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Johann Christoph Friedrich Schiller



Johann Christoph Friedrich Schiller


Die Dichter der Sturm und Drang Zeit, die sich Rousseau als Beispiel nahmen, kämpften für die Freiheit des Individuums, also für die Freiheit jedes einzelnen Menschen. Rousseau meinte, die Menschen seien durch die Zivilisation verdorben, und man könne sie nur durch eine "Rückkehr zur Natur" verbessern. Heute würde man die damalige Generation als "aufmüpfig" bezeichnen. Schiller machte sich den Kampf gegen die absolute Macht der Obrigkeit zur Aufgabe, weil er die Macht eines solchen Alleinherrschers in seiner Jugend am eigenen Leib erfahren musste.


Johann Christoph Friedrich Schiller wurde am 10.11.1759 als Sohn von Johann Caspar Schiller (Offizier und später Hofgartenverwalter) und seiner Frau Elisabeth Dorothea Kodeweiß (Tochter eines Gastwirtes) in Marbach geboren. Er hat eine 2 Jahre ältere Schwester namens Christophine Schiller.

Schon als Kind stand fest, dass Schiller einmal Geistlicher werden würde. Er besuchte eine Lateinschule, die ihn darauf vorbereiten sollte.




(Er begann schon zu Zeiten seiner Konfirmation mit dem Schreiben.)

Mit 13 tritt Schiller auf Befehl des Herzogs Karl Eugen in die militärische Karlsschule ein und studiert zunächst Jura. Dort sollte er zum Offizier und Beamten erzogen werden. Er hatte keine andere Wahl, denn zur Zeit des Absolutismus war es unmöglich sich den Anforderungen der Fürsten zu widersetzen.

Der Herzog nahm die Erziehung Schillers in seine Hände und musste Besuche seiner Familie erst erlauben, bevor sie sich sehen durften.

Die Militärakademie zieht 1775 nach Stuttgart um, wo er dann Medizin studiert, da ihn sein vorherige Fach Jura kaum interessierte. Dir strenge Ordnung der Schule war für Schiller bald unerträglich, da er ständig mit den Vorschriften in Konflikt geriet. Sogar das Lesen war den Schülern außerhalb des Unterrichts verboten!! Zu dieser Zeit begann Schiller mit dem Dichten. Er sah dies als einzige Möglichkeit, seine Freiheiten auszuleben.

Schiller liest alle Werke Shakespeare, Rousseaus und Klopstocks, obwohl in der Akademie der Besitz und die Beschäftigung mit schöngeistiger Literatur verboten war.

Am 14.Dezember findet die Preisverleihung und Entlassung aus der Karlsschule statt. Schiller wird Militärarzt.

Ein Jahr später (mit 18 Jahren) entstehen die ersten Szenen "Der Räuber". In diesem Drama kritisiert Schiller erstmals das bestehende politische System. Das Drama handelt von zwei ungleichen Brüdern, die auf Grund ihrer ungleichen Charaktere nicht miteinander klarkommen. Der Hass des einen richtet sich nicht nur gegen seinen Bruder, sondern gegen die gesamte Gesellschaftsordnung, die er für verkommen und ungerecht hält. Der Protagonist versucht mit allen Mitteln das bestehende, politische System umzustoßen und gerät dabei mit dem Gesetz in Konflikt. In diesem Drama findet man deutlich den Bezug zu Schillers eigener Person.

Er lebt nun, im alter von 21 Jahren, in Stuttgart und arbeitet dort als Arzt und Dichter. Die revolutionären Gedanken, die er in "Die Räuber" zum Ausdruck brachte, hätten für lebenslange Haft genügt. Er veröffentlicht "Die Räuber" also anonym im Selbstverlag und arbeitet das Werk auf Drängen des Intendanten v. Dalberg in ein Bühnenstück um. Kurz darauf werden "Die Räuber" mir großem Erfolg (13.01.1782) im Mannheimer Hof- und Nationaltheater uraufgeführt. Diese Aufführung wurde zu einer Sensation, da die Zuschauer sehr emotional bewegt waren. Manche weinten, andere wurden handgreiflich. Auf jeden Fall ließ das Stück niemanden kalt und die Menschen machten sich Gedanken über die politischen Zustände. Damit hatte Schiller sein Ziel erreicht. Dieser Aufführung, und auch zu einer späteren entfernte er sich ohne Urlaub der Akademie. Diese zwei Ausfahrten musste er mit 14 Tagen Haft bezahlen.

