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Cylinder Pressure Analysis / Injection Pressure Analysis





1 Beschreibung und Funktionsumfang

Das Modul CPA umfaßt eine Zylinderdruckanalyse. Grundlage aller Bewertungen ist die genaue Zuordnung der Signale zum Kurbelwinkel. Das Modul CPA / IPA baut daher auf dem Modul RUN auf. Es kann sowohl zur Leistungsmeßfahrt als auch zur Tiefendiagnose im Falle einer Störungssignalisation durch das Modul RUN eingesetzt werden. Optional wird dazu eine Einspritzdruckanalyse IPA angeboten. Die Zylinderdruckanalyse erfaßt den Zylinderinnendruckverlauf mit 1 °KW – Auflösung über ein Arbeitsspiel des Motors. Von der Einspritzdruck­analyse wird der Einspritzdruckverlauf mit 0,25 °KW – Auflösung im Bereich ‑45 °KW bis 45 °KW um den O.Telefon: des Zylinders ermittelt. Das Modul CPA erlaubt es, exakte Leistungs- und Kennwertberechnungen für den jeweiligen Zylinder durchzuführen.
In der Auswertung werden durch die CPA folgende charakteristische Prozeßkennwerte bestimmt:

Pi
Innenleistung
pmax
maximaler Zylinderdruck
apmax
Kurbelwinkel bei maximalem Zylinderdruck
pindIndizierter Mitteldruck
p 0° p. TDC
Zylinderdruck bei OT
p 36° a. TDC
Expansionsdruck bei 36° KW nach OT
aSoC
Kurbelwinkel bei rbrennungsbeginn
pir
Anstiegsgeschwindigkeit des Zylinderdrucks
speed
Kurbelwellendrehzahl
ps.a.p.
Ladeluftdruck

In Kombination mit der IPA können zusätzlich folgende Prozeßkennwerte ermittelt werden:

pi max
maximaler Einspritzdruck
api max
Kurbelwinkel bei maximalem Einspritzdruck
pIB
Einspritzdruck bei Einspritzbeginn
ap IB
Kurbelwinkel bei Einspritzbeginn
ap IE
Kurbelwinkel bei Einspritzende
pSB
Einspritzdruck bei Förderbeginn
ap SB
Kurbelwinkel bei Förderbeginn
ap SE
Kurbelwinkel bei Förderende
aID
Kurbelwinkel der Einspritzdauer in ° KW
aInD
Einspritzverzug in ° KW
aIgD
Zündverzug in ° KW

Die Ergebnisse werden dem Anwender als Funktionsverlauf graphisch zur rfügung gestellt. Für alle analysierten und berechneten Kennwerte erfolgt die statistische Auswertung über die Anzahl der gemessenen Zyklen. Dabei werden als statistische Kennzahlen
- der arithmetische Mittelwert;
- der Maximal- und Minimalwert und
- die Standardabweichung bestimmt.
Alle gespeicherten Signalverläufe stehen als Referenzkurvenverläufe für spätere Auswertungen und rgleiche zur rfügung, so daß sich Anderungen im technischen Zustand eines Lastpunktes gut diagnostizieren lassen. Zusätzlich können theoretische Kompressionsverläufe eingeblendet werden.
Die Zylinderdruckanalyse und die Einspritzdruckanalyse werden zeitgleich ausgeführt. Es können einzelne oder alle Zylinder des Motors analysiert werden. Die Messung erfolgt nacheinander an den einzelnen Zylindern. Sind alle Zylinder mit entsprechenden Sensoren ausgestattet, kann auch eine Messung aller Zylinder permanent erfolgen.


