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BRAZIL




                    

Brasilien

 


Brasilien ist ein Land voller Kontraste, voller Disparitäten. Es gibt riesige Unterschiede zwischen Arm und Reich, zwischen Stadt und Land. Unterschiede bestehen in der Landwirtschaft zwischen Kleinbauern und Großgrundbesitzern, in der Industrie zwischen reichen Konzernen und kleinen Privatbetrieben. Ausserdem findet man Unterschiede zwischen den Regionen, z.B. zwischen dem armen Nordosten und dem reichen Südosten.



Das Kernproblem der Entwicklung Brasiliens besteht gar nicht so sehr darin, den wirtschaftlichen Prozeß mit mehr oder weniger Erfolg zu dynamisieren, sondern die Rahmenbedingungen für einen gesellschaftlichen Wandel zu schaffen, der zunächst nach drei Prioritäten in Bezug auf das Gemeinwohl ausgerichtet sein sollte:

1. Existenzsicherung (Grundbedürfnisbefriedigung für die gesamte

     Bevölkerung)

2. Sozialverträglichkeit

3. Umweltfreundlichkeit

Brasilien ist Bundesrepublik und größtes Land Südamerikas. Es nimmt knapp die Hälfte der gesamten Kontinentfläche ein. Im Norden grenzt es an Venezuela, Guyana, Surinam, Französisch-Guayana und den Atlantischen Ozean; im Osten an den Atlantischen Ozean; im Süden an Uruguay; im Westen an Argentinien, Paraguay, Bolivien und Peru und im Nordwesten an Kolumbien. Mit Ausnahme von Chile und Ecuador verfügt die Republik über Grenzen zu jedem Land Südamerikas. Brasilien ist das fünftgrößte Land der Erde (nach Rußland, China, Kanada und den Vereinigten Staaten). Die Gesamtfläche Brasiliens beträgt 8 511 966 Quadratkilometer. Die größte nordsüdliche Länge des Landes beträgt 4 345 Kilometer, die maximale ostwestliche Breite 4 330 Kilometer. Die meisten Einwohner Brasiliens leben am Atlantischen Ozean, u. a. in den Metropolen Sao Paulo und Rio de Janeiro. Die Hauptstadt Brasília (Einwohnerzahl 1991 etwa 1 841 000) liegt jedoch im Landesinneren.


Bevölkerung, wichtige Städte, Sprache, Religion in Brasilien


Bevölkerung

Brasilien hat eine Bevölkerungsdichte von 18E/Quadratkilometer (Deutschland 228). Man könnte also meinen, dass Brasilien äußerst dünn besiedelt ist. Das stimmt jedoch nicht, denn der Durchschnittswert verschleiert die Verteilung der Bevölkerung. Im Norden und Mittelwesten sind die Bundesstaaten Roraima, Amazonas, Acre und Mato Grosso mit weniger als 3E/quadratkm zwar äußerst dünn besiedelt, aber andererseits haben einige Staaten im Südosten Bevölkerungsdichtewerte, die durchaus mit denen in Europa vergleichbar sind. So hat der Staat Sao Paulo mit 127E/quadratkm eine höhere Dichte als Frankreich und der Bundesstaat Rio de Janeiro übertrifft mit 293E/qudkm die Bevölkerungsdichte Deutschlands deutlich. 

Im Norden und Mittelwesten leben auf 64% der Landesfläche Brasiliens nur 8,4% der Einwohner. In den Regionen Südosten und Süden leben hingegen auf 18% der Fläche 55,5% Leute. Die küstennahen Regionen der Ostküste sind also relativ dicht besiedelt. Je weiter man ins Landesinnere kommt, desto weniger Menschen leben dort.

Vorallem das Amazonastiefland ist wegen seiner schwierigen Zugänglichkeit und wegen seines feuchtheißen Tropenklima siedlungsfeindlich.

.) Bevölkerungswachstum:

Heute hat Brasilien mindestens 160 Mio Einwohner. Die Einwohneranzahl ist in letzter Zeit sehr stark angestiegen. Dieses starke Wachstum geht weniger auf die Einwanderung als auf das hohe natürliche Bevölkerungswachstum zurück. Hohe Geburtenraten führen zu Kinderreichtum und zu nachhaltigem Bevölkerungswachstum. Das natürliche Bevölkerungswachstum Brasileins beträgt zur Zeit ca. 1,6%, d.h. in nur einem Jahr wächst die Bevölkerung um rund 2,6 Millionen Menschen. 

.)Bevölkerungspyramide:

Sie zeigt, dass es sich um eine "junge Bevölkerung" handelt. Die breite Basis bedeutet, dass der größte Teil der Bevölkerung jung ist. Die Brasilianer bekommen nun sogar schon Probleme mit der großen Zahl der Kinder und Jugendlichen. Auf Dauer muss gewährleistet sein, dass sie ausreichend ernährt werden. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass Kindergarten- und Ausbildungsplätze in ausreichender Zahl vorhanden sind. Das Problem in der Zukunft ist der Arbeitsplatzmangel! Zur Zeit müssten jährlich ca. 1,5 Mio neue Arbeitsplätze geschaffen werden

Etwa 22 Prozent der brasilianischen Bevölkerung sind Mulatten. Die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe bilden Personen portugiesischer Abstammung (15 Prozent), gefolgt von Mestizen (12 Prozent), Italienern (11 Prozent), Schwarzafrikanern (11 Prozent) und Spaniern (10 Prozent). Die restliche Bevölkerung setzt sich aus Deutschen, Japanern und den Nachfahren der präkolumbianischen Bewohner zusammen.

