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Die Soziale Marktwirtschaft und andere Wirtschaftsordnungen




Die Soziale Marktwirtschaft und andere Wirtschaftsordnungen

1                  Allgemeine Begriffe:

Um den Einstieg in dieses Referat über die Wirtschaft, deren Ordnungen und den Markt, einfacher und übersichtlicher zu gestalten, ist es wichtig, daß zuerst einige der grundlegenden Begriffe erklärt werden, was ich jetzt tun möchte.

1.1           Bedürfnis:

1      Wie heißt es so schön: "Ein Bedürfnis ist Jedes Gefühl eines Mangels für einen Menschen." Mit anderen Worten: Braucht ein Mensch irgend etwas; er möchte es besitzen, beispielsweise: Essen, Trinken, Zigaretten, elektrischen Strom, usw., so besitzt er ein Bedürfnis nach diesem "Ding". Weiters lassen sich Bedürfnisse in zwei Hauptgruppen gliedern:



Ohne die sogenannten lebensnotwendigen Bedürfnisse zu erfüllen, ist ein Mensch auf lange Zeit nicht lebensfähig (daher der Name).

Die Grenze zwischen den beiden Arten der Bedürfnisse kann nicht eindeutig gezogen werden.

Bsp.: In manchen Ländern zählt eine ausreichende medizinische Versorgung zum Luxus, obwohl sie auch unbedingt lebensnotwendig ist.

Um die beiden Arten der Bedürfnisse befriedigen zu können, müssen Sachgüter und Dienstleistungen bereitgestellt werden, die im Gegensatz zu den unbegrenzten Bedürfnissen der Menschen relativ knapp sind.

Und genau bei diesem Punkt setzt die Wirtschaft ein. Sie ist die Gesamtheit aller Einrichtungen, um diese Bedürfnisse planvoll zu decken.

1.1.1     Bedarf:

1      Den Bedarf zu erklären ist einfach: Ganz egal, welches Bedürfnis man hat, zum Bedarf zählen die, die man sich auch kaufen kann; d. h. Die durch die Kaufkraft des Kunden gedeckt sind.

1.1.2     Güter:

1      Güter sind Gegenstände und Dienstleistungen, die dazu geeignet sind, menschliche Bedürfnisse zu befriedigen.

2     

Man kann sie auf drei verschiedene Arten unterscheiden:

lebensnotwendige und Kultur- bzw. Luxusgüter

Sachgüter und Dienstleistungen

Investitionsgüter und Konsumgüter.

Investitionsgüter sind Güter, die, im Gegensatz zu Konsumgütern, der Fertigung anderer Konsum- bzw..

Investitionsgüter dienen, wogegen die Konsumgüter der unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung dienen. Eine letzte Unterscheidung ist noch in freie und knappe Güter möglich (z.B.: Luft ist ein freies Gut).

2                  Der Markt:

Der Markt ist das Ergebnis der Arbeitsteilung, die ich nun etwas genauer erklären möchte.

2.1            Die Arbeitsteilung:

1      Im Gegensatz zu den Anfängen der Menschheit, wo jeder, im Prinzip jedes für sich selbst benötigte Gut selbst produzierte bzw.. beschaffte, werden heute die unterschiedlichen Aufgaben in der Wirtschaft auf verschiedene Personen bzw.. Betriebe verteilt. Zum Beispiel ist ein Bauernhof für landwirtschaftliche Konsumgüter zuständig, eine Möbelfabrik für Sessel und Tische. Innerhalb der Möbelfabrik sind bestimmte Arbeiter für das Lackieren zuständig, andere für das Zuschneiden des Holzes, usw. Diese Zerlegung läßt sich bis zu einzelnen Handgriffen weiter vollziehen. Diese Prozedur wird Arbeitsteilung bzw.. Arbeitszerlegung bei der Zerlegung in kleinste Handgriffe, wie oben beschrieben, genannt.

Man kann die Arbeitsteilung, in drei verschiedene Arten unterscheiden:

2.1.1     Die innerbetriebliche Arbeitsteilung:

1      Innerhalb eines Betriebs werden die unterschiedlichen Aufgaben auf einzelne Personen bzw. bei größeren Betrieben auf einzelne Abteilungen verteilt. Besonders bei der Massenproduktion von Sachgütern kommt es oft zu einer Arbeitszerlegung durch den Einsatz von Fließbändern.

2.1.2     Die nationale Arbeitsteilung:

1      Innerhalb eines jeden modernen Landes haben sich die Betriebe auf einzelne Güter bzw.. Aufgaben spezialisiert. So gibt es zwei verschiedene Arten von Spezialisierungen:

2.1.2.1     Die vertikale Spezialisierung:

1      In allen Ländern gibt es unterschiedliche Branchen, unter denen die Arbeit aufgeteilt ist.

2      Folgende Branchen gibt es:

  Urproduktion: Die Gewinnung von Rohstoffen (Bergbau, Landwirtschaft, usw.).

  Produktion: Die Verarbeitung der Rohstoffe zu fertigen Produkten.

  Dienstleistungsbetriebe: Versorgen die Kunden mit den Produkten bzw. mit diversen Dienstleistungen.

Die einzelnen Branchen lassen sich noch weiter unterteilen (z.B.: Produktion: Automobilindustrie, Textilindustrie, usw.).

