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Wirtschaftliche Situation in der Zeit der Aufklarung 1700 - 1800



Wirtschaftliche Situation in der Zeit der Aufklärung (1700 - 1800)

Einleitung:

Entscheidend für die Aufklärung war die Bildung einer neuen sozialen Schicht, nämlich die des Bürgertums, daß durch Handel, Bankgewerbe und durch das eben erst aufkommende Industriewesen, zu Reichtum gelangte, und so ein soziales Prestige bekam. Dabei zeigte es, daß das System des Feudalismus überholt war, außerdem fühlte sich das neue gebildete Bürgertum, durch literarische Bildung und moralischere Lebensgrundsätze, dem Adel überlegen. Auf diesem Standpunkt  forderten die Bürger die ohne politischen Einfluß waren, eine Mitwirkung am Staat, die manchmal nach harten Auseinandersetzungen gewährt oder erzwungen wurde. Dabei berief sich das Bürgertum auf die Aufklärung.

Wichtig für diese war auch die Entwicklung neuer Denkweisen die in zwei philosophischen Richtungen wirksam wurden, im französischen Rationalismus und dem englischen Empirismus.


 

Rationalismus:

 

Der Rationalismus (lat. ratio = Vernunft) ist in Frankreich entstanden. Sein Begründer war der Mathematiker und Philosoph René Descartes. Er ging davon aus, das überlieferte Wissen nicht einfach hinzunehmen, sondern alles, was er von anderen gelernt hatte, in Zweifel zu ziehen. Dabei fand er heraus, daß am Anfang nur eine Erkenntnis nicht bestreitbar und daher wahr sei. Diese Erkenntnis definierte er in den Satz: "Ich denke, also bin ich" (= also bin ich als denkendes Wesen vorhanden). Daraus folgerte er, daß alles, was vom Verstand ebenso klar und deutlich erkannt werden kann wie dieser Satz, ist wahr.

Damit war die Ratio, der menschliche Verstand, zur einzigen Erkenntnisquelle, zum Maßstab für wahr und nicht wahr, für richtig und nicht richtig geworden. Einzig allein durch bloßes Denken, durch logisches Verknüpfen und Folgern kann der Mensch zur Erkenntnis Gottes und den Gesetzmäßigkeiten in der Natur, zur Wahrheit, vordringen, ohne auf die Hilfe eines anderen angewiesen zu sein.

Der Empirismus:

Die Geburtsstätte des Empirismus (Empirie = Erfahrung) ist England, wo als erster John Locke die Beobachtung zur Grundlage wissenschaftlicher Aussagen machte. Er behauptete, daß menschliche Erfahrung und nachprüfbares Wissen sich allein aus den Wahrnehmungen unserer Sinne, aus der Beobachtung bilde.

Bei dem englischen Philosophen David Hume heißt es, daß es nichts in unserem Verstand gibt, daß wir nicht schon vorher mit unseren Sinnen wahrgenommen haben. Damit erklärt er die Beobachtung als Methode der Erkenntnisgewinnung und nicht nur die schon geheiligten Lehrsätze von diversen Autoritäten. Somit war der Weg für eine moderne Naturwissenschaft frei.

 

 

 

 

 

Weitere Wirtschaftliche Theorien:

 

Laissez faire, laissez aller/passer (Machen und laufen lassen T der Staat greift nicht mehr in die Wirtschaft ein): erste Form der marktwirtschaftlichen Theorie.

Adam Smith stellt den Egoismus in den Vordergrund T der einzelne versucht für sich selber Reichtum zu erlangen, und handelt im Eigeninteresse.

Saysches Theorem: Jedes Angebot verschafft sich seine Nachfrage.
Alle haben gemeinsam, daß sie wirtschaftliche Krisen völlig ausschließen.
Dieses Denken ändert sich erst in der Zeit der Weltwirtschaftskrise.

