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Referat uber Carl Zuckmayer - Des Teufels General




Referat über

Carl Zuckmayer

Des Teufels General



 Fischer


Referat über "Des Teufels General"

(von Carl Zuckmayer)

 

1.)Inhalt:

 

Das Stück spielt im Jahre 1941 als Hitler am Höhepunkt seiner Macht angelangt war und in allen Teilen Europas Krieg führte, also auch in Rußland.

Hauptperson des Stückes ist General Harras der verantwortlich ist für die technische Abteilung der deutschen Luftwaffe.

Die Handlung setzt während eines Festes ein, zu dem viele wichtige Führungspersöhnlichkeiten, so auch Harras, eingeladen sind. Er ist ein begeisterter Pilot der sich um das deutsche Reich verdient gemacht hat und so zu Hitlers General aufstieg. Ihm untersteht die technische Abteilung der deutschen Luftwaffe. Mit der Politik Hitlers ist er eigentlich nicht einverstanden und verhilft immer wieder Juden zur Flucht aus Konzentrationslagern.

Er ist kein Mitglied der nationalsozialistischen Partei und hat deswegen innerhalb der Regierung viele Feinde. Deswegen vermutetet er auch, als die ersten Sabotageakte geschehen, daß diese von hohen Regierungspersöhnlichkeiten veranlaßt worden waren um ihm zu schaden und letztlich aus seiner hohen Position zu eliminieren. Jedoch weiß er, daß er der letzte ist der die Nazis von der absoluten Machtübernahme abhalten kann, daß die Nazis absolute macht erlangen. Denn dadurch, daß er nicht der Partei angehört haben die Nationalsozialisten keine absolute Macht über die Luftwaffe.

Trotz Untersuchung der Rohmaterialien passieren immer öfter Materialfehler bei den Flugzeugen des deutschen Reiches wofür General Harras natürlich zur Verantwortung gezogen wird. Auf dem Fest unterhält sich Harras mit dem Präsidenten des Beschaffungsamtes für Rohmaterialien über seine Probleme wobei sie abgehört werden. Der General wird darauf von der GESTAPO festgenommen mit dem Verdacht er würde die Sabotageakte decken oder sogar unterstützen. Es wird ihm die Frist gesetzt er müsse den Saboteur innerhalb von 10 Tagen finden oder er würde verdächtigt und verurteilt werden.

Nach 10 Tagen erfolgloser Suche nach dem Saboteur steht Harras kurz davor von der Polizei abgeholt zu werden. Er spürt irgendwie daß sein langjähriger Fliegerkollege, Oderbruch, etwas über die Saboteure weiß und fragt ihn danach. In dem darauffolgenden Gespräch verspricht Harras seinem Freund, daß er niemanden verraten wird. Oderbruch vertraut ihm und macht ihm klar daß er selbst zur Widerstandsgruppe gehört. Harras erkennt daß die einzige Möglichkeit die Saboteure zu decken darin besteht Selbstmord zu begehen. Letzten Endes opfert sich General Harras tatsächlich für die höhere Sache der Widerstandskämpfer.

 

2.)Motive:

 

Carl Zuckmayer schrieb sein Drama zwischen 1942 und 1945 infolge des Todes von General Ernst Udet, Chef der technischen Abteilung der deutschen Luftwaffe. Er bezog die Handlung seines Dramas auf die wahre Geschichte dieses Generals, der ebenfalls Selbstmord beging, weil ihm die ganze Schuld für die erfolgreichen Angriffe englischer Bomber auf deutsche Städte angelastet wurde. Man behauptete er habe deutsche Jagdmaschinen nicht ausreichend getestet. Der deutschen Öffentlichkeit wurde die Lüge aufgetischt General Udet sei bei der Erprobung eines neuen Flugzeugtyps verunglückt. Carl Zuckmayer wollte mit diesem Stück die Unschuld dieses Generals aufzeigen. In diesem Stück wird auch sehr gut gezeigt wie brutal das Regime vorgeht. Als die Sabotageakte an den Flugzeugen immer häufiger werden bekommt General Harras so wenig Zeit den Fall zu lösen, daß es praktisch unmöglich für ihn ist seinen Auftrag zu erfüllen. Es ist anzunehmen das dieser kurze Zeitraum absichtlich gewählt wurde damit er garantiert versagt und es einen Grund gibt General Harras seines hohen Amtes zu entheben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

General Ernst Udet:

Generalflugzeugmeister

Der deutschen Luftwaffe

 

3.)Kulturgeschichte, Zeitgeist:

 




Das Drama spielt in einer Zeit in der Terror, Krieg und Gewalt an der Tagesordnung waren. Nach den erfolgreichen Blitzkriegen in Polen und Frankreich begannen nun die ersten Niederlagen Hitlers und man suchte überall nach Sündenböcken denen man die Schuld für die Verluste im Krieg gegen Rußland und England geben konnte. In dem Stück wird die Geschichte eines dieser unschuldig Angeklagten in etwas abgeänderter Form erzählt. Nämlich die Geschichte von General Ernst Udet.

