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Die DDR - eine Scheindemokratie



                Die DDR - eine Scheindemokratie

          

 

 

 

DIE ENTSTEHUNG DER DDR

Nach dem 2. Weltkrieg und der Nazidiktatur wurde Deutschland von der USA, der UDSSR, Großbritannien und Frankreich in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Dies wurde in 3 verschiedenen Konferenzen (Jalta-Konferenz, Potsdamer Konferenz, Berliner Erklärung)


beschlossen

Die UdSSR bekam Süpommern, Meklenburg, Sachsenanhalt, Sachsen, Thüringen, Brandenburg. Die restlichen Länder wurden auf die 3 anderen Alliierten aufgeteilt. Berlin erhielt einen Sonderstatus. Es wurde in vier Besatzungssektoren aufgeteilt. Die UdSSR und die restlichen Alliierten bestimmten, das die Ostzonengebiete vom Rest Deutschlands abgetrennt werden sollten. Die Oberbefehlshaber der Alliierten bildeten den obersten Kontrollrat. Er stand über allem und war eine Vorübergehende Regierung. Im März 1948 verließ der sowjetische Vertreter den Kontrollrat, der damit aufgelöst war. Im Mai 1949 wurde das Grundgesetz für die BRD erlassen, im Oktober folgte die Verkündung der Verfassung der DDR.

Offiziell gegründet wurde die DDR am 7. Oktober 1949. Sie wurde von der neuen Regierung der BRD unter Adenauer abgelehnt, weil sie nicht aus freien Wahlen entstanden ist.

DIE REGIERUNG DER SED

Die erst Volkskammerwahl war 1950. Es gab praktisch nur 1 Partei, die SED. Alle anderen zugelassenen Parteien standen unter der Führung der SED. Sie waren alle in dem "demokratischen Block" zusammengeschlossen. Dadurch hatte die SED bei jeder Wahl 99% Zustimmung bei 98% Wahlbeteiligung. Eine wirkliche freie Wahl war also keinesfalls möglich. Die DDR war in der Realität eine Diktatur. Die anderen Parteien hatten eigentlich gar nichts zu sagen, sie sollten nur nach außen hin ihre Eigenständigkeit behalten um der Weltöffentlichkeit das Bild eines Mehrparteiensystem's vorzugaukeln.

1950/51 fand bei der SED eine Säuberungsaktion statt, bei der alle Mitglieder ausgeschlossen wurden, die nicht 100%'ig mit der politischen Richtung der SED einverstanden wahren. Es kam zu einem Ausschluß von ca. 150.000 Mitgliedern.

Die Bevölkerung passte sich dieser Partei an, floh in den Westen oder zog sich einfach in ihr Privatleben zurück. Ein kleiner Teil unterstützte aber auch diese Diktatur.

Die SED verstand es, alles so hinzustellen, dass das Volk dachte, das der West von Grund auf schlecht ist. Zum Beispiel, als am 7.09.1949 zum ersten mal der Bundestag in Bonn tagte, stellte die SED es so hin, dass dies eine Bedrohung der gesamten SBZ (Sowjetische BesatzungsZone) sei. Es wurde so hingestellt, als ob die Gründung der BRD nur dazu da gewesen sei, die SBZ zu vereinnahmen, sie zu übernehmen.

In der neu gegründeten DDR verloren die bürgerlichen Parteien immer mehr und mehr an Einfuss. Durch sog. "Massenverbände" errang die SED immer mehr an Einfluss, da die Führer dieser Verbände immer SED Mitglieder wahren.

