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Die Geschichte Polens ab der 1 Teilung



Die Geschichte Polens ab der 1. Teilung

1772    1. Teilung Polens 1764 wurde Stanislaus August Poniatowski zum König von Polen gewählt. Er wollte das Land reformieren. Rußland versuchte sich in die polnischen Verhältnisse einmischen und schüchterte den Reichstag durch Entführung von Wortführern ein. Das führte dazu, daß z.B. Verfassungsänderungen nur noch mit russischer Zustimmung möglich war. Preußen fürchtete die Zunahme der russischen Macht, die sich durch den russischen Erfolg im russisch-türkischen Krieg noch verstärkt hatte und hatte Angst um Ostpreußen, das Rußland schon einmal versucht hatte zu annektieren. Österreich fühlte sich  von einem Halbkreis russisch beherrschter Länder bedroht. Russisch -preußisch -österreichische Verhandlungen führten im August 1772 zu einem Vertrag der die Aufteilung Polens regelte. Preußen erhielt das Emsland, Westpreußen, und das Netzedistrikt. Österreich das südliche Kleinpolen und Rotreusen, Rußland Gebiete an der Düna und am Dnjepr. Polen verlor damit ein Drittel seines Gebiets und seiner Einwohner. Der polnische Reichstag mußte, damit es nicht noch mehr Verluste gab die Abtretungen anerkennen.


1791    Verfassung Im Reichstag in Warschau wird eine Verfassung beschlossen. Polen wird 

kostitutionelle Monarchie mit Gewaltenteilung und Erblichkeit der Krone.                                                            

1793  2.Teilung  Durch Bündnisse der umliegenden Staaten war Polen isoliert. Die Feinde der

          Verfassung nutzten diese Gelegenheit und baten Rußland um Hilfe. Daraufhin marschierte die russische Armee in Polen ein und schlug das polnische Heer. Auch Preußen marschierte in Polen ein, um den "Geist des französischen Demokratismus" zu unterdrücken ( in Anlehnung an die franz. Revolution). Am 23.9.1793 beschlossen Rußland und Preußen die 2.Teilung Polens : Rußland erhielt den Osten, Preußen erhielt Großpolen sowie Danzig und Thorn. Auch hier mußte unter Druck der russischen Truppen der polnische Reichstag die Abtretungen hinnehmen. Zudem mußte Polen seine Verfassung von 1791 wieder aufheben und seine Armee verkleinern.                                                        

1794    3. Teilung und Ende Polens  Aufgrund der Teilungen von 1793 erhob sich ein Truppenteil um den General Kosciuszko. Das ganze polnische Volk schloß sich dem Aufstand an (also auch die Bauern). Am 10.10.1794 schlugen die russischen Truppen die Aufständischen Erfolgreich: Kosciuszko fiel in russische Hände und die Warschauer Vorstadt Praga wurde erobert. Daraufhin kapitulierte die Hauptstadt, der Aufstand war somit niedergeschlagen. Jetzt wurde Polen ganz ausgelöscht: Rußland erhielt den östlich der Memel und des Bug gelegenen Teil des Landes. Österreich erhielt Kleinpolen  und Preußen den Rest (Neuostpreußen und Neuschlesien).

 

1809 Frieden von Tilsit   Napoleon hat Preußen besiegt. Preußen muß seine Landgewinne aus der 2. Und 3. Teilung Polens wieder abtreten. Napoleon schafft daraus 2 Vasallenstaaten (Vasallenstaat= von einer Großmacht abhängiger Staat): das Herzogtum Warschau und die freie Staat Danzig.

1812    Napoleon ist besiegt  Napoleons Armee ist untergegangen und die Russen besetzen das Großherzogtum Warschau.

1815  Wiener Kongreß   Der Hauptteil des Großherzogtums Warschau wird als Königreich Polen "für immer" Besitz des russischen Kaisers. Der Westen ging an Preußen und Krakau wurde freie Stadt. Polen blieb somit geteilt und die polnische Frage ungelöst.

 

1830 Novemberaufstand  Eine kleine Gruppe von Unteroffiziersschülern um den Leutnant Wysocki versucht den Großfürsten Konstantin zu ermorden. Der Anschlag mißglückt, zündet aber den Funke für eine Revolution. Es bildet sich eine revolutionäre Nationalregierung. Der Zar konnte diese Revolution natürlich nicht hinnehmen und marschierte in Polen ein. Nach anfänglichen Erfolgen für die Polen zogen die Russen schließlich im September 1831 in Warschau ein. Das Königreich verlor damit seine Autonomie fast vollständig.

1863  Der letzte Aufstand   Die Roten (=Revolutionäre) machten einen Aufstand. Ziel war es sich von der russischen Vorherrschaft zu befreien. Die Russen schlugen den Aufstand wieder nieder, was zur Folge hatte, daß Polen dem Russischen Reich einverleibt wurde.




