REFERAT-MenüDeutschGeographieGeschichteChemieBiographienElektronik
 EnglischEpochenFranzösischBiologieInformatikItalienisch
 KunstLateinLiteraturMathematikMusikPhilosophie
 PhysikPolitikPsychologieRechtSonstigeSpanisch
 SportTechnikWirtschaftWirtschaftskunde  




MIKROÖKONOMIK

1.) Kapitel: Grundfragen der VWL

2.) Kapitel: Elementare Preistheorie

3.) Kapitel: Die Haushalts (Nutzen-) Theorie

4.) Kapitel: Theorie der Unternehmung


14333xfs61emo4x

1.) Kapitel: GRUNDFRAGEN DER VWL

1.1. Knappheit als Ursache des Wirtschaftens

Die Wirtschaft (Ökonomie) spielt in viele Gebiete hinein, sie befaßt sich mit zentralen Problemen der Menschheit. Wirtschaft ist durch drei Begriffe definiert:

a.)Güter: fm333x4161emmo

es gibt materielle und immaterielle Güter (Dienstleistungen), die man zusammen als technische Güter bezeichnet.

Diese techn. Güter werden zu ökonomischen Gütern, wenn sie dazu dienen, Nutzen zu stiften, d.h., wenn sie Bedürfnisse befriedigen.

Der Nutzen selbst ist immer subjektiv und daher schwer zu messen.

Adam Smith: das menschliche Interesse bestimmt den Gutscharakter:

ein billiges Gut hat hohen Gebrauchswert (H2O).

ein teures Gut hat niedrigen Gebrauchswert.

b.) Bedürfnisse:

vom Nutzen abhängig. Sie sind die Empfindungen eines Mangels mit dem Wunsch, diesen Mangel zu beseitigen. Sie sind insgesamt unbeschränkt (allgemein betrachtet und nicht auf ein Gut bezogen).

Bsp.: Wunsch nach Arbeit-erfüllt-Wunsch nach mehr Lohn-erfullt-Wunsch nach kürzerer Arbeitszeit- erfüllt-usw....

c.) Knappheit:

ein relativer Begriff. Nach einem Vergleich von Gütern und Bedürfnissen erfährt man, ob Knappheit herrscht oder nicht. Wenn die Gütermenge nicht ausreicht, wird Wirtschaften notwendig. Die Knappheit ist also die Ursache des Wirtschaftens.


Definitionen des Wirtschaftens:

- ist ein Wägen, Werten und Wählen.

- ein nach bestimmten Kriterien ablaufendes Wahlverhalten.

- der planmäßige Einsatz von Ressourcen zur Erfüllung menschlicher Bedürfnisse.

Knappheit macht die Wahlentscheidung notwendig, welche Bedürfnisse mit welchen Gütern befriedigt werden. Diese Entscheidung für ein Gut verursacht Kosten, welche aus dem Verzicht auf die nicht gewählte Sache entstehen. Diese Kosten nennt man Opportunitätskosten (Alternativkosten).

Abb: mak2

Menge ( Gut y )

5

4

3 Unmöglichkeitsbereich

2

1 Möglichkeitsbereich

 

Menge ( Gut x )

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Bsp.: Budget = 10S

Gut x kostet 1S

Gut y kostet 2S


Budgetgerade: y=a-bx

y=10/2 - 5/10

y=10/2 - x/2

Der Konsum einer Einheit x verursacht in unserem Fall 0pportunitätskosten im Ausmaß von 0,5y, auf die dadurch verzichtet werden muß. Realisierbar wären alle Punkte auf der Budgetgerade z.B.:10x

6x + 2y

4x + 3y

5y

Rationalprinzip = ökonomisches Prinzip: besagt, daß der Mensch aufgrund seiner Vernunft immer das Gut mit dem höheren Nutzen wählt. Man bezeichnet ihn als "homo öconomicus“.

Maximalversion: max. Bedürfnisbefriedigung mit gegebenen Mitteln.

Minimalversion: Realisierung eines best. Bedürfnisniveaus mit minimalen Mitteln.

