2.2.5.

Pflege
Alle
sprechen von Electronic Commerce und jeder meint etwas anderes. Unter
Electronic Commerce versteht man im allgemeinen einen Überbegriff für Formen
des elektronischen Datenaustauschs, die bei einer Geschäftsabwicklung
entstehen. Beispiele sind Elektronische Märkte, Online-Systeme, E-Mail oder
Homebanking. Bei all diesen Formen ist die Gemeinsamkeit der elektronischen
Übertragung von Daten immer gegeben.
Das
Einkauf über das Internet ist ein völlig neuer Vertriebsweg, der die
klassischen Vertriebswege zwar nicht ablösen aber wahrscheinlich ergänzen wird,
und schon jetzt immer populärer wird. Vorteile bei der Geschäftsabwicklung über
das Internet sind die Schnelligkeit, Effizienz, günstige Kosten, ständige und
weltweite Erreichbarkeit, sowie direktes und auf die einzelne Person bezogene
Geschäfte zwischen Anbieter und Käufer. Möglichkeiten des Internetshoppings bei
Kaufhäusern, PC Anbietern und vor allem bei Buch- und Musikgeschäften sind
schon vorhanden.
Um jedoch
mit den herkömmlichen Vertriebswegen konkurrieren zu können, muss zuerst die
Sicherheit im Internet gewährleistet sein. Ebenso muss die Frage nach dem
passendsten Zahlungssystem, bei der die Kreditkartenzahlung oder die Zahlung
mit digitalem Geld als Lösung sehr nahe stehen, beantwortet werden.
Besonders
beim Zahlungsverkehr im Internet ist noch keine ideale Lösung gefunden worden.
Probleme ergeben sich, weil es im Bereich der Zahlungsmethoden verschiedene
Anforderungen, Möglichkeiten und Randbedingungen gibt, aber auch schon bereits
bestehende Zahlungssysteme in unterschiedlichen Einsatzbereichen verwendet
werden.
Da sowohl beim Homebanking und beim Shopping mit dem PC Passwörter
Kontozugangsdaten, PINs (Personelle Identitätsnummer),
TANs (Transaktionsnummer), das digitale Geld und die
Kreditkartennummern auf dem Computersystem gespeichert sind und über das
Internet transportiert werden, halte ich es für notwendig, etwas über den
Datenschutz und der Datensicherheit zu schreiben.
Geschützt werden nicht die Daten, sondern jede einzelne Person vor
Missbrauch ihrer Daten.
Als Datensicherheit bezeichnet man Massnahmen, die Daten vor
unerwünschten Zugriffen und vor zufälligen oder absichtlichen Veränderungen
bzw. Zerstörungen zu bewahren.
Im Hinblick auf Electronic Commerce ist hier zu prüfen, inwieweit
die Techniken und Übertragungswege der E-Commerce Anwendungen Schutz vor
unberechtigten Zugriffen und Manipulation der Daten bieten oder nicht. Um die
Daten im Internet effektiv schützen zu können, ist es notwendig, den Ablauf und
die Schnittstellen einer Transaktion genauer zu betrachten. Dabei zeigen sich
drei wesentliche Angriffspunkte:
am
Zielserver
während
der Übertragung
am
PC des Kunden.
Um eben
diese potentiellen Schwachpunkte zu überwinden, wurden für sie
Schutzmechanismen und Technologien entwickelt.
Dabei geht es darum, fremde, nicht befugte Personen vor
unerlaubten Zugriffen und das Eindringen von Fremdprogrammen zu verhindern.
Dafür werden sogenannte Software Firewall Systeme eingesetzt.
Um eine Information oder Transaktion, die im Internet meist über
eine Vielzahl von verschiedenen Servern läuft, vor Manipulationen zu schützen,
wird diese vor dem Absenden verschlüsselt.
Um eine Information wieder lesbar zu machen, wird ein Schlüssel
zum 'Entsperren' benötigt. Durch die Wahl von komplexen
Verschlüsselungscodes kann man die Möglichkeit, den Schlüssel zu errechnen,
praktisch ausschließen.
Der Kunden-PC ist mit Abstand das schwächste Glied und am
schwierigsten zu schützen. Ein an das Internet angeschlossener PC bietet einem
Hacker eine Fülle von Angriffspunkten. Man kann von einem Internetbenutzer nur
sehr schwer verlangen, dass er einen Überblick über die Vorgänge behält, die
sich beim Laden der verschiedenen Seiten auf seinem PC abspielen.