Das Modul CPA umfaßt als umsetzbares Meßsystem folgende Komponenten:
(das Modul RUN muß installiert sein)

Hardware
1 Sensor für Zylinderdruck
1 Handgerät
1 Connecting – Box
1 Sensor für Ladeluftdruck (optional)

Software
1 Modul CPA / IPA

Für IPA sind folgende Komponenten zusätzlich erforderlich:

Hardware
1 Signalleitung für Einspritzdruck
1 Meßwerterfassungskarte für PC
n IP-Sensor für jeden Zylinder




Bild 1 Systemaufbau des Moduls CPA / IPA

2 Installation
2.1 Installation der Hardware

Einbau der Connecting - Box
Zum Anschluß des Handgerätes und des Sensors für den Ladeluftdruck muß eine Connecting – Box an der Zylinderkopfstation installiert werden. Dabei ist der Installationsort so zu wählen, daß das 10 m lange Panzerkabel des Handgerätes ausreicht, um an allen Zylindern messen zu können. Für die fest zu verlegende rbindung von der Connecting – Box mit der Signal – Box muß ein 8 adriges geschirmtes Kabel entsprechend GL Typ FMG CG 7 2 0,5 verwendet werden. Der Anschluß an der Connecting – Box erfolgt entsprechend der Beschriftung und an der Signal – Box laut Anschluß.

Einbau des Sensor für Ladeluftdruck
Der Sensor für den Ladeluftdruck muß den örtlichen Gegebenheiten entsprechend eingebaut werden. Der Druckanschluß des Sensors besitzt einen Anschluß mit Außengewinde (G ½ A). Ein Adapter auf M12 x 1,0 A ist optional erhältlich. Der Anschluß an der Connecting – Box erfolgt laut Anschluß.
Für die rkabelung sollte ein Kabel entsprechend GL Typ FMG CG 2 2 0,5 verwendet werden.

Bei der rlegung der Kabel sind alle geltenden Sicherheitsvorschriften zu beachten.
Die Abschirmung der Kabel ist an den Enden zu isolieren.

Einbau der IP-Sensoren (nur IPA)

Zur Messung des Einspritzdrucks ist an jedem Zylinder ein IP-Sensor erforderlich. Die Sensoren sind mit einem Spezialöl gefüllt. Dieses Öl darf beim Einbau nicht entfernt werden.
Der Sensor wird an Stelle des Blindstopfens in der Kraftstoffleitung unter rwendung der beigelegten Dichtung eingeschraubt.
Bei den Arbeiten an der Kraftstoffleitung sind alle geltenden Sicherheitsvorschriften einzuhalten.

Einbau der Meßwerterfassungskarte (nur für IPA)
1. Das Modul RUN erfordert bereits eine Meßwerterfassungskarte, die auch für CPA genutzt wird. Für IPA ist eine zweite Meßwerterfassungskarte erforderlich, um zeitgleiche Messungen realisieren zu können.
2. Der Einbau der Meßwerterfassungskarte in den PC darf nur bei ausgeschaltetem Computer erfolgen. Die Karte wird dabei vorsichtig in einen freien ISA Steckplatz eingesetzt. Zum Schutz vor Beschädigungen durch elektostatische Aufladungen, darf die Karte nur am Rand an nicht leitenden Teilen angefaßt werden. An­schließend wird sie am Gehäuse befestigt.
3. Für die Meßwerterfassungskarte sind keine Windows Treiber erforderlich. Sie wird vom Modul RUN direkt angesprochen. Die erforderlichen Einstellungen dazu werden mit Hilfe der Konurationsdaten in der Datei motor.cfg durchgeführt.
4. Anschließend müssen die beiden anderen Computerkabel der Signal ‑ Box mit der Meßwerterfassungskarte verbunden und verschraubt werden. Die Steckverbindungen sind verpolungssicher ausgeführt.


2.2 Installation der Software

Die Installation des Moduls CPA / IPA erfolgt zusammen mit dem Basismodul RUN.



3 Sicherheitshinweise
1 Arbeits- und Brandschutz beim Indizieren

- Alle geltenden Unfallverhütungsvorschriften für die Arbeiten am Motor sind voll einzuhalten und werden durch die folgenden Sicherheitshinweise nicht außer Kraft gesetzt.
- Während der Meßwerterfassung mit CPA / IPA darf sich im Bereich der Zylinderköpfe nur die beauftragten und eingewiesenen Mitarbeiter aufhalten.
- Durch die Signalkabel , die während der Meßwerterfassung ausgelegt werden, besteht eine erhöhte Sturzgefahr. Die Kabel müssen nach der Messung entsprechend weggeräumt werden.


