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Johann Wolfgang von Goethe - Die Leiden des jungen Werther




Johann Wolfgang von Goethe: "Die Leiden des jungen Werther"

 

1.   Inhalt

2.   Form



3.   Hintergrundinformationen

·      Entstehung des Buches

·      "Sturm und Drang"

·      Auswirkungen auf die damalige Gesellschaft

           

zu 1)    Die Hauptrollen im Buch J. W. Goethes "Die Leiden des jungen Werther" sind eindeutig definiert. Auf der einen Seite steht Werther, ein junger aufstrebender Maler, der in einem abgelegenem Dörfchen nach der nötigen Inspiration für sein Schaffen sucht.

            Auf der anderen Seite ist Charlotte, die älteste Tochter des Amtmanns S., die nach dem Tod ihrer Mutter die Rolle dieser übernehmen musste.

            Im Zuge einer Tanzveranstaltung schließlich lernen sich die beiden näher kennen. Der junge Künstler verliebt sich sofort über beide Ohren in diese attraktive Erscheinung. Auch die Tatsache, dass Charlotte bereits mit einem Mann namens Albert verlobt ist, tut seiner Stimmung zunächst keinen Abbruch. Er schwelgt in den glücklichsten Gefühlen und beschließt, sie gleich am nächsten Tag zu besuchen. Doch bei diesem einen Besuch sollte es nicht bleiben; als er nun schon fast zum Stammgast im Hause des Amtmanns avanciert hat, spricht er in einem Brief an seinen Onkel Wilhelm die Vermutung aus, dass die Gefühle gegenüber Lotte auf Gegenseitigkeit beruhten, und sie ihn ebenfalls liebe.

            Mitten in diese für Werther freudige Erkenntnis platzt nun Albert, der von einer Geschäftsreise zurückgekehrt, das Glück des jungen Malers trübt. Anfangs noch versucht sich Werther in der Rolle des Nebenbuhlers, doch schon bald muss er resigniert feststellen, dass er Charlotte nicht für sich gewinnen kann.

            Um diese unglücklich verlaufene Liebe zu vergessen sieht sich Werther zum Umzug gezwungen und verlässt Wahrheim und seine große Liebe Charlotte.

            Doch nach nur einem halben Jahr hält Werther es nicht mehr in der Fremde aus. Von stärksten Gefühlen getrieben zieht es ihn zu Charlotte zurück.

            Doch seine Rückkehr erweist sich als Fehler. Charlotte gibt ihm in mehreren Gesprächen zu verstehen, dass sie ihm gegenüber nicht mehr und nicht weniger als freundschaftliche Gefühle empfinde. Diese Tatsache treibt Werther nach langen Auseinandersetzungen mit seinem Gewissen bis in den Tod. Er leiht sich die Pistolen Alberts und erschießt sich in der Nacht vom 23. auf den 24. Dezember. Jedoch auch Albert blieb von der Bekanntschaft seiner Frau nicht unberührt. In der Erkenntnis, dass sie für  Werther stärkere Gefühle als für ihn hege, hatte auch dieser vor sich das Leben zu nehmen; jedoch Werther kam ihm zuvor

zu 2) zur Form gibt es einiges zu vermerken

·       Es handelt sich um einen Briefroman, der für die damalige Zeit eine Besonderheit aufwies, denn er wurde einseitig geschrieben (Werther an seinen Gönner/Onkel Wilhelm)

·       Die Wortwahl stellte für mich das größte Problem beim Lesen dieses Buches dar; jedoch aus Quellen der Erscheinungszeit dieses Buches wird ersichtlich, dass von Goethe ein einfacher und schlichter Wortschatz verwendet wurde; ein von ihm häufig benutztes Stilmittel sind Fragen (zum Teil auch rhetorisch gestellt, kategorische Imperative und Vergleiche und Metaphern (Wort mit übertragener Bedeutung z. B.: das Haupt der Familie)).

·       Seine Gefühle gegenüber Charlotte laufen chronologisch exakt mit der Natur ab.

