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Agrarbetriebssysteme 1991/92



Agrarbetriebssysteme 1991/92

Auf der Grundlage der Standarddeckungsbeiträge können Betriebssysteme ermittelt werden. Bei diesem methodischen Ansatz wird das betriebliche Einkommen berücksichtigt. Das bedeutet jedoch nicht Gewinn des Betriebes. Erst wenn die fixen und variablen Betriebskosten abgezogen sind, bleibt ein Gewinn übrig, der zusammen mit den fixen Kosten den Deckungsbeitrag ausmacht. Die Herkunft dieser Deckungsbeiträge und die Berücksichtigung von Schwellenwerten ermöglicht dann eine Betriebstypisierung (Eckart 1998, S. 299 bis 301), wie sie in Abbildung 6.15 vorgenommen worden ist.

Üblicherweise werden fünf Betriebstypen unterschieden. Man spricht von Marktfruchtbetrieben, wenn der Marktfruchtanteil (z.B. Getreide, Hackfrüchte) mehr als 50 % des gesamten Deckungsbeitrages ausmacht. Futteranbaubetriebe liegen vor, wenn mehr als 50% des Deckungsbeitrages durch Futterbau (z. B. Feldfutter, Dauergrünland) aufgebracht wird. Stammen mehr als 50 % des Deckungsbeitrages aus der Veredlung, d. h. z. B. der Schweine- oder Legehennenhaltung, dann spricht man von Veredlungsbetrieben. Dauerkulturbetriebe liegen dann vor, wenn Dauerkulturen (z. B. Obst, Wein) mehr als 50 % des Deckungsbeitrages ausmachen. Schließlich liegen Gemischtbetriebe vor, wenn weder Marktfrüchte, noch Futterbau, noch Veredlung mehr als 50% des Deckungsbeitrages ausmachen. Abbildung 6.15 rdeutlicht die regionalen Unterschiede in Deutschland vom Anfang der 1990er Jahre. Daß insbesondere die ertragreichen Bördengebiete (z.B. Magdeburger Börde, Hildesheimer Börde, Zülpicher Börde) durch Marktfruchtbetriebe gekennzeichnet sind, ist ebenso zu erwarten, wie beispielsweise das Vorherrschen der Futterbaubetriebe in weiten Teilen Süddeutschlands und den Nordsee-Küstenregionen infolge der natürlichen GrünlandStandorte. Wenig überraschend ist auch die Lokalisierung der Veredlungsbetriebe auf die städtischen und Ballungszentren. Nun ist es zwar im Laufe der letzten Jahre zu großen Veränderungen in der Agrarwirt-schaft gekommen, doch die Marktnähe und die natürlichen Produktionsstandorte haben nach wie vor in zahlreichen Regionen den Betriebstyp nicht rändert.











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