2 Zylinderdruckanalyse

- Die CPA erfolgt an den Indizierventilen der Zylinder. Dabei wird der Sensor durch die heißen rbrennungsgase (über 400 °C) mit Drücken teilweise über 14 MPa beaufschlagt. Die geltenden Unfall­verhütungsvorschriften für die Indizierung sind voll einzuhalten.
- Es besteht grundsätzlich die Gefahr von rbrennungen an heißen Bauteilen. Deshalb sind bei der CPA Schutzhandschuhe zu tragen.
- Da die rbrennungsgase als mögliche Zündquelle die Brandgefahr erhöhen, sind brennbare Stoffe aus diesem Bereich zu entfernen und ggf. zusätzliche Löschgeräte bereitzustellen.
- Beim Ausblasen des Indizierventils muß durch den beauftragten Mitarbeiter auf einen sicheren Abstand zum Gasstrom geachtet werden.
- Der Thompson Adapter muß fest mit dem ntil verbunden werden, um beim Messen das Lösen vom ntil zu verhindern.
- Das Indizierventil muß vollständig geöffnet sein, um die seitliche Kontrollöffnung am ntil zu schließen.
- Je nach Anordnung von Brandmeldern können diese durch austretende rbrennungsgase (z.B. beim Ausblasen des ntils) ansprechen. In diesem Fall müssen entsprechende Maßnahmen zur rmeidung von Fehlalarmen getroffen werden.


4 Bedienung des Moduls CPA / IPA
4.1 Allgemeine Bedienungshinweise

Inbetriebnahme des Moduls CPA / IPA
Das Modul CPA / IPA wird über das entsprechende Ikon in der Programmgruppe Complex Diagnosis System des Startmenüs gestartet. Damit erfolgt auch die Initialisierung der Meßkette. Die Stromversorgung wird über die Meßwerterfassungskarte realisiert.
Für die korrekte Funktion des Moduls CPA / IPA muß der Motor mit Mindestdrehzahl laufen. Während der Messung sollte der Betriebszustand stationär sein. Laständerungen können zu einer Fehlinterpretation der Meßwerte führen. Um einen tendenziellen rgleich mit andere Untersuchungen zu ermöglichen, sollte der Lastpunkt reproduzierbar sein.

Außerbetriebnahme des Moduls CPA / IPA
Vor der Außerbetriebnahme sollten die aktuellen Meßwerte für spätere Auswertungen und rgleiche gespeichert werden. Das Beenden des Moduls erfolgt über den Menüpunkt File mit dem Befehl Exit.
Der Sensor und die Signalleitungen werden abgekühlt und gereinigt wieder im Meßkoffer verstaut.

Signalleitungen
Der Signalleitungen für die Zylinder- und Einspritzdruckanalyse müssen mit den Anschlußsteckern im Handgerät verbunden werden. Dieses wird mit der gepanzerten Signalleitung an der fest installierten Connecting – Box angeschlossen. Die Stecker müssen fest verbunden sein, um eine sichere rbindung der Signalwege zu gewährleisten.


4.2 Menüpunkte

Wenn IPA nicht installiert ist, sind die entsprechenden Menüpunkte nicht anwählbar.

File

New
Beginn einer neuen Meßreihe

Load
Laden einer Meßwertdatei
Save
Speichern der Meßwerte, wobei die Dateiendung die Art der Datei festlegt.
Meßwertdatei name.cpa
Referenzdatei name.ref

Save ASCII
Speichern der Statistik und der Druckwerte als ASCII Datei

Change Engine
Wechseln der aktuellen Maschinenkonuration

Print
Drucken der graphischen Darstellung und der dazugehörigen Statistik auf dem Standarddrucker

Print Protocol
Ausdrucken eines Meßprotokolls

Printer Setup
Einrichten des Druckers

Exit
Beenden des Programms

About
Hinweis über den Hersteller und die rsionsnummer des Programms

Edit

Clip
Der Fensterinhalt wird in die Zwischenablage kopiert und kann von dort in andere Windowsanwendungen eingebunden werden.