2.1.2.2     Die horizontale Spezialisierung:

1      Spezialisieren sich nun Betriebe bzw. Personen innerhalb einzelner Branchen auf bestimmte Produkte oder Dienstleistungen, so spricht man von einer horizontalen Spezialisierung (z.B. Ein Arzt ist auf Neuro Chirurgie spezialisiert, während sich ein anderer auf Herztransplantationen spezialisiert hat).

2.1.3     Die internationale Arbeitsteilung:

1      Die vertikale bzw.. horizontale Spezialisierung findet auch zwischen einzelnen Ländern statt, wobei jedes versucht, die Sachgüter und Dienstleistungen zu produzieren, für die es aufgrund seiner Ressourcen, der Ausbildung der Leute, des Klimas, usw. die besten Voraussetzungen aufweist.

2.2. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage:

1      Wenn nun die Arbeitsteilung immer umfangreicher wird, ist es notwendig, daß der Austausch von Gutem in einer geordneten Form erfolgt. Diese geordnete Form ist der Markt, der durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage reguliert wird. Für gewöhnlich gibt es zwei Szenerien, die sich abwechseln.

2     

  Verkäufermarkt: Die Nachfrage übersteigt das Angebot, somit werden die Preise steigen. Dies führt meistens dazu, daß mehrere Anbieter entstehen und das Angebot steigt.

  Käufermarkt: Übersteigt nun das Angebot die Nachfrage, werden die Preise solange fällen bis einige Anbieter aufhören das Gut zu produzieren. Dies führt wieder zu einem Verkäufermarkt.

3.  Wirtschaftsordnungen:

Nachdem wir nun den Markt betrachtet haben, ergeben sich folgende Fragen für die einzelnen Betriebe:

  Wer produziert was?

  Wem gehören die Produktionsmittel Maschinen usw.)"

  Wer bekommt die produzierten Güter und wie werden sie verteilt

  Wer darf/muß wo arbeiten?

Und zum Schluß die wichtigste Frage:

  Wieviel darf ich entscheiden, und wieviel entscheidet der Staat für mich?

Heute gibt es vier verschiedene Ordnungen, die diese Fragen abdecken und regeln.

2.2           Die freie Marktwirtschaft:

1      Das Ziel bzw. der Grundsatz der freien Marktwirtschaft ist, daß jeder so frei wie möglich entscheiden kann: wo er arbeitet, wo er kauft, eventuell was er anbietet und wieviel er dafür verlangt. Somit kann der größtmögliche Wohlstand erreicht werden.

2     

2.2.1     Grundlagen:

1      Der Staat schafft nur den gesetzlichen Rahmen für die Marktwirtschaft.

Entscheidungen über die Art der Arbeit, die jeder tätigen will oder wo er arbeiten darf, sind frei und werden nur von ihm selbst und dem Arbeitgeber bestimmt.

Was produziert und angeboten wird steht den Betrieben frei.

Der Konsument kann kaufen was er will oder sein Geld sparen, Er regelt dadurch was produziert bzw.. angeboten wird.

Die Entscheidung über die Ausbildung hängt nur von den Wünschen und Fähigkeiten des jeweils Betroffenen ab.

Alle Produktionsmittel befinden sich in Privateigentum.

Die freie Marktwirtschaft basiert auf dem Markt als Zentrale des Güteraustausches, wo sich durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage automatisch der richtige Preis ergibt.

2.2.2     Vorteile:

1      Jemand kann seine Fähigkeiten voll entfalten und sich die Arbeit, die für ihn den meisten Anreiz bietet, aussuchen. Dadurch bringt er die beste, für ihn mögliche Leistung.

Wie im obigen Punkt beschrieben, ergibt sich dadurch ein großer Leistungsanreiz.

Weiter führt der mögliche Wettbewerb und das Privateigentum  zu einem nicht zu verachtenden wirtschaftlichen Fortschritt und zu einer Hebung des Lebensstandards.

2.2.3     Nachteile:

1      Falls jemand wirtschaftlich und sozial schwach ist (Alte, Kranke, Arbeitslose usw.) wird er vom System fallengelassen.

Investitionen, die notwendig, aber nicht gewinnbringend sind, unterbleiben (ausgenommen sie tragen zu einem besseren Image der Betriebes, und somit zu einem erhöhten Kaufanreiz der Produkte des Betriebes für die Kunden bei).

2.3           Die soziale Marktwirtschaft:

1      Die Nachteile der freien Marktwirtschaft führten zur Entwicklung und Anwendung der sozialen Marktwirtschaft in den westliche Ländern.

Staat

- schafft den rechtlichen Rahmen für den Wirtschaftsprozeß und sichert den Wettbewerb

- greift lenkend in die Wirtschaft ein

- sorgt für den Schutz wirtschaftlich schwacher

- sorgt für Grund  und Kulturbedürfnisse

Abb. 3

2.3.1     Grundlagen:

1      Sind eigentlich mit denen der freien Marktwirtschaft identisch, mit der Ausnahme, daß der Staat lenkend eingreift:

2.3.2        In der Wirtschaft (allgemein):

  Förderung der Ansiedlung neuer Betriebe durch Steuererleichterung

  Förderung des Exportes durch Übernahme verschiedener Gefahren (Krieg, Inflation usw.)

