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Karl Schonherr - ERDE




Karl Schönherr

ERDE

Die von Karl Schönherr 1907 geschriebene, bäuerliche Komödie 'Erde' handelt von dem alten

Bauern Grutz, der seinen Hof nicht seinem Sohn Hannes übergeben will. Die drei Akte des Stückes

spielen in einer geräumigen , stattlichen Bauernstube .

Das Stück beginnt mit dem Mittagessen , zu dem sich alle in der Bauernstube einfinden . Trine - die

Magd - trägt das Essen auf , Hannes näht einen Knopf an , während Mena , die Wirtschafterin mit

ihm über den Schweineverkauf redet . Der Oberknecht , der Roßknecht sowie der mittlere Knecht

warten schon hungrig auf die Mahlzeit . Das 'Knechtl' , ein 17-jähriger , versonnener Bursche ,



kommt wie immer zu spät und wird von den Anderen  verspottet , da er immer seinen Träumen

nachhegt .

Trine und Hannes wollten in ihren jungen Jahren heiraten , doch da der alte Bauer Grutz seinem

Sohn nicht den Hof überlassen und Hannes seine Heimat auch nicht verlassen wollte , kam es nie

dazu .

Hannes litt sehr darunter , doch auch die Einschätzung seines Vaters , der Hannes als Bauern für

ungeeignet hält , ließ Hannes immer tiefer in Lethargie versinken .

Das Totenweibele kommt zu Besuch und luchst jedem eine kleine Münze ab , bloß vom alten Grutz

bekommt sie nichts , weil er nicht an den Aberglauben des 'Loskaufens' glaubt .

Der Eishofbäuerl , der seinen Hof hoch oben in den Bergen hat , möchte Mena heiraten . Seine Frau

ist gestorben und so lebt er nun allein mit seinen drei halbwüchsigen Kindern . Mena möchte bis zum

Frühling über sein Angebot nachdenken , da sie die Aussicht auf drei Kinder und einen Hof , der fast

das ganze Jahr über zugeschneit ist , nicht gerade lockt . Mena und Trine wünschen sich  den Tod

des alten Grutz , denn beide machen sich Hoffnungen auf Hannes und den Hof .

Als der alte Grutz eines Tages von einem Pferd getreten und seine Lunge dadurch geschädigt wird ,

scheint sein Ende nah zu sein . Deswegen ruft der alte Grutz sogar einen Tischler zu sich und läßt sich

einen Sarg zimmern . Er legt sich in seine Kammer , um zu sterben . Mena macht sich unterdessen an

Hannes heran . Hannes möchte , da er die Kinder des Eishofbäuerls sehr gerne hat , selbst eigene Kinder .

Da Trine zu alt dafür ist , möchte er Mena heiraten .

Im Frühjahr , in der Zeit der Schneeschmelze , wird der Knechtl von einer Lawine getötet . Alle , die

die Totenglocken hören , glauben , daß der alte Bauer Grutz gestorben sei . Doch der steht wie durch ein

Wunder wieder gesundet auf und zerhackt sogar seinen Sarg . Als Mena , die bereits von Hannes

schwanger ist , das sieht , packt sie ihre Sachen und geht mit dem Eishofbäuerl in die Berge .

Die Knechte sind froh , daß sie ihren Bauern wiederhaben , da Hannes nicht zum Bauern geeignet ist .

Hannes verfällt immer mehr in Lethargie : ' Mir geht ja nix ab ! Han mei Arbeit und mei Essn , und mit

den Hennen ins Bett ! ' .

Charakteristik von Mena :




Mena ist die Wirtschafterin des Grutzanhofes . Sie ist in den Dreissigern und trägt schwarzes , in der Mitte

glatt gescheiteltes Haar . Mena hat nur ein Ziel : Sie möchte ein Stück eigenes Land und nicht mehr für

andere Leute arbeiten müssen . Diese Chance sieht sie gekommen , als der alte Bauer Grutz durch einen

Arbeitsunfall sterbenskrank wird .

Obwohl sie weiß , daß Trine , die Magd , noch immer Hannes liebt , hat sie keine Skrupel , sich an

Hannes heranzumachen . Da sich Hannes Kinder wünscht und Mena im Gegensatz zu Trine dazu noch

nicht zu alt ist , sieht sie darin endlich die Möglichkeit , zu einem eigenen Hof zu kommen .

Mena ist sehr berechnend und nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht und verhält sich äußerst hartherzig

gegenüber den Kindern des Eishofbäuerls . Bereits von Hannes schwanger , muß sie erkennen ,daß der alte

Grutz wieder gesundet . Aus Wut und Verzweiflung über die entgangene Chance auf einen eigenen Hof

nimmt sie daher den Antrag des Eishofbäuerls an .

Charakteristik von Hannes :

Hannes ist der Sohn des alten Grutzbauern . Sein Vater weigert sich aber , ihm seinen Hof zu überlassen ,

da er Hannes nicht für geeignet hält . Hannes liebte in seinen Jugendjahren Trine , die Magd , und wollte

sie auch heiraten , doch auch dagegen war sein Vater . Seine Heimat verlassen wollte Hannes jedoch auch

nicht . So lebt er in einer gewissen Lethargie in den Tag hinein , schließlich hat er doch alles ,was er

braucht : Arbeit , Essen und ein Dach über den Kopf . Als sein Vater schwerkrank das Bett hüten muß ,

gibt Hannes den Knechten keinerlei Anweisungen . Als sein Vater wieder gesund wird , gibt es nicht mal

Holz im Raum .

Hannes möchte Mena zur Frau , da er beim Besuch des Eishofbäuerl bemerkt hat , daß er selbst auch

gerne Kinder hätte . Darin entdeckt Hannes zum ersten Mal in seinem Leben eine Aufgabe und er freut

sich auf sein erstes Kind , da Mena bereits schwanger ist und beginnt mit dem Bau einer Wiege . Umso

tiefer ist seine Enttäuschung , als Mena ihn schließlich verläßt , um das Eishofbäuerl zu heiraten und

dadurch doch noch zu eigenen Land zu kommen . Hannes fällt dadurch wieder zurück in seine Lethargie .

. .










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