Bericht über die FPU in
Metall
(Autogen-Schweißen)
1. Einführung
Das Autogene Schweißverfahren wird benutzt um
in allen Bereichen der Technik Bauteile herzustellen. Diese geschweißten
Bauteile haben mehrere Vor- und Nachteile.
Vorteile:
-
Freie Gestaltung und einfache
Ausführung
-
Gewichtseinsparung
-
Hochfeste und dichte Verbindungen
Nachteile:
-
Gefügeänderungen in der
Schweißzone
-
Verzug und Schrumpfung am Bauteil
-
Nicht alle Metalle sind zum
Schweißen geeignet
Beim Autogenschweißen werden vorwiegend
unlegierte Stähle verschweißt. Diese Stähle werden mit einem Gemisch aus Brenngas und Sauerstoff zum
Schmelzen gebracht. Das zu meist verwendete Brenngas ist Acetylen, das sich
durch eine hohe Flammentemperatur (3200° C ) hervorragend eignet. Aus gründen
der Sicherheit darf der Betriebsdruck des Acetylens nicht höher als 1,5 bar
sein, denn ab 1,5 % Acetylenanteil in der Luft entsteht ein zündfähiges
Gemisch. Die verschiedenen Farblichen Kennzeichnungen der Gasflaschen schließen
eine Verwechslung von brennbarem und nicht brennbarem Gas aus.
2. Einstellung
des Schweißbrenners:
Nachdem die Gasflaschen aufgedreht wurden,
wird mit der jeweiligen Einstellschraube der Arbeitsdruck des Brenngases und
des Sauerstoffes eingestellt, hierfür gilt:
-
Brenngas: ca. 0,5 bar
-
Sauerstoff: ca. 5 bar
Um den Brenner gefahrlos in Betrieb zunehmen
ist ein bestimmtes Gemisch von Brenngas und Sauerstoff einzustellen. Um
Acetylen lautlos verbrennen zu können wird die 5-fache Menge Sauerstoff
benötigt. Bei der normalen, jedoch unvollständigen Verbrennung, Einstellung
wird ein Verhältnis von 1:1 gewählt.
3. Das
Schweißen selbst:
In der ca. 2-4 mm vor dem Flammenkegel
liegenden Schweißzone wird die höchste Temperatur erreicht ( 3200 ° C. Um die
Gase Vollständig Verbrennen zu können wird der benötigte Sauerstoff aus der
Luft übernommen. Beim Mischverhältnis 1:1 wird der weißleuchtende Flammenkegel
scharf begrenzt, die Flamme wird als neutral bezeichnet.
3.1. Gasüberschuss:
D.h. mehr Brenngas als Sauerstoff; Das
Schmelzbad nimmt den freien Kohlenstoff der Flamme auf, und dadurch wird die
Schweißnaht spröde und kohlt auf.
3.2. Sauerstoffüberschuss:
D.h. mehr Sauerstoff als Brenngas;
Gekennzeichnet durch einen kurzen bläulichen Flammenkegel; Das Schmelzbad den
Überschuss von Sauerstoff der Flamme auf, und dadurch wird die Schweißnaht
ebenfalls spröde.
Die Güte einer Schweißnaht ist abhängig von
der Brennerführung und der Schweißstabführung des Schweißers.
Es wird unterschieden zwischen „nach links“
und „nach rechts“ schweißen.
Das Nachlinksschweißen wird für eine
Blechdicke von max. 3 mm verwendet und das Nachrechtsschweißen für eine
Blechdicke von mehr als 3 mm.
3.3. Nachlinksschweißen:
Die Flamme beim Nachlinksschweißen zeigt in
Schweíßrichtung. Deshalb liegt das Schmelzbad außerhalb der Zone mit der
Höchsten Temperatur und darum kann das Schmelzbad klein gehalten werden. Der
Schweißstab wird mit tupfenden Bewegungen in das Schmelzbad abgeschmolzen (siehe
Bild 1)
3.4. Nachrechtsschweißen:
Die Flamme wird auf direkt auf die geschweißte
naht gerichtet, wodurch eine Verbesserung der Schweißnaht erreicht wird.
Während des Schweißens wird die Flamme ruhig auf das Schmelzbad gerichtet.
Durch diese Wärmkonzentration können Bleche, die dicker als 3 mm sind
problemlos verschweißt werden. Der Schweißstab wird in das Schmelzbad direkt
vor dem Flammenkegel mit kreisenden Bewegungen abgeschmolzen ( siehe Bild 2).
3.5 Schweißstäbe
Die Schweißstäbe werden als Zusatzwerkstoff in
die Schweißfugen geschmolzen. Die Stäbe zur Verbindung von Stählen werden in
Klassen von G I bis G VII. Zum Schutz vor Korrosion werden sie Verkupfert.
4.
Einige Arbeitregeln während des Schweißens, im Umgang mit Gasflaschen, usw.
- Um die Augen vor Blendung und glühenden Schweißspritzern zu
schützen ist das tragen einer Schutzbrille Pflicht
- Beim Schweißen in kleinen Räumen ist für Frischluft zufuhr zu
sorgen. (Sauerstoff darf aufgrund von Brandgefahr nicht verwendet werden)
- Angeschlossen Brenner dürfen weder in Kisten noch in Schubladen
eingeschlossen werden, da eventuell ausweichendes Gas zur Explosion führen
kann.
- Um undichte Stellen an Verteileranlagen zu suchen muss
Seifenwasser oder Lecksuchspray verwendet werden.
- Sauerstoff-Flaschen dürfen nicht von Öl und Fett verschmutzt
werden, da Sauerstoff mit Öl und Fett explosionsartig reagiert.
- Gasflaschen müssen vor Stoß und Erwärmung, sowie vor Frost
geschützt werden, außerdem müssen sie gegen Umfallen gesichert werden.
- Wegen Explosionsgefahr ist die Verwendung von Kupfer und
Kupferlegierungen mit mehr als 65 % Kupfer für Armaturen, Leitungen und
Dichtungen verboten.
- Im Falle eines Flaschenbrands, der durch einen Flammenrückschlag
entstehen kann ist das Flaschenventil sofort zu schließen und die
Gasflasche mehre Tage auf Erwärmung überprüft werden.
- Um das Auslaufen von Aceton zu verhindern ist eine Acetylenflasche
senkrecht oder das Ventil mindestens 40 cm höher als der Flaschenfuß zu
lagern.