Im Haushalt spricht man von einer Nutzenmaximierungshypothese, im Betrieb von einer Gewinnmaximierungshypothese.

 

 

 

1.2. Produktionsfaktoren

 

Zur Güterproduktion bedarf es einer Kombination folgender Faktoren:

 

a.) Arbeit: ist ein ursprünglicher Produktionsfaktor (PF). [=orginärer PF]

Definition: mannulle und geistige Tätigkeiten,die darauf abzielen, ein Einkommen zu erwirtschaften.

 

b.) Boden: ursprünglicher PF, er umfaßt alle natürlichen Hilfsqullen

(Land, Bodenschätze, natürl. Rohstoffe wie Wälder). Er ist in der Summe nicht vermehrbar, aber in der Nutzung variabel.

 

c.) Kapital: abgeleiteter PF (durch vorgetane Arbeit entstanden). Es besteht aus

Produktionsmitteln (Maschinen, Werkzeuge, Gebäude), nicht iedoch aus Finanzmitteln. Geld ist aber in Realkapital umwandelbar. [„derivativer“ PF]

Kapitalbildung ergibt sich aus Konsumverzicht:

Bsp.: Robinson fängt und verzehrt jeden Tag 5 Fische. Wenn er aber jeden

Tag nur 4 Fische ißt, bräuchte er am 5. Tag nichts zu fangen und könnte

eine Angel bauen, mit der er täglich 10 Fische fängt.

 

Kapitalbildungsprozeß: Nettoinvestitionen erhöhen den Kapitalstock, das Unterlassen von Bruttoinvestitionen verringert ihn.

In geschlossener Wirtschaft gilt:


 

BIP = öffentlicher und 2

privater Konsum 3

Summe Abschreibungen =

Bruttainvestitionen 1

Nettoinvestitionen 3

 

Wirtschaft ohne Außenhandel = geschl. Wirtschaft

 

d.) Dispositive Faktor = Unternehmertätigkeit

e.) Soziales System

f.) Wirtschaftliche Gesinnung

g.)Technischer Fortschritt

 

Produktionsfakt. Mengenkomponente Qualitätskomponente

 

abhängig von abhängig von

- Größe der Bevölkerung -Bildung

1.)Arbeit -Größe der Erwerbsbev. -Ausbildung

Arbeitsstunden -Gesundheit

=Arbeitsvolumen =Humankapital

 

bestimmt durch bestimmt durch

2.)Boden -Fläche -Bodenbeschaffenheit

-Rohstoffvorkommen -Fruchtbarkeit

 

Den Kapitalstock bilden Darunter versteht man

3.)Kapital Bruttoinvestitionen der technisches und orga=

Vergangenheit abzüglich nisatorisches Wissen.

Abschreibungen.

 

 

 

 

Die Mengenkomponente kann durch die Qualitätskomponente erweitert werden.

Weil die PF begrenzt sind, wird eine Wahlentscheidung (Was soll produziert werden?) notwendig.

 

Diese Wahlproblematik wird auf der Produktionsmöglichkeitskurve (=Transformationskurve) dargestellt.

 

mak4

 

Güterbündel y

Unmöglichkeitsbereich

A. B.

Möglichkeitsbereich

Güterbündel x

 

Punkte auf der Kurve schöpfen die Produktionskapazität voll aus (vergleiche: Budgetgerade), Punkt A ist ineffizient, Punkt B nicht zu realisieren.

 


 

Gesetz vom abnehmenden Grenzertrag

 

mak5

 

Güterbündel y

A

y1

B

y2

C

y3

D

y4

E

y5

F

y6

Güterbündel x

x1 x2 x3 x4 ....

 

Wird die Produktion von B nach C verschoben, kommt es zu einer Abnahme des Güterbündels y und zu einer Zunahme des Güterbündels x. Es handelt sich um eine Produktionsumschichtung, hinter der eine Umschichtung der PFen steht. Bei einer weiteren Verschiebung der Produktion von C auf D würde das Güterbündel y wieder gleich stark abnehmen wie zuvor (y3 = y2), der Zugewinn am Güterbündel x ist aber kleiner geworden (x3 < x2). Der Ertragszuwachs wird auch bei weiteren Umschichtungen abnehmen (x3 > x4 > x5 ...)