·       Mai: er verliebt sich in Charlotte




·       24 Dezember(längste Nacht des Jahres) er begeht Selbstmord

zu 3)    Der Anlass zum Schreiben dieses Buches deckt sich fast genau mit dem Handlungsablauf in der späteren Lektüre. Bei einem Ballbesuch mit einem früheren Studienkollegen Jerusalem lernen die beiden die Tochter des verwitweten Amtmanns Charlotte nebst Verlobten kennen. Goethes Begleiter verliebt sich in die attraktive Charlotte und verübt aus Gram ob seiner unerhörten Liebe Selbstmord. Auch bei diesem Mord lieh sich der Leidtragende die Waffen vom Verlobten seiner Geliebten aus, um sich den Gnadenschuß zu versetzen. Diese Geschichte machte Goethe sehr zu schaffen, so dass er sein Werk "Die Leiden des jungen Werther" in weniger als drei Monaten niederschreibt um sein aufgewühltes Wesen zu beruhigen.

Der Sturm und Drang ist die Auflehnung der jungen Generation gegen die verstandesbetonte Aufklärung (gegen das von Gott gewollte Schicksal). Die gesamte Epoche, die sich von zirka 1765 bis 1785 erstreckt und auch gern als Geniezeit bezeichnet wird, hat ihren Namen von einem 1776 erschienenen Drama von Friedrich Maximilian Klinger.

Um 1770 geht eine große Unruhe durch die europäische Studentenschaft, die sich auch in der Literatur bemerkbar macht und sich gegen die kühle, strikte und verstandesgemäße Aufklärung richtet. Außerdem richten sich literarische wie politische Strömungen gegen jede Art der Bevormundung oder Unterdrückung. Jeder Mensch soll sich frei entfalten können und nicht durch irdische oder geistige Fesseln eingeengt sein. Freiheit bricht wie ein Zauberwort in die Reihen der jungen Menschen, die sich daraufhin selbst als Original- oder Kraftgenie bezeichnen. Das Genie bricht aus jeder Form der Lebensart, des Zwanges, egal ob politisch oder literarisch, aus, um sich selbst ganz zu erleben und um der dem Genie innewohnenden schöpferischen, kreativen Kraft keine Grenzen zu setzen. In dieser Zeit des sturm und Drang verfasst Goethe DLdjW.

Goethes Roman "Die Leiden des jungen Werther" sorgte in der damalige Gesellschaft für großes Aufsehen. Nach der Erscheinung des Werkes im Jahr 1774 wurde es kurz darauf wegen "Gefährdung der Moral" verboten. Doch bereits im darauffolgenden Jahr wurden Exemplare des Buches unauthorisierterweise neu aufgelegt und vervielfältigt. ( Unterstreicht besondere Bedeutung des Werkes).

            Auch die Wirkung auf die Vertreter der schreibenden Zunft, wie z.B. Textkritiker, erreichte enorme Ausmaße. Über viele Jahre hinweg erschien eine Flut von Rezensionen (=[lateinisch], Besprechung eines neuerschienenen Buches in einer Zeitung oder Zeitschrift, in Funk und Fernsehen), und auch im zeitgenössischen Briefwechsel des hohen Adel- und Kulturkreises war dieser Roman ein häufiger Schreibanlass. Jedoch differierten die Meinungen über dieses Werk nur in unerheblicher Weise; Goethes W. wurde in den höchsten Tönen gelobt. (Lesebeispiel vgl. B.S. 110+111).

"Da sitz ich mit zerflossenem Herzen, mit klopfender Brust und mit Augen, aus welchen wollüstiger Schmerz tröpfelt, und sag Dir lieber Leser, dass ich eben "Die Leiden des jungen Werther" gelesen nein verschlungen habe. Kritisieren sollt ich?Nein, so hätt ich kein Herz."

            (Christian Daniel Schubart)

Diese Tatsache verstärkt die Behauptung vieler Germanisten, dass Goethes Werther dem Begriff Roman eine komplett neue Sinnrichtung gab(zuvor stets Nachahmung des Adels durch den Helden; keine inneren Gefühle; keine Seelenbewegung) .

            Weitere  Anzeichen für die ungeheure Tragweite des Romans gibt es vor allem unter der damaligen Jugend zu finden. Es gab eine regelrechte Wertherphobie: eine eigene Wertherkleidung kam auf und sogar eine eigene Werthersprache gab es, die sich die Verinnerlichung und Belebung der alltäglichen Ausdrucksweise zum Ziel machte. Auch einige Selbstmorde unter Jugendlichen gingen mit dem Werther-Boom einher.

     










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