  Förderung des Sparens, damit genug Geldreserven für die Wirtschaft existieren.

2.3.3        Beim Schutz wirtschaftlich Schwacher:

  Arbeitslosenversicherung

  Pensionsvorsorge (auch bei zu geringen Beiträgen)

  Krankenversorgung



2.3.4        Bei Grund- und Kulturbedürfnissen:

  Schulen, Theater, Förderung von Künstlern

  Unterstützung, und Zuschüsse zum Wohnungsbau

  Errichtung von Bus  und Bahnnetzen, unabhängig vom Ertrag (dünn besiedelte Gebiete)

  Preise für Grundnahrungsmittel werden vom Staat festgelegt.

2.3.5     Vorteile:

1      Die Nachteile der freien Marktwirtschaft fallen weg. Grundnahrungsmittel bleiben erschwinglich, somit ist die Versorgung der Leute mit eben diesen garantiert.

2.3.6        Nachteile:

1      Für Arbeiter in Staatsbetrieben besteht fast kein Leistungsanreiz, da sie sich durch den bürokratischen Führungsstil nicht hervortun können und auch bei mangelnder Leistung bezahlt werden.

Ein zu sozialer Staat (zu viele Förderungen bei den Punkten zwei und drei der Grundlagen) bietet zwar sehr gute Lebensbedingungen für seine Bewohner, produziert aber ein zu großes Defizit und erhöht somit die Pro Kopf Verschuldung und die Inflation.

Wie gesagt, versucht die soziale Marktwirtschaft somit die Vorteile der freien Marktwirtschaft zu nutzen und deren Nachteile zu vermeiden. Die Länder, die diese einsetzen, unterscheiden sich nur durch den Grad der Einflußnahme des Staates.

2.4              Die Zentralverwaltungswirtschaft und die Planwirtschaft:

1      Abschließend möchte ich noch einen kurzen Einblick in die Zentralverwaltungswirtschaft und ihre Abart, die Planwirtschaft, bieten:

2      Grundsätzlich sagt sie aus. "Verfolgt jeder nur sein eigenes Interesse, dann beuten wenige Starke die Schwachen aus. Der Staat hat dies zu unterbinden und für eine gerechte Verteilung der Einkommen und der Güter zu sorgen."

2.4.1        Grundlagen:

1      Die Wirtschaft wird von einer zentralen, staatlichen Stelle gelenkt und geplant. Die Betriebe treffen kein unternehmerischen Entscheidungen. Sie führen nur die staatlichen Pläne durch.

Es gibt kein Privateigentum an den Produktionsmitteln. Die Einhaltung der staatlichen  Produktionspläne soll durch strenge Kontrollen und Strafen garantiert werden. Uni den ersten Punkt einhalten zu können, gibt es bezüglich der Entscheidungsfreiheiten der Menschen hinsichtlich Beruf, Ausbildung, etc. starke Beschränkungen. Es gibt keinen Markt. Die Güter werden den Verbrauchern zugeteilt und der Preis vom Staat zentral festgesetzt.

2.4.2        Vorteile:

1      Produktionsmittel können nach der Wichtigkeit der Bedürfnisse eingesetzt werden (unabhängig von der Gewinnmöglichkeit).

Es gibt für jeden Arbeit.

2.4.3        Nachteile

1      Durch die zentrale Planung ist ein großer und aufwendiger Verwaltungsapparat notwendig.
Durch die zentrale Planung der Produktion bieten die Märkte nur wenig Auswahl und werden mit

wenig Gütern versorgt, Oft werden Güter produziert nach denen keine Nachfrage bzw.. kein Bedürfnis herrscht.

Da privates Eigeninteresse nicht gewünscht wird, fehlt meistens die Motivation für die Arbeit.

2.5              Die Planwirtschaft:

1      Ist mit der Zentralverwaltungswirtschaft identisch, übernimmt aber ein paar Aspekte des freien Marktes (Bauern können einen Teil ihrer Produkte selbst verkaufen etc.)


3                  3        Betrieb im wirtschaftlichen Kreislauf und unter Beachtung des gesellschaftlichen Umfeldes.

3.1              Übersicht: Kreislauf

Grundlagen (Bedürfnis/Bedarf, Angebot/Nachfrage, Arbeitsteilung/Geld, Markt/Preisbildung, Charakterisierung soziale Marktwirtschaft und Vergleich zu freie M. und Planwirtschaft.

Einfluß der Gesellschaft bei Führung, Mgt. Technik, Arbeitsgestaltung,

3.2              Was ist ein Betrieb (Unternehmung)? (Band I, Seite 25,37,49)

Betrieb wird beschrieben als:

. eine planvoll organisierte Wirtschaftseinheit,

. in der Menschen ihre Arbeitskraft einsetzen,

. um mit Hilfe des Betriebsvermögens

. Sachgüter und Dienstleistungen

. für den Bedarf Dritter zu erzeugen und bereitzustellen.

Unter Unternehmung versteht man den rechtlichen Rahmen, den der Betrieb braucht, um nach außen handeln zu können.