Standardprogramme wie zum Beispiel der Internet Explorer oder
Netscape Navigator weisen oft eine Vielzahl an Sicherheitslöchern auf, die von
den Herstellern Stück für Stück wieder gestopft werden müssen. So ist zum
Beispiel im Juni 2001 so ein Sicherheitsloch im Netscape Navigator bekannt
geworden, das es ermöglichte, Zugriff auf die Festplatte des PC-Besitzers mit
Online-Anschluss zu erhalten und darauf Daten auszuspionieren.
Um eine Transaktion von einem Kunden-PC aus gut genug sichern zu
können, sollten folgende Rahmenbedingungen erfüllt werden:
Sichere
Identifizierung des Nutzers
Gewährleistung
der Authentizität der Daten
Sichere
Verschlüsselung von Daten
Um in einem Netz Transaktionen abwickeln zu können, ist es
unabdingbar, dass der Absender einer Information eindeutig identifiziert werden
kann. Im Homebanking-Bereich wird dazu das sogenannte PIN/TAN Verfahren
eingesetzt. Der Nutzer erhält von seiner Bank eine persönliche PIN und eine
Liste von nur einmalig gültigen TAN, die bei jeder Transaktion übermittelt
werden. Die Sicherheit dieses Systems hängt weitestgehend vom Nutzer selbst ab,
denn die PIN und die TAN-Liste darf niemals in fremde Hände gelangen, da sich
derjenige sonst als Zugriffsberechtigter ausgeben könnte. Das Speichern von PIN
und TAN auf dem Kunden PC, wie dies bei einigen Homebanking-Programmen bisher
üblich war, ist zu vermeiden, da beispielsweise ein Virus diese Daten auslesen
und an einen Dritten weiterleiten könnte.
Dabei geht es darum, zu garantieren, dass die Daten des Absenders,
die beim Empfänger ankommen, auch diejenigen sind, die über das Internet
geschickt werden. Denn jeder, der Zugang zu einem Knotenrechner (Rechner, die
die Verbindungsstellen zwischen den verschiedenen Netzen bilden) bekommt, kann
Informationen lesen und im schlimmsten Fall sogar verändern. Es könnte auch der
Absender geändert werden. Das sollte durch sichere Verschlüsselungsverfahren
verhindert werden.
Es ist
notwendig, Daten so zu verschlüsseln, dass es bei der Übertragung zu keinen
ungewünschten Zugriffen oder Manipulationen kommen kann. Es muss also auch auf
der Kunden PC-Seite gewährleistet sein, dass Verschlüsselungsverfahren
eingesetzt werden. Derzeit gelten Verfahren mit Schlüssellängen größer gleich
128 Bit als den diesbezüglichen Anforderungen genügend. Die Banken und
Sparkassen sind derzeit dabei, ein Homebanking Computer Interface zu entwickeln, um so zeitgemäße
Sicherheitsmechanismen und –Methoden zu schaffen, welche den Missbrauch der im
Bereich des Homebanking eingesetzten Systeme verhindern. Neben der Pflicht,
jede Nachricht zwischen Bank und Kunde mit einer digitalen Signatur zu.
Auf Dauer
sollen alle Sicherheitsfunktionen einer intelligenten Chipkarte übertragen
werden. Dazu sollte ein kleines Kartenlesegerät neben dem PC stehen, das die
Daten aus dem Rechner digital signiert und die digitalen Signaturen, die von
der Bank kommen, prüft. Auch die Verschlüsselung übernimmt dann die Karte.
Dieses System ist somit auf jeden Fall sicherer als der Einsatz von PIN und TAN
allein.
Einige
Firmen, die E-Commerce betreiben, schreiben schon schwarze Zahlen. In den
letzten Jahren war das jedoch nicht so. Amazon.com zu Beispiel, hatte bis im 4
Quartal 2001 Verluste bis zu 500 Millionen zu beklagen. Gründe dafür waren die
enorm hohen Startkosten sowie Probleme im Vertriebssystem. Da die ganze Welt
Konkurrenz darstellt, fielen auch zusätzlich hohe Marketingkosten an. Der
weltweit grösste Online-Buchladen, konnte im letzten Jahr erstmals einen Gewinn
von 5.09 Millionen ausweisen.
E-Commerce
ist vor allem dort erfolgreich, wo es sich um Produkte handelt, die mit
Informationsgewinnung in Verbindung stehen. Aber auch Produkte die leicht zu
beschreiben sind, haben gute Chancen. Das sind z.b. Bücher, CDs und Videos,
aber auch Reise- und Medienprodukte. Durch die Einführung der Beratungsgebühr
in den Reisebüros könnte das Internet auch in diesem Bereich immer
interessanter werden. In der Textilbranche läuft das virtuelle Geschäft jedoch
eher schlecht (z.b. Levi Strauss).
