskalin wird meist geschluckt, aber auch geraucht oder injiziert.


Wirkung:

LSD:

LSD ist eine der wirksamsten Halluzinogene, denn schon ein Millionstel Gramm bewirkt optische und akustische Veränderungen. Der Konsument betrachtet dies meist als positiv. Töne werden sichtbar und Farben beginnen zu schmecken. Erkennungszeichen von LSD-Konsum sind: Erhöhter Herzschlag, ausgeweitete Pupillen, körperliche Schwäche und Übelkeit.


Der Wirkungsablauf ist in 3 Phasen gegliedert:


Die somatische Phase: Sie beginnt nach der Aufnahme der Droge durch den Organismus. Ihre Hauptwirkung ist die Stimulation des Zentralnervensystems und vorwiegend des Sympathikus.

Die sensorische Phase: Sie ist die Phase, die vom Konsument meist angestrebt wird. Die Wahrnehmungsänderungen durch den irritierten Sympathikus beginnt.

Die psychische Phase: Sie enthält den meist unerwünschten Teil des Konsums. Sie wirkt sich aus durch Stimmungsschwankungen, verändertes Zeitgefühl, psychotische Depressionen und Störungen.

Meskalin:

Meskalin ist wirkungsschwächer, es entsteht ein Gefühl, dass der Körper vom Ich getrennt ist, eine Art Bewusstseinserweiterung. Typische Merkmale für Meskalinkonsum sind: Pupillenerweiterung, Erhöhung der Körpertemperatur, Muskelschwäche und Erbrechen. Meskalin braucht ca. 30-90 Minuten bis es zum Gehirn gelangt ist und die Wirkung hält bis zehn Stunden. Es wird nicht im Stoffwechsel zersetzt und daher in der Ursprungsform ausgeschieden. Meskalin irritiert den Sympathikus und erhöht die Reflexe und das Fluchtverhalten, macht lebhaft und nervös das selbe gilt für LSD.


Schädigung:



LSD kann einen "bad trip" oder "horror trip" hervorrufen.  "Bad trip": Ohne äusseren Einfluss, kann der Stoff panische Angste hervorrufen. Dieser Zustand kann sich zu einem "Horror trip" entwickeln, der Konsument leidet unter Psychose (geistiger und seelischer Schaden).

Tage, sogar Wochen nach dem Konsum können plötzliche "flashbacks" auftreten, die nur für Sekunden oder Minuten spürbar sind.

Meskalin ist wirkungsschwächer, kann aber fast zu den selben Schädigungen führen.


Abhängigkeit:

Beim Gebrauch wird der Konsument sich innerhalb wenigen Tagen an die Auswirkungen gewöhnen und braucht immer grössere Dosen. Halluzinogene können nicht körperlich abhängig machen, jedoch stark psychisch, man riskiert eine depressive Periode, den "crash" zu erfahren.


Gesetzgebung:

Die Halluzinogene werden in die Sparte der Betäubungsmittel eingereiht.


Verbreitung in der Schweiz:

Doch 2 % der 15 bis 39-jährigen Bevölkerung hat bis anhin Erfahrung bin Halluzinogene, obwohl der Konsum - insbesondere Meskalin und LSD - eher rückgängig ist.


Geschichtlicher Hintergrund:

LSD:

LSD wurde von dem Schweizer Dr. Albert Hofmann 1938 erstmals synthetisiert. Er arbeitete damals in einem Forschungsprogramm, welches sich eigentlich mit den therapeutischen Nutzanwendungen befasste. Eigentlich sollte es zur Weiterentwicklung der Migränebehandlung, Blutstillung und Entbindung genutzt werden. Doch das LSD-Präparat geriet in Vergessenheit bis Hofmann 1943 ein phantastisches Erlebnis hatte, er musste irgendwo unbemerkt LSD eingenommen habe. Er forschte nach und fand heraus, dass ein Millionstel Gramm reicht um eine Wirkung zu erzielen, daraufhin machte er Selbstversuche. Doch jahrelang blieb das LSD-Geheimnis in irgend welchen Laboratorien verborgen, bis 1949 in den Staaten die Wirkung auf den Menschen erprobt wurde. Zu Forschungszwecken wurde es in den fünfziger Jahren an viele Pharmakologen verschickt und so fand es rasch eine weite Verbreitung. Es wurde in Psychotherapien genutzt und in den Sechzigern erreichte LSD als Volksdroge ihren Höhepunkt.

Meskalin:

Schon die Azteken und andere indianische Kulturen, im Raum Mexiko, kannte die Wirkung des Peyotlkaktuses. Der Stoff wurde vor allem in religiösen Riten und Zeremonien verwendet, lange bevor die Europäer ankamen. Doch diese uralte Tradition setzt sich noch heute durch - gesetzlich zugelassen - verwenden die Anhänger der NATIVE AMERICAN CHURCH OF NORTH AMERICA diesen Stoff in ihren Zeremonien. Diese Kirche ist eine Vereinigung aus nordamerikanischen Indianerstämmen mit 250000 Mitgliedern. Der Peyotlkaktus wird von ihnen als sakramentales Kultmittel angesehen. Die Verwendung im religiösen Zusammenhang wird nicht als Drogenmissbrauch angesehen und ist gesetzlich erlaubt.












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