Bedürfnisse und Bedarf& Güter und Dienstleistungen (Band I, Seite 10,11)

3.3              Wirtschaft ist die Gesamtheit der Einrichtungen und Tätigkeiten zur planvollen Deckung menschlicher Bedürfnisse. Bedürfnis ist das Empfinden eines Mangels mit dem Bestreben, diesen zu beheben.

Bedürfnisse

- Lebensnotwendige Bedürfnisse                   - Kultur und Luxusbedürfnisse

- Bedürfnis nach Nahrung                              - Bedürfnis nach elektrischen Geräten

- Bedürfnis nach Schutz                                 - Bedürfnis nach Büchern

3.4              Bedarf ist jener Teil der Bedürfnisse, der durch Kaufkraft gedeckt ist. (Wenn ein Mensch ein Bedürfnis nach einem Fernseher hat und sich diesen auch kaufen kann, wird dieser Bedarf gedeckt.)

Um die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen, müssen SachgÜter (Nahrung, Kleidung, Wohnungen, Bücher) und Dienstleistungen (Transportleistungen, Reparaturen, Bildung) bereitgestellt werden. Güter und Dienstleistungen sind knapp, daher werden diese auch gewirtschaftet.

Unbegrenzte Bedürfnisse        Wirtschaft stellt Güter zur                       Knappe Güter zur

der Menschen                          Bedürfnisbefriedigung bereit                  Bedürfnisbefriedigung

3.5              Güter sind im Bereich der Wirtschaft Gegenstände und Dienstleistungen, die zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse geeignet sind. Unsere Einteilung:

. lebensnotwendige Güter und Kultur  und Luxusgüter

. Sachgüter und Dienstleistungen

. knappe Güter und"freie" Güter

Nach dem Verwendungszweck unterscheidet man noch:

Güter

3.5.1        Investitionsgüter (Produktionsgüter)

Dienen der Produktion von Konsumgütern oder der Produktion von anderen Investitionsgütern (z.B.: Drehbank, Fabrikshalle, Kran).

3.5.2        Konsumgüter (Verbrauchsgüter)
Dienen unmittelbar der Bedürfnisbefriedigung (z.B.: Nahrung, private Kleidung, Fernsehgerät).

3.6              Angebot und Nachfrage (Band I, Seite 16,17)

Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage

Verkäufermarkt: Nachfrage > Angebot => Preise werden steigen bis das Angebot die Nachfrage übersteigt => es entsteht ein

Käufermarkt: Nachfrage < Angebot => Käufer beeinflussen den Preis solange bis das Angebot wieder sinkt.

Damit ein stabiler Preis entsteht muß ein gleiches Verhältnis von Angebot und Nachfrage herrschen (=> keine Preisabsprachen, Käuferstreik) und alle Marktteilnehmer müssen über alle Informationen verfügen (Marktübersicht).

3.7              Marktformen und Marktverhalten

Die Möglichkeit zur Preisbeeinflussung ist um so größer, je näher man sich der Monopolsituation befindet.


3.8              3.8        Arbeitsteilung ist die Teilung einer Arbeit nach Menge und/oder Art auf mehrere Menschen bzw. Betriebsmittel. Es gibt die:

3.8.1        1, die Mengenteilung (Arbeit wird auf mehrere Menschen bzw. Betriebsmittel so verteilt, daß jeder Mensch bzw. jedes Betriebsmittel den gesamten Ablauf an einer Teilmenge ausführt)

3.8.2        2, und die Artteilung (Arbeit wird auf mehrere Menschen bzw. Betriebsmittel so verteilt, daß jeder Mensch bzw. jedes Betriebsmittel einen Teil des gesamten Arbeitsablaufs an der Gesamtmenge ausführt).

1. der innerbetriebliche Arbeitsteilung,




2. der nationale Arbeitsteilung,

3. und der internationale Arbeitsteilung.

3.8.3        1.) Die innerbetriebliche Arbeitsteilung:

Innerhalb der Betriebe werden die verschiedenen Aufgaben wie Einkauf, Lagerverwaltung, Verkauf auf die Beschäftigten verteilt.

3.8.4        Die nationale Arbeitsteilung:

Die senkrechte ("vertikale") Spezialisierung:

Die Arbeit wird zwischen einzelnen Branchen geteilt.

In der Urproduktion werden Rohstoffe gewonnen. Die Produktion verarbeitet die Rohstoffe zu fertigen Produkten. Handel und Transportbetriebe sorgen dafür, daß die Produkte zum Konsumenten oder zu einem weiterverarbeitenden Betrieb gelangen. Die Arbeitsteilung zwischen Urproduktion, Produktion und Dienstleistungsbetrieben bezeichnet man als 'senkrechte' (vertikale) Spezialisierung.

3.8.5        Die waagrechte Spezialisierung:

Die Arbeitsteilung innerhalb der einzelnen Wirtschaftsbereiche bezeichnet man als 'waagrechte' horizontale Spezialisierung (Bsp. Möbelindustrie: Ein Betrieb erstellt Küchenschränke, Schreibtische und Sitzbänke).

3.8.6        3.) Die internationale Arbeitsteilung:

Nationale Arbeitsteilung findet auch zwischen den Ländern statt. Jedes Land versucht, im Rahmen der internationalen Arbeitsteilung jene Güter und Dienstleistungen zu produzieren, für die es die besten Voraussetzungen aufweist.

