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Hobbes - Thomas Hobbes

Thomas Hobbes


Daten:

* 5.April 1588 (Malmesbury /England)

+ 4.Dezember 1679 (Hardwick Hall)


Der Hauslehrer, Mathematiker und Philosoph unternahm zahlreiche Reisen nach Europa und lebte von 1640 bis 1651 im Exil in Frankreich.

Auf seinen zahlreichen Reisen lernte er unter anderem Galileo Galilei und René Descartes kennen. Im Vergleich mit diesen beiden Zeitgenossen ist sein Einfluss auf die heutige Philosophie recht klein.

Sein bekanntestes Werk ist "Leviathan", welches er 1651 veröffentlichte.

Außerdem verfasste er eine Trilogie über den Menschen, bestehend aus "de Corpore", "de Cive" und "de Homine".




Hobbes Leben wurde stark beeinflusst von zahlreichen politischen Unruhen.

(30-jährige Krieg(1618-1648); Bürgerkrieg zwischen Krone und Parlament(1642-1648);Hinrichtung Karls.1.(1649); Militärdiktatur Oliver Cromwells(1653-1658).)


Man kann sagen, dass Hobbes' negative Einstellung dem Menschen gegenüber durchaus mit den Unruhen dieser Zeit zusammenhängen könnte.





Hobbes' Menschenbild :


Hobbes Ansicht über die Menschen war, dass alle von Natur aus böse sind.

Der Mensch ist ein Egoist, der nach seinem eigenen Vorteil strebt, nach Erhaltung seiner Existenz und nach dem Besitz möglichst vieler Güter. Im Naturzustand herrscht der Krieg aller gegen alle.

Diese Aussage fasst Hobbes unter dem Stichwort


Homo homini lupus (Der Mensch ist dem Menschen Wolf)


zusammen.

Die Menschen besitzen also laut Hobbes im Naturzustand das Recht auf alles. Also wird niemand jemals sicher sein .


Da aber die Menschen  auch den natürlichen Wunsch nach Rechtsschutz und Sicherheit haben, gründen sie den Staat. Nur er kann Friede, geschütztes Eigentum und Sittlichkeit garantieren. Der Staat ist eine rein menschliche Erfindung, er ist nur auf Zweckmäßigkeit gegründet ,er ist mit absoluter Macht ausgestattet.Der Mensch hat nur die Wahl zwischen 2 Übeln: Entweder der Urzustand, also Anarchie oder die totale Unterwerfung unter den Staat. Hier kommt sein größtes Werk Leviathan ins Spiel. Der Name Leviathan

kommt aus dem Alten Testament; in Psalm 74,14,Jesaia27,1 und Hiob 40,25ff ist der Leviathan ein schreckliches Ungeheuer, das Gott in Urzeiten besiegen musste. Mit dieser Bezeichnung will Hobbes ausdrücken, dass der Staat so mächtig, unberechenbar, schrecklich, unteilbar und unbesiegbar ist wie der biblische Leviathan. Er muss schrecklich sein, um sein Gewaltmonopol aufrechtzuerhalten.Gleichzeitig ist er göttlich, weil er Frieden und Luxus schafft. Diesen Zustand bezeichnet Hobbes als "Frieden".

'So entsteht der große Leviathan, der sterbliche Gott, dem wir unter dem ewigen Gott allein Frieden und Schutz zu verdanken haben. Dieses von allen und jedem übertragene Recht bringt eine so große Macht hervor, dass durch sie die Gemüter aller zum Frieden unter sich geneigt gemacht und zur Verbindung gegen auswärtige Feinde leicht bewogen werden' (Leviathan, Kap.17).

Recht ist, was der Staat erlaubt.Unrecht ist, was der Staat verbietet. Das ist das einzige Kriterium, Recht und Unrecht zu unterscheiden.


Hobbes Stellung zu Religion und Aberglaube sieht wie folgt aus: Religion ist der staatlich erlaubte Glaube, Aberglaube ist der staatlich verbotene Glaube.



Aber warum unterwerfen sich die Menschen dem Staat?

Die Antwort darauf findet man im Leviathan, Kap.17:

'Die Absicht und Ursache, warum Menschen bei all ihrem natürlichen Hang zu Freiheit und Herrschaft sich dennoch entschließen konnten, sich gewissen Anordnungen, welche die bürgerliche Gemeinschaft trifft, zu unterwerfen, lag in dem Verlangen, sich Selbst zu erhalten und ein bequemeres Leben zu führen; oder mit anderen Worten, aus dem elenden Zustand des Krieges aller gegen alle gerettet zu werden. Dieser Zustand ist aber notwendig wegen der menschlichen Leidenschaft mit der natürlichen Freiheit so lange verbunden, als keine Gewalt da ist, welche die Leidenschaften durch Furcht vor Strafe gehörig einschränken kann und auf die Haltung der natürlichen Gesetze und Verträge dringt.'

Eine bekannte Stelle aus dem Leviathan ist ein sogenannter Vertrag zwischen den Menschen:

'Ich übergebe mein Recht, mich selbst zu beherrschen, diesem Menschen oder dieser Gesellschaft unter der Bedingung, dass du ebenfalls dein Recht, über dich ihm oder ihr abtrittst'










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