 

Wichtige Städte:

.)Sao Paulo

Das Zentrum von Sao Paulo unterscheidet sich nur wenig von dem anderer Metropolen auf der Welt. Hochhäuser aus Glas, Beton und Stahl bestimmen das Bild.

Der Reichtum der Metropole ist es auch, der auf viele Zuwanderer wie ein Magnet wirkt. Auch große Firmen lassen nach Möglichkeit in der City nieder. Zwar sind freie Grundstücke kaum mehr vorhanden, doch werden immer wieder ältere Hochhäuser abgerissen und durch modernere, noch höhere ersetzt.

Die Stadt wuchert sehr stark, sodass immer weniger Flächen für Gewerbe und Wohngebiete zur Verfügung stehen. Folglich steigen die Bodenpreise drastisch und die Behörden stehen schließlich bei Umweltproblemen vor nahezu unüberwindbaren Problemen. 

.)Rio de Janeiro:

Rios Wirtschaft hängt heute weitgehend von einem riesigen Industriegebiet im Norden der Stadt ab, in dem eine große Zahl der Einwohner beschäftigt ist. Natürlich stellt auch der Tourismus einen wichtigen Wirtschaftszweig dar. In keiner anderen Stadt des Landes wird  Lebenslust und Sinnlichkeit so offen zur Schau getragen wie in Rio de Janeiro.

Rio ist ehemalige Landeshauptstadt und Handelszentrum.

.)Brasilia

Die Hauptstadt Brasiliens ist eine aus dem Nichts entstandene Stadt. Durch die Verlegung der Hauptstadt von der Küste in das Landesinnere sollte nicht nur das Gefühl der Einheit für alle Brasilianer geschaffen, sondern auch ein Fanal für die Eroberung des Hinterlandes gesetzt werden.

Über Brasilia wurde viel diskutiert: Die einen sehen in ihr eine Horrorvision, in der menschliches Leben unmöglich ist, die anderen betrachten die Stadt als eine architektonische Meisterleistung.

Weitere bedeutende Städte (Stand der Einwohnerzahlen jeweils 1993) sind  Porto Alegre, Hafenstadt am Atlantik (1 254 000); Salvador, Hafenstadt in einer fruchtbaren, landwirtschaftlich wichtigen Region (2 056 000); Belém, bedeutende Hafenstadt am unteren Amazonas (1 235 000); Recife, wichtigste Handelsstadt der zentralen Region (1 335 000); Curitiba (1 248 000); Belo Horizonte, Mittelpunkt der Baumwoll-Industrie (2 048 000) und Manaus, Hafenstadt am Fluß Negro (996 000).

Sprache

Die offizielle Landessprache Brasiliens ist Portugiesisch. Viele Brasilianer sprechen auch Deutsch und Italienisch, insbesondere in den Städten des Südens.

Religion

Etwa 88 Prozent der brasilianischen Bevölkerung gehören der römisch-katholischen Konfession an. Etwa 20 Millionen Katholiken sind zugleich auch Anhänger afro-brasilianischer Glaubensvorstellungen. Daneben gibt es im Land mindestens fünf Millionen Angehörige der lutheranischen, methodistischen und der Episkopal-Kirche. Darüber hinaus hat sich eine kleine jüdische Gemeinde gebildet. Die Nachfahren der vorkolumbianischen Bevölkerung üben meist ihre alten Religionen aus. Die Trennung von Kirche und Staat ist formal und vollständig.

Große Unterschiede zwischen Armen und Reichen

Brasilien gilt als das Land mit den größten Unterschieden zwischen Armen und Reichen. Um den Arbeitnehmern eine Grundversorgung zu gewährleisten, hat der Staat den "salario minimo", den gesetzlichen Mindestlohn, eingeführt.

Ein großes Problem stellt  die Situation der Kinder und Jugendlichen dar. Wegen des geringen Einkommens der unteren Bevölkerungsschichten

sind sie zur Arbeit gezwungen, um einen Betrag zur Sicherung des Lebensunterhaltes zu leisten. Durch die Kinderarbeit leidet auch die Schulbildung.

Ein schwer abzuschätzender Teil gehört zu den sogenannten Straßenkindern. Sie arbeiten als Schuhputzer, Hausierer, Straßenhändler und sind ständig Bedrohungen ausgesetzt.