Measure

Cylinder 1 –12
Messen eines bestimmten Zylinders

Engine
Messung aller Zylinder

Start Monitoring

Beginnen einer Dauerüberwachung
Stop Monitoring

Beenden einer Dauerüberwachung
Remote control
Umschalten auf Steuerung durch das Handgerät und Aktivierung der Protokollfunktion

2 man measuring
Messen aller Zylinder mit Hilfe eines Assistenten und Umsetzen der Meßketten


Display

Cylinder 1-l2
Anzeige der Druckverläufe für Zylinder 1 bis 12 und ausgewählter Kennwerte

CPA all Cyl.
Anzeige der Zylinderdruckverläufe für alle Zylinder

IPA all Cyl.
Anzeige der Einspritzdruckverläufe für alle Zylinder

Option

curve chart
Anzeige der Druckverläufe
section im Bereich von 90bis 270° KW
all im Bereich von 0 bis 360 ° KW

bar chart
Anzeige der ermittelten Werte als Säulendiagramm.

reference curve
Einblenden einer Referenzkurve für den jeweiligen Zylinder bzw. Kurven beliebiger anderen Messungen. Die Auswahl erfolgt über die Wahl der Dateiendung.
Meßwertdatei .cpa
Referenzdatei .ref

theor. compres. curve

Einblenden der theoretischen Kompressionskurve
ref. / comp. curve off

Ausblenden aller eingeblendeten Kurven
IPA on
Einspritzdruckmessung ein / aus

measure scavenge air pressure
Messung des Ladeluftdrucks ein / aus
Bei Ausfall oder bei abgeschaltetem Sensor wird der in der motor.cfg eingetragene Wert benutzt.

dynam. TDC correction
Dynamische Korrektur des OT ein / aus
Die Bestimmung erfolgt während der Messung in Abhängigkeit vom Lastpunkt durch eine spezielle Prozedur.

add parameter
Anzeige zusätzlicher Parameter

TDC correction
Zylinderweise Einstellung der Korrektur für den oberen Totpunkt

number of cycles
Für die Meßwerterfassung können bis zu 20 aufeinanderfolgende Meßzyklen eingestellt werden. Pro Meßzyklus wird ein Arbeitszyklus des Motors erfaßt.

measurement interval
Mit dem Meßintervall wird der Abstand zwischen den Meßwerterfassungen eingestellt. Die Abstände sind von einer Minute bis 24 Stunden einstellbar.
Info

statistics
Numerische Anzeige aller Kennwerte zylinderweise oder für alle Zylinder gemeinsam

measure date
Numerische Anzeige der Meßwerte für CPA bzw. IPA zylinderweise

data of engine
Abfrage der eingetragenen Motordaten.

fonts

select
Auswahl der verwendeten Schriftart

help
Aufruf der Hilfe



4.3 OT – Korrektur

Zur Berechnung der Zylinderinnenleistung ist eine exakte Bestimmung des OT erforderlich. Bei der Montage des Kurbelwinkelgebers ist eine exakte Ausrichtung auf den statischen OT nicht notwendig. Die Differenz zwischen dem gemessene und dem statischen OT wird rechentechnisch durch einen Korrekturwinkel ausgeglichen. Die Lage der Druckverlaufskurve wird so mit einer Genauigkeit von 0,1° KW zum OT korrigiert.
Zur Bestimmung des OT – Korrekturwinkels und spezieller Motorparameter wird der Zylinderdruck gemessen und ausgewertet. Bei nach OT zündenden Motoren kann der rbrennungsdruckverlauf ausgewertet werden. Das erste Maximum entspricht dem OTelefon: Bei vor OT zündenden Motoren muß dagegen der Kompressionsdruckverlauf gemessen werden, d.h. die Kraftstoffzufuhr zum zu messenden Zylinder wird unterbrochen.
Aufgerufen wird die Korrektur im Menü Option mit dem Befehl TDC-correction. Anschließend wird der zu messende Zylinder ausgewählt. Nach einer Anzeige des bisherigen Korrekturwinkels erfolgt eine Paßworfrage, mit der dann die Messung gestartet wird. Bei der OT – Korrektur werden immer 20 Zyklen gemessen und ausgewertet. Zum Abschluß der Messung erfolgt eine Abfrage, ob der Wert übernommen werden soll. Dieser wird dann in die Datei motor.cfg eingetragen.
Da der dynamische OT (siehe 5) während des Motorbetriebes vom statischen OT abweicht, wird dieser während des Motorbetriebes in Abhängigkeit von der Last durch eine dynamische OT – Korrektur kompensiert. Die dynamische OT – Korrektur kann mit dem Befehl dynam. TDC correction im Menü Option ein- bzw. ausgeschaltet werden. Der Korrekturwert für den dynamischen OT wird im Bereich von –5° bis 5° KW um den OT bestimmt. Liegt der Wert außerhalb dieses Bereichs, wird ein Fenster geöffnet, daß eine Aufforderung zur OT Korrektur enthält. In diesem Fall muß eine OT Korrektur durchgeführt werden.