Fazit: bei doppeltem Arbeitseinsatz wird die Gütermenge nicht verdoppelt. Das wäre nur möglich, wenn man auch die anderen PFen verdoppelt.

Es zeigt sich, daß bei einer Produktionsumschichtung die Opportunitätskosten ansteigen.

 

 


14333xfs61emo4x

1.3. Tausch und Arbeitsteilung

 

Tausch und Arbeitsteilung sind wesentliche Anwendunsgebiete der Opportunitätskosten. Sie sind Mittel zur Überwindung der Knappheit und zur Erhöhung der soz. Wohlfahrt. Pareto-Kriterium:

Soziale Wohlfahrtserhöhung bedeutet, den Nutzen an Gütern eines einzelnen zu erhöhen, ohne daß sich der Nutzen an Gütern eines anderen Gesellschaftsmitgliedes verringert.

d.h.: wenn sich der Nutzen bei zwei erhöht und bei einem verringert, so gilt das nicht als Wohlfahrtssteigerung (nach Pareto).

 

Die Wohlfahrtsfunktion leitet sich aus der individuellen Nutzenfunktion ab.

Das Pareto-Kriterium zeigt, daß dW/dUi größer 0 ist.

 

a.) das Tauschprinzip:

Güter werden freiwillig ausgetauscht, wenn zumindest einer davon einen Vorteil hat, also die Opportunitätskosten durch das Getauschte aufgewogen oder sogar verringert wurden. Auf diese Weise wird die soz.Wohlfahrt ohne zusätzliche Güterproduktion erhöht.

 

b.) Arbeitsteilung: man erreicht mit gegebenen PFen einen höheren Produktionsertrag, weil

- Vermeidung von Zwischenschritten

- learning by doing

- Ausnutzung der unterschiedlichen Fähigkeiten

Nachteil: Monotonie (man kann es übertreiben).


bsp. Arbeitsteilung: Jeder Bauer hat Zeit von 12h zur Produktion von Fleisch und Getreide.

 

mik07

 

Fleisch Fleisch

12 12

11 11

10 10

9 9

8 8

7 Produktions= 7

6 möglichkeits = 6

5 kurven 5

4 4

3 3

2 2

1 1

Getreide Getreide

1 2 3 4 5 6 7 8 1 2 3 4 5 6 7 8

 

 

Bauer B produziert: Bauer A produziert:

1kg Fleisch in 1h 1kg Fleisch in 2h

1kg Getreide in 3h 1kg Getreide in1,5 h

In 12h produziert er: in 12h produziert er:

12kg Fleisch oder 6kg Fleisch oder

4kg Getreide 8kg Getreide

 

Bauer B produziert Fleisch billiger als A, er benötigt weniger Arbeitsstunden für die gleiche Menge, hat also bei Fleisch die absoluten Kostenvorteile.

Bauer A hat die absoluten Kostenvorteile bei Getreide.

 

- Nehmen wir zuerst den Zustand der Autarkie an. Jeder Bauer produziert 6h lang

Fleisch und 6h Getreide.

Bauer B: 6kg Fleisch und 2kg Getreide. Die Opportunitätskosten für die

Produktion von 1kg Getreide sind 3kg Fleisch (OK=3).

- Bauer A: 3kg Fleisch und 4kg Getreide.

Die Opportunitätskosten für die Produktion von 1kg Getreide sind

0.75kg Fleisch (OK=0.75).

Beide Bauern zusammengenommen erreichen ein Produktionsoptimum von

9kg Fleisch und 6kg Getreide.

 

- Im Zustand der Arbeitsteilung produziert Bauer A 12h Getreide (er hat dort die abs. Kostenvorteile = geringere Opport.-Kosten) und Bauer B

produziert 12h Fleisch (hat bei Fleisch abs. Kostenvorteile)

Das neue Produktionsoptimum: 12kg Fleisch + 8kg Getreide.