Soziales, Bildung und Kultur, Bildung und Schulwesen in Brasilien


Soziales

Auf dem Land mangelt es in vielen Gebiete an Arzten, Krankenschwestern, Krankenhäusern, Kliniken und Apotheken. Die Arbeiter in den Städten sind kranken- und rentenversichert. Landarbeiter und Staatsbedienstete haben nur auf wenige Sozialleistungen, überwiegend im Bereich der medizinischen Versorgung, Anspruch. Seit 1988 ist in der Verfassung die 40-Stunden-Woche verankert. Ein Großteil der Brasilianer lebt in Armut. Die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung verfügen über 51,3 Prozent der Haushaltseinkommen, während den ärmsten 40 Prozent lediglich sieben Prozent zur Verfügung stehen (1989).

Bildung und Kultur

Die ersten portugiesischen Siedler übernahmen von den amerikanischen Ureinwohnern viele Gebräuche und Begriffe. Während der Kolonialzeit wurden Millionen schwarzer afrikanischer Sklaven nach Brasilien verschleppt. Die religiösen Mythen vermischten sich mit dem römischen Katholizismus und ergaben einen einzigartigen afro-brasilianischen Kult mit bemerkenswerten spiritualistischen Ritualen. Der weitverbreitetste dieser Kulte ist der Candomblé. Die brasilianische Gesellschaft ist stark von europäischen kulturellen Vorstellungen geprägt, die über Portugiesen, Italiener, Deutsche und Spanier im Land verbreitet wurden.

Bildung und Schulwesen

Die Grundschulausbildung von Kindern im Alter von sieben bis 14 Jahren ist kostenfrei und obligatorisch. Circa 80 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahren können lesen und schreiben. Die meisten Grund- und weiterbildenden Schulen werden vom Staat und den Gemeindeverwaltungen unterhalten. Es gibt aber auch viele höhere Schulen der römisch-katholischen Kirche. Die Verantwortung für die Hochschulen in Brasilien teilen sich die einzelnen Staaten und private Verbände. In den späten achtziger Jahren verfügte Brasilien über mehr als 850 solcher Institutionen (einschließlich 73 Universitäten). Es studierten etwa 1,4 Millionen Studenten. Zu den führenden Universitäten zählen die Universität von Brasília (1961), die Universität von Sao Paulo (1934), die päpstlich-katholische Universität von Campinas (1941), die Bundesuniversität von Rio de Janeiro (1920) und die päpstlich-katholische Universität von Rio Grande do Sul (1948) in Porto Alegre.


Kultureinrichtungen, Kunst, Musik und Tanz, Feste und Kulte


Kultureinrichtungen

Die meisten Staaten haben in ihren Hauptstädten öffentliche Bibliotheken eingerichtet. In Rio de Janeiro befinden sich das Nationalarchiv (1838) mit einer umfangreichen Sammlung zur brasilianischen Geschichte, die Nationalbibliothek (1810), das Museum für moderne Kunst (1948), mit einer bedeutenden internationalen Kunstsammlung, einem Bildungswerk und einem Konzertsaal; das Nationalmuseum (1818) beherbergt mehr als 1,5 Millionen Exponate, zumeist aus den Bereichen Geologie, Botanik und Anthropologie. Das ethnologische Museum wurde 1953 in Rio de Janeiro gegründet.

Kunst

Die Bildhauerei hatte in Brasilien im 18. und 19. Jahrhundert ihre Blütezeit, hauptsächlich als religiöse Kunst. Vor dem 20. Jahrhundert brachten die bildenden Künste zwar keine namhaften Künstler hervor, dennoch übten sie einen starken Einfluß auf die Arbeiten zeitgenössischer brasilianischer Künstler aus. Internationale Bekanntheit hat vor allem die Architektur des Landes erlangt. Die Landeshauptstadt Brasília ist wegen ihres revolutionären städtebaulichen Konzepts (Grundriß in Form eines Flugzeuges oder Kreuzes) bekannt geworden, ein Konzept, mit dem der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer eindrucksvoll seinen Rang als einer der bedeutendsten Architekten dieses Jahrhunderts untermauert hat. Siehe Brasilianische Literatur.

Musik und Tanz

Heitor Villa-Lobos gilt als begabtester brasilianischer Komponist. Seine Werke basieren häufig auf Motiven der brasilianischen Volksmusik. Zu den herausragenden Interpreten seiner Musik zählt die brasilianische Sopranistin Bidú Sayao. In der populären Musik verschmelzen traditionelle afrikanische und portugiesische Musik. Der brasilianische Gesellschaftstanz Samba hat aus Afrika stammende Volkstänze zum Vorbild. Die zündenden Melodien und Rhythmen des Bossa Nova, einer Weiterentwicklung der Samba, werden von Musikern wie dem Gitarristen und Sänger Joao Gilberto vorgetragen. Zu den zeitgenössischen Komponisten zählen Luis Bonfa und Antonio Carlos Jobim, der die Musik zum Film Orfeu Negro kreierte.

Brasilien ohne Musik ist unvorstellbar, sie ist gleichermaßen Ausdruck der Lebensfreude wie der Lebensphilosophie. Jeder noch so geringe Anlaß wird dazu genutzt, der Leidenschaft für Musik und Tanz Ausdruck zu verleihen. Musik und ein unglaubliches Rhythmusgefühl liegen den Brasilianern geradezu im Blut.