Ebenso verbietet der Herzog Schiller jegliche dichterische Betätigung. Daraufhin flieht Schiller mit seinem Freund und Musiker Andreas Streicher aus der Akademie. Er ist zu dem Zeitpunkt 23 Jahre alt.

Schiller reist auf Einladung der Mutter eines Akademiekameraden, seiner späteren Gönnerin, Henriette von Wolzogen, nach Bauernbach in Thüringen und findet dort Asyl.

Als er mit 24 Jahren von Bauernbach nach Meiningen geht, arbeitet er dort als Bibliothekar. Schiller schließt Freundschaft mit dem Bibliothekar Reinwald, der später seine Schwester Christophine heiratet.

Das bürgerliche Trauerspiel "Kabale und Liebe", wird beendet. Schiller verliebt sich unglücklich in Charlotte von Wolzogen, die Tochter seiner Gönnerin. Daraufhin reist er überstürzt nach Mannheim, um mit v. Dalberg in Kontakt zu treten, um dort als Theaterdichter am Mannheimer Nationaltheater zu arbeiten. Er verpflichtete sich, im Jahr drei Stücke zu schreiben. Dort erkrankt Schiller schwer.

1784 (Schiller ist 25) wird "Kabale und Liebe" uraufgeführt und hat einen sehr großen Erfolg.

Der Rechtsanwalt Christian Gottfried Körner und seine Verlobte, beide Verehrer Schillers, schickten ihm 1784 unbekannterweise ein Geschenk (gestickte Brieftasche, eine Komposition und die Porträts der Absender). Darüber schrieb er: "Wenn ich mir denke, dass in der Welt vielleicht mehr solche sind, die sich freuen, mich zu kennen, dass vielleicht in hundert und mehr Jahren, wenn auch mein Staub schon lange verweht ist, man mein Andenken segnet und mir noch im Grabe Tränen und Bewunderung zollt, dann freue ich mich meines Dichterberufes".

Noch im selben Jahr nahm er die Einladung, das Paar zu besuchen an, und blieb schließlich 2 Jahre bei ihnen in Leipzig. Körners menschliche Eigenschaften förderten Schillers Entwicklung zur hohen Klassik.

"Don Carlos"; Uraufführung 1787: Richtete sich ebenfalls gegen die Macht der oberen, wenn auch in einem anderen Land(Spanien).



1787 zog er nach Weimar um. Der Philosoph Reinhold, den er in Weimar kennen lernte, brachte ihn erstmals mit der Philosophie Kants in Verbindung.

Im November 1787 reiste er nach Jena, um seine Schwester und ihren Mann Reinwald zu besuchen. Er reist ebenfalls nach Rudolstadt und kommt bei der Familie v. Lengefeld ein, er macht die Bekanntschaft mit den Töchtern Caroline und Charlotte. Er sagte bereits nach ihrem ersten Treffen über die Schwestern: "Beide sind, ohne schön zu sein, anziehend und gefallen mir sehr".

Er wohnt vier Monate in der Nähe von Rudolstadt und besucht die Familie v. Lengefeld fast täglich.

Am 07.09.1788 begegnet Schiller, im Alter von 29 Jahren, das erste mal Johan Wolfgang von Goethe in Weimar. So Schiller später über Goethe: "Meine Bekanntschaft mit Goethe halte ich auch jetzt nach einem Zeitraum von 6 Jahren für das wohltätigste Ereignis meines ganzen Lebens."

