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Freizeit und Unterhaltungsmedien Machen sie die Leute noch glucklich


Freizeit und
Unterhaltungsmedien

Machen sie die Leute noch glücklich?

 

Wir sehen uns in der heutigen Zeit mit einer wahren Flut an Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten konfrontiert. Was vor einigen Jahrzehnten noch in den Kinderschuhen steckte und vor 100 Jahren noch als unmöglich bezeichnet wurde ist heute die Realität. Damals hätte man noch nicht zu träumen gewagt, je nach Befinden sich vor einen Computer zu setzten über dem einem durch das Internet die ganze Welt offen steht. Aber auch im Bereich der multimedialen Kommunikation hat sich einiges getan wodurch sich die ganze Welt zu einem einzigen großen Dorf entwickelt hat.

Mittlerweile sind wir Menschen einem so enormen Spektrum an zu Verfügung stehenden Unterhaltungsmöglichkeiten gegenübergestellt das es für uns schon fast zur Qual wird, sich für etwas zu entscheiden. Man nehme Freizeitparks zum Beispiel. Bei uns noch nicht so ausgeprägt, ist in Amerika bzw. den Vereinigten Staaten schon in fast jeder Stadt ein solches Unterhaltungszentrum vorhanden. Natürlich konzentrieren sie sich auf die beiden Küsten doch wenn man sich die Frage über den Grund dieser extremen Ausgeprägtheit stellt, so wird man bei keinem Menschen der Antwort fündig. Es kann eigentlich nur der extreme Wille der Entwickler und Erbauer dahinter stecken, mehr Profit zu machen. Dies lässt sich in unserer Konsumgesellschaft jedoch nur mit immer noch wagemutigeren Achterbahnen und einem noch größeren Angebot erreichen. Aber ich bin mir sicher dass es auch dort irgendwann eine Grenze geben wird und diese ist spätestens nach den ersten gravierenden Katastrophen in diesem Sektor erreicht.

Ein sehr wichtiger, und in letzter Zeit immer noch wichtiger werdender, Punkt der Unterhaltungsindustrie ist auf jeden Fall das Fernsehen. Täglich sehen einige 100 Millionen Menschen in die Flimmerkiste und das darin Angeboten Programm ist riesig. Während vor ein bis zwei Jahrzehnten durchschnittlich noch um die fünf Sender sich im Programm befanden liegt der Schnitt heute schon bei fünfzig und die Exponentialkurve nimmt ihren Lauf. Negativ dabei ist, dass viele Kinder die Natur eher aus Zeichentrick- bzw. Spielfilmen kenn als aus ihren eigenen Erfahrungen. Es wird auch mehr Wert auf die Verwendung so genannter "Hometrainer" als darauf, einfach eine Stunde pro Tag in die Natur zu gehen und dort seine Fettpölsterchen abzulaufen. Fernsehen ist zwar zweifelsohne die Erfindung des letzten Jahrhunderts dennoch hat auch sie wie jede Sache ihre schlechten Seiten.

Diese Flut "neuer" Medien bringt aber auch einen weiteren Aspekt mit sich der keineswegs in positiver Weise zu erwähnen ist. Es wird nämlich immer häufiger auf die Freizeitmöglichkeiten der "alten" Schule vergessen, wie beispielsweise Besuche in Theatern oder von Zoos. Diese verlieren zusehends an Beliebtheit, vor allem bei ihrem jüngeren Publikum. Es gibt nicht mehr viele junge Menschen die lieber irgendeinen botanischen Garten zu bestaunen als einfach nur mit ihren freunden den ganzen Tag irgendwo herumlungern und Wettkämpfe in Destruktivität bestreiten. Die Anziehungskraft dieser alternativen Gelegenheiten ist nicht mehr wie noch vor zwanzig Jahren, als sich jedes Kind schon Tage vor einem Besuch im Zoo gefreut haben und dann mit funkelnden Augen vor den Geschöpfen der Wildnis standen. Heute schauen sie gefälliger auf einen Bildschirm und verschaffen sich so meist noch mehr Informationen über diese Tiere, was, zu Ungunsten der "alten" Schauplätze, nicht einmal als schlecht bezeichnet werden kann.

Aber auch andere Medien leiden unter dieser Entwicklung. Das wohl am weitesten verbreiteste und auch bekannteste ist das Buch. Ich persönlich kenne nicht viele Personen die am tag länger ein Buch lesen als das sie irgendein anderes Medium, wie den Fernseher oder den Computer, benützen. Wobei auch zu erwähnen ist das dieser ganze Industriezweig auf Bücher aufbaut. Es gibt keinen Film ohne Drehbuch, keine Homepage ohne das dafür nötige, aus Büchern stammende, Know-how. Trotzdem oder gerade deswegen gerät das Buch immer mehr in Vergessenheit. Viele danken sich, wenn sie den Film gesehen haben müssen sie ja das Buch nicht lesen. Dies ist der Irrtum vieler, da in Bücher zwar keine Bilder vermittelt aber der Spielraum für die eigene Fantasie viel größer ist. Man kann zwar nicht sagen die Filmindustrie würde uns unserer Fantasie berauben, dennoch ist es in stark abgeschwächter Weise wahr.

Jetzt bleibt zwar die Frage offen, ob die riesige Unterhaltungs- und Freizeitindustrie uns noch glücklich macht, dennoch wurde sie indirekt schon beantwortet. Allgemein ist zu sagen, dass das Alte dem Neue weicht. Dies bedeutet aber nicht, dass das Neue schlechter ist. Ich denke deswegen das Unterhaltung und Freizeit uns Menschen immer noch unterhält. Die Methoden haben sich zwar geändert, wie detailliert beschrieben, dennoch bringt uns eine Fahrt mit einer Achterbahn oder ein Besuch im Kino Freude. Es ist zwar unbestritten so, dass es heutzutage mehr braucht um uns zu unterhalten als noch vor 50 Jahren, dennoch bekommen wir dieses "mehr" ja auch zur Genüge und in noch größeren Dimensionen. Alles in allem finde ich, dass sich die Art und Weise des Spaßes verändert haben mag, er dennoch immer in den Gesichtern der Menschen anzutreffen ist, war und sein wird.











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