4.4 Messung

Grundsätzliches
- Jede Messung sollte unter reproduzierbaren Bedingungen erfolgen.
- Durch Erhöhung der Anzahl der Meßzyklen wird die Kurvendarstellung durch Mittelwertbildung verbessert.
- Vor einer Auswertung sollten die Meßwerte abgespeichert werden.
- Das Handgerät enthält bereits die Elektronik zur Signalaufbereitung. Es ist dementsprechend schonend zu behandeln. Eine Temperatur von 60 °C darf nicht überschritten werden.

Umsetzen der Meßketten
Das Umsetzen der Meßketten ist nur erforderlich, wenn keine permanenten Sensoren an allen Zylindern vorhanden sind.
Der Zylinderdrucksensor wird wie ein mechanischer Indikator auf dem Indizierventil aufgeschraubt. Zur Erhaltung der Meßgenauigkeit muß der Sensor vor runreinigungen geschützt werden. Es ist deshalb zu empfehlen, den Indizierkanal durch ein kurzzeitiges Öffnen des ntils auszublasen. Nachdem der Drucksensor fest aufgeschraubt ist, muß das Indizierventil vollständig geöffnet werden, um den Sensor mit dem vollen Druck zu beaufschlagen. Die Öffnungsdauer des Indizierventils sollte sich auf die Meßdauer beschränken, um den Sensor und das ntil nicht unnötig thermisch zu belasten.
Für die Einspritzdruckanalyse wird die entsprechende Signalleitung auf den IP-Sensor des Zylinders gesteckt.

Remote Control
Diese Betriebsart ermöglicht einer einzelnen Person das Messen beliebiger Zylinder mit umsetzbaren Meßketten.
Vor Beginn der Messung müssen die entsprechenden Parameter im Menü Option festgelegt werden. Im einzelnen sind das
- Die Einspritzdruckanalyse wird je nach Bedarf ein- bzw. ausgeschaltet.
- Die Messung des Luftladedrucks kann ebenfalls ausgeschaltet werden.
- Für die Meßwerterfassung können 1- 20 Zyklen eingestellt werden. Mit einer Erhöhung der Anzahl wird die Mittelwertbildung verbessert.
Am Handgerät selbst müssen die Meßketten befestigt werden. Die Anschlüsse sind verpolungssicher und spritzwassergeschützt ausgeführt. Mit Herstellung der rbindung vom Handgerätes zur Connecting – Box ist das Gerät meßbereit.

Um mit der Messung zu beginnen, wird der Befehl Remote control im Menü Measure aufgerufen.
- Das Programm ist nun bereit zur Messung. Alle weiteren Eingaben erfolgen am Handgerät.
- Auf dem Display des Handgerätes erscheint eine Abfrage welcher Zylinder gemessen werden soll.
- Die Meßketten werden am entsprechenden Zylinder angebracht. Dabei sind die Sicherheitshinweise zu beachten.
- Am Handgerät wird die Nummer des zu messenden Zylinders eingegeben und mit Enter betätigt.
- Nach der Bestätigung beginnt die Messung. Während der Zeit blinkt auf dem Display die Anzeige operate.
- Nach Abschluß der Messung erfolgt wieder die Abfrage nach dem zu messenden Zylinder. Die Meßketten können umgesetzt werden. Anschließend wird wieder die Zylindernummer eingegeben und mit Enter bestätigt.
- Die Meßwerte müssen anschließend gespeichert werden.
- Während der Messung mit Remote Control wird auf dem Rechner ein Protokoll geführt, welches die einzelnen Arbeitsschritte und Prozeßabläufe dokumentiert und bei Problemen herangezogen werden kann.
Auf diese Weise ist es möglich den gleichen Zylinder mehrmals, verschiedene Zylinder oder den ganzen Motor zu messen. Wird ein Zylinder mehrmals vermessen, kann immer nur die letzte Messung gespeichert werden.
Nach Beendigung aller Messungen sollten das Handgerät und die Meßketten wieder im Koffer verpackt werden.