Feste und Kulte

Jedes Jahr am 2. Sonntag im Oktober findet in Belem das "CIRIO DE NAZARE", das größte religiöse Fest Brasiliens statt. Indianische Traditionen sind ein wesentlicher Teil dieser lebhaften Festivität.

Bekannt für Brasilien ist der Karneval. Das ganze Jahr über arbeiten verschiedene Sambaschulen auf das große Fest hin. Es muß alles stimmen: die Choreographie, die Musik, die Kostüme,.. Jede Schule präsentiert sich dem Publikum und der Jury und hofft natürlich, daß seine Schule bei der alljährlichen Prämierung der besten Gruppe gewinnt.

Der bekannteste und verbreitetste Kult ist der CANDOMBLE. Durch verschiedene Rituale, Tänze und Gesänge wird ein Trancezustand erreicht, in dem die Tanzenden Kontakt zu den Göttern aufnehmen können. Ziel ist, dass die Götter von den Tanzenden ganz Besitz ergreifen. Dies wird solange fortgeführt, bis alle Tanzenden diesen Zustand erreicht haben. Den Tänzern werden dann Kleidung und Waffen den Göttern entsprechenden Farben angelegt. Danach tanzen alle nach einem Rhythmus, den ihnen die Götter vorgeben. Damit ist der Höhepunkt der Zeremonie erreicht. Abschließend werden die Tanzenden durch Gesänge aus ihrem Trancezustand befreit, was aber nicht immer auf Anhieb gelingt.

                                                                          

Wirtschaft, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Bergbau in Brasilien


Wirtschaft

Die Arbeitsbevölkerung Brasiliens beläuft sich auf 55,4 Millionen Personen, wobei Frauen etwa ein Drittel der Arbeitskräfte stellen. 24 Prozent sind in der Landwirtschaft beschäftigt, 51 Prozent im Dienstleistungsbereich und 23 Prozent in Industrie und Bauwesen.

Das charakteristische Merkmal ist das Bestreben mit einem Produkt möglichst schnell Gewinne zu machen, indem man es in großen Mengen auf den markt bringt und die Nachfragesituation ausnutzt. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Nachfrage groß genug bleibt, die Preise stabil sind und kein Konkurrent das Preis-Angebotsgefüge stört. Starke Abhängigkeit besteht hier vom Welthandel und von den Weltmarktpreisen! Diese sind von Brasilien nicht steuerbar und auch nicht absehbar. So kam es auch schon zu schweren Wirtschaftskrisen. Dies betraf z.B. während der Weltwirtschaftskrise von 1929/30 den Kaffee.(Brasilien blieb auf riesigen Kaffeemengen sitzen!!-Sie mussten den Kaffee vernichten. Eine positive Folge kann man dabei jedoch auch erkennen: Die Kaffeepflanzer waren gezwungen, sich auf andere Produkte umzustellen; so wurde die Monokultur abgelöst durch eine gemischte Landwirtschaft.)

Mit der Anlegung von Zuckerrohrplantagen begann ein wichtiger Wirtschaftszyklus, der der Kolonie einen großen Aufschwung brachte.

Später öffnete sich das Land für ausländisches Kapital. Dies führte zu einem erheblichen Wirtschaftsaufschwung. Außerdem wurde Brasilien in die Weltwirtschaft integriert.

Doch der Einsatz ausländischen Kapitals führte natürlich zur Verschuldung gegenüber den Kapitalgebern. Die Verschuldung konnte verkraftet werden solange die produzierten Güter Absatz fanden. Das gelang sehr lange, bis 1973-zu diesem Zeitpunkt traf die brasilianische Wirtschaft der Ölpreisschock. Ein Nachteil Brasiliens wurde deutlich: die fehlenden Energierohstoffe! Das ganze Land geriet in eine Schuldenkrise.

Man versuchte durch etliche Anderungen in der Wirtschaft den Schuldenberg zu verringern; ab 1993 gelang es die Werte wieder zu normalisieren.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft Brasiliens hat in den letzten Jahrzehnten gegenüber den übrigen Wirtschaftszweigen erheblich an Bedeutung verloren. Trotz der relativ starken Exportorientierung erreichte sie 1992 nur noch einen Anteil von 10% am Bruttoinlandsprodukt.

29% der Fläche Brasiliens werden landwirtschaftlich genutzt, ein

Viertel davon sind Ackerland und Dauerkulturen. Der Rest besteht aus extensiv genutztem Weideland.

Brasiliens Landwirtschaft müßte ausgeweitet werden, um genügend Nahrungsmittel zu erzeugen. Die ungenügende Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen ist ein wesentlicher Schwachpunkt der Agrarwirtschaft. Weiters hat Brasilien einige Strukturprobleme:

1.     Veraltete Besitzstrukturen

2.     Überholte Wirtschaftsformen




3.     Niedrige Löhne für Landarbeiter

4.     Nicht durchgeführte Agrarreformen

Bis auf die exportorientierte Produktion ist die Landwirtschaft Brasiliens auf einem niedrigen technischen Stand. Die niedrigen Löhne der Landarbeiter führen zu Demotivation. Als Folge wandern viele in die Großstädte ab und verstärken dort das Heer der Arbeitslosen.

