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Mittleres Ilmtal

Mittleres Ilmtal

Unmittelbar vor der Haustür der Kulturhauptstadt Weimar finden sich, eingebettet in sanfte Hügel, Burgen und Schlösser, Gotteshäuser und Gedenkstätten bedeutender Geistesgrößen.

Viel Prominenz aus raanaenen Tagen

Hohenfelden
Seit Mitte der 60er-Jahre macht das reizvoll am Fuß des Riechheimer Berges gelegene Dorf von sich reden. Damals entstand hier ein rund 40 ha großer Stausee. Für Badelustige, Surfer, Angler und Campingfreunde ist das Gewässer mittlerweile ein beliebtes Ausflugsziel geworden. Gleiches gilt für das Dorf, seit 1986 das Thüringer Freilichtmuseum auf dem Gelände des ehem. Pfarrhofes eröffnet wurde. Taubenturm, Bienenhaus und Zwetschgendarre hat man herbeigeschafft, andere umgesetzte Wohn- und Wirtschaftsgebäude sind neuerdings am nahen Eichenberg rsammelt.
Ideales Ziel für einen kurzen Abstecher zu Fuß ist der 513 m hohe Riechheimer Berg über dem Talkessel.

Der "Thüringer Rigi rheißt Ausblicke auf den Thüringer Wald, an manchen Tagen bis zum Harz. Im Frühling schmückt sich der Berg mit Berganemonen und Adonisröschen.
Auf der Weiterfahrt Richtung Bad Berka passiert man Tiefengruben, eines der am besten erhaltenen Rundlingsdörfer in Thüringen.




Bad Berka
Das Goethe-Bad im Grünen beruft sich mit Recht auf den Weimarer Dichterfürsten. Bereits ein Jahr nach Aufnahme des Kurbetriebs 1813 weilte Goethe mit Christiane für sechs Wochen im barocken Edelhof, der 1786 auf dem Gelände der alten Wasserburg entstanden war. An seine Aufenthalte, die ihn zu manchem Gedicht inspirierten, erinnern die Goethestube im Coudray-Haus, dem ehem. klassizistischen Bade- und Gesellschaftshaus, sowie Goethebrunnen und Büste des Dichters. Sehenswert sind außerdem Stadtkirche und Jagdzeughaus, beide von 1739.
Einen herrlichen Blick über die Stadt garantiert der Paulinenturm auf dem 416 m hohen Adelsberg.

Buchfart
Der malerische Ort entstand im 14. Jh. an einer Furt im Buchenwald in einem der schönsten Abschnitte des mittleren Ilmtals. Seit 1818 spannt sich eine überdachte Holzbrücke über den Fluss. Romanische Wurzeln gibt die barocke Kirche zu erkennen, deren Prunkstück ein reich rgoldeter Flügelaltar von 1492 ist.
An den steilen Muschelkalkhängen des Ilm-Durchbruchstals sind 60 m oberhalb der Talsohle zwölf Kammern in den Felsen zu erkennen: eine Höhlenburg des 11.-l4. Jh., ausgebaut von den Grafen von Orlamünde. Die ursprünglichen Höhlen waren schon in vorgeschichtlicher Zeit bewohnt. Bei der Weiterfahrt ilmabwärts streift man Oberweimar mit dem Deutschen Bienenmuseum und dem berühmten Landschaftspark von Schloss Tiefurt.

Kromsdorf
Vespasian, Gustav II. Adolph, Ludwig XIV., ein persischer Kaiser sie alle geben sich im mauerumgürteten Schlossgarten ein illustres Stelldichein. Die 64 lebensgroßen, mehr als 300 Jahre alten Sandsteinbüsten in den Mauernischen sind eine Attraktion für sich, keine Kunstwerke, aber in ihrer Originalität ein kunstgeschichtliches Kuriosum. Das Renaissance-Schloss von 1580, die in ein Kulturzentrum rwandelte Remise, die Kirche mit schönen Grabsteinen und ein frei stehender hölzerner Glockenstuhl rvollständigen das sehenswerte Ensemble nahe dem ruhig dahinströmenden Flüsschen Um.

Oßmannstedt
Nahe der einstigen Furt durch die lim entdeckte man das Grab einer Ostgotenfürstin aus der zweiten Hälfte des 5. Jh. Die kostbarste Beigabe, eine goldene Adlerfibel, ist im Weimarer Museum für Ur- und Frühgeschichte zu bewundern. Im Wielandgut lebte der Fürstenerzieher und große Aufklärer Christoph Martin Wieland mit seiner großen Familie von 1797 bis 1803; hier arbeitete er und empfing prominente Gäste wie Goethe, Herder, Kleist, Jean Paul. Eine Gedenkstätte im Gutshaus erinnert an diese sechs Jahre, sein Grab befindet sich im zugehörigen Landschaftspark. Aufmerksamkeit rdienen auch die Peterskirche und das Pfarrhaus, an dem eine Gedenktafel auf den Pfarrer und Bienenforscher Ferdinand Gerstung hinweist.
Die Route führt nun aus dem Tal über den Kleinen Ettersberg nach Liebstedt, das mit der Ordenskomtu-rei, einer Wasserburg aus dem 12. Jh., aufwartet.

Niederroßla
An der Serpentinenstraße steht vor dem Ort links ein Gedenkstein für die Elefantendame Miss Baba, die hier 1857 rschied. Auf dem Dorfplatz hält ein Denkmal die Erinnerung an das denkwürdige Ereignis wach. Warum man die Einwohner bis heute "Elefantenkitzler nennt, kann man getrost im Ort erfragen
Die Wasserburg (13. Jh.) ist nur von außen zu besichtigen, die barocke Dorfkirche (um 1720) offenbart ihre Gediegenheit im Innern. Unter einer Grabplatte ruht hier die Nichte Martin Luthers.

Apolda
Das Zentrum des Weimarer Landes genießt seinen Ruf als Stadt der Stricker und Glockengießer. Beide Handwerke haben die einstige Aclftrbürgerstadt über Jahrhunderte zu einem betriebsamen Gewerbezentrum gemacht, wie es anschaulich im Glocken-, Wirker- und Strickermuseum rmittelt wird. Hundeliebhaber werden mit einem Denkmal an F. L. Dobermann erinnert, der den beliebten Rassehund heranzüchtete. Mit einem Industriebau von Egon Eiermann besitzt die Stadt ein herausragendes Beispiel moderner Architektur der zweiten Generation nach 1930.

Kapellendorf
Beherrschendes Bauwerk des Dorfes ist die mächtige Wasserburg, die sich mit Ringmauern, ihren fünf Türmen über dem Wassergraben und der fünfstöckigen Kemenate recht wehrhaft gibt. Innerhalb des Areals sind beachtliche Reste der Vorgängerburg aus dem 12. Jh. erhalten. Führungen (nach Vereinbarung, Telefon: 036425/22485), Volksliederfeste und Ritterspiele locken Besucher aus nah und fern ins geschichtsträch-tige Gemäuer. Im Burgmuseum weist ein großes Gemälde auf die Schlacht bei Kapellendorf 1806 hin. Auf dem nahen, 310 m hohen Sperlingsberg markiert ein Aussichtsturm den westlichen Eckpunkt des historischen Schlachtfelds von Jena und Auerstedt.

Blankenhain
Das Städtchen ist seit 1790 Geburtsstätte des berühmten Weimar-Porzellans. Die zerbrechlichen Kostbarkeiten kann man direkt ab Werk erwerben. Die imposante Andreaskirche (15. Jh.) birgt wertvolle Kunstwerke, so ein Grabmal der Grafen von Gleichen (1522), Schnitzuren (um 1500) und die Darstellung der Heiligen Sippe (um 1525).

krankhfeld
..rtraut grüßt mich dein Oberschloss - so
heißt es in einem Gedicht von Rudolf Baumbach. Bauwerk und Dichter sind Markenzeichen des Städtchens am engen Durchbruch der lim durch den Muschelkalk. Das Geburtshaus des Thüringer Heimatdichters Baumbach (Hoch auf dem gelben Wagen ) kann nach Vereinbarung besichtigt werden (Telefon: 036450/19433).
Das stattliche Renaissance-Schloss (um 1530), seit 1934 Ruine, ist inzwischen vollständig restauriert. Nun ist es Ziel für Besichtigungen, die nicht nur dem "Leckarsch, einer deftigen Sandsteinur, gelten.

Info
Anfahrt
Nach Hohenfelden auf der A 4 bis zur Abfahrt Erfurt-Ost, weiter auf der Landstraße Richtung Krankhfeld

Auskunft
Apolda-Information
Markt 16 99510 Apolda
Telefon: 03644/ 562642 und 19433
Fax 03644/562642
www.krankhfeld.de

Burgschänke Zum Leckarsch
Oberschloss Kranichfetd
99448 Kronichfeld
Telefon: 036450/39080
Rustikales Essrgnügen mit Messer, Holzbrett, Sabberlatz







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