2 Mann - Messung
Alternativ zu Remote Control kann die Messung auch mit Hilfe eines eingewiesenen Assistenten durchgeführt werden.
Vor Beginn der Messung müssen die entsprechenden Parameter im Menü Option festgelegt werden. Im einzelnen sind das:
- Die Einspritzdruckanalyse wird je nach Bedarf ein- bzw. ausgeschaltet.
- Die Messung des Luftladedrucks kann ebenfalls ausgeschaltet werden, sollte aber nur bei Störung des Sensors deaktiviert werden.
- Für die Meßwerterfassung können 1- 20 Zyklen eingestellt werden. Mit einer Erhöhung der Anzahl können einmalige Abweichungen besser kompensiert werden.
Am Handgerät selbst müssen die Meßketten befestigt werden. Die Anschlüsse sind verpolungssicher und spritzwassergeschützt ausgeführt. Mit Herstellung der rbindung vom Handgerätes zur Connecting – Box ist das Gerät meßbereit.
- Die Messung wird mit dem Befehl 2 man measuring im Menü Measure begonnen.
- Anschließend wird im Menü Measure der zu messende Zylinder ausgewählt.
- Die Zylindernummer erscheint auf dem Display des Handgerätes. Der Assistent setzt darauf hin die Meßketten an den entsprechenden Zylinder. Dabei sind die Sicherheitshinweise zu beachten.
- Anschließend wird durch das Drücken der Taste Enter die Meßbereitschaft signalisiert.
- Auf dem Monitor des PCs erscheint ein Fenster das dort die Meßbereitschaft signalisiert. Mit der Bestätigung startet die Messung. Während der Zeit blinkt auf dem Display des Handgerätes die Anzeige operate.
- Nach Ende der Messung kann der nächste Zylinder gewählt werden. Die entsprechende Anzeige erscheint dann wieder auf dem Display des Handgerätes.
Auf diese Weise ist es möglich den gleichen Zylinder mehrmals, verschiedene Zylinder oder den ganzen Motor zu messen. Nach Beendigung aller Messungen sollten das Handgerät und die Meßketten wieder im Koffer verpackt werden.

Messung mit permanenten Sensoren
Alternativ zur Messung mit umsetzbaren Meßketten ist auch die Messung mit fest am Motor verbleibenden Sensoren möglich. Wie bei der Messung mit umsetzbaren Meßketten müssen vor der Messung die Parameter eingestellt werden. Im Menü Measure kann nun ausgewählt werden ob ein Zylinder (Cylinder x) oder alle Zylinder (Engine) gemessen werden soll.
Zudem ist eine zeitgesteuerte Überwachung aller Zylinder sowie Leistungsberechnung des Motors möglich. Vor Beginn dieser Über­wachung muß das Meßintervall, d.h. die Zeit zwischen den Messungen, festgelegt werden. Die Einstellung der Zeit erfolgt mit measurement interval im Menü Option . Die Messung wird mit Start Monitoring begonnen und mit Stop Monitoring wieder beendet.