 

Durch Kippung des Koordinatensystems von Bauer 3 erhält man folgende

Graphik:

 

mik08

 

Fleisch

8 7 6 5 4 3 2 1

12 1

11 2

10 3

9 m 4

8 5

7 z 6

6 7

5 z 8

4 9

3 10

2 11

1

1 2 3 4 5 6 7 8

 

Bei Autarkie kann Bauer A 3kg Fleisch und 4kg Getreide, Bauer B 6kg Fleisch und 2kg Getreide produzieren. Das macht zusammen 9kg Fleisch und 5kg Getreide.

 

Durch die Arbeitsteilung kann sich jeder Bauer auf das Gut spezialisieren, welches er kostengünstiger herstellen kann, wo also die Oportunitätskosten am niedrigsten sind. Das macht zusammen 12kg Fleisch und 8kg Getreide. Man kann die Geraden verwirklichen. Für jeden Bauer entsteht ein Wohlfahrtsgewinn (Z). Jeder Bauer produziert das Gut, bei dem er die absoluten Kostenvorteile hat.

Durch die Arbeitsteilung hat sich die Transformationskurve erweitert.

 

Bsp.: Arbeitsteilung - Komparative Kostenvorteile

 

mik09

 

Fleisch

12

11

10 Produktionsmöglichkeitskurven

9

8

7

6

5

4

3

2

1 Getreide

1 2 3 4 5 6

 

Annahme:

Bauer A braucht für 1kg Weizen 4h, 1kg Fleich 2h

Bauer B braucht für 1kg Weizen 3h, 1kg Fleich 1h

 

Bei 12h Arbeit ergeben sich folgende Produktionsmöglichkeiten:

Bauer A: 3kg Getreide oder 6kg Fleisch.

Bauer B: 4kg Getreide oder 12kg Fleisch.

 

Bauer B hat die absoluten Kostenvorteile sowohl bei Getreide als auch bei Fleisch. Trotzdem kann es zu Wohlfahrtswirkungen kommen, denn:

Bauer B kostet die Produktion von einem Kilo Getreide den Verzicht auf 3kg Fleisch (Op.K=3). Þ 3h/1h =3

Bei Bauer A betragen die Opportunitätskosten nur 2. Þ 4h/2h =2

 

Es kann somit für B einen Wohlfahrtsgewinn geben, wenn er für 1kg Getreide weniger als 3kg Fleisch bezahlen muß.

Wenn andererseits A für 1kg Getreide mehr als 2kg Fleisch bekommt, rentiert es sich auch für ihn.

Daher profitiren beide gleich, wenn A Getreide und B nur Fleisch produziert und A sein Getreide (er hat hier die relativen Kostenvorteile) gegen 2,5kg Fleisch verkauft.

 

Theorie der absoluten Kostenvorteile ® Adam Smith

Theorie der relativen Kostenvorteile ® David Ricardo

 

 

1.4. Indirekter Tausch - Rolle des Geldes

 

Bei direkten Tausch entstehen Suchkosten, das Geld hilft diese zu vermeiden.

Tausch oft nicht möglich weil

A: hat Beil und will Schaf

B: hat Schaf und will Hose

C: hat Hose und will Beil

 

Vorraussetzung für den indirekten Tausch ist Geld, das folgende Funktionen aufweisen sollte:

- Tauschmittelfunktion: es muß allgemein anerkannt sein.

-Wertaufbewahrungsfunktion: der Wert muß speicherbar sein.

- Wertübertragungsfuktion: der Wert muß auf andere übertragbar sein.

- Recheneinheitsfuktion:

- gesetzliche Zahlungsmittelfunktion: das Geld muß von jedem

als Ablöse von Forderungen akzeptiert werden, muß jedoch nicht als

Gegenleistung für Güter genommen werden.

Am wesentlichtsten ist die Tauschmittelfunktion, von ihr leiten sich die anderen ab (Außnahme: gesetzl. Zahlungsm.).

 

Gefahr der Inflation: Geld verliert seine Funktionen.

Zuerst die Wertaufbewahrungsfunktion, dann Wertübertragungsfunktion,usw.