Die
rechtlichen Probleme sind, trotz der Regelung der digitalen Unterschrift
(E-Signature) und gewissen rechtlichen Rahmenbedingungen, noch nicht ganz
gelöst. Die Zukunft des elektronischen Handels liegt jedoch nicht alleine im
Verkauf von Produkten. Da sich der Verkauf im Internet für eher wenige, klar
beschreibbare Produkte eignet, liegt auch eine große Chance im Aufbau eines
Kundenbeziehungsmanagements. Das heißt, es werden für jeden Kunden spezielle
Kundenprofile erstellt, auf deren Basis jeder Kunde individuell bedient werden
kann. Dadurch können neue Kunden gewonnen und Stammkunden gehalten werden.
Umsätze
in Milliardenhöhe werden dem E-Commerce weltweit vorausgesagt. Doch es fehlt
derzeit vor allem noch an der Akzeptanz in den Köpfen und an der Logistik. Ein
positives Beispiel ist hier das französische Handelsunternehmen Cora. Es hat
unter http://www.houra.fr einen Cybermarché ins Netz gesetzt. Über 50.000
Produkte und 1.500 Marken werden angeboten und die Lieferung erfolgt binnen 48
Stunden bis zur Haustür für ein Pauschale von CHF 12.00.
Virtuelle
Einkaufshäuser wie Cybermarché können vor allem für Klein- und Mittelbetriebe
interessant sein. Große Konzerne haben nämlich genug eigene Kommunikationskraft
um ihre Website bekannt zu machen. Für die kleinere und mittlere Betriebe
übernimmt diese Funktion hingegen der Betreiber der Shopping-Mall im Internet.
Kleine
und mittlere Lieferanten von großen Handelsketten hatten bis jetzt noch hohe
Kosten beim Einstieg in Electronic Commerce zu tragen.
Um den
Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, ihre Kaufkraft im Internet zu bündeln
und so Preisnachlässe zu erzielen hat das niederländische E-Commerce
Unternehmen LetsBuyIt.com (www.LetsBuyIt.com), ein neues System entwickelt. Via
Internet können Kunden ihre Interessen bündeln und gemeinsam zu einem günstigen
Preis einkaufen.
Im
Internet gibt es immer mehr Serviceleistungen, die den Konsumenten das Leben
erleichtern. Sogenannte Software-Agenten (www.dealpilot.com, www.jango.com,
www.vivendo.de) stellen für User Preisvergleiche zusammen und suchen im Web
nach den besten Angeboten für ein gewünschtes Produkt. Der Kunde kann durch die
Unterstützung eines sogenannten 'Bots' Geld sparen, obwohl eine
Provision bezahlt werden muss. Die Käufer werden dann auf die Homepage des
jeweils günstigsten Anbieters 'verlinkt'. Laut eines
US-Computermagazins ermitteln solche Preisagenten aber auch oft falsche und
veraltete Preise.
Abschließend kann man zum Electronic
Commerce bemerken, dass sich jeder der über das Internet kaufen oder verkaufen
will, neu orientieren muss. Denn im Internet ist der Handel 24 Stunden am Tag
möglich und potentielle Kunden sind auf der ganzen Welt vorhanden.
Online-Marketing ist eine Form der interaktiven, kommerziellen
Kommunikation und nutzt überwiegend das Word Wide Web. Merkmale gegenüber dem
herkömmlichen Marketing sind:
Ø
Verbreitung von Werbebotschaften mittels vernetzter Systeme
Ø
Globale Verbreitung der Botschaften
Ø
Selektives Abrufen der Botschaften durch die Konsumenten
Ø
Ständige Verfügbarkeit der Werbeinformationen
Ø
Möglichkeit der Übertragung komplexer Inhalte
Ø
Möglichkeit der Nutzung multimedialer Elemente (Sound, Video,
Grafik usw.)
Ø
Geringere Streuung und gezieltere Vermittlung
Kenntnisse über Vor- und Nachteile, sowie die richtige Anwendung dieser
Kenntnisse können einen Wettbewerbsvorsprung verschaffen.