4.) Aufbau:

 

Das Stück ist in drei Akte gegliedert. Jeder Akt spielt auf einem anderen Schauplatz. Zwischen den einzelnen Akte sind immer große zeitliche Sprünge von einigen Tagen.

 

 

 

5.) Biographie über den Autor

Carl Zuckmayer wurde 1896 in Nackenheim geboren wo er auch seine Jugend verbrachte. Er wurde in gutbürgerliche Verhältnisse hinein geboren und machte eine humanistische Ausbildung bei der er seine sprachliche Ausdruckskraft, wie er selber meinte, stark verbessern konnte. Er zog gleich nach seinem 1914 Schulabschluß mit falscher Euphorie in den Krieg wie ihm schon sehr bald sein Patriotismus ausgetrieben wurde. 1917 veröffentlichte er in der radikalen Zeitschrift seine ersten beiden Gedichte. Während seiner Studienzeit in Frankfurt entdeckte Zuckmayer 1020 erstmals seine Liebe zum Theater und schrieb sein erstes Stück "Kreuzweg" , das in Berlin zu einem großen Mißerfolg wurde. Auch sein zweites Stück das von Bertold Brecht stark beeinflußt war wurde kein Erfolg, aber langsam begann Zuckmayer seine Möglichkeiten und Grenzen zu erkennen. Für ihn war immer das wichtigste, daß die Wahrheit in seinen Stücken stand.

Sein erster Erfolg mit einem Bühnenstück gelang Carl Zuckmayer 1925 mit "Der fröhliche Weinberg", das ihm den Kleist-Preis einbrachte.

Kurz darauf schrieb in der gleichen Art und Weise "Schinderhannes" und "Katharina Knie" gefolgt von "Der Schelm von Bergen". Sein größter Erfolg gelang ihm jedoch 1931 mit "Der Hauptmann von Köpenick", einer 3 aktigen Komödie die sich über die deutsche Autoritätsgläubigkeit und der Unterwürfigkeit vor der Uniform lustig macht.

Zuckmayer zog sich nach der Machtübernahme Hitlers in Deutschland nach Salzburg zurück von wo er 1938 in die Schweiz fliehen mußte.

Auch dort konnte Zuckmayer nicht lange bleiben und emigrierte ein Jahr später mit seiner Frau und seinen Kindern in die USA.

Schließlich begann Carl Zuckmayer 1943 mit der Arbeit an seinem Stück "Des Teufels General", das 1945 in Zürich uraufgeführt wurde. Es wurde zum erfolgreichsten Stück der ersten Nachkriegsjahre und sorgte für anhaltende Kontroversen.

1958 übersiedelte er wieder zurück in die Schweiz und schrieb noch zwei Werke: "Barbara Blomberg" und "Das kalte Licht"

Beide Stücke konnten jedoch nicht mehr an den Erfolg von "Des Teufels General" anschließen.

Carl Zuckmayer starb am 18.Jänner 1977 in Visp in der Schweiz.

6.) Sprache

 

Das Werk ist in einer eher einfachen Sprache geschrieben, da Zuckmayer eine Möglichst wirklichkeitsgetreue Situation zu schaffen.

Vor allem Pfundtmayer spricht in einer sehr derben Sprache.

Das zeigt besonders gut im ersten Akt auf dem Fest auf dem alle Charaktere in der Umgangssprache reden:

PFUNDTMAYER der Lyra Schoeppke mit den Augen verschlingt Ja                           trinkmeran, trinkmeran, dös muß gfeiert werden. So a Sau!

LYRA Wen meinen sie damit, Herr Hauptmann?

PFUNDTMAYER Verzein gnä Frau - i maan - die Sau wos i hab.

Den ersten Abend in Berlin - und schon - Damen vom Theater. A Sau nenn i das. Sie lachen.

HARRAS zu Lüttjohann, leise Ruf mal im Ministerium an, was los ist.

LÜTTJOHANN B'fehl. Geht hinaus.

LYRA Sie kommen direkt von der Front, Herr Hauptmann?

PFUNDTMAYER Dös glaubst. Gestern hammer noch tote Russen       zum Nachtmahl ghabt. I hab nämlich noch nie eine Dame vom Theater direkt angerochen. Über Krümel und Korn wie man sagt.

PÜTZCHEN Na, beißense mal rein, Herr Hauptmann. Sie heben ja gute Zähne.

Carl Zuckmeier bediente sich meiner Meinung nach deshalb dieser Sprache weil ein Dialog in Hochsprache  auf einem Fest unwirklich wirken würde und nicht die Atmosphäre eines Festes vermitteln würde.

Auch im Alltag verwendet wahrscheinlich kein lebender Mensch die Hochsprache. Deswegen verwendete Zuckmayer die Umgangssprache Berlins.

7.) Persönliche Meinung zu dem Werk

 

Mir hat das Werk sehr gut gefallen da eigentlich bis zum Ende des Stückes nicht klar ist wer der Saboteur ist. Dadurch baut sich eine Spannung auf die Stück sehr interessant macht. Die Sprache ist sehr einfach und macht das Stück deswegen sehr lebensnah.










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