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Luftfahrt in den 20er Jahren

Luftfahrt in den 20er Jahren


Allgemein

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ach dem ersten Weltkrieg war die  Luftfahrtindustrie ein nicht unbedeutender Industriezweig geworden. Dies lag an dem verstärkten Einsatz der Kampffliegerei im Krieg. Dies, und die ersten Erfolge der zivilen Luftfahrt vor dem Krieg sollte Grundlage für die weiter Entwicklung sein.

Die Luftfahrtindustrie, eine mittlerweile große technische und wirtschaftliche Macht stand nun jedoch vor Problemen. Sie wurde zum Großteil durch staatliche Mittel finanziert. Diese versiegten aber jetzt, da der Krieg beendet war. Deshalb war es notwendig die Luftfahrt zu rechtfertigen. Die Leistungsfähigkeit der neuen Technik wurde mit vielen Rekord gezeigt. Darunter waren Geschwindigkeitsrekorde, Langstreckenflüge, Ozeanüberquerungen und Höhenrekorde. Weitere Argumente für die Luftfahrt waren schnelle Verbindungen, Massentransport, Luftaufnahmen, Luftsport und Tourismus: Die Welt wurde kleiner.

Der wichtigste Geldgeber für die Luftfahrt war immer der Staat, da er darauf im Kriegsfalle zurückgreifen wollte. Außerdem war dies ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor.


Luftverkehrsgesellschaften

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ie zahlreichen Luftstreitkräfte wurden nach dem Krieg nicht mehr benötigt. Um sie weiter nutzen zu können wurden sie zur zivilen Nutzung umgebaut.



Luftfahrtgesellschaften gründeten sich vor allem in Frankreich und England. Die erste Verbindung wurde zwischen Paris und London geschaffen. Zum Beispiel waren diese Flugdienste Streikbrecher während eines Eisenbahnerstreikes 1920 in Frankreich.

Die ersten Fluglinien gab es zwischen den Städten Paris, London, Warschau, Bukarest, und Konstantinopel.

In Deutschland gab es Widerstand gegen den Überflug des Territoriums, doch als später auch deutsche Städte in diese Linien mit einbezogen wurden, ließ dieser nach.


Sport- und Privatfliegerei

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ie Sport und Privatfliegerei begann gegen Ende der 20er Jahre. Die Anhänger der Fliegerei schlossen sich in Clubs zusammen. Das Fliegen für Privatleute wurde durch das 1925 erfundene Flugzeug Moth ermöglicht. Er war einfach und robust aufgebaut, und von technischen Laien bedienbar. Die private Fliegerei setzte sich in ganz Europa durch, und wurde staatlich unterstützt. Der Staat versprach sich davon eine Weiterentwicklung der Technik, sowie die billige Ausbildung von Piloten. Auch von diesen Privatfliegern wurden einige Rekorde aufgestellt.


Kunstflug

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u Beginn wurde der Kunstflug von vielen skeptisch betrachtet. Er war gefährlich und in den Augen vieler auch sinnlos.



Dies war jedoch nicht so, denn damit sollte die Stabilität und die technischen Möglichkeiten der Flugzeuge bewiesen werden. Dabei stiegen die Belastungen des Materials gewaltig, sie waren um ein vielfaches höher als im Normalflug. Doch es war nicht nur ein Test der Maschinen, sondern auch Übung der Piloten. Denn die Anforderungen an diese waren sehr groß, es wurden Höchstleistungen gefordert.

Das Militär veranstaltete - vor allem in England - Kunstflugtage. Zum einen war dies ein Training der Piloten für den Kriegsfall, außerdem wurde damit Reklame für die Fliegerei gemacht. Zu großen Flugshows kamen viele begeisterte Zuschauer.


Segelflug

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egen den umfangreichen Einschränkungen des Versailler Vertrages war die Zukunft der deutschen Luftfahrt dunkel. Da motorisierte Flugzeuge kaum zugänglich waren, konzentrierte man sich hier auf den Segelflug. Dies ist der Grund, für die führende Stellung Deutschlands bei der Segelfliegerei. Ein Segelflugwettbewerb in der Rhön brachte die eindrucksvollsten Rekorde.