Widerstand wurde im Aufstand von 17. Juni 1953 deutlich. An diesem Tag legten die Arbeiter in Berlin und in fast allen anderen Städten und Dörfern die Arbeit nieder. Während bei der Regierung Ratlosigkeit herrschte, reagierten die sowjetischen Stadtkommandanten sofort. Sie verhängten in den Städten den Ausnahmezustand und das Kriegsrecht und schlugen den Aufstand mit Hilfe sowjetischer motorisierter Verbände nieder. Für den Aufstand , der von der Regierung als "faschistische Provokation" bezeichnet wurde, wurde sowohl der amerikanische Geheimdienst CIA sowie auch die BRD verantwortlich gemacht. In dieser Phase der DDR hatte die SED sehr stark an Legitimation verloren. Die Regierung versuchte, die Bevölkerung wieder zu beruhigen, indem sie Zugeständnisse machte und versuchte den Lebensstandard etwas zu erhöhen. Doch diese Phase ging sehr schnell vorbei und man begann eine massive Verfolgung derjenigen, die maßgeblich am Aufstand beteiligt waren. Das Ergebnis waren 1300 Verurteilungen, darunter auch sechs mal die Todesstrafe. Seit dem Aufstand und dessen Niederschlagung gab es eine Kluft zwischen der Mehrheit der Bevölkerung und der Regierung, die man nicht mehr überbrücken konnte. Als Resultat davon, schwollen die Flüchtlingszahlen stark an und erreichten 1956 ihren Höhepunkt. Der größte Teil der Flüchtlinge war unter 25 Jahre alt, solche, die für sich keine Zukunft im "real existierenden Sozialismus" sahen.




Insgesamt verließen ca. 3.5 Mio. Menschen die DDR. Davon allein 2.6 Mio. bis zum Bau der Mauer 1961. Gründe für Flucht oder Übersied­lung waren die Ablehnung der politischen Verhältnisse in der DDR und die Ein­schränkung der persönlichen Freiheit, die oft mit den schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen in Zusammenhang stand. Insgesamt gab es an Mauer und Stachel­draht über 200 Tote. Die Führungsspitze der SED hatte immer weniger Bezug zur Realität. Sie lebte über Jahrzehnte fast unter sich in einer abgeschirmten Siedlung bei Berlin. Nur wenige junge Führungskräfte kamen hinzu.

Da die DDR aus der sowjetischen Besatzungszone entstand, orien­tierte sich die Politik der DDR von Anfang an am Vorbild der So­wjetunion. Die Lehren von Karl Marx und Friedrich Engels, wonach die Ausbeutung der Menschen durch den Sozia­lismus überwunden werden kann, sollten in die Praxis umgesetzt werden. Dabei wurden insbe­sondere Stalins Herrschaftsmethoden übernommen: Unterdrückung der Bevölkerung, Bespitzelung, und Verfolgung Andersdenkender.

Die Stasi

1950 wurde das Ministerium für Staatssicherheit (kurz: STASI) gegründet. Dieses Ministerium war für Spionage in der BRD, sowie die Kontrolle des eigenen Volkes verantwortlich. Sie arbeitete mit eigenen Untersuchungsbehörden und bewaffneten Einhei­ten. Stasi-Mitarbeiter nahmen Verhaftungen vor und führten Ver­höre durch, sie schlugen und folterten. Sie konnten Berufsverbote ebenso durchset­zen wie die Einweisung in psychiatrische Anstalten. Die Stasi hatte 85000 haupt­amtliche und über 100000 inoffizielle Mitar­beiter. Durch Erpressung, wegen materiel­ler Vorteile oder berufli­cher Aufstiegsmöglichkeiten wurden in den 80'er Jahren mehr als eine halbe Million "Stasi-Spitzel". Im Hauptsitz des Ministeriums be­fanden sich ungefähr 18000 laufende Meter Personendossiers, die durch eine 6 Mil­lionen Namen umfassende Kartei erschließbar sind.

Die Auswanderung in den Westen

Wer zu Zeiten der DDR einmal in den Westen reisen wollte, bekamnur in Ausnahmen hierfür eine Genehmigung. Dies hing dann von Dingen ab, ob der Antragsteller immer brav gearbeitet hatte, sich der Partei fügte und ob derjenige Kontakt zu Westdeutschenpflegte (kontrolliert durch den Staatssicherheitsdienst). So durfte er z.B. keine Westdeutschen Radiosender gehört haben oder öfters Post aus dem Westen bekommen haben. Dann wurde Ihm die Ausreisegenehmigung schlicht verweigert bzw. solange verzögert bis er kein Interesse mehr hatte. Außerdem wurde in den Kombinaten für die Arbeit ein jährliches 'Gewinnspiel' veranstaltet. Wer die meisten Erträge eingebracht hatte oder sich sonst irgendwie außerordentlich gut betätigt hatte, dem winkte als Prämie z.B. eine Woche Urlaub in einer der wunderschönen, staatseigenen Plattenbauten. Diese waren nämlich früher, anders wie heute, recht Luxuriös.










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