4.5 Anzeige der Meßergebnisse

Die Anzeige der Meßergebnisse kann unter dem Menüpunkt Display und Option eingestellt werden.
Der Schalter curve chart unter dem Menüpunkt Option bewirkt eine graphische Darstellung der Druckverläufe, wobei mit section (90° bis 270° KW) und all (0° bis 360°KW) zwischen den Anzeigebereichen gewählt wird.
Mit dem Menüpunkt Cylinder x besteht die Möglichkeit die Druckverläufe jedes Zylinders einzeln anzuzeigen. Die entsprechenden Meßergebnisse werden rechts von der graphischen Darstellung angezeigt. Mit add parameter im Menü Option kann die Liste der Kennwerte erweitert werden. Die zusätzlichen Kennwerte werden automatisch angezeigt, wenn in der motor.cfg eingestellte Grenzwerte überschritten werden. Überschrittene Kennwerte sind rot gekennzeichnet.
Jeder Punkt im Druckverlauf kann zusätzlich mit der linken Maustaste angesteuert werden, worauf man den entsprechenden Momentanwert erhält.
Mit CPA all Cyl. bzw. IPA all Cyl. können die Zylinderdruck- bzw. Einspritzdruckverläufe aller Zylinder angezeigt werden.
Mit dem Schalter IPA on unter dem Menüpunkt Option kann der Einspritzdruckverlauf in der Anzeige ein- bzw. ausgeblendet werden.
Mit dem Befehl reference curve im Menü Option können beliebige Referenzkurven und Kurven anderer Zylinder bzw. frühere Messungen eingeblendet werden. Als Referenzkurven können alle früheren Meßwerte abgelegt werden. Soll eine Kurve als Referenzkurve abgelegt werden, muß die Endung der Datei beim Speichern von .cpa in .ref geändert werden. Eine beliebige Referenzkurve wird mit load reference curve aufgerufen. Soll der Druckverlauf eines anderen Zylinders bzw. eine alte Messung eingeblendet werden, muß beim Laden der Datei die Endung .cpa eingestellt werden. Mit Cylinder x wird die jeweils aktuelle Messung des entsprechenden Zylinders als Referenzkurve eingeblendet.
Der Befehl theor. compres. curve bewirkt ein Einblenden der theoretischen Kompressionskurve. Referenzkurve und theoretische Kompressionskurve können mit ref. / comp. curve off wieder ausgeblendet werden.



Bild 2 Zylinder- und Einspritzdruckverlauf mit eingeblendeter theoretischer Kompressionskurve


Alternativ zur graphischen Darstellung kann mit dem Schalter bar chart unter dem Menüpunkt Option ein Säulendiagramm mit den charakteristischen Werten angezeigt werden. Dabei werden alle Zylinder gleichzeitig dargestellt, so daß ein direkter rgleich möglich ist. Die Auswahl der Werte erfolgt mit der Maus in einer Übersicht, welche sich in einem eigenen Fenster befindet.



Bild 3 rgleich der Zylinderwerte im Säulendiagramm, Zylinder 6 mit Störung


4.6 Auswertung

Im Ergebnis der Auswertung müssen vom Betriebsingenieur die notwendigen Entscheidungen zum weiteren Betrieb des Motors bzw. zu Instandhaltungsmaßnahmen getroffen werden. Dabei sollten alle Darstellungsmöglichkeiten der Meßergebnisse genutzt werden.
- Alle ermittelten Ergebnisse lassen sich als Zahlenwerte ausgeben. Werden bei ausgewählten Kenngrößen die zulässigen Bereiche überschritten, erfolgt eine Ausgabe der Werte in rot. Der zulässige Bereich einer Kenngröße wird in der Datei motor.cfg festgelegt. Mit statistics unter dem Menüpunkt Info werden die Meßwerte der einzelnen Meßzyklen sowohl für die ganze Maschine als auch für einzelne Zylinder statistisch aufbereitet angezeigt.



Bild 4 Statistische Aufbereitung der Kenngrößen


- Über rgleiche lassen sich mögliche Ursachen für eine Störung eingrenzen. Zum einen kann ein rgleich mit anderen Zylindern herangezogen werden, z.B. bar chart im Menü Option. Zum anderen lassen sich in der graphischen Darstellung der Druckverläufe die aktuellen Meßwerte mit früheren Meßwerten oder der theoretischen Kompressionskurve vergleichen.
- Der Druckverlauf eines gestörten Zylinders kann in der Einzeldarstellung auf Unregelmäßigkeiten hin untersucht werden.
- Mit Hilfe des Protokolls bei der Meßvariante Remote Control können Fehler im Ablauf der Messung ermittelt werden.




5 Begriffserklärungen

Statischer OT: ist der obere Totpunkt bei ruhendem Motor.

Dynamischer OT: weicht vom statischen OT ab. Die Abweichung setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Das Gas im Indizierkanal ist ein kompressibeles Medium. Die Druckwelle wird deshalb zeitversetzt um Sensor gemessen. Eine zweite Komponente entsteht durch die rdrehung der Welle bezüglich des Kurbelwinkelgebers durch Belastung.









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