 Etwa ein Viertel der Kaffeeproduktion der Welt wächst auf den Plantagen von Sao Paulo, Paraná, Espírito Santo und Minas Gerais. Wichtige Anbauprodukte sind ferner Zuckerrohr (dient nicht nur zur Gewinnung von Zuckerraffinade, sondern auch zur Herstellung von Alkohol und Benzin), Kidney-Bohnen, Kakao, Mais und Orangen, Sojabohnen, Tabak, Kartoffeln, Baumwolle, Reis, Weizen, Maniok und Bananen. Viehzucht wird insbesondere in Sao Paulo und den anderen südlichen Staaten betrieben. Gezüchtet werden Rinder, Schweine, Hühner, Schafe, Ziegen, Pferde, Esel, Maultiere und Ochsen.

Forstwirtschaft

Die Waldgebiete bedecken etwa zwei Drittel der Fläche. Die wichtigsten Erzeugnisse der brasilianischen Forstwirtschaft sind Tungöle, Kautschuk, Karnauba-Wachs, Caroa-Fasern, medizinisch verwertbare Blätter, Pflanzenöle, Harze, Nüsse sowie Bau- und Möbelhölzer. Von herausragender wirtschaftlicher Bedeutung sind auch die Nutzhölzer Paranàpinie und grüner                                                                                                                                                                                                                                       Pfefferbaum. Der Holzeinschlag nahm in den siebziger und achtziger Jahren drastisch zu, weil immer mehr Waldgebiete für die Besiedlung gerodet wurden.

Bergbau

Brasilien ist sehr reich an mineralischen Bodenschätzen, wegen mangelhafter Kapitalausstattung und schwieriger Transportbedingungen konnte jedoch erst in den siebziger Jahren mit dem industriellen Abbau begonnen werden. Kohle wird u. a. in Rio Grande do Sul und Santa Catarina gefördert. Die Goldgewinnung im Urwald des Amazonas hält seit 1979 unvermindert an, die Eisenvorkommen bei Itabira und an anderen Orten zählen zu den reichsten der Erde, ebenso wie die Zinnvorkommen. Quarzkristall, Monazit und Beryllium gehören ebenfalls zu den wichtigsten Exportgütern. Mangan, Industriediamanten, Chrom, Zirkonium, Rohöl, Erdgas, Silber, Bauxit und Glimmer werden in beträchtlichen Mengen gefördert. Darüber hinaus verfügt Brasilien über wertvolle Vorkommen an Magnesit, Graphit, Titan, Kupfer, Zink, Quecksilber, Platin und Phosphaten, welche jedoch nicht in größerem Umfang abgebaut werden.


Industrie, Währung und Bankwesen, Außenhandel Verkehrswesen in Brasilien


Industrie

Brasilien besitzt große Vorkommen an Bodenschätzen. Besonders wichtig sind Eisen; Zinn; Zink; Mangan; und Chromerze sowie Bauxit. Woran es Brasilien mangelt sind Energierohstoffe. Das ist auch der Grund für die Errichtung von Staudämmen und Wasserkraftwerken. Diese liefern heute 90% der Elektrizität Brasiliens.

Die Kohlevorkommen sind so gering, dass Steinkohle und Koks in größeren Mengen importiert werden müssen.

Das Erdgas und Erdölvorkommen sind relativ gering, doch sind 1988 von der Südküste neue Vorkommen entdeckt worden.

Heute nimmt die verarbeitende Industrie eine wichtige Stellung in der Wirtschaft ein. 39% des BIP werden von der Industrie erzeugt, und sie stellt

23% der Beschäftigten einen Arbeitsplatz.

Wichtig ist die Automobilindustrie in Brasilien, die derzeit einen großen Aufschwung erlebt. Die brasilianische Autoproduktion beschränkt sich nicht nur auf den Nachbau europäischer oder amerikanischer Modelle. Bei VW entfallen z.B. 70% aller produzierten Autos auf Modelle, die in Brasilien selbst entwickelt wurden.

Auch ist die Elektronikindustrie relativ weit entwickelt. Bei der Herstellung von Fernsehgeräten liegt Brasilien immerhin auf Platz 11 der Weltrangliste!

 Sao Paulo ist das industrielle Zentrum des Landes und trägt ein Drittel zur Gesamtproduktion Brasiliens bei. Die Städte Rio de Janeiro, Belo Horizonte, Porto Alegre und Fortaleza sind ebenfalls wichtige Industriestandorte.

Währung und Bankwesen

Die brasilianische Währung ist der Real (seit 1994), der fest an den Dollar gebunden ist. Die brasilianische Zentralbank (1965) mit Sitz in Brasília gibt die Währung aus. Zu den wichtigen Banken gehören die Banco do Brasil, eine Handelsbank mit über 3 300 Filialen, die Banco National de Desenvolvimento Economico mit Sitz in Rio de Janeiro, und die brasilianische Diskontbank.

Außenhandel

Ende der achtziger Jahre gab Brasilien pro Jahr 20 Milliarden US-Dollar für die Einfuhr von Waren aus, während der Export dem Land Einnahmen von 34,4 Milliarden US-Dollar einbrachte. Die Hauptabnehmer brasilianischer Produkte sind die Vereinigten Staaten (etwa 28 Prozent des gesamten Exportvolumens), Deutschland, Japan, Italien, Argentinien, Frankreich, die Niederlande und Großbritannien. Zu den wichtigsten Exportgütern zählen Sojabohnen, Kaffee, Eisenerz, Stahl, Kraftfahrzeugausrüstung, Tierfutter, Maschinen, Schuhe und Textilien. Die USA, der Irak, Deutschland, Japan, Argentinien, Frankreich und Kanada sind die wichtigsten Importeure. Zu den wesentlichen Importgütern zählen Rohöle und das raffinierte Öl, Maschinen, Metalle, Chemikalien und Weizen.

Verkehrswesen

Das brasilianische Eisenbahnsystem besteht aus einem 29 815 Kilometer langen Schienennetz, das überwiegend südlich von Bahia verläuft und für den Gütertransport innerhalb des Landes von herausragender Bedeutung ist. Das Straßen- und Autobahnnetz erstreckt sich über 1 500 300 Kilometer; etwa zehn Prozent davon sind asphaltiert. Der Trans-Amazonas-Highway dient als Ostwestachse und bindet auch abgelegene Regionen Brasiliens und Perus an das Verkehrssystem an. Die inländischen Wasserwege verfügen über eine Gesamtlänge von 35 400 Kilometern und bestehen im wesentlichen aus dem Amazonas und seinen Nebenflüssen. Sie haben sich als wichtige Verbindung zwischen Brasilien und den anderen südamerikanischen Ländern erwiesen und bieten darüber hinaus ausgezeichnete Transportmöglichkeiten innerhalb des Landes. In vielen Gebieten des Amazonasbeckens stellen diese Wasserwege die einzige Transportmöglichkeit dar. Entlang der brasilianischen Küste sind 40 Häfen verstreut, die dem Küstenverkehr und dem internationalen Handel dienen. Zu den bedeutendsten Häfen zählen Santos, Rio de Janeiro, Paranaguá, Recife und Vitória. Zahlreiche Inlandsfluggesellschaften sowie einige internationale Luftgesellschaften, unter ihnen die landeseigene Varig, bieten ihre Dienste an.

Energie

Ende der achtziger Jahre wurden über 90 Prozent des brasilianischen Stromverbrauchs durch Wasserkraftwerke gedeckt. Die wichtigsten liegen an den Flüssen Paraná und Sao Francisco sowie am Rio Grande. Mitte der achtziger Jahre wurde bei Itaipu am Paraná ein großes Wasserkraftwerk fertiggestellt, darüber hinaus entstand zu dieser Zeit auch das erste Atomkraftwerk des Landes.


Verwaltung und Politik, Exekutive, Legislative, Judikative, Politik, Verteidigung in Brasilien


Verwaltung und Politik

Brasilien ist föderative Präsidialdemokratie. Die Republik besteht aus 26 Staaten und dem Bundesdistrikt Brasília. Die einzelnen Staaten sind: Acre, Alagoas, Amapá, Amazonas, Bahia, Ceará, Espírito Santo, Goiás, Maranhao, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Pará, Paraíba, Paraná, Pernambuco, Piauí, Rio de Janeiro, Rio Grande do Norte, Rio Grande do Sul, Rondônia, Roraima, Santa Catarina, Sao Paulo, Sergipe und Tocantins. Die aktuelle Verfasssung wurde im März 1994 verabschiedet, in ihr wurde die Selbstverwaltung der Indianerreservate verankert und eine vierjährige Amtszeit des Präsidenten festgelegt.

Exekutive

Seit 1988 wird der Präsident direkt gewählt und seine Amtsbefugnisse sind eingeschränkt. 1993 sprachen sich die Brasilianer in einer Volksabstimmung für den Erhalt des präsidialen föderativen Systems aus.

Legislative

Der brasilianische Kongreß besteht aus zwei Kammern: Dem Senat mit 81 Mitgliedern, der für acht Jahre gewählt wird und der Abgeordnetenkammer mit 503 Mitgliedern, die für vier Jahre gewählt werden. Die Zahl der Abgeordneten je Bundesstaat errechnet sich aus dem jeweiligen Bevölkerungsanteil. Die Wahl ist geheim, wahlberechtigt sind alle Staatsbürger über 16 Jahre, die lesen und schreiben können.

Judikative

Der Oberste Gerichtshof, bestehend aus elf Richtern, tagt in Brasília. Die Bundesgerichtshöfe haben ihren Sitz in den einzelnen Staaten bzw. im Bundesdistrikt. Die Bundesrichter werden auf Lebenszeit gewählt.