Vorteile:
Ø
Informationsvorsprung: Sofortiges präsentieren von Neuheiten
Ø
Transparenz des Angebotes
Ø
Zielgruppenauswahl ist kostengünstiger und exakter
Ø
Kommunikation mit Konsumenten ist direkter und gezielter
möglich
Ø
Flexibilität steigt
Ø
Produktionskosten für Werbung vermindern sich
Ø
Umfangreicheres Service nach dem Verkauf mit geringerem
Aufwand
Ø
Günstigeres, weltweites Marketing
Ø
Technologische Demonstrationen wirken attraktiver
Nachteile
Ø
Marken können sich nicht etablieren
Ø
Globale Massenbotschaften nicht möglich
Ø
Zielgruppen wie Senioren und Kleinkinder sind derzeit nicht
erreichbar
Ø
Nicht alle Produkte sind für den elektronischen Handel
geeignet
Das Produktdesign kann auf die Chancen des Online-Marketings abgestimmt
werden. Ideale Produkte für das Internet und für den Verkauf über elektronische
Shops werden dadurch geschaffen. 4 Bereiche sind zu beachten:
ð
Das Produkt
ð
Der Preis
ð
Die Platzierung
ð
Die Werbung
Das Produkt
Der direkte Kontakt zwischen Konsument und Hersteller erlaubt eine
feiner abgestimmte Bedarfserfüllung. Das multimediale Anbieten erlaubt den
Vertrieb von speziellen Produkten (komplexer Objekte), hochwertigen Waren und
ausdifferenzierten Angeboten.
Der
Preis
Durch Globalisierung
sind Standort und Logistikzentren im Verhältnis zum Konsumenten optimaler zu
platzieren und somit ist eine individuellere Preisgestaltung möglich.
Die
Platzierung
Mit geringen Mitteln ist ein weltweites Ansprechen der Konsumenten
realisierbar.
Die
Werbung
Die Werbung wird interaktiver, kommunikativer und unterhaltende
Elemente lassen sich leichter kombinieren. Ebenso steigt der Wirkungsgrad bei
der Zielgruppenfokussierung und bei der Kombination von Sponsoring und Werbung.
In erster Linie kann man Werbung für seinen Online-Shop machen, indem
man seine Webadresse wie die Telefonnummer auf jede Visitenkarte, in jede
Anzeige, in jeden Fernsehspot, am Firmenschild, usw. anführt.
Andererseits kann auch
direkt im Internet für sein Online-Shop Werbung gemacht werden.
Suchmaschinen:
Die wichtigste Art der Werbung ist
der Eintrag in Suchmaschinen.
(z.B. Alta Vista, Yahoo, Google u.v.m.)
Werbeplätze auf Webseiten:
Die Betreiber
dieser Webseiten stellen Werbefläche zur Verfügung. Diese werden meistens durch
Banner ausgefühlt. Gerade bei neuen Shops bietet sich diese Werbeform an.
Marktstatistiken
Das Internet
wird in Zukunft einer der wichtigsten Werbeplattformen werden.
Leider ist das Internet noch nicht in allen Altersgruppen involviert,
doch dies wird sich in Zukunft wohl ändern. So ist es möglich über eine
Weltweite Plattform, eine grosse Anzahl von Produkten und Dienstleistungen an
eine breite Bevölkerungsschicht zu bringen.
Durch Electronic Commerce wurden neue Tore in der
Internetwelt geöffnet. Wer heute über einen Internetanschluss verfügt ist
flexibel wie noch nie. Es ist heute Möglich jegliche Geschäfte über das
Internet zu erledigen.
Einkaufen über das Internet ist zum Kinderspiel geworden.
Egal was man sucht, die Onlineshops können alles bieten. Vom Buch bis zum
frischen Gemüse ist alles verfügbar. Man setzt sich zu Hause vor den PC,
bestellt sich z.B. ein Buch, und spart sich damit den Weg zu Bücherei, die das
Buch vielleicht gar nicht an Lager hat.
Wieso noch den Weg zur Bank auf sich nehmen, wenn man die
Möglichkeit hat, jegliche Bankgeschäfte über das Internet zu erledigen. Egal ob
Effektenhandel oder Zahlungsverkehr im In-und Ausland, mit Homebanking können
wir alles von zu Hause aus erledigen, und das tun wir auch.
Ein wichtiger Aspekt bei diesen Online Geschäften ist
jedoch immer noch die Sicherheit.
Diese ist leider noch nicht in allen Bereichen gewährleistet,
vor allem beim Zahlungsverkehr, tauchen immer wieder neue Probleme auf. Hacker
gelingt es immer wieder Banktransaktionen zu manipulieren. Viele Firmen die
E-Commerce betreiben, suchen deshalb nach neuen Sicherheitssystemen die noch
mehr Schutz vor solchen übergriffen bieten.
Es werden neue Sicherheitssysteme erfunden werden und es
werden immer noch mehr neue Produkte und Dienstleistungen das World Wide Web
überschwemmen.
Die Plattform ist gegeben, das Internet bietet viele
Möglichkeiten. Es liegt an uns diese auch zu nutzen.