Importe und Exporte (1991, in Mrd. Schilling)

Geld

Das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage bezeichnet man als Markt. Auf den Märkten tauschen die Betriebe Investitionsgüter und Dienstleistungen gegen Geld. Die Haushalte stellen ihre Arbeitskraft bereit ('Arbeitsmarkt'). Sie erhalten dafür Geld und tauschen es wieder gegen Konsumgüter und Dienstleistungen. Die Geldmenge, die zum Tausch von Gütern und Dienstleistungen aufgewendet werden muß, ist der Preis der Güter.

3.9              Markt- und Preisbildung(Band LI. Seite 159 bis Seite 163)

Markt: ist jedes Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage. Die Preisbildung am Markt hängt ab von:

1. Verhältnis von Angebot und Nachfrage (siehe Kap. Angebot und Nachfrage)

2. Marktform und Marktverhalten (siehe Kap. Angebot und Nachfrage)

3. Informationsstand der Marktteilnehmer

4. Präferenzen der Marktteilnehmer

5. Preisbindungen

6. Preiselastizität der Ware

7. Kosten

3.9.1        ad 3) Informationsstand der Marktteilnehmer

Verkäufer besitzen keine genauen Informationen über-.

das Angebot der Konkurrenz und

über das Verhalten der Käufer.

Käufer besitzen keine genauen Informationen über:

            alle Güter, die zur Befriedigung eines bestimmten Bedürfnisses zur Verfügung stehen,

            über die Preise, Liefer- und Zahlungsbedingungen dieser Güter und

            über die tatsächlich bestehende Marktform und das Marktverhalten der Verkäufer.

3.9.2        ad 4) Präferenzen (Vorlieben) der Marktteilnehmer

a) Persönliche Präferenzen

. Für einen bestimmten Verkäufer

. Für einen bestimmten Käufer

b) Sachliche Präferenzen

. Für ein bestimmtes Produkt

. Für eine bestimmte Art der Bedürfnisbefriedigung

ad 5) Preisbindung können erfolgen durch:

. Preisabsprachen der Marktteilnehmer oder

. durch staatliche Regelungen (bzw. Durch Regelungen durch Länder und Gemeinden)

Die Preise können festgelegt werden als:

Höchstpreise (dürfen nicht überschritten werden)

Festpreise (dürfen weder über- noch unterschritten werden)

Mindestpreise (dürfen nicht unterschritten werden)

3.9.3        ad 6) Preiselastizität der Nachfrage

Andert man die Preise, so wird sich auch die Nachfrage verändern.

Elastische Nachfrage (wenn das Ausmaß der Nachfrageänderung größer ist als das Ausmaß der Preisänderung)

Unelastische Nachfrage (wenn das Ausmaß der Nachfrageänderung geringer ist als das Ausmaß der Preisänderung)

Theoretisch wird der Absatz bei Preissenkungen steigen und bei Preiserhöhungen sinken.

Irrationale Einflußfaktoren:

* Snob Effekt

* Mitläufer Effekt

* Preis als Qualitätsmaßstab

3.9.4        ad 7) Kosten engen den Spielraum der Preispolitik ein. Auf lange Sicht müssen diese durch den Preis gedeckt werden.

4                  Charakterisierung soziale Marktwirtschaft im Vergleich zu freier Markt- und Planwirtschaft(Band I, Seite 20,21,22.23)

4.1              Wir unterscheiden vier Wirtschaftsordnungen:

. freie Marktwirtschaft

. soziale Marktwirtschaft

. Planwirtschaft

. Zentralverwaltungswirtschaft

4.2              Diese können nach folgenden Kriterien charakterisiert werden:

. Wem gehören die Produktionsmittel? Überwiegend dem Staat oder überwiegend privaten Unternehmern?

. Wer entscheidet, was produziert wird bzw. welche Dienstleistungen angeboten werden? Eine zentrale Planungsbehörde oder der einzelne Unternehmer?

. Wie werden die Preise gebildet? Zentral festgelegt oder durch freie Preisbildung auf dem Markt?

. Wer muß bzw. darf wo was arbeiten? Zuteilung von Arbeit durch den Staat - verbunden meist mit der Garantie auf Arbeit - oder freie Wahl des Arbeitsplatzes - verbunden mit der Gefahr der Arbeitslosigkeit?

4.3              In der sozialen Marktwirtschaft sind die Produktionsmittel, gleich wie in der freien Marktwirtschaft das Privateigentum der Unternehmen, können auch dem Staat angehören. In der Planwirtschaft gehört Großteil die Produktionsmitteln dem Staat, in manchen Bereichen können die Produktionsmitteln auch das Eigentum der Unternehmen sein.

Auch die Entscheidung über die Art der Produkte welche erzeugt werden, gehört in der sozialen Marktwirtschaft gleich 'wie in der freien Marktwirtschaft dem Unternehmen. In der Planwirtschaft wird gibt es eine zentrale Planung von Produktionsprogramm und Preisen.

Die Preisbildung in der sozialen und der freien Marktwirtschaft erfolgt am Markt durch Angebot und Nachfrage. Die Planwirtschaft sieht freie Preisbildung nur für landwirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen vor, die restlichen Preise werden von einer Zentrale geplant.

