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Nördlicher Oberpfälzer Wald

Nördlicher Oberpfälzer Wald

Die waldreiche Mittelgebirgslandschaft an der deutsch-tschechischen Grenze genießt als Zentrum der Bleikristallglas-Herstellung weltweit einen ausgezeichneten Ruf.

Durch das Land der Burgen und Wallfahrtskirchen im Herzen Europas

Leuchtenberg
Weithin sichtbar thront auf einem bewaldeten Hügel die Burganlage Leuchtenberg, eine der größten und imposantesten der Oberpfalz. Im malerischen Kern des gleichnamigen Marktfleckens zweigt bei der Kirche rechts der Weg zur Burg ab. Die im 12. Jh. n den Landgrafen n Leuchtenberg gegründete Anlage wurde mehrfach zerstört und ab 1903 teilweise wieder aufgebaut. Man kann u. a. den Rittersaal und die Schlosskapelle besichtigen. Der Burghof verwandelt sich jedes Jahr im Sommer in eine Theaterbühne, auf der Volksstücke, klassisches Theater, Märchen und sogar Musicals aufgeführt werden.

Vohenstrauß
Die ehem. Kreisstadt liegt im Herzen des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald an einer alten Handelsstraße n Nürnberg nach Böhmen. Am historischen Marktplatz beeindruckt das im Stil der Spätrenaissance und des Frühbarocks erbaute Rathaus. Am oberen Ende der Hauptstraße steht das imposante Wahrzeichen der Stadt, die n Pfalzgraf Friedrich gegen Ende des 16. Jh. errichtete Friedrichsburg mit ihren fünf Rundtürmen. Nach wenigen Metern gelangt man zum Heimatmuseum in einem alten Ackerbürgerhaus. Es bietet u. a. einen Einblick in die Glas- und Porzellanindustrie der Region und präsentiert Ausstellungsstücke zur religiösen Volkskunst. Auch das Mineralienmuseum lohnt einen Besuch: Hier kann man die Gesteinsvielfalt des Oberpfälzer Waldes bewundern.




Moosbach
Kurz r dem staatlich anerkannten Erholungsort kommt man an Schloss Burgtreswitz rbei, das heute zur Gemeinde Moosbach gehört. Die bereits 1283 erwähnte Festung brannte im Dreißigjährigen Krieg nieder und wurde später wieder aufgebaut. In den Sommermonaten informiert eine Ausstellung über die Burg- und Gemeindegeschichte. In Moosbach ist r allem die Wieskirche sehenswert, ein Mitte des 18. Jh. entstandener Barockbau mit Rokokoelementen. Im Innern zeigen viele Votivbilder und Kerzen, dass das Gotteshaus eine viel besuchte Wallfahrtskirche ist. Am Ortsrand lohnt sich ein Spaziergang durch den 8 ha umfassenden Kurpark. Neben einer Kneippanlage und einem Naturlehrpfad gibt es hier einen Minigolfplatz und ein großes Spielgelände für Kinder.

Estarn
In das Tal des Loisbachs eingebettet liegt der Markt Eslarn, nicht weit n der Grenze zur Tschechischen Republik entfernt. Die n einem barocken Zwiebelturm gekrönte Pfarrkirche Maria Himmelfahrt besitzt im Innern wunderschöne Altäre mit filigran geschnitzten Pflanzenornamenten. Im Eslarner Vogelpark sind n Frühjahr bis Herbst heimische Singvögel und exotische Paeien zu bestaunen. Der Erholungsort wartet außerdem mit einem Kurpark und einem sehenswerten Wildgehege auf.

Pfrentschweiher
Auf der Weiterfahrt zweigt in Pfrentsch rechts eine kleine Straße nach Pfrentschweiher ab. Hier, im Tal der Pfreimd, war im Jahr 1362 ein Stausee für die Fischzucht angelegt worden, der n mehreren Bächen gespeist wurde. Im Mittelalter war der Pfrentschweiher das größte Gewässer weit und breit. Ab 1840 wurde der Stausee allmählich trockengelegt, und aus der Wasserfläche entstanden mit der Zeit die Pfrentsch-weiher-Wiesen, die heute teilweise ein Naturschutzgebiet bilden. Von 1992 bis 1995 wurde der Oberlauf der Pfreimd renaturiert, wobei die Flussbegradigung beseitigt wurde. Auf mehreren Schautafeln ist dieses umfangreiche Naturschutzprojekt erläutert. Außerdem informiert ein Nutzpflanzen- und Kräuterlehrpfad auf dem Gelände des Staatsgutes Pfrentsch über die Landwirtschaft der Region.

