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Alte Nationalgalerie

Alte Nationalgalerie

Adresse: Bodeslraße 1 -3,10187 Berlin.

Telefon: (030) 209050.
Verkehrsverbindungen: S- und U-Bahnhof Friedrichstraße, S-Bahnhof Hackescher Markt, Tram 2-6,15,53, Bus 100,157,200,348.

Eintrittspreise: neue Preise noch nicht bekannt.
Öffnungszeiten: bis 2001 geschlossen, danach Di.- So. 10.00-l8.00 Uhr, Do. bis 22 Uhr, Mo geschlossen.
Sammlungsschwerpunkte: deutsche Kunst des 19. und 20. |hs., französischer Impressionismus.
Museumspädagogik: Betreuung bei Sonderausstellungen.

Führungen: nach telefonischer Voranmeldung.
Führer: Gemälde und Skulpturen aus der Sammlung der Nationalgalerie. 1992.

Die Stiftung des Konsuls Wagener n 262 neueren Gemälden an König Wilhelm I. gab 1861 den Anlass zur Gründung der Nationalgalerie. Das Gebäude, das für die nun entstehende Sammlung errichtet wurde, realisierte eine sehr viel ältere Planung August Stülers. Dieser hatte 1841 im Gesamt für das Gebiet nördlich des Schinkel'schen Museums östlich neben dem damals gebauten Neuen Museum ein auf städtebauliche Fernwirkung berechnetes tempclartiges Gebäude rgesehen. Es sollte im Obergeschoss einen Festsaal, im Untergeschoss Hörsäle bieten. Dieses nicht ausgeführte Vorhaben detaillierte Stüler zwanzig jähre später für die neue Galerie. Nach seinem Tod wurde es 1866 -l876 n Johann Heinrich Strack gebaut, der v. a. für die Gestalt der Innenausstattung verantwortlich ist. Von dieser vermittelt nach den schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und der Wiederherstellung bis 1955 nur der Quersaal im ersten Geschoss einen Eindruck. Schwarze Marmorsäulen mit vergoldeten Kapitellen und Basen tragen die Tonnenwölbung über den mit gelbem Stuckmarmor verldeideten Wänden, während die Lünctten Szenen aus der Nibelungen-Sage n Ernst Ewald zeigen. Die Sammlung selbst, die schließlich Malerei und Plastik umfassen sollte, war zunächst geprägt m Geschmack der Zeit, Erwerbungen richteten sich r allem auf Werke lebender Künstler. 1873 wurde mit der Tafelrunde Friedrichs II. das erste Bild Menzels erworben (1945 zerstört). Max Jordan, ab 1874 Direktor, begann damit, romantische Malerei anzukaufen, und gründete 1878 die Sammlung der Handzeichnungen, Aquarelle und Ölstudien. Durch seinen Nachfolger Hugo n Tschudi, seit 1896 im Amt, wurden gegen den Widerstand nationalistischer Kreise und des Kaisers auch französische Impressionisten erworben, doch musste n Tschudi 1909 sein Amt verlassen. Unter Ludwig Justi, der n Tschudi ersetzte, wurde 1913 nach englischem Vorbild die Nationale Bildnissammlung gegründet. 1919, nach dem Ende des Kaiserreiches, konnte er überdies im Kronprinzenpalais Unter den Linden die Neue Abteilung der Galerie mit zeitgenössischer moderner Kunst eröffnen. Weiterhin wurde 1930 in der Orangerie des Schlosses Charlottenburg das Rauch-Museum und 1931 im Prinzessinnen-Palais das Schinkcl-Museum eingerichtet. 1933 wurde Justi entlassen; die Maßnahmen der Nationalsozialisten zerstörten r allem die Neue Abteilung, aus der 164 Gemälde, 27 Skulpturen und Hunderte n Zeichnungen als »entartet« beschlagnahmt wurden.




Die Kriegsverluste, rund 900 Gemälde, betrafen nur zum geringeren Teil Unersetzliches, allerdings ging mit 17 Gemälden fast die Hälfte n Schinkels gemaltem Werk verloren. Etwa 400 Gemälde, die nach Thüringen verlagert wurden, gelangten schließlich in den Westteil der Stadt, wo sie den Grundstock der in der Neuen Nationalgalerie gezeigten Bestände bilden, während 226 Bilder z.T. über die damalige UdSSR wieder in ihr Stammhaus zurückfanden und v. a. um die offizielle Richtung der damaligen DDR erweitert wurden. Heute ist auch diese Sammlung wieder vereint und zusammengeführt.
Erwähnenswert ist im alten Haus die Marmorgruppe Johann Gottfried Schadows mit der Kronprinzessin Luise und der Prinzessin Friederike n Preußen (1795-l797). In gelöster Körperhaltung zeigen sich die beiden antikisch gekleideten Frauen, sodass der knapp lebensgroßen Gruppe jeder repräsentative Charakter fehlt. Der in sich ruhende Ausdruck der Dargestellten hebt sie in eine ideale Sphäre, was durch die verwendeten Zitate nach klassischen Skulpturen noch unterstrichen wird. Wohl das bedeutendste Werk der Malerei ist Adolph Menzels Eisenwalzwerk n 1875, ein Bild n meisterhafter Komposition, das dem Thema der Industriearbeit gewidmet ist.







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