Induktionsherd
Normalerweise bedient man sich der Induktionstechnik bei der
Elektroenergiegewinnung, indem Bewegungsenergie durch Generatoren in
elektrischen Strom umgewandelt wird. Beim Garen von Gütern kehrt man dieses
Wirkprinzip um. Spiralförmig ausgebildete Elektromagnetspulen werden dabei mit
hochfrequentem Strom gespeist, wodurch Wirbelströme bzw. magnetische
Wechselfelder im Magnetfeld entstehen. Diese Wechselfelder werden beim
Aufsetzen eines Gefäßes aus ferromagnetischem (eisenhaltig) Material wie z.B.
Stahl oder Chromstahl auf eine Glaskeramikplatte durch eine darunter
angeordnete Induktionsspule mit Eisenkern induziert. Dadurch entstehen im
Gefäßboden Wirbelströme, die den Boden erwärmen und diese Wärme an das im Gefäß
enthaltene Gut übertragen. Damit derartige Wirbelströme hervorgerufen werden,
ist zunächst der eingespeiste Kraftstrom mit der Frequenz von 50 Hz mittels
Generator in einen Hochfrequenzstrom von 25.000 bis 30.000 Hz umzurichten und
danach der Induktionsspule zuzuführen.
Tabelle 1:
Induktionsherd und Großflächenherd im Vergleich
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Induktionsherd
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Großflächenherd
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Kochstelle
Durchschmesser in
mm
Topfdurchschmesser
in mm
Ankochdauer von 2
Ltr. Wasser
Ankochwirkungsgrad
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5 kW
300
240
4 min
87%
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3 kW
300x300
240
9 min
45%
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Induktionsherde gibt
es gegenwärtig mit 1, 2 oder 4 markierten Feldern auf Glaskeramikplatten. Außerdem
gibt es noch konkav ausgebildete Glaskeramikformen zur Aufnahme von Wokpfannen.
Die Glaskeramikelemente haben lediglich die Funktion, die Gefäße zu tragen und
die Wirbelströme passieren zu lassen. Sie selbst bleiben deshalb kalt bzw.
werden teilweise höchstens durch die Gefäßböden erwärmt.
Induktionsherde
erfordern die Verwendung von Gefäßen aus Stahl oder Chromstahl, wobei zumeist
solche mit Bodendicken von 5 bis 8 mm und Durchmessern bis maximal 40 cm
verwendet werden sollen. Die überwiegend empfohlenen Töpfe aus Chromnickelstahl
können ohne weiteres auf Gas- oder Elektroherden verwendet werden und sind auch
in der Anschaffung heute nicht mehr teurer als normale, nicht für Induktion
geeignete Töpfe aus CNS (Chrom-Nickel-Stahl).
Die entscheidenden Vorteile des
Induktionsverfahrens gegenüber den traditionellen Widerstandsheizungen sind die
erreichbaren Energieeinsparungen von bis zu 70 % und die bedeutende
Beschleunigung des Garprozesses. Um beispielsweise 2 Ltr. Wasser in einem Topf
auf einem Feld zum Kochen zu bringen, bedarf es nur 2 Minuten, und der
Wirkungsgrad der eingesetzten Energie beträgt dabei über 80 % .
Tabelle 2: Vorteile
des Induktionsverfahrens
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gute Regelbarkeit bei nur
etwa 2 % Abweichung der eingestellten gegenüber der erreichten Temperatur im
Topfboden
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schnelle Hitze und sofortiger Wärmestop
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große Küchenkapazitätsausweitung im
à-la-Carte-Service
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'natürliche' Topferkennung durch das
Gerät
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punktgenaue Hitze nur dort, wo sie wirklich
gebraucht wird
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Geringe Wärmeabstrahlung sichert bessere
Arbeitsbedingungen
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kein Anbrennen von verschütteten Speisen
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der Küchenraum wird nicht durch unnötige
Hitzeabstrahlung belastet
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extrem kurze Ankochzeiten
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enorm hoher Wirkungsgrad
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Darüber hinaus ist die Reinigung der
Induktionsherde leichter und einfacher, da das Glaskeramikfeld nur durch den
Topf und damit gering erhitzt wird. Ein Anbrennen von übergelaufenem Gargut auf
der Platte ist fast völlig ausgeschlossen.
Die Generatoren von
Induktionsspulen arbeiten mit Anschlußwerten von 1,5 bis 5 kW. Für den
gewerblichen Bereich in der Großküche sollten jedoch Leistungen unter 3 kW pro
Kochfeld nicht in Frage kommen. Neue Entwicklungen sind auf dem Markt, wo nicht
nur eine einzige Induktionsspule für die Energieabgabe sorgt, sondern eine
Vielzahl von Klein- und Kleinstelementen auf den Topfboden wirken. Hier wird
versucht, verschiedenste Vorteile miteinnader zu vereinigen. Die Entwicklung
ist jedoch derzeit noch nicht voll ausgereift.
Hauptsächlicher Nachteil der
Induktionsherde gegenüber den konventionellen Elektroherden ist der gegenwärtig
noch 2- bis 3 fach höhere Anschaffungspreis, wobei aber ein deutlich sinkender
Trend wahrnehmbar ist.