Waidhaus
Der geschichtsträchtige Ort an der historischen Handelsstraße n Nürnberg nach Prag gilt als das "Tor zum Osten, denn hier befindet sich der bedeutendste Straßengrenzübergang zwischen Bayern und der Tschechischen Republik. Im Dreißigjährigen Krieg verschanzten sich in dieser Gegend die Soldaten der Feldherren Tilly und Mansfeld. Aber auch in der jüngsten Geschichte nimmt die Marktgemeinde einen wichtigen Platz ein: Am 23. Dezember 1989 öffneten der damalige deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher und sein tschechischer Amtskollege Jiri Dienstbier bei Waidhaus die Grenze zwischen Ost und West. Ein Granitstein mit einem Stück Stacheldraht erinnert in einem Waldstück an dieses Ereignis.

Pleystein
Das malerische Städtchen ist rund um einen schon n weitem sichtbaren, fast 40 m hohen, etwa 150 m langen und 100 m breiten Rosenquarzfelsen erbaut worden. Auf der Felskuppe erheben sich die neubarocke Wallfahrtskirche Heilig Kreuz n 1904 und ein Salesianerkloster. Zweimal im Jahr, an den Sonntagen nach dem 3. Mai und dem 14. September, zieht die Wallfahrtskirche bei den Kreuzbergfesten Pilgerscharen n nah und fern an. Der mittelalterliche Charakter des Ortes zu Füßen des Felsens blieb trotz mehrerer Feuersbrünste bis heute erhalten. Im Heimatmuseum im Rathaus am Marktplatz ist neben Exponaten zur Stadtgeschichte und zur Krippenbaukunst eine interessante Sammlung n Mineralien aus der Region zu sehen. Das originalgetreue Modell eines Glasschleifund -polierwerks zeugt n der früher im Zottbachtal verbreiteten Handwerkskunst.
Dann geht es an der Ostseite des r allem bei Wintersportlern beliebten Fahren-Bergs entlang und durch das romantische Zottbachtal. Hier reihten sich früher Eisenhämmer, Mühlen und Glasschleifwerke wie Perlen einer Kette aneinander.

Hagenmühle
In der weitgehend unverändert gebliebenen Glasschleif- und -poliersiedlung ist Katharinas Puppenhaus ein lohnendes Ziel für Groß und Klein. Über 400 Puppen, rund 75 Puppenstuben, -küchen und -kauflä-den aus verschiedenen Epochen sind in dem originellen Museum ausgestellt. Zu sehen gibt es außerdem Puppengeschirr, Spielzeugpostkutschen, -eisenbah-nen, -marktstände, -bauernhöfe und Stofftiere (geöffnet Mi n 14.30 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon: 09658/381). Gleich gegenüber dem Puppenmuseum befndet sich das einzige noch im Originalzustand erhaltene Spiegelglaspolierwerk der Region.

Gehenhammer
Die mehr als 150 Jahre alte, aber noch ll funktionsfähige Mühle Gehenhammer lädt zu einer Rast im Brotzeitstüberl ein. Das kleine Museum in der Mühle mit dem 5 m großen Wasserrad lässt das alte Handwerk des Müllers wieder lebendig werden. Früher stand hier ein Eisenwerk, heute ist die Mühle ein beliebtes Ausflugsziel und Knotenpunkt des 70 km langen Wanderwegenetzes rund um die weitläue Gemeinde Georgenberg. Einer der Wege, der Nurtschweg, ist Teil der europäischen Fernwanderroute Nr. 4.

