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Recht TODESSTRAFE



TODESSTRAFE

Die Todesstrafe war ein fester Bestandteil der Bestrafungen, sie basierte noch auf dem archaischen Rechtsprinzip der Vergeltung, entsprechend dem biblischen "Auge um Auge, Zahn um Zahn".

1. Die verschiedenen Methoden der Todesstrafe

    a) Der elektrische Stuhl

  Geschichte:

  Früher wurde Dr. Albert Southwick Zeuge eines Unfalls, als ein betrunkener Mann einen Stromgenerator berührte. Der Mann starb sofort. Er erzählte diesen Vorfall seinem Freund Senator David McMillan, dieser sprach sofort mit Gouverneur David B. Hill, dass man mit der Elektrizität das grausame Erhängen ersetzen könnte. Schließlich wurde 1888 diese Hinrichtungsart  mit der Begründung, sie sei humaner als der Tod durch den Strang, eingeführt.

  Verfahrensweisen:

  Die Methode ist folgende: nach dem das Opfer auf einen eigens gebauten Stuhl gefesselt wurde, werden an Kopf und Beinen des Delinquenten auf zuvor rasierten Stellen Elektroden befestigt. Dann werden kurz Stromstöße mit ca. 2000 Volt durchgeführt. Der Tod sollte durch einen Herzstillstand eintreten. Obwohl bereits nach dem ersten Stromstoß Bewusstlosigkeit eintreten sollte, geschieht es immer wieder, dass dies nicht der Fall ist.

  Pannen:

  1890: die erste Hinrichtung war eine grausame Folter, der Strom war zu gering, somit waren es qualvolle lange 70 Sekunden, bis William Kemler endgültig tot war.

  1893: Während des ersten Stromstoßes der Hinrichtung von William Taylor brach die Rückenlehne des Stuhelas ab, der bewusstlose Taylor musste 1 Stunde im Nebenzimmer warten, bis der Stuhl wieder repariert war.

  1946: Willie Francies sollte hingerichtet werden, doch der Strom reichte nicht aus, er wurde gequält, überlebte es aber und wurde somit ein Jahr später erneut (!) hingerichtet, da dies nicht gegen das Gesetz spreche. usw.

  Kosten:

Stuhl 35 000 $, benötigte Strom für die Hinrichtung 30 Cent

  b) Die Gaskammer

  Geschichte:

  8. Februar 1924: Der Chinese Gee John wurde als erster Mensch der Welt in einer Gaskammer hingerichtet.

  Die Gaskammer wurde in Deutschland vor allem im 2.Weltkrieg als Hinrichtungsmethode für die Ausrottung der Juden benutzt. Die Nazis versuchten sie mittels Zyklon B hinzurichten.

  Verfahrensweise:

  Dabei wird der Delinquent in einer luftdichten Kammer auf einen Stuhl geschnallt. Durch ein auf der Brust befestigtes Stethoskop, das in einen benachbarten Raum geleitet ist, kann ein anwesender Mediziner den Tod feststellen. Während der Exekution wird Zyanid -Gas in die Kammer geleitet, das sofort beim Einatmen die Bildung von Atemenzymen hemmt und dadurch die Sauerstoffzufuhr unterbricht. Unter Umständen tritt sofortige Bewusstlosigkeit ein. Versucht der Verurteilte jedoch durch Anhalten der Luft sein Leben zu verlängern können lebenswichtige Organe weiterfunktionieren und der Verurteilte muss unsagbare Qualen durchleiden.

  Pannen:

  1960: Hinrichtung von Carly Chessman, als das Gas in der Kammer aufstieg, klingelte das Telefon und es war die Nachricht von seiner Begnadigung. Der leitende Beamte entschied sich dafür weiterzumachen da die Hinrichtung schon zu weit fortgeschritten sei.

  Kosten:

  Gaskammer kostet 200.000 $, das Gas für die Hinrichtung 300 $.

c) Die Gift- Injektion

  Geschichte:

  In Nazideutschland experimentierte Dr. Eisele in Buchenwald mit vielen Chemikalien und sammelte seinen Erfahrungen im 'abspritzen'.  Tausenden von Menschen wurden die verschiedensten Substanzen gespritzt, die meißten starben.

  Verfahrensweise:

  Bei der Exekution mit der Giftspritze wird dem Verurteiltem eine Überdosis eines schnell wirkendem Betäubungsmittels, kombiniert mit einem chemischen Lösungsmittel, intravenös injiziert. Wehrt sich das Opfer während der Hinrichtung, so besteht die Möglichkeit, dass das Gift in die Arterie oder in die Muskeln gelangt, was sehr schmerzvoll sein kann. Werden die Mengen falsch berechnet, kann die Lösung dickflüssig werden und die Nadel verstopfen, so dass das Gift nur sehr langsam eintritt, was den Sterbevorgang verlängert. Das Opfer ist möglicherweise bei vollem Bewusstsein, wenn die Lähmung der Lunge eintritt.

  Pannen:

  1987: erhielt ein Delinquent eine falsche Medikamentenmischung. 1/2 Stunde lang hustete und würgte er, bis er starb.



  1997: wurde in Oklahoma Scott Carpenter hingerichtet, zwei Minuten nachdem das Gift in seinen Adern zu fließen begonnen hatte, wurde er 11Minuten lang von Krämpfen geschüttelt. Insgesamt hatte er somit einen viertelstündigen qualvollen, schmerzhaften Tod.

   Kosten:

Injektionsspritze (inkl. Liegebahre) 35 000 $, Chemikalien 700 $

  d) Der Galgen

  Geschichte:

  Ursprünglich wurde gehängt, indem man dem Delinquenten eine Schlinge um den Körper band und ihn dann den Naturgewalten auslieferte. Und es wurde nur an Eichen gehängt, da sie die heiligen Bäume des Wotans, der Sturmgott, sind.(Germanen)

  Verfahrensweise:

  Dem Hinrichtungsopfer wird eine Schlinge um den Hals gelegt. Es stirbt infolge des Drucks, den der Strang beim Fall des Körpers bewirkt. Bewusstlosigkeit und Tod treten entweder durch Bruch der Wirbelsäule oder durch Ersticken, das mehrere Minuten dauern kann, ein. In manchen Ländern wird der Tod durch Ersticken provoziert, indem der Verurteilte langsam hochgezogen wird oder die Fallhöhe zu gering bemessen wird. In England führte man nach eineigen Pannen den "langen Fall" ein. Der Verurteilte fiel dabei durch eine Falltür. Durch den Fall brach dieser sich entweder das Genick oder er wurde nach Sekunden bewusstlos, da die Blutversorgung schlagartig unterbrochen wurde.

   Pannen:

  1705: hing ein Mann schon 15 Minuten am Galgen, als ein Bote mit seinem Begnadigungsschreiben eintraf. Der Mann wurde befreit un erholte sich wieder vollständig.

  1650: kam eine gehängte Mörderin wieder zu Bewusstsein als man sie nach einer halben Stunde abnahm um sie zu sezieren.

  1585: hing ein Mann 3 Tage am Gelagen und unterhielt sich Währenddessen mit Seiner Frau und mit seinen Kindern.

  

  Kosten:

  Der Galgen kostet 80.000 $.

  

    e) Garotte

  Geschichte:

  Anfangs war die Garotte nicht mer als ein aufrechter Pfosten mit einem Loch in der Höhe des Halses. Das Opfer wurde auf einem Sitz vor dem Pfosten gefesselt, und ein Seil wurde um seinen Hals gelegt. Die Enden des Seiles wurden durch das Loch im Pfosten gezogen. Der Henker zog nun langsam an beiden Enden des Seiles und erdrosselte so ein Opfer. Später wurde der Stick dann durch ein Metallband ersetzt, und der Henker führte seiner Arbeit damit fort, dass er seinem Opfer einen Keil in den Wirbel drehte und so das Rückrat durchtrennte.

  Verfahrensweise:

  Bei dieser Hinrichtungsart wird der Delinquent an einem Pfahl gebunden. Der Henker legt ihm eine Eisenklammer, die Garotte, an und zieht die Schraube zu, bis sein Opfer erstickt. Diese qualvolle Methode wurde u.a. in Spanien ist Anfang der 70er Jahre angewandt. Überlebende bezeichnen diese Tötungsart als besondere grausam, sie erlitten Todesangst und Erstickungsnot.

  f) Erschießen

  Verfahrensweise:

   Erschießen ist die weltweit am meisten verbreitete Hinrichtungsart. Vor allem in asiatischen und arabischen Staaten. Eine Lösung ist der Kopfschuss. Dabei werden keine inneren Organe verletzt, so dass man diese verkaufen kann. Man unterscheidet zwischen Einzelerschießungen (Ostblock) und Erschießungskommandos (USA). Dabei wird meist auf das Herz geschossen.

  Pannen:

  Es passiert häufig, dass die Schützen vorbeizielen, und so ein sofortiger tod nicht eintritt. In manchen afrikanischen Ländern wird diese Technik des " langsamne Erschießung" bewusst angewandt.

  In Ostblockstaaten ist der Genickschuss Üblich. Dabei wird das Rückenmark durchtrennt und es kommt zum sofortigen Tod.

  g)Enthaupten

  Bei dieser Art der Tötung wird dem Opfer mit einem scharfen Schwert oder Fallbeil der Kopf vom Körper abgetrennt. Es ist vorgesehen, daß die Klinge beim ersten Schlag den Kopf vom Körper abtrennt. Beim Schwert kann dies jedoch länger dauern, da es eine leichte Waffe darstellt und die Kraft des Schlages von der Kraft und Statur des Henkers abhängig ist.



  h) Steinigen

  Beim Vollzug durch Steinigen wird das Opfer normalerweise vorher bis zum Hals in die Erde eingegraben oder auf andere Weise festgehalten. Der Tod tritt durch Ersticken oder durch Verletzungen am Kopf ein. Da es durchaus üblich ist, dass ein Mensch mehrere Steinwürfe aushält ohne das Bewusstsein zu verlieren, kann eine Steinigung ein langsames Sterben bewirken.

  i) Vierteilen

 

  Diese Hinrichtungsart wurde vor allem in den Ostblockstaaten benutzt. Die Verfahrensweise zeigen wir euch anhand des Filmbeispieles.

Vorteile der Todesstrafe:

    1. Die Todesstrafe dient der Abschreckung

  Studien belegen eindeutig, dass die meisten Länder, die die Todesstrafe abgeschafft haben eine niedrigere Mord- und Mordversuchsrate haben als die Länder, in denen diese Strafe noch praktiziert wird.

Hinrichtungen können Gewaltverbrechen fördern, da die Hemmschwelle vom Staat gebrochen, in dem er selbst das Töten billigt, dadurch geht die Vorbildfunktion verloren.

In den Staaten Texas, Louisiana und Florida werden die meisten Hinrichtungen verzogen - diese Staaten habe auch die höchste Rate an Gewaltverbrechen der USA

    2. Die Todesstrafe dient der Vergeltung.

  Niemandem kann durch den Tod des Täters geholfen werden. Es kann weder das Verbrechen gemindert noch ungeschehen gemacht werden. Es werden bei den Anhängern der Todesstrafe nur Rachegelüste befriedigt. Ist der Staat nicht verpflichtet solchen Gelüsten überlegen gegenüber zu stehen? Wird nicht eher der moralische Standpunkt des Staates in Frage gestellt?

    3. Wer tötet, hat sein leben selber verwirkt.

  Mit der Verhängung der Todesstrafe stellt sich der Staat auf das selbe Niveau das der Täter zur Zeit der Ausübung der Tat hatte. Der Täter hat vielleicht eine psychische Erkrankung oder Probleme mit Drogen und Alkohol und führte seine Tat meist in einer enormen Stresssituation durch.

Seine Handlung ist sicher nicht befürwortbar oder entschuldbar. Im Gegensatz zu den Richtern, die völlig ruhig und bedacht über des Schicksal des Täters entscheiden. Wie kann man einen Staat Staat nennen der nach dem Kopf eines vielleicht verwirrten oder kranken Menschen ruft, sich aber selber anmaßt, mit ruhigem Gewissen über Leben und Tod zu entscheiden?

    4. Die Todesstrafe ist die gerechte Strafe.

   Wenn der Staat die Ermordung eines Menschen anordnet ist es nebenbei auch etwas unverständlich, dass Mord etwas unrechtes darstellt. Die Härte der Folter und der Todesstrafe rechtfertigt niemals deren Anwendung, geschweige denn auch nur einen Gedanken an eine solche Rache. Durch die Todesstrafe wird einem Delinquenten jegliche Möglichkeit einer Sühne genommen.

    5. Die Todesstrafe ist die kostengünstigere Variante.

  Wir finden diesen Punkt zu makaber, weshalb wir ihn nicht weiter ausgearbeitet haben.

    6. Die Todesstrafe ist humaner als die lebenslängliche Haft.

  Denkt man nur an die Zeit bis zur Vollstreckung der Exekution, ist es human einem Menschen in einer Zelle mit der Größe von 1,5 mal 2,4 Meter für Jahre ohne jegliche Perspektive auf den Tod warten zu lassen? Jeden Tag nicht über das Getane, sondern über den bevorstehenden Tod nachdenken zu lassen. Ihm jegliche Art der Persönlichkeit zu nehmen? Fasst man dann auch noch die Prozedur der Exekution in das Auge, muss man dieses Argument eindeutig als lächerlich zurückweisen und die Frage, ob es human sei, mit "nein!" beantworten.

Nachteile:

1.     Die abschreckende Wirkung der Todesstrafe lässt sich nicht beweisen

2.     Justizirrtümer können nicht rückgängig gemacht werden.

3.     Welches Verbrechen ist todeswürdig?

4.     Lebenslängliche Haft ist für viele eine schlimmerer Strafe

5.     Strafe sollte Einsicht & Besserung bewirken










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