Die Menschen können sich den Arbeitsplatz - in der sozialen und der freien Marktwirtschaft - frei wählen. Natürlich ist das mit dem Risiko der Arbeitslosigkeit verbunden. Damit keine Arbeitslosigkeit entsteht sorgt in der Planwirtschaft der Staat in dem es eine eingeschränkte Wahl des Arbeitsplatzes gibt.

Die soziale Marktwirtschaft verfolgt außerdem noch folgende Ziele:

. Der Staat greift durch viele Maßnahmen lenkend in den Wirtschaftsablauf ein (Fördert den Export durch Gefahrenübernahme, das Sparen, damit der Wirtschaft ausreichend Geld zu Verfügung steht und die Ansiedlung neuer Betriebe durch Steuererleichterungen.)

. Der Staat sorgt für den Schutz wirtschaftlich Schwacher (Arbeitslosen- und Krankenversicherung, Pensionsvorsorge).

. Der Staat sorgt für Grund- und Kulturbedürfnisse (Schulen, Theater, Preise für wichtige Lebensmitteln, ÖBB, etc.).

Aktuelle Entwicklung:

Die Nachteile der freien Marktwirtschaft haben in den westlichen Industrieländern Mittel- und Westeuropa, USA,

Kanada), aber auch im Fernen Osten (Japan) zur Entwicklung der sozialen Marktwirtschaft geführt.

5                  Einfluß der Gesellschaft bei Führung, Managementtechnik und Arbeitsgestaltung

(Band IV,V, Seite 63 bis Seite 72)

5.1              ,,Arbeitsgestaltung

Handlungs- und Kontaktspielraum

Werden die Möglichkeiten der Gruppenarbeit dazugenommen, so erweitert sich der Handlungsspielraum auf den Kontaktspielraum durch die Möglichkeiten der Kooperation und Kommunikation mit anderen.

Arbeitsfeldstrukturierung

Konzepte qualitativer Arbeitsstrukturierung:

Soziotechnischer Ansatz stellt das soziale System gleichberechtigt neben das technische System. Das technische System zielt auf Steigerung des wirtschaftlichen Ertrags. Das soziale System zielt auf die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter durch Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse.

Motivationstheoretischer Ansatz Ausgehend von der Zweifaktorentheorie hat Herzberg das Konzept des job enrichments entwickelt. Die wichtigste Weiterentwicklung ist das job characteristics model von Hackmann und Oldham, die daraus das Konzept für selbststeuernde Arbeitsgruppen entwickelten.

5.2              Arbeitsgestaltung in der Praxis

1. job enrichment

2. job enlargement (Arbeitsvergrößerung, Aufgabenerweiterung)

3. job rotation

4. teilautonome Arbeitsgruppen

5. Arbeitsstrukturierungsmodelle für Individuen und Gruppen von Hackmann und Oldham

6. das Arbeitsstrukturierungsmodell für Individuen - job characteristics model (Hackmann & Oldham)

7. das Konzept der selbststeuernden Arbeitsgruppe

8. qualifizierende Gruppenkonzepte

9 Qualitätszirkel

10 Lernstatt

5.2.1        ad 1)job enrichment

Die Arbeits(Aufgaben)bereicherung erfolgt durch Zusammenlegung verschiedener Arbeitselemente.

Das ist die am meisten verbreitete Form.

Bsp.: statt Fließbänder Einzelarbeitsplätze-, Übernahme von Planungs- und Kontrollaufgaben; etc.

Gestaltungsprinzipien:

Unmittelbare Rückmeldung (Feedback)

Wissen, für wen man arbeitet

Möglichkeit, Neues dazuzulernen

Arbeit selbst einteilen

Arbeiter ist zusätzlich spezialisiert für bestimmte Bereiche

Verfügung über bestimmte Budgetmittel

Direkte Kontaktmöglichkeiten zu anderen Stellen

Arbeiter ist persönlich verantwortlich für die Arbeit (z.B.. durch Kontrollübergabe)

5.2.2        ad 2) job enlargement (Arbeitsvergrößerung, Aufgabenerweiterung)

Es werden mehrere gleichartige oder ähnliche Arbeitsgänge hintereinandergeschaltet => Umfang der Arbeit wird vergrößert. => Spezialisierung wird zurückgenommen.

Bsp.-. Arbeiter füllt mehrere verschiedene Tabellen aus, anstatt einer Speziellen.

5.2.3        ad 3) job rotation

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe werden regelmäßig gewechselt. Die Initiative zum Tausch geht entweder von der Gruppe aus, oder es wird in regelmäßigen Abständen getauscht (geringer Entscheidungsspielraum).



Vermieden wird:

Monotonie

Übersättigung

einseitige Belastung bestimmter Muskelgruppen

Kritik: NULL + NULL = NULL (mehrere sinnarme Arbeitsschritte im Tausch ergeben ein sinnarmes Ganzes)

5.2.4        ad 4) teilautonome Arbeitsgruppen

Die Arbeitssysteme sollen sich an die verändernden Arbeitsbedingungen - durch ein Gleichgewicht der humanen und wirtschaftlichen Ziele - selbst anpassen. Der Gruppe wird eine Aufgabe übergeben, dadurch werden der Handlungs- und der Kontaktspielraum erweitert. Die Regelung der Arbeitsaufgabe übernimmt die Gruppe. Diese Gruppen sind führerlose Arbeitsgruppen. Mitglieder sind der Gruppe eigenverantwortlich. Zusammenarbeit der Mitglieder.

