Gießen
Beim Gießen wird ein Hohlraum mit flüssigem oder teigigen Metall
gefüllt. Der Hohlraum entspricht in allen Einzelheiten der beabsichtigten
äußeren Körperform des Gußstückes. Um das zu erreichen, ist zu beachten:
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Grauguß
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1%
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Stahlguß
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2%
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Aluminium
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1,25%
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Zink
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1,5%
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a)
Das flüssig vergossene Metall zieht sich beim Erkalten zusammen, es
schwindet. Deshalb muß die Form um die Abkühlungsschwindung größer sein als das
erkaltete Werkstück.
Abkühlungsschwindung gegossener Metalle:
siehe Tabelle à
b)
Wanddicken des Gußteiles sollen so gleichmäßig dick gewählt werden,
dass eine gleichmäßige Abkühlung des Werkstückes an allen Stellen gewährleistet
ist.
Verschiedene Gußverfahren:
*) Grauguß
*) Stahlguß
*) Metallguß
*) Temperguß
*) Druckguß
Grauguß:
Ausgangswerkstoff: Roheisen
Zuschläge: Gußbruch, Stahlschrott, usw.
Eisengußwerkstoff mit meist mehr als 2% Kohlenstoff dessen größter Teil
als lamellarer Graphit im Gefüge enthalten ist und dem Bruch eine graue Farbe
verleiht. Wegen der niedrigen Festigkeit des Graphits und seiner Anordnung im
Gefüge hat der Grauguß nur eine geringe Zugfestigkeit, der Graphit dämpft aber
Schwingungen, so dass das Material vor allem für Konstruktionsteile geeignet
ist, bei denen zwar keine hohen Zugspannungen, aber Schwingungen auftreten.
Stahlguß:
Ausgangswerkstoff: Stahlschrott, Stahlroheisen
Beim Scmelzen brennt der Kohlenstoff um etwa 5% ab. Unerwünschte
Beimengungen in der Füllmasse mindert die Qualität des Stahlgusses erheblich.
Die hohen Gießtemperaturen des Stahles verlangen besonders hitzebeständige
Formen. Gute mechanische Eigenschaften bei feinkörnigen Gefüge im Stahl erzielt
man durch gesteuerte Abkühlung
Metallguß:
Die Metalle werden in Tiegelöfen oder in Elektroöfen mit induktiver
Erwärmung geschmolzen. Die Schmelzvorgänge sind für die einzelnen Legierungen
unterschiedlich.
Temperguß:
Durch langdauerndes Glühen über mehrere Tage läßt sich aus Temperrohguß
der sog. Temperguß herstellen, der sich gegenüber dem Grauguß durch seine
Zähigkeit und Berarbeitbarkeit auszeichnet. Der Kohlenstoff wird dabei
flockenförmig als Temperkohle ausgeschieden. Der Temperguß vereinigt in sich
die guten Gießeigenschaften des Graugusses mit einer nahezu stahlähnlichen
Zähigkeit, ist schweißbar und gut zerspanbar.
Druckguß:
Für Aluminium, Al-Legierungen, Blei, Magnesium, Mg-Legierungen, Zink
und Zinn, im flüssigen Zustand und Kupfer und Kupferlegierungen im teigigen
Zustand.
Hierbei werden die Metalle im teigigen oder flüssigen Zustand unter
Druck in eine Dauerform gegossen. Stahl und Graugußteile können noch nicht im
Druckgußverfahren geformt werden, weil der Formwerkstoff die hohen
Gießtemperaturen nicht aushält. Die Herstellung eines Werkstückes dauert nur
wenige Sekunden. Für das Vergießen von Magnesium und seinen Legierungen sind
nur solche Druckgußmaschinen geeignet, die jeden Luftzutritt zur Schmelze
verhindern.