Flossenbürg
Durch ein dichtes Waldgebiet gelangt man nach Flossenbürg. Hoch über dem Ort thront die Burgruine, das Wahrzeichen des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald. Wer den kurzen Anstieg auf den Schlossberg nicht scheut, wird mit einem wunderbaren Rundblick belohnt. Wie riesige Zwiebelringe sind Granitformationen unter der Burgruine aufgeschichtet. Die gewaltigen Vorkommen dieses Gesteins bilden in Flossenbürg die Grundlage eines bedeutenden Industriezweigs. Ein Spazierweg zum Rumpelbach führt durch einen der Steinbrüche. Im Ort selbst ist eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte allgegenwärtig: Eine KZ-Gedenkstätte erinnert an das Konzentrationslager, das n 1938 bis 1945 in Flossenbürg existierte. Rund 100000 Menschen waren im Haupt- und in den mehr als 100 Außenlagern inhaftiert.
Die Fahrt geht weiter zum Ortsteil Hildweinsreuth. Dort markiert eine Granitplatte das Zentrum Mitteleuropas.

Silberhütte
Die Route führt nun hinauf zur Silberhütte. Früher wurde in dem Gebäude Glas hergestellt, heute ist es eine beliebte Ausflugsgaststätte und Ausgangspunkt für erholsame Wanderungen, z. B. zur Quelle der Waldnaab direkt an der deutschtschechischen Grenze oder zur Hubertuskapelle auf dem 901 m hohen Entenbühl. Auf dem Weg dorthin kreuzt man die Trasse der weitläuen Skilanglaufloipen. Im Winter ist die Silberhütte ein viel besuchtes Skisportzentrum.

Bärnau
Der kleine Ort an der deutsch-tschechischen Grenze ist das weltweite Zentrum der Knopfindustrie. Bis zu 25 Mio. Knöpfe werden jeden Tag n Bärnau aus in die ganze Welt verschickt. Das Museum im ehem. Kommunbrauhaus erzählt die interessante Geschichte des kleinen Utensils, das aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken ist (geöffnet Di, Do und So jeweils n 14 bis 17 Uhr). Über eine idyllische Allee in Richtung Grenze kommt man zur Wallfahrtskirche Zum Gegeißelten Heiland. Alljährlich am zweiten Sonntag im Juli wird hier ein Bergfest gefeiert, bei dem sich auch viele Heimatvertriebene treffen. Kurz r dem Grenzübergang geht es rechts zum Grenzlandturm, wo im Sommer Ausstellungen und Konzerte stattfinden.

Plößberg
In dem beschaulichen Ort sind viele Krippenschnitzer zu Hause. Ihre schönsten Erzeugnisse sind in der Krippen- und Heimatstube im Rathaus zu bestaunen, darunter so sehenswerte Exponate wie der Plößberger Krippenberg (geöffnet Mo bis Fr n 9 bis 11.30 Uhr, Sa, So n 10 bis 17 Uhr). Jedes Jahr ab Weihnachten kann man beim so genannten Krippenschauen die Hauskrippen der Hobbyschnitzer bewundern. Einen Besuch wert ist außerdem das
Glasofenbaumuseum im Rathaus.

St. Quirin
Bei Püchersreuth zweigt eine kleine Straße rechts ab nach Hsenbach. Wenige hundert Meter hinter dem Ortsende ragt der Zwiebelturm der barocken Wallfahrtskirche St. Quirin aus dem dichten Blätterwerk großer Kastanien und Linden. Im Innern des Gotteshauses fallen r allem die kunstll geschnitzten Altäre ins Auge. Vor mehreren hundert Jahren stand in der Nähe die Kronburg, die im 16. Jh. zerstört wurde. Aus der Burgkapelle wurde ein Bildnis des hl. Quirin gerettet, den r allem die Ritter verehrten. Zunächst fand das Bild in einer Holzkapelle Platz, die mit der Zeit zu einem Wallfahrtsort wurde. 1629 wurde anstelle der Kapelle eine Kirche aus Stein errichtet, die der Barockbaumeister Antonio Porta ein halbes Jahrhundert später zur heutigen Form ausbaute. Alljährlich am letzten Sonntag in den Sommerferien ist die Kirche Ziel einer Pferdewallfahrt, und zum Franziskusfest am 3. Oktober findet hier eine Tiersegnung statt.

