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CICERO - Biographie

Cicero




Marcus Tulius Cicero wurde im Jahre 106 in Arpinum bei Latium geboren. Er stammte aus dem Handelsadel (niederer Adel).

Cicero begann seine Laufbahn nach gründlicher Ausbildung als Anwalt in Rom, zudem widmete er sich in seiner Jugend dem Studium der Philosophie und Rhetorik. Dies waren die Voraussetzungen seiner späteren Erfolge. Seine Erfolge erreichte er durch seine sensiblen, gebildeten und temperamentvollen Charakter, welche er als Verteidiger, Redner und Schriftsteller auch einsetzte.

Sein Aufstieg in Rom begann 80 v. Chr. mit den mutigen Auftritten in pol. Prozessen, wobei er fast immer die Seite des römischen Volkes vertat.



79 bis 77 v. Chr. unternahm Cicero eine 'Bildungsreise' nach Athen und Rhodos, wo er entscheidende rhetorische und philosophische Anregung von griechischen Rednern und Philosophen erlangte.

70 v. Chr. siegte er im Prozeß gegen Gauis Verres, den untreuen Statthalter Siziliens, dessen Verteidiger Hortensius bis dato als bedeutendster Redner Roms galt. Dies war der Grundstein seiner pol. Laufbahn in Rom.

Cicero durchlief den Lauf der Ehrenämter (Cursus honorum) und galt als 'homo novus' (Aufsteiger) in Rom.


- Der Lauf der Ehrenämter (Cursus honorum) beginnt als Quästor (unterste Stufe) und endet als Zensor (höchste Stufe).

Zensor

Höchste Instanz im Senat

Konsul

Regierungsexekutive für ein Jahr

Prätor

Richter, Vorsitzender des Hauptgerichtes in Rom

Aedil

Polizeichef

Quästor

Finanzbeamter - mußte für 'Brot und Spiele' sorgen

Der Lauf des 'homo novus' bestand darin, daß er direkt Konsul oder Prätor und anschließend Zensor wird. Dies war die pol. Laufbahn Ciceros. -


66 v. Chr. trat Cicero als Prätor für die besonderen Vollmachten des Pompejus ein.

Als Konsul unterdrückte er 63 v. Chr. ohne Waffengewalt die Verschwörung Catilinas. Cicero selbst bezeichnete diesen Erfolg als Höhepunkt seines Lebens. Vom Volk und der Regierung wurde er als 'Vater des Vaterlandes' bezeichnet.

Doch 59 v. Chr. mußte er aufgrund veränderter Machtverhältnisse ins Exil gehen, was er mehr oder weniger freiwillig auch tat. Jedoch wurde er schon 57 v. Chr. mit Ehren aus dem Exil zurückgeholt und setzte seine pol. Laufbahn in Rom fort. Ihm blieb doch eine wirkungsvolle pol. Tätigkeit, die er sich als Sprecher im Senat ersehnte, durch den Einfluß des Pompejus und Cäsar versagt. In dieser Zeit (56-51) entstanden unter anderem seine bedeutenden Bildungsschriften 'De republica' oder 'Über den Redner', in denen das Ideal des Römertums, erfüllt durch den Wertgedanken der Griechen, seine Ausprägung fand.

51 v. Chr. verwaltete Cicero als Prokonsul die Provinz Kilikien. Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus der Provinz brach in Rom der Bürgerkrieg aus ( 49 v. Chr.), in dem sich Cicero als Vermittler der verfeindeten Parteien ansah. Nach vergeblichen Vermittlungsversuchen entschloß er sich für die Seite Pompejus.

Nach der Niederlage Pompejus gegen Cäsar verweilte er in Brundisium und wartete auf eine Amnestisierung Cäsars, um nach Rom Rückkehren zu können. Cäsars Alleinherrschaft widersprach Ciceros Überzeugung, trotzdem versuchte er Cäsar für eine maßvolle, legale Staatslenkung zu gewinnen.

Nach Cäsars Ermordung im Jahre 44 v. Chr. trat Cicero für die Wiederherstellung der Senatsherrschaft ein, jedoch vergeblich. Er geriet im schärfsten Gegensatz zu Marcus Antonius, der sich als Nachfolger Cäsars ansah. Gegen ihn richtete Cicero seine 14 Phillippischen Reden.

Unmittelbar nach Abschluß des Triumvirats (43 v. Chr.) (Antonius - Oktavian - Lepidus) wurde Cicero in Formiae von den Schergen den Antonius ermordet.



Bedeutung seiner Schriften für die Nachwelt


Seine Bedeutung als Politiker war aufgrund seiner Mißerfolge umstritten. Doch seine Werke sind Meilensteine der latein. Kunstprosa. Er gilt sogar als Gründer der lat. Kunstprosa und toleranter Menschlichkeit. Besonders in seinen letzten Jahren entfaltete er, als Vermittler der griechischen Gedankenwelt an die Römer, große literarische Schaffenskraft. Von seinen Reden sind 58 mehr oder weniger gut erhalten geblieben. Sein Einfluß aus die abendländische Kultur ist unermeßlich. Sein Stil der Rhetorik und der Humanität sind für viele Schriften ein Vorbild gewesen, obwohl seine Art zu schreiben nicht bei allen Anerkennung fand.






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