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Schlossgarten der Barockresidenz Rastatt

Schlossgarten der Barockresidenz Rastatt

Die große Illusion eines Fürsten

Nun Ihm Dhl. [Durchlaucht] setze ich mein Leben, daß
die ganze Welt apwpieren vnd sagen würdt, daß dießes nicht alleinIn Teutschland sonders auch in Italiam eines von den schönsten Gebäwen seye
Brief des Architekten Domenico Egidio Rossi vom 9. März 1700 an den Markgrafen

Schloss Rastatt Herrenstr.
18 76437 Rastatt
Garten frei zugänglich Stündliche Führungen durch die Anlage Sonderführungen zur Geschichte des Schlosses und des Gartens ganzjährig und nach telefonischer Anmeldung Service-Center

Tel. 0 11 22/93 41 70

Besucherzentrum
Tel. 0 72 22/97 83 85
Fax 0 72 22/97 83 92
Info@schloss-rastatt.de
www.schloesser-und-gaerten.de

Schon die 1697 von Ludwig Wilhelm von Baden-Baden als Jagdschloss geplante dreigliedrige Anlage in der Rheinebene sollte mit einem kleinen Ziergarten und einem herrschaftlichen Tiergarten der Jagdbequemlichkeit des Markgrafen -"ad venationem commoditatem - dienen. Ende 1699 beschloss der in den Schlachten gegen die Türken siegreiche Markgraf, Türkerüouis genannt, anstelle des Jagdschlosses eine weitläue Residenz mit einem monumentalen Schloss errichten zu lassen. Eine ausgedehnte Gartenanlage und eine Stadt mit Modellhäusern nach , von Befestigungsmauern umgeben, sollten den absolutistischen Machtanspruch verdeutlichen. Der eifrige Italiener begann sofort mit der Umsetzung der Pläne und gestaltete auch einen anspruchsvollen Schlossgarten, der in seinen Ausmaßen dem Schlossgebäude in nichts nachstehen sollte. Schloss, Park und Stadtanlage waren auf eine markante Hauptachse ausgerichtet, die Ettlingen im Osten mit Fort Louis im Westen verband.




Die schicksalhafte Geschichte des zu seiner Zeit ruhmreichen Türkerüouis, der kurz nach der Fertigstellung seiner Residenz starb, kann auf die des Schlossgartens übertragen werden. Der Schlossgarten als Bestandteil eines Gesamtkunstwerks im Sinne des Barock wurde nie vollendet. Die Bemühungen der Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden, seiner Witwe, galten vielmehr der Errichtung eines neuen Lustgartens mit Lust-und Jagdschloss in der Nähe ihrer Residenz, Favorite.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Garten öfter seine Besitzer. Erst in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die jetzige Gestaltung durch den schwedischen Gartenarchitekten Gunnar Mar-tinsson vollzogen. In drei Gartenpartien unterteilt, berücksichtigt die neue ung die von Max Laeuger um 1920 realisierte und in Teilen noch erhalten gebliebene Konzeption eines "neuzeitlichen lksgartens. Die Mittelachse jedoch wurde nicht weiter ausgebaut. Als grüne Oase inmitten der barocken Stadt ist der Schlossgarten heute ein Tummelplatz für alle.







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