Neuhaus
Die um 1300 erbaute Burg in dem kleinen Ort im Waldnaabtal beherbergt ein Heimatmuseum, das einen interessanten Einbück in die Natur- und Wirtschaftsgeschichte des urwüchsigen Waldnaabtals bietet (geöffnet n Ostern bis Oktober an Sonn- und Feiertagen). Zusammen mit Windischeschenbach blickt Neuhaus auf eine lange "Zoiglbier-Tradition zurück. In den "Zoiglstuben wird der n den Kommunbrau-ern nach uralten Rezepten und ebenso altem Braurecht hergestellte Gerstensaft ausgeschenkt. Ein Sternsymbol über der Haustür zeigt jeweils an, wo es gerade das süfe Gebräu gibt.

KTB Windischeschenbach
Ein weithin sichtbarer Stahlkoloss kündet westlich der Stadt Windischeschenbach n einem weltweit einzigartigen Forschungsprojekt, dem Kontinentalen Tiefbohrprogramm (KTB). Die imposante Landbohranlage, die größte der Welt, stieß bis in 9101 m Tiefe r und förderte überraschende Erkenntnisse über den Aufbau der Erdkruste und die darin ablaufenden Vorgänge zutage. Das Geo-Zentrum am Fuß des 83 m hohen Bohrturms informiert über die Forschungsarbeiten und andere geowissenschaftliche Themen. Nach Voranmeldung (Telefon: 09681/91273) ist im Sommerhalbjahr auch ein Aufstieg auf die Arbeitsplattform der Bohranlage möglich.

Neustadt a. d. Waidnaab
Die "Stadt des Bleikristalls, auf einem Gneisrücken zwischen Waidnaab und Floß erbaut, wird optisch dominiert m Schlossensemble der Fürsten n Lobkowitz aus dem 17. und 18. Jh. Gleich dahinter erstreckt sich ein idyllisches Barockgärtchen. Ein paar Häuser weiter, bei der Stadtpfarrkirche St. Georg, befindet sich das Stadtmuseum, das sich r allem den funkelnden Erzeugnissen der Neustädter Glaskunst widmet. Das Museum zeigt auch Ausstellungsstücke zur Geschichte der Stadt. Stolz präsentieren die Neustädter hier z. B. einen Lederhandschuh, den Kaiser Karl IV. im Jahr 1354 als Unterpfand einer Waldschenkung in Neustadt zurückließ. Am Stadtrand, auf einem Bergrücken über der Waidnaab, thront die Wallfahrtskirche des Franziskaner-Minoriten-Klosters St. Felix. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf das Weidener Becken. In der Kirche erzählen beachtenswerte Deckengemälde m Leben und Wirken des "Bruders Deo Gratias. Alljährlich wird um den 18. Mai an der Wallfahrtsstätte das Felixfest gefeiert.

Info
Anfahrt
Auf der A 93 bis zur Abfahrt Wernberg-Köblitz, weiter auf der B 14 in Richtung Waidhaus/Pilsen und auf der B 22

Auskunft Landratsamt
Tourismusreferat
Stadtplatz 34
92660 Neustadt a. d.
Waidnaab
Telefon: 09602/79105
Fax 09602/79810
www.neustadt.de

Altbayerische Kristallglashütte
Judengraben 1 92660 Neustadt a. d. Waidnaab
Telefon: 09602/8425 Fax 09602/ 3607
Verkauf n Gegenständen aus Bleikristall; in der Schauglashütte wird die Kunst des Gtasmachens rgeführt.

Hammerwirt
Neuenhammer 1 92697 Georgenberg
Telefon: 09658/391
Das Restaurant in einem Schtoss kurz r Gehenhammer bietet oberpfälzische Spezialitäten aus eigener Schlachtung.

Landgasthof
Zum Goldenen Löwen
Marktplatz 8 92709 Moosbach
Telefon: 09656/247 Fax 09656/217
Preiswerte Zimmer; in der Gaststätte wird gutbürgerliche Küche geboten.







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