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Entstehungsmythen




Entstehungsmythen

Sinn und Ziel der Entstehungsmythen sind es, den Grund des menschlichen Daseins zu erklären. Sie geben Antworten auf existentielle Fragen des Menschen wie z.B. wieso leben wir? Warum sind wir den Tieren überlegen? In fast allen Religionen ist der Mensch die Krönung der Schöpfung

Was war am Anfang??

Im alten Agypten war der Anfang das Chaos, das eine früherer Welt gewesen sein soll, und den Rohstoff für die jetzige Welt darstellt. Laut einem Indianermythos sollen Menschen und Gott in einem himmlischen Paradies über einem riesigen Meer zusammengelebt haben, bevor dieser Gott die Menschen auf die neugeschaffene Erde verbannte, die den Bedürfnissen der Menschen angepasst war

Welche Rolle spielt der Mensch?         

Die meisten Mythen verlaufen nach einem bestimmten Schema:



Zuerst war Chaos, Wasser, Nichts irgendein Urstoff. Daraus wurden Götter geboren, die wiederum den unbezwingbaren Drang nach Selbstverwirklichung hatten und in einer Woche oder so die Welt samt Pflanzen, Tiere und Menschen schufen anderorts waren die Götter schon vor dem Urstoff  da und werden auch noch nach dem Untergang der Welt bestehen.

Der Mensch stellt in den meisten Mythen die Krönung des ganzen dar und heißt es nicht auch in der Bibel: "Macht euch die Erde untertan."? Eine der wenigen Ausnahmen ist im Popol Vuh: der Mensch ist dort keineswegs der Faktor, weswegen die Götter die Erde erschufen, wie in den eurasischen Religionen sondern ein Zufallsprodukt und weil eben nach dem 3. Versuch das gewünschte Ergebnis nicht erreicht wurde, gaben sie sich mit dem Erreichten zufrieden

Mythos des Quiché Maya .

aus dem Popol Vuh (das Buch der Gemeinschaft, es erzählt die Geschichte der Quiché  vom Beginn der Schöpfung bis zu den Maya-Königen im Jahr 1550)

"Am Anfang existierten nur Tepeu und Gucumátz. Sie sannen, sprachen dann miteinander, wurden sich einig und schufen die Welt kraft Befehl : " Die Leere fülle sich!"

Die Erde erhob sich aus dem Wasser  und die Götter schufen alle Tiere und Vögel sie waren nicht fähig, die Götter zu preisen. Daher entschlossen sich diese, Menschen zu machen."

Dazu benötigten sie 3 Versuche: den 1. Menschen formten sie aus Lehm. Diese zerrannen jedoch im Wasser, was den Göttern erübrigte, sie zu zerstören;

als zweites wurde der Mensch aus holz geschaffen: aber wie auch das Ausgangsmaterial war, so war auch die neue Rasse: hart, unbeweglich im Charakter. Die Götter beschlossen auch diese zu vernichten: aber einige von den hölzernen Menschen schafften es, in den Wald zu entkommen und wurden zu Affen;

Der dritte Mensch wurde aus den Pflanzenfasern der damaligen Grundnahrungsmittel-produzenten  der Maya geformt. Mit diesen waren die Götter ursprünglich zufrieden, als sie jedoch begannen, sich Zauberkräfte anzueignen, wurden sie zu einer potentiellen Gefahr für die Götter: Tepeu und Gucumátz versuchten auch diese zu zerstören, scheiterten.. diese neue und kräftige Rasse waren die Urahnen des heutigen Menschengeschlechts; als Gründungsväter  schufen sie den Menschen im eigentlichen Sinn..

Babylon - Mesopotamien

Babylon hatte viele verschiedene Schöpfungsmythen, die bedeutendste Schöpfungserzählungen waren jedoch das Enuma elisch und der Gilgameschepos.




Enuma elisch erzählt die Ursprünge der Welt in der Absicht, Marduk, den Schutzgott von Babylon und Sohn des EA,  zu lobpreisen.

Am Anfang war das Urpaar APSU und TIAMAT, beide zweigeschlechtliche Wesen. Apsu und Tiamat stellte man sich als zwei Wasser vor (Salzwasser - Süßwasser), und aus der Vermengung der beiden Wasser entsatnden weitere göttliche Paare. Als Apsu, der sich vom Herumtollen der jungen Generation gestört fühlt, beschließt, diese zu töten, begehren diese gegen den Vater auf. Ea tötet Apsu und raubt ihm dessen Strahlenkranz, bekleidet sich selbst damit - Parallelität zu Zeus und Kronos.

Danach griffen die Jungen Tiamat an, mit der Begründung, dass sie dem Gatten hätte helfen müssen. Tiamat reagiert wie Gaia in der griechischen Mythologie - sie formt Ungeheuer, Schlangen, Löwenund rüstet zur alles entscheidenden Schlacht. Als die Götter sich dem riesigen Heer Tiamats gegenübersahen, bekamen sie es mit der Angst zu tun. Einzig Marduk, der Sohn des Ea bietet sich an zu kämpfen, aber für nichts geringeres als die Herrschaft über alles Seiende. Er besiegte Tiamat.

Ihr Körper bildete das Himmelsgewölbe und die Erde, die aus den Organen Tiamats (aus den Augen strömen Euphrat und Tigris) besteht.

Nach der Fertigstellung der Erde beschließ Marduk die Erschaffung des Menschen, aber nicht als Krönung, denn ihm (dem Menschen) "soll die Fronarbeit für die Götter auferlegt werden, zu deren Erleichterung". Aus dem Blut des getöteten Kingu, einer der jungen Götter der sich aber auf die Seite Tiamats gestellt hatte, formt Ea die Menschheit. Als ist der Mensch auch in der Babylonischen Religion mit einer Art Erbsünde/Blutsünde belastet. (siehe Altes Testament)

Der Gilgameschepos wurde von Juden während der Babylonischen Gefangenschaft übernommen und in die Bibel eingearbeitet (die große Sintflut).

Im großen und Ganzen Erzählt er die Geschichte des Helden Gilgamesch. Die Götter stehen in dessen Schuld und er fordert Unsterblichkeit ein der Epos erzählt im eigentlichen Sinn die Lebensgeschichte des Gilgamesch, die unabdingbar mit der Geschichte der Weltentstehung zu tun hat.

Zusatz:

Naturreligionen hatten alle zuerst eine Art Urmutter  (Tiamat, Gaia) und dann erst Söhne, Gatten ect. die die Macht übernahmen (Zeus, Marduk).

Gott bzw. der Herrscher der Götter  wurde erst in patriachalischen Systemen als rein männlich eingeführt.










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