Bis 1.WK  Polen wird immer stärker industrialisiert. Der polnische Adel macht nur noch 2% der Bevölkerung aus, verarmt zusehends und zieht in die Städte um dort die Intellektuelle Schicht zu bilden. Es entwickelt sich wieder ein stärkeres Nationalbewußtsein unter der Bevölkerung. Außerdem werden in einigen Gebieten des Deutschen Reiches und Österreichs den Polen wieder mehr Rechte zugesprochen.

1914 1.WK   Die Polen kämpften als deutsche, russische und österreichische Soldaten gegeneinander. Während des Krieges riefen Deutschland und Österreich das Königreich Polen aus und stellten ein "Polnisches Hilfskorps" auf, das an ihrer Seite gegen die Russen kämpfen sollte. Das Korps hatte aber nur geringen Erfolg. Nachdem Rußland und auch das Deutsche Reich zusammen gebrochen waren entstand nach Vorstellungen des amerikanischen Präsident Wilson ein polnischer Staat der aber zunächst nur die Gebiete Kongreßpolen und Westgalizien umfaßte.

Nach Ende des 1.WK  Das Deutsche Reich muß den Hauptteil Posens und einen Teil Westpreußens abtreten. Danzig wurde freie Stadt unter Aufsicht des Völkerbunds. Außerdem sollten in einigen Gebieten Volksentscheide über die Zugehörigkeit der Gebiete entscheiden. Im Osten gab es erst noch Kämpfe zwischen Polen und Russen ehe die Grenze festgelegt wurde. Erst 1923 lagen die Grenzen Polens endgültig fest: Polen war 388000 qkm groß und hatte 27 Millionen Einwohner. Auch wurde eine Verfassung nach französischem Vorbild beschlossen.

         Das demokratische System funktionierte nur schlecht, weil durch das Verhältniswahlrecht viele kleine Parteien im Parlament saßen. Im Mai 1926 gelang dem Revolutionär Pilsudski ein Staatsstreich und war danach als Staatspräsident im Amt. Im Juli 1932 schloß Polen einen Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion, der Polen den Rücken freihalten sollte, falls es zu deutschen Gebietsforderungen kommen sollte. Im Januar 1934 schloß das inzwischen nationalsozialistische Deutschland einen auf 10 Jahre befristeten Nichtangriffspakt mit Deutschland. Hitlers Hintergedanke war damit Polen als Partner für die künftige Expansionspolitik gegen die Sowjetunion zu gewinnen. Dies Gedanken lehnte Polen aber strikt ab.

1939  Im März 1939 bietet Großbritannien Polen einen Beistandspakt an, der dann auch von Polen angenommen wurde, um eine weitere Expansion Deutschlands zu verhindern. Hitler kündigte daraufhin den Nichtangriffspakt und schloß im August den Hitler-Stalin Pakt. In seinem veröffentlichten Teil war er ein Nichtangriffspakt, in einem geheimen Zusatzprotokoll aber teilten die Vertragspartner Ostmitteleuropa unter sich auf.

2.WK  Am 1.September 1939 marschiert Hitler ohne Kriegserklärung in Polen ein. Auf Grund ihrer Bündnisverpflichtungen treten Frankreich und Großbritannien am 3.9. in den Krieg gegen Deutschland ein, leisteten Polen aber keine Hilfe. Am 23.9 mußte Warschau kapitulieren. Die von der Sowjetunion besetzten Gebiete wurden einverleibt. Der von Deutschland besetzte Teil wurde entweder eingegliedert oder ein Generalgouvernement. Viele Polen wurden in die neu eingerichteten Ghettos deportiert, oder in die Generalgouvernements verschleppt. Nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion und dem ab1943 beginnenden Siegeszug der sowjetischen Truppen, stellte sich für die Polen die Frage, wie sie es schaffen, nicht wieder unter sowjetische Herrschaft zu fallen. Es gab eine Exilregierung in Paris und eine von den Sowjets eingesetzte kommunistische Regierung. Auf der Konferenz von Jalta beschlossen die Alliierten, daß Polen im Westen durch die Oder begrenzt sein soll und daß die Sowjetunion ihre 1939 eingegliederten Gebiete behalten darf. Außerdem wurde die kommunistische Regierung von den westlichen Mächten anerkannt. Nach der Niederlage Deutschland wurden viele Deutsche nach Sibirien verschleppt oder wurden nach Westen umgesiedelt, sofern sie nicht schon vorher dorthin geflohen waren.

1955    Warschauer Pakt  Im Mai 1955 schloß die Sowjetunion mit Polen, der DDR, der Tschechoslowakei, Ungarn, Bulgarien, Rumänien und Albanien den Warschauer Pakt "über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand. Er war die Antwort auf die NATO, in den die BRD kurz zuvor aufgenommen wurde.

 

Ende der 80er/Anfang der 90er Jahren brach dann der Ostblock zusammen, was starke Veränderungen in den politischen und wirtschaftlichen Belangen mit sich zog. 

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