Die Segelfliegerei wurde zu Forschungs-zwecken benutzt. Mit ihrer Hilfe sollte das Verständnis von Aufwinden, Thermik und Turbulenzen erhöht werden. Außerdem war das Segelfliegen eine weitere Möglichkeit Piloten auszubilden. Sie mußten den Flug gut vorbereiten. Es erforderte die genaue Kenntnis der Instrumente und schulte die Erfahrung mit dem Wetter: Die Bedingungen mußten interpretiert und ausgenutzt werden.


Rekorde

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n dieser Zeit wurden viele Rekordversuche unternommen. Charles Lindbergh flog 1927 mit der "Spirit of St. Louis" in 33,5 Stunden von New York nach Paris.


Spirit of St. Louis mit 220 PS Wright - Motor, Aufnahme während des Rekordfluges


Amundsen näherte sich 1925 mit einem Flugzeug auf 253 Km dem Nordpol. Dieser wurde ein Jahr später von Byrd und Benett erreicht. Danach auch von Amundsen per Luftschiff. 1924 flogen Amerikaner in 6 Monaten einmal um die ganze Erde. Dies war ein Jahr nach dem ersten nonstop Flug quer durch Amerika. Es gab viele Geschwindigkeitsrekorde. Die Rekorde lagen 1919 bei 268 Km/h, 1920 bei 311 Km/h und 1921 bei 330 Km/h.

Diese Rekordversuche waren ein Schritt bei der Weiterentwicklung des Flugzeuges. Das war jedoch nicht ungefährlich: Viele mußten dabei ihr Leben lassen.

Es gab auch waghalsige Rekordversuche, die gefährlich aber nicht sehr nutzbringend waren. Es wurde versucht mit einem Flugzeug auf dem Dach eines Hochhauses zu landen, auf einem Gletscher zu landen oder den Triumphbogen in Paris zu durchfliegen.


Anwendungen

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ie Luftfahrt konnte in vielen Gebieten genutzt werden. Durch Luftbilder wurde die Kartographierung vereinfacht. Es waren keine umfangreichen Expeditionen mehr notwendig, ein Flugzeug konnte die Aufgabe schneller und billiger erledigen.

Man konnte die neue Technik auch als Transportmittel in entlegenen Gegenden einsetzen. Dies wurde besonders im hohen Norden, Kanada oder Finnland eingesetzt. Das Land war dünn besiedelt. Flugzeuge konnten auf den vielen Seen landen, man ersparte sich also den Bau von Flugplätzen.

In Rußland wurde damit die Jagd erleichtert. Das Wild wurde zusammengetrieben, und die Jäger am Boden besser koordiniert. So konnte man die Erträge erheblich steigern.

Es war auch der Einsatz als Sprühflugzeug oder die Überwachung von Waldbränden möglich.


Militärfliegerei

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uch das Militär machte sich das Flugzeug zu nutze. Es konnte zur Aufklärung, zur Unterstützung der Bodentruppen, als Bomber oder im Luftkampf eingesetzt werden. Die Lufthoheit im Kriegsfall nahm an Bedeutung zu.



Die Politik in diesem Bereich war sehr unterschiedlich. Frankreich war konservativ und baute nur kleine Flugzeuge. England hingegen setzte auch auf große Flugzeuge, wie z.B. Truppentransporter. In Italien erlebte der Flugzeugbau erst einen Rückgang, doch dann, unter den Faschisten, wurde in diesem Bereich wieder aufgerüstet. In Deutschland baute man hauptsächlich zivile Flugzeuge. Diese waren allerdings so gebaut, daß sie leicht auf militärische Nutzung umzustellen waren. Die Amerikanische Luftwaffe genoß hohes Ansehen. Allerdings wurde ihre Stärke überschätzt. Sie lag tatsächlich unter der Japans.






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