Obwohl die Aufklärung eine gesamteuropäische Entwicklung war, hatte sie nicht überall den gleichen Erfolg vorzuweisen. Einen großen Erfolg hatte sie in Frankreich, wo sie, durch die in ihr neu begründete Lehre vom Staat (Gewaltentrennung), direkt in eine sozialpolitischen Veränderung (franz. Revolution) führte.




Ein ebenfalls wichtiger Standpunkt für die Aufklärung war die Forderung nach Toleranz, die der Religion als auch der Erziehung zum Ziel gesetzt wurde. Der Erziehung widmeten die Aufklärer ihre besondere Aufmerksamkeit, da sie die Ansicht vertraten, daß nur Bildung und Erziehung die Menschheit voranbringen kann.

Die Öffentlichkeit verändert sich:

Die Wochenschriften, ein Produkt der Aufklärung, setzten sich der Verbreitung des aufklärerischen Gedankenguts zum Ziel. Durch ihre kurzen populärwissenschaftlichen Abhandlungen, ihre moralphilosophischen Erörterungen und Untersuchungen und ihre neue literarische Verfahrens- und Vermittlungsweise weckten sie die Aufnahmebereitschaft des Publikums für neue Inhalte und Formen, erschlossen breitere Leserschichten und schufen die Voraussetzungen für literarische Bildung und die Entstehung eines literarischen Marktes. Daran hatten auch die verschiedenen Lesegesellschaften oder Lesezirkel einen großen Anteil.

Die Lesezirkel, die seit dem Ende des 17. Jahrhunderts entstanden, dienten zur Verbilligung der Lektüre von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern, während die Lesegesellschaften sich noch zusätzlich als Gesellschaftskreise sahen, in denen die private Lektüre einen gesellschaftlichen Rang erhielt. Die hohe Anzahl von Lesegesellschaften zeigen deutlich wie sehr es das Bedürfnis, zur Lektüre und Diskussion gab. Die meisten dieser Gesellschaften waren aufklärerisch eingestellt, sowohl in der Lektürenauswahl, als auch in der Organisationsstruktur (demokratisch). Der Zutritt wurde aber durch entsprechende Mitgliedsbeiträge auf wohlhabende Bürger und Adlige beschränkt. Frauen und Studenten waren von vornherein ausgeschlossen. Die Kleinbürger und Unterschichten waren, wenn sie lesen konnten auf Leihbibliotheken, die es aber erst am Ende des 18. Jahrhunderts in größerer Zahl gab, angewiesen.

Die Lehre vom Staat:

Eine neue Lehre vom Staat wird entwickelt. Der Staat beruht auf einer Art Gesellschaftsvertrag. Dieser Vertrag definierte man folgendermaßen: Aus dem Wunsch nach Frieden und Sicherheit sind die Menschen übereingekommen, einen Herrscher einzusetzen, der die Einhaltung der Naturrechte zu gewährleisten hat. Da die Herrscher alle seine Macht vom Volk erhält, kann ihm die Macht auch wieder entzogen werden, wenn er sie mißbraucht. In diesen Gedanken liegen die Wurzeln der Französischen Revolution von 1789.

Der französische Gelehrte Montesquieu hat die neue Staatslehre mit der Forderung nach Gewaltentrennung weiterentwickelt. Bis dahin schien es selbstverständlich, daß der König die Gesetze gab, darauf achtete, daß sie eingehalten wurden, und oberster Richter war. Diese Machtkonzentration führte häufig zu einem Mißbrauch der Macht. Die Gewaltentrennung sieht drei voneinander unabhängige Einrichtungen vor. Diese sehen vor, daß die Vertreter des Volkes die gesetzgebende Körperschaft ( heute bei uns der Nationalrat) bilden, die Regierung sorgt für die Durchführung und Einhaltung der beschlossenen Gesetze, und ein von beiden unabhängiger Richterstand spricht Recht nach den geltenden Gesetzen.

Sowohl der Gedanke des Naturrechts als auch die Lehre vom Staat wirken bis in unsere Zeit, und zwar in der Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen (1948) und in der Einrichtung demokratischer Staatswesen.










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