 


 

1.5. Der Volkswirtschaftliche Kreislauf

 

Realer Kreislauf: Strömungsrichtung von Produktionsfaktoren

und Gütern.

Monetärer Kreislauf: Einkommen, Kosnumausgaben.

=Geldkreislauf

 

 

Vorleistungen Konsumausgaben Vorleistungen

Konsumgüter

Haushalte Faktorleistungen Unternehmen

Arbeitseinkommen

Zeichenerklärung: p ... Preis U ... Umsatz

q ... Menge Z ... Geldumsatz

P ... Preisniveau m ... Geldmenge

Q ... Sozialprodukt V ... Umschlaghäufigkeit

des Geldes

 

U=p1 . q1 + p2 . q2 + p3 . q3 + ..... + pn . qn

U=P . Q

U=Z

Z=M . V = U = P . Q

M. V=P . Q ...Verkehrsgleichung (Tauschgleichung) einer



Volkswirtschaft

 

Wenn die Geldmenge (M) ansteigt und die Umschlaghäufigkeit (V) sowie das Sozialprodukt (Q) gleich bleiben, so muß das Preisniveau (P) steigen,

damit M . V wieder ident mit P . Q ist.

Fazit : Wenn Geldmenge M steigt, dann Inflation.

 

 

1.6. Wirtschaftsordnung

 

Die 4 Grundfragen jeder VW sind: Was?

Wieviel? Allokation

Wie?

Für wen? ® Distribution

 

Die Wirtschaftsordnung ist die Summe aller gesellschaftlichen Regelungen, Einrichtungen und Grundsätze, nach denen die Allokations- und Distributionsprozesse in einer VW gestaltet werden.

Die Lösung dieser 4 Fragen kann durch verschiedene Koordierungsmechanismen erfolgen. Es gibt folgende Möglichkeiten die Haushalts- und Unternehmensentscheidungen zusammenzuführen:

- Preismechanismen:

in Ländern der freien Marktwirtschaft. Die Wirtschaftseinheiten orientieren ihre Pläne an den Erwartungen über die Entwicklungstendenzen der Mengen und Preise auf den Einzelmärkten.

- Staatliche Verordnung:

in kommunistischen Ländern. Benötigte und zur Verfügung stehende Mengen werden durch Plan festgelegt.

- Windhundverfahren: Wer zuerst kommt malt zuerst.

- Lotterieverfahren: 6 aus 45.

 

Wirtschaftsordnungen hängen sehr eng mit der Gesellschaftsordnung zusammen, Keine polit. Freiheit ohne wirtsch. Freiheit. Die Wirtschaftsordnung ist durch zwei Prinzipien festgelegt:

- Koordinationsprinzip: Beziehungen zw. Wirtschaftssubjekten.

- Subordinationsprinzip: Beziehung der Wirtschaftssubjekte zum Staat.

 

Wirtschaftssystem: ein hist. Begriff (z.B.: Merkantilismuns) Es ist eine Kombination aus W.-Ordnung u. W.-Gesinnung.

Wirtschaftsverfassung: gesetzliche Regelungen (z.B.: Kartellgesetz) Regelungen die auf Sitte und Moral aufbauen ( Sozialpartnerschaft, INCOTERMS, u.a.).

 

Idealtypische Wirtschaftsordnungen:

 

Maß für das Individualprinzip ¯ abnehmend

freie Marktwirtschaft

Manchesterliberalismus

gelenkte Marktwirtschaft

soziale Mwsch.

freiheitliche Sozialdemokratie

Arbeiterselbstbestimmung

reformierte Zentralverwaltung

Maß für das Sozialprinzip ­ abnehmend

administrativer Sozialismus

Die beiden Extreme heißen freie Mwsch. und Zentralverwaltungswirtschaft. Bei einen gilt nur das Individualprinzip (nur die Leistung zählt), beim anderen nur das Sozialprinzip (jeder bekommt alles was er braucht).

Auf politischer Ebene stehen sich Liberalismus und Sozialismus gegenüber.


Die 6 wesentlichen Merkmale der beiden Ordnungen sind:

 

freie Mwsch. Zentralverwalt. W.

 

Zentralisierungs= dezentral, Grund= zentralisiert, es gibt

grad lage ist Eigentum nur Gemeineigentum

 

Koordination der durch Preismecha= durch zentralen

Wirtschaftspläne nismus Gesamtwirtschaftsplan

 

Wirtschaftliche Gewinn polit. Maßstäbe

Orientierungsmaß

 

Kontrolle wirtschaflicher unparteiisch ge= kein Wettbewerb, nur

Macht ordneter Wettbew. eine zentrale Macht

 

Beinflussung des Jeder Wirtschaftende Güter- und Faktorpreise

Wirtschaftsablaufs gemäß seinem zentral geplant wie

Einkommen das Angebot

 

Regelung der abhängig vom Beitrag nach dem

Einkommensverteil. des einzelnen zur Bedarfsprinzip

Produktion

 

Realisierungshindernisse der freien Mwsch.:

- Verbraucher entscheidet für sich selbst?

aber: Werbung beeinflußt die Entscheidung, schafft Präferenzen

- Wettbewerb veranlaßt Produzenten, Konsumenteninteressen zu entsprechen ?

aber: Monopolisierung

- auf den Faktormärkten herrscht gleichmäßiger Wettbewerb?

aber: nur wenn Gewerkschaften.

- Einkommen sind Leistungsentgelte?

aber: Erbe.

- sämtliche Bedürfnisse können befriedigt werden ?

aber: Markt funktioniert nicht, wenn Ausschlußprinzip nicht gilt. Das ist so

bei öffentlichen Gütern.

z.B.: Luft - niemand zahlt für saubere Luft, weil er für die anderen, die nichts zahlen, mitzahlen würde, da er sie nicht vom Konsum ausschließen kann.

 

Realisierungshindernisse der Zentralverwaltungswirtschaft:

- kann Arbeit und Konsum durch eine zentrale Verwaltung tatsächlich bestimmt werden?

- verhindert Gemeineigentum wirklich einseitige Machtausübung?

- kann Einkommensverteilung beliebig erfolgen?

- sind wirtschaftliche Ziele durch eine zentrale Verw. tatsächlich schneller realisierbar?

 

In der Realität gibt es Mischformen:

- Soziale Mwsch.: W. Eucken beschreibt sie so:

Konstituierende Prinzipien Regulierende Prinzipien

- Vollständige Konkurrenz - Kontrolle v. nat. Monopole

- Stabilität der Währung - Kontrolle bei anomalen

- freie Marktzugang Verhalten des Angebotes

- Privateigentum - Schutz der Umwelt

- Vertragsfreiheit - Einkommenspolitik

- Haftung (progressive

- konstante Wi.-politik Einkommensverteilung)


- Planification:

man arbeitet mit 5-Jahresplänen, die aber im Gegensatz zur Zentralverwaltungswirt. nicht zwingend sind und nur ein weites Zielgebiet betreffen.

z.B.: es wird in den nächsten 5J. besonders das Wirtschaftswachstum gefördert.

oder: Senkung der Inflationsrate.

oder: Kampf gegen Arbeitslosigkeit.

usw.

 


2.) Kapitel: ELEMENTARE PREISTHEORIE

 

2.1. Der Markt

 

ist der gedachte Ort des Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage an Gütern. Informationen über geplante Angebots und Nachfragepläne treffen auf dem Markt zusammen und werden dort koordiniert.

 

Einfaches Marktmodell:

 

Vorraussetzung ist vollständige Konkurrenz. Eigenschaften sind:

a.) Viele Anbieter und Nachfrager, jeder von ihnen repräsentiert nur einen kleinen Teil von Gesamtangebot und Gesamtnachfrage.

 

b.) Es gibt keine Präferenzen,

- weder räumliche: Transportkosten werden außer acht gelassen.

- noch sachliche: Verpackung, Werbung und Qualität der Güter werden vernachlässigt. Gleiche Güter werden als gleich erkannt.

- noch persönliche: kein Anbieter oder Nachfrager schließt einen Kaufvertrag aufgrund persönlicher Bindung (z.B.: Bekannter) ab.

Wenn diese Präferenzen fehlen, spricht man von homogenen Gütern. Das Fehlen ist jedoch wirklichkeitsfremd.

 

c.) Vollständige Markttransparenz: Anbieter und Nachfrager sind vollständig über bestehende Preise informiert. (Nicht jedoch über die Angebots- und Nachfragepläne der Konkurrenten).

 

Prinzip der Preisunterschiedslosigkeit: ergibt sich aus Punkt b.) und c.).

Gleicher Preis für gleiche Güter zur gleichen Zeit.

 

Aus allen 3 Eigenschaften ergibt sich, daß der einzelne Anbieter bzw. Nachfrager die Preise nicht beeinflussen kann, sondern nur die Mengenvariation.

 

Ceteris-paribus-Klausel:

Untersuchung des Einflusses einer unabh. Variablen auf die abhängige Variable unter Konstanthaltung aller anderen. (nur ein Bestimmungsgrund variiert = Unterstellung bzw. ANNAHME ¹ REALITÄT)

2.2. Die Nachfrage

Die nachgefragte Menge eines Gutes ist:

- nicht die gekaufte, sondern die geplante Menge, die ein Haushalt zu kaufen beabsichtigt

(Kaufbereitschaft), ausgedrückt in der Gütermenge.

- eine Stromgröße, die sich auf die geplante Menge bezieht, die pro Zeiteinheit zu kaufen beabsichtigt wird.

Bestimmungsgründe der Nachfrage:

(1) Preis (pn) des Gutes: Wie beeinflußt der Preis die Nachfrage? Bei der Normalreaktion besteht eine inverse Beziehung zwischen dem Preis und dem nachgefragten Gut.

Es wird vorausgesetzt, daß das Gut beliebig teilbar ist.

daß die HH-Nachfrage kontinuierlich ist.

Auf individueller Ebene ist die Normalreaktion oft sinnlos (Wer kauft 5 Kühschränke, weil diese billiger sind), gesamtwirtschaftlich gibt es jedoch ein Gleichgewicht auch bei diesen Gütern.


mik16

pn (unabh. Variable)

p2

D ( Nachfragefunktion) wird hier als

p1 Normalreaktion dargestellt.

x2 x1

Beim Preis p1 wird die Menge x1 verkauft, beim höheren Preis p2 dementsprechend weniger (x2).

Für den Konsumenten gibt es bei der Normalreaktion zwei Möglichkeiten:

- die geplante Menge, die er kaufen will, zu senken.

- das teurere Gut durch ein anderes Gut ersetzen (Substitutionseffekt).

 


Anormale Reaktion:

 

a.) die nachgefragtre Menge kann preisunabh. sein, die Nachfragefunktion ist in diesem Fall starr.

z.B.: lebensnotwendige Güter (Medikamente)

mik17a

pn

p2 D

p1

xn

xn

 

 

b.) Veblen-Effekt: 1924 von Veblen geschildert.

Es gibt Leute, die bei steigenden Preisen mehr kaufen, um ihren Reichtum zudemonstrieren.

mik17b

pn

D

p2

p1

xn

x1 x2


c.) Snob-Effekt: von Leibenstein.

Gut wird billiger, aber HH kauft weniger,

weil viele andere das Gut kaufen.

 

d.) Mitläufer-Effekt: von Leibenstein.

HH kauft mehr, weil andere das Gut auch kaufen.

 

e.) Giffen-Fall: HH konsumiert lebensnotwendiges Gut mit hohem Budgetanteil.

Wird dieses Gut teurer, dann Einschränkung bei anderen Gütern und

Mehrkonsum bei lebensnotwendigem Gut.

Bsp.: Kartoffel (19. Jh.)

 

mik17c

 

pn

D

xn


(2) Preis anderer Güter ändert sich, während die übrigen Faktoren gleich bleiben. Man unterscheidet 3 Fälle:

 

a.) Substitutionsgüter: steigt der Preis des Substitutionsgutes (pi), so steigt die Nachfrage des betrachteten Gutes (xn).

Bsp.: steigt Preis von Peifentabak, steigt, steigt Nachfrage nach Zigarretten.

 

b.) Komplementärgüter: sie ergänzen einander.

Bsp.: steigt Benzinpreis, so sinkt Nachfrage Autos.

 

c.) Indifferenzgüter: keine gegenseitige Beeinflussung.

Bsp.: Benzin und Milchpreis.

 

mik18a

pi

D D

Komplementärgut Substitutionsgut

xn


Je mehr Substitutionsgüter vorhanden sind, desto elastischer (flacher) verläuft die Nachfragekurve. Oft ist es zeitlich bedingt:

Bsp.: wenn Heizöl teurer, sinkt die Nachfrage danach. Wenn aber heizen mit Öl nach einiger Zeit energiesparender wird, steigt die Nachfrage wieder (Nachfragekurve wird flacher)

 

mik18b

 

pn

Kurzfristige Reaktion ( D1 )

Langfristige Reaktion ( D2 )

xn

 

(3) Einkommen des Haushalte (y): auch hier gibt es 3 Fälle:

a.) superiore Güter: Reisen, Bücher, usw.

je höher das Einkommen, desto größer die Nachfrage.

b.) Sättigungsgüter: „normale“ Lebensmittel.

c.) inferiore Güter: je höher das Einkommen, desto geringer die Nachfrage

z.B: Dreier-Zigaretten


mik19a

y

Dc Db Da

y2

y1

xn

x2c x1c x1+2b x1a x2a

(4) Vermögen des HH (w): Vermögensveränderung wirkt ähnlich wie

Einkommensveränderung.

 

(5) Nutzeneinschätzung durch den HH: wenn sich die Präferenzen positiv verändern,

steigt die Nachfrage.

 

(6) Einkommens- und Vermögensverteilung: bei vielen Gleichbegüterten ist die Nachfrage

anders als bei einem starken reich-arm Gefälle.

 

(7) Anzahl der HH: USA hat stärkere Nachfrage als Österreich.


Aggrression der Individualnachfrage der HH zur Marktnachfrage:

 

mik19b

pn pn

30 30

20 20

10 10

xn xn

10 20 30 10 20 30 40

pn

30

23,6

20

10

xn

40

 

x1n + x2n = 70 - 3pn

einfache Addition würde zum falschen Ergebnis führen

 

Mengenvariationen, deren Auslöselfaktor eine Preisänderung ist, spielen sich auf der Nachfragekurve D ab. Alle anderen Ursachen (Punkt 2 bis 7) kommen dadurch zum Ausdruck, daß sich die Nachfragekurve verschiebt.


mik20

 

pn

D

xn


2.3. Das Güterangebot

 

Darunter versteht man die geplante Menge an Gütern, die ein Betrieb pro Zeitabschnitt zu produzieren beabsichtigt.

Die Bestimmungsfaktoren sind:

 

(1) der Preis (pn) des Gutes.

Je höher der Preis , desto mehr Unternehmer werden anbieten und produzieren.

 

Normalangebot:

 

mik21a

 

pn

S

p2

p1

xn

mik21b

pn

S

p2 Bsp. Monokulturen

p1

xn

 

(2) der Preis anderer Güter: wenn er steigt, wird der Unternehmer weniger vom Gut n

produzieren, um Produktionsfaktoren für die Erzeugung von Gütern mit höheren

Preisen frei zu bekommen.

 

(3) Preise der Produktionsfaktoren: steigen sie (z.B.: Löhne), so kann der Unternehmer

bei gleichen Ausgaben nur weniger produzieren.

 

(4) das Zielsystem hat Auswirkungen auf die Produktion.

bsp.: Risikobereitschaft, Gewinnstreben.


Fatal error: Call to undefined function afiseaza_linkss() in /home/svadan35/public_html/referate/Wirtschaft/4/MIKROOKONOMIK---Grundfragen-der-VWL--Elementare-Preistheorie--Die-Haushalts-Nutzen--Theorie--Theo.php on line 1144