In dem liberaleren politischen Klima der achtziger Jahre entstanden drei Dutzend neue politische Parteien, darunter die regierungsfreundliche Partido do Movimento Democrático Brasileiro und die Partido da Frente Liberal sowie die Oppositionsparteien Partido Democrático Social und die Partido Socialista Brasileiro (1992 umbenannte, ehemalige Kommunistische Partei Brasiliens). Seit Ende der achtziger Jahre hat sich die linksgerichtete, gewerkschaftsnahe Partido dos Trabalhadores (PT) zur wichtigsten politischen Kraft entwickelt, wenngleich sie bisher keine überregionalen Wahlen gewinnen konnte.

Verteidigung

Ein Militärdienst von zwölf bis 18 Monaten ist für alle Männer im Alter zwischen 18 und 45 Jahren Pflicht. Anfang der neunziger Jahre waren 296 700 Personen beim Militär beschäftigt.  


Flora und Fauna

Die brasilianische Pflanzenwelt weist insbesondere im Amazonasbecken eine hohe Artenvielfalt auf. Hier wachsen tausende verschiedener Pflanzenarten, wobei in diesem Gebiet neben vielen anderen, Begonien, Lorbeergewächse, Myrthengewächse, Orchideen und Palmen reichlich anzutreffen sind. Wirtschaftlich bedeutsam sind Plantagen des Kautschukbaumes, die der Gewinnung von Kautschuk dienen. In der Küstenregion wachsen überwiegend Mangroven, Kakaobäume, Zwergpalmen und Paranußbäume. Zu den in Brasilien beheimateten und zahlreich angebauten Obstsorten gehören die Ananas, die Feige, der Zimtapfel, die Mango, die Banane, die Guave, die Grapefruit und die Orange. In den Flußtälern der Bergregion gedeiht eine üppige Vegetation, aber die Laubwälder in den Hochebenen sind weit weniger dicht. Nadelbäume sind vor allem in den gemäßigten Klimazonen zu finden. In den kargen Gebieten der Bergregion sprießen Kakteen und andere Dornengewächse.



Der tropische Regenwald ist vertikal in verschiedene Etagen aufgeteilt. In der obersten, der Baumkronenzone, leben nicht nur die meisten Tiere, sondern auch Pflanzen. Darunter befinden sich jene Pflanzenarten, die auf den Bäumen leben und wachsen, sich aber durch lange Wurzeln selbst ernähren.

Die brasilianische Tierwelt unterscheidet sich deutlich von der Nordamerikas und der östlichen Hemisphäre. Zu den größeren Tieren zählen der Puma, der Jaguar, der Ozelot, der seltene Buschhund und der Fuchs. Das Pekari, der Tapir, der Ameisenbär, das Faultier, das Opossum und das Gürteltier sind häufig anzutreffen. Diese Tiere sind überwiegend im Süden heimisch. Im Dschungel leben verschiedene Affenarten. Das Land ist auch die Heimat zahlreicher seltener Vogelarten sowie verschiedener Alligatorenarten und Schlangen, darunter Buschmeister, Jararaca und mehrere Boas. Die Flüsse, Seen und Küstengewässer Brasiliens werden von einer Vielzahl von Fischarten und Schildkröten sowie von Manatis bevölkert.

Faszinierend ist, wie sich die vielen Tiere den besonderen Bedingungen im Urwald anpassen. Sie können sich perfekt tarnen und gleichen einem herabgefallenen Blatt, einem Stück Baumrinde oder einem Ast und sind so vor ihren Feinden geschützt.

Die Artenvielfalt im Amazonas ist so groß, daß bis heute nicht alle Tierarten identifiziert sind.


Flüsse, Seen und Wasserfälle


Mehr als zwei Drittel Brasiliens werden von den Flüssen Amazonas und Tocantins entwässert, etwa ein Fünftel vom Río de la Plata und der übrige Teil vom Sao Francisco und kleineren Strömen. Der Amazonas mit seinen großen Nebenflüssen (Negro, Japurá und Putumayo im Norden und Javari, Purús, Juruá, Madeira, Tapajós und Xingu im Süden) bildet zusammen mit dem Tocantins, einem Nebenfluß des südlichen Amazonasausläufers Pará, ein Binnenschiffahrtssystem, das in seinen Ausmaßen nur mit dem Mississippi in den Vereinigten Staaten vergleichbar ist. Die Länge des Amazonas vom peruanischen Iquitos bis zum Delta an der brasilianischen Nordostküste beträgt 3 700 Kilometer und ist durchgängig von Hochseeschiffen befahrbar. Die für die Schiffahrt wichtigsten Flüsse im brasilianischen Bergland sind der Sao Francisco und der Parnaíba. Letzterer wird etwa 305 Kilometer vor seiner Mündung von den Paulo-Afonso-Fällen unterbrochen, der obere Flußlauf ist jedoch auf einer Länge von 1 450 Kilometern für Schiffe befahrbar. Der Parnaíba enthält wie die meisten Flüsse im Bergland Wasserfälle und steht dem Schiffsverkehr mit der Hälfte seiner Gesamtlänge, circa 645 Kilometern, zur Verfügung. Auch auf dem Fluß Uruguay erschweren Stromschnellen die Navigation. Einer der Hauptausläufer des La Plata durchquert ebenfalls in einer Länge von 965 Kilometern brasilianisches Gebiet und bildet einen Großteil der brasilianisch-argentinischen Grenze. Weitere Nebenflüsse des Río de la Plata, die durch Brasilien fließen, sind der Paraguai und der Alto Paraná. Beide Flüsse spielen für die Binnenschiffahrt eine wichtige Rolle.

Sehr interessant sind die sogenannten Iguacu-Wasserfälle. Sie bestehen aus mehreren kleineren und größeren Fällen, die sich über verschiedene Stufen und felsbecken in die tiefe stürzen. In der Regenzeit vereinigen sich die Fälle zu einer riesigen Wasserwalze, die alles niederreißt, was sich ihr in den Weg stellt.


Klima


Feuchtheißes Klima des Amazonasurwaldes:

Hier liegen die durchschnittlichen Monatstemperaturen bei etwa 26 Grad C, die Differenz zwischen dem kältesten und wärmsten Monat beträgt nur 3 Grad C.

Die Niederschläge liegen zwischen 2000 und 3000 mm im Jahr. Dieses Klima ist wegen der hohen Temperatur und hohen Luftfeuchtigkeit sehr belastend.

Feuchtheißes Klima des tropischen Küstenurwaldes und des tropischen Urwaldes im Südosten

Dieser Bereich umfaßt den schmalen Küstenstreifen von Recife bis Rio de Janeiro sowie große Teile des Staates Sao Paulo. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt zwischen 22 und 26 Grad C, die Niederschläge betragen 1000 mm bis 2000 mm im Jahr.

Wechselwarmes feuchtes Klima der Südregion:

Das Klima ist hier nicht mehr tropisch, es gibt deutliche Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter; es kann sogar Frost auftreten. Niederschläge fallen zu allen Jahreszeiten, im Jahr insgesamt 1500 mm.

Heißes wechselfeuchtes Klima der Cerrados:

Der Jahresniederschlag beträgt 2000 mm, jedoch sind die Niederschläge ungleichmäßig verteilt. Der meiste Regen fällt im Sommer, im Winter herrscht oft Trockenheit.

Heißes und trockenes Klima der Caatinga:

Mit Caatinga wird eine trockene Dornstrauchsavanne bezeichnet. Die Caatinga liegt im Nordosten des Landes. Die Jahrestemperaturen liegen bei 27 Grad C, die Niederschläge bei ca. 800 mm im Jahr. Der größte klimatische Ungu nstfaktor dieser Region ist die Variabilität der Niederschläge.

 

 

 

 

 

 


Präsident Cardoso, Fernando Henrique

Cardoso, Fernando Henrique

Geburt :

Rio de Janeiro 18.6.1931

In den frühen sechziger Jahren wurde Cardoso mit seinen zahlreichen Veröffentlichungen und seinen linksgerichteten Ansichten landesweit bekannt. Nach dem Militärputsch von 1964 ging er für drei Jahre ins Exil. Er lehrte und arbeitete in Frankreich, Argentinien und Chile; in Chile war er stellvertretender Direktor des Lateinamerikanischen Zentrums für Wirtschafts- und Sozialplanung (CEPAL). Zurück in Brasilien, lehrte er an der Universität von Sao Paulo, bis ihn 1969 die Militärregierung verhaftete und ihm die Lehrerlaubnis in Brasilien entzog. 1969 gründete er in Sao Paulo das Brasilianische Planungs- und Analysezentrum (Cebrap), in dem sich die progressiven Intellektuellen und Akademiker Brasiliens sammelten, und hielt in der Folge als dessen Präsident Vorlesungen an verschiedenen Universitäten in Europa und den USA. In den späten siebziger Jahren wurde Cardoso Berater des Partido do Movimiento Democrático Brasileiro (PMDB, Demokratische Bewegung). Von 1983 bis 1992 saß er als Abgeordneter von Sao Paulo im Senat von Brasilien, und 1988 war er einer der Mitbegründer des Partido da Social Democracia Brasileiro (PSDB, Sozialdemokratische Partei Brasiliens). Als Finanzminister von Mai 1993 bis April 1994 senkte er mit dem Plan Real die monatliche Inflationsrate in Brasilien von annähernd 50 Prozent in weniger als einem Jahr auf 1,5 Prozent. Vor allem dank dieses Erfolgs konnte Cardoso die Präsidentschaftswahlen vom Oktober 1994 gegen Luis Inacio Lula da Silva vom Partido dos Trabalhadores (PT, Arbeiterpartei) gewinnen. Am 1. Januar 1995 trat Cardoso als 38. Präsident Brasiliens sein Amt an. Cardosos Reformprogramm umfasst die Modernisierung des Gesundheits- und Erziehungswesens, den Abbau des Beamtenapparats zur Entlastung des Staatshaushaltes, den Ausbau der Infrastruktur, die Privatisierung von staatlichen Betrieben, die Reform der Altersversorgung und die Schaffung von Investitionsanreizen.










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