Goethe dachte Ahnliches, er sagte zu seinem Freund Schiller: " Sie haben mir eine zweite Jugend verschafft und mich wieder zum Dichter gemacht, welches zu sein ich so gut als aufgehört hatte."

Durch seine Arbeit an seinem Buch ("Die Geschichte des Abfalls der Niederlande") und durch Goethes Vermittlung bekam er eine Professur in Geschichte an der Universität in Jena. Er siedelte dorthin um.

Über seine Zeit dort sagt er Folgendes: "Jetzt, da ich am erreichten Ziel stehe, erstaune ich selbst, wie alles doch über meine Erwartungen gegangen ist. Das Schicksal hat die Schwierigkeiten für mich besiegt, es hat mich zum Ziele gleichsam getragen."

Er verlebte dort eine schöne Zeit, und seine Vorlesungen kamen bei den Studenten riesig an.

Mit fast 30 Jahren reist Schiller nach Leipzig und verlobt sich mit Charlotte v. Lengefeld, die er knapp ein halbes Jahr später heiratete. Sie blieben bis an ihr Lebensende glücklich verheiratet. Einmal sagte Schiller über seine Frau: "Mir macht es, wenn ich auch Geschäfte habe, schon Freude, mir nur zu denken, dass sie um mich ist.".

Doch schon ein Jahr nach der Hochzeit erkrankt Schiller an Lungen- und Rippenfellentzündung, die aufgrund der damaligen medizinischen Erkenntnisse nicht vollständig geheilt werden konnten. Er hatte einen heftigen Anfall, den er nicht zu überleben glaubte. Als die Lebensgefahr überstanden war, schrieb er an Körner: " Dieser schreckliche Anfall hat mir innerlich sehr gut getan, ich habe dabei mehr als einmal dem Tod ins Gesicht gesehen und mein Mut ist dadurch gestärkt worden."

Auf Grund seiner Krankheit musste er sein Amt als Geschichtsprofessor niederlegen und widmete sich wieder verstärkt seinen Werken.

Schiller betreibt weiter seine Kant- Studien und ist gesundheitlich in keiner guten Verfassung.

(Im Oktober 1792 (Schiller ist 33) verleiht die französische Nationalversammlung Friedrich Schiller das französische Bürgerrecht.)

Mit 34 Jahren reist Schiller mit seiner Frau Charlotte nach Ludwigsburg, wo ein Jahr später der älteste Sohn Karl geboren wird. Insgesamt hatten sie vier Kinder (2 Töchter, 2 Söhne).

Im September 1796 trifft Schiller ein herber Schicksalsschlag: Er verliert seinen Vater mit 37 Jahren.

In den nächsten 5 Jahren bis zum Tod seiner Mutter 1802 entstehen unter anderem folgende Werke: "Wallenstein", "MacBeth" (Schiller überarbeitete dieses Stück von Shakespeare für die Bühne), "Maria Stuart", sowie "Die Jungfrau von Orleans".

Und er plante das Drama "Wilhelm Tell" es war sein letztes vollständiges Werk und wurde ein Jahr vor seinem Tode fertiggestellt- es beinhaltete ebenfalls revolutionäre Gedanken, wie schon bei "Die Räuber" und "Kabale und Liebe".

16.11.1802 erhält Schiller mit 43 Jahren einen Adelstitel, und durfte sich von nun an Friedrich von Schiller nennen.

Am 29.04.1805 hat Schiller seinen letzten öffentlichen Auftritt bei einem Theaterbesuch, er bekommt dort einen Fiberanfall. 10 Tage später, am 09.05.1805 stirbt Johan Christoph Friedrich Schiller mit gerade mal 45 Jahren.

Er wird auf dem Jakobsfriedhof beigesetzt. Allerdings wurden seine sterblichen Überreste 1827 in die Weimarer Fürstengruft überführt, da seine Bindung an Weimar zu stark war.                       













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