Erzielte Effekte:

. Leistung steigt in qualitativer Hinsicht

. Einstellung zur Arbeit verbessert sich

. Fehlzeiten und Fluktuation gehen zurück

. Identifikation mit der Aufgabe steigt

5.2.5        ad 5) Arbeitsstrukturierungsmodelle für Individuen und Gruppen von Hackmann & Oldham Die Arbeitstätigkeit wird so gestaltet, daß die Verrichtung der Arbeit beim Arbeitenden zu deinem motivierenden Erlebnis führt, somit führt er die Arbeit gerne aus und dies führt zu Produktivitätssteigerung. Resultat: Intrinsische Motivation, Arbeitszufriedenheit und erhöhte Produktivität.

5.2.6        ad 6) das Arbeitsstrukturierungsmodell für Individuen - job characteristics model

Aufgabenmerkmal      Erlebnismerkmal         Ergebnisse
Vielfältigkeit   erlebte Bedeutung       hohe intrinsische
Ganzheitlichkeit          der Aufgabe    Arbeitsmotivation
Bedeutung
            erlebte Verantwortung            starke Befriedigung
Autonomie      für die Ergebnisse       der individuellen
            der Arbeit        Arbeitsbedürfnisse
            Wissen um       hohe allgemeine
Rückkopplung die Ergebnisse Arbeitszufriedenheit
            der Tätigkeit    hohe Arbeitseffektivität

Moderatoren

Nicht alle Menschen wissen bzw. können alles, wollen etwas erreichen oder sind zufrieden mit den vorhandenen Hygienefaktoren. Deshalb gibt es 3 Moderatoren:

Wissen und Können

Wachstumsbedürfnisse

Zufriedenheit mit den äußeren Arbeitsbedingungen

5.2.7        ad 7) das Konzept der selbststeuernden Arbeitsgruppe Funktioniert wie die teilautonome Arbeitsgruppe mit dem Unterschied, daß eine besondere Beachtung auf die Aufgabe gelegt wird~ damit diese auch für eine Gruppe geeignet ist. Dieses wird besonders beachtet, da sehr viele teilautonome Arbeitsgruppen in der Praxis gescheitert sind.

5.2.8        ad 8) qualifizierende Gruppenkonzepte

Diese Gruppenarbeit wird außerhalb der Arbeitszeit durchgeführt. Meistens nur in großen Betrieben. Die zwei wichtigsten sind:

* Qualitätszirkel

* Lernstatt

Es handelt sich um Gesprächsrunden einer kleinen Zahl von Personen, sie sind meist von der unteren Ebene der Hierarchie, ein Moderator leitet die Diskussion über frei gewählte Themen im Sinne der Unternehmensziele und zur Verbesserung der eigenen Qualifikation und sozialen Kompetenz.

Qualitätszirkel: Sind in Japan entstanden um den schlechten japanischen Ruf zu vernichten. Der Zirkel ist in der Gesamtorganisation eingebunden.

Organisationsziele:

*Steigerung der Produktivität

*Senkung der Ausschußquote

*Kostensenkung durch Verringerung der Kulanz- und Garantie Leistungen

*Maschinenstillstandzeiten verringern

*Einsparung von Energie und Rohstoffen

*Unfallzahlen und Fehlzeiten verringern

Humanziele:

*Verbesserung der Arbeitsbedingungen

*Steigerung der Arbeitszufriedenheit

*Verbesserung, der Einstellung zur Arbeit

5.2.9        Lernstatt: Wurde von externen Beratern in Zusammenarbeit mit den deutschen Firmen BMW, Hoechst und MAN entwickelt.

Ziele:

*Integration ausländischer Arbeitnehmer in deutsche Unternehmen

*Verbesserung der sozialen Kompetenz

*Förderung der Persönlichkeit der Mitarbeiter

Unterschiede zwischen Qualitätszirkel und Lernstatt:

Lernstatt

Qualitätszirkel

Zeitbezug

zeitlich begrenzt (Projekte)

Dauerhaft

Gruppenzusammensetzung

Gleiche oder bewußt differenzierte zusammengesetze Erfahrungswerte (Arbeitserfahrung)

gleicher Aufgabenzusammenhang

Ergebnisbewertung

Kurzfristige Ergebnisbewertung schwierig, da der Anspruch auf kurzfristige Erfolge Lernstatt- Arbeit (aufgrund ihrer Prozeßorientierung) behindert.

Mittelfristig sind mittelbare Ergebnisse beobachtbar; Zurechnung zu Lernstatt- Aktivitäten aber schwierig.

Konkrete Lernstatt-Vorschläge sind ähnlich wie bei QC (Quality Circle) zu bewerten.

Ergebnisse kurzfristig leicht meßbar, hohe Wahrscheinlichkeit von Anfangserfolgen.

Mittelfristige Probleme durch Anpacken komplexer und andere Bereiche tangierender Probleme

6       Problemstellungen - Lernhilfe

1. Versuchen Sie, Beispiele für waagrechte und senkrechte Spezialisierung in folgenden Branchen zu finden: Fahrzeugindustrie, Textilindustrie, Persönliche Dienstleistung;

2. Sie alle kennen Obst- und Gemüsemärkte. Versuchen Sie, den Unterschied zwischen einem 'Obst- und Gemüsemarkt- und einem Internationale Markt' für Baumaschinen herauszufinden. Was ist gleich und was ist verschieden?

3. Warum hängen Preis und Absatz nicht nur davon ab, ob ein Käufer- oder ein Verkäufermarkt vorliegt?

4. Warum wird der Preis nicht nur von Angebot und Nachfrage beeinflußt?

5. Welche Marktformen sind Ihnen bekannt?

6. Geben Sie Beispiele für Käuferpräferenzen.

7. In Österreich werden Eisenbahnschwellen nur von den ÖBB gekauft. Eisenbahnschwellen werden jedoch von mehreren Unternehmen hergestellt und angeboten.

a) Welche Marktform liegt auf der Angebots- bzw. Auf der Nachfrageseite vor?

b) Was könnten die Produzenten der Eisenbahnschwellen unternehmen, um ihre Marktstellung zu verbessern?

8. Geben Sie Beispiele für 1.) Angebotsoligopole und 2.) Angebotspolypole bei Güter-n des täglichen Bedarfs.

9. Geben Sie die Vor- und Nachteile aller Wirtschaftsordnungen an.

10. Wodurch unterscheiden sich die verschiedenen Wirtschaftsordnungen?

11. Welche Wirtschaftsordnung hat Österreich?

12. Was ist der Handlungsspielraum? Wie kann man diesen erweitern?

13. Was ist Arbeitsfeldstrukturierung? Warum wird Arbeitsfeldstrukturierung durchgeführt?

14. Welche Formen der Arbeitsgestaltung gibt es? Welche Formen der Arbeitsgestaltung werden in der Praxis angewendet?

15. Unterschiede Qualitätszirkel - Lernstatt?

7       Theorie und Praxis - Ein Beispiel aus der Wirtschaft

Fa. Triumph international AG

03.10.97

Betriebsbeschreibung Fa. Triumph international AG Wr. Neustadt erzeugt Damen- und Herrenunterwäsche und beschäftigt ca. 850 Mitarbeiter. Insgesamt besitzt die Firma ca. 20 verschiedene Abteilungen. Das sind Kalkulation, Marketing, Buchhaltung, Lohnbüro, EDV-Abteilung, Export-Oversea, Zoll-büro, FWL, FWV, Fuhrpark, Import, Einkauf, Verkauf, Küche, etc. Die Arbeitnehmer kommen aus unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und sonst besitzen sie auch unterschiedliche Bedürfnisse. Der Beschaffungsmarkt der Fa. Triumph international AG Wr. Neustadt sind viele hunderte kleine und große Unternehmen und befinden sich im Inland und Ausland. Der Absatzmarkt sind ebenfalls viele hunderte kleine und große Unternehmen und befinden sich ebenfalls im In- und Ausland. Die Firma erzeugt tausende Konsumgüter aber nur sehr wenige Investitionsgüter wie Preßformen, etc. Die Arbeitsteilung in der Fa. Triumph ist unterschiedlich aufgeteilt. In der Produktion gibt es hauptsächlich Artteilung, in den Büros hauptsächlich Mengenteilung. Die Firma betreibt regelmäßig Marktforschung und könnte den Markt - zumindest im Inland - sehr stark beeinflussen (manipulieren).

Wir haben drei verschiedene Marktformen kennengelernt, den Monopol, den Oligopol und den Polypol. Da es in der Unterwäscheerzeugung sehr viele Anbieter aber auch sehr viele Käufer gibt, handelt es sich hier um die Markform Polypol. Der Angebot und die Nachfrage sind ausgeglichen. In der Sommerzeit gibt es meistens mehr Angebot als Nachfrage, es entsteht ein Käufermarkt. In der Winterzeit gibt es wieder mehr Nachfrage als Angebot, es entsteht ein Verkäufermarkt. Auf lange Zeit gesehen ist die Nachfrage und der Angebot ziemlich ausgeglichen.

Jeder Mensch hat Bedürfnisse. Wir haben zwei Arten an Bedürfnissen kennengelernt, die lebensnotwendigen und die Kultur- und Luxusbedürfnisse. Wir könnten sagen, daß in der heutigen Gesellschaft Unterwäsche fast zu lebensnotwendigen Bedürfnissen zugeteilt wird, obwohl es streng theoretisch gesehen, ein Kultur- und Luxusbedürfnis ist.

Die Fa. Triumph erzeugt sehr viele Güter. Aber um welche Güter handelt es sich? Die Unterwäsche sind reine Konsumgüter oder auch Verbrauchsgüter genannt, da sie unmittelbar der Bedürfnisbefriedigung dienen. Die Fa. Triumph erzeugt in den Werksstätten Preßformen. Diese Formen werden benutzt um den Stoff zu verarbeiten. Das sind reine Investitionsgüter oder auch Produktionsgüter genannt, da sie der Produktion von Konsumgütern dienen.

Wir haben drei Arten der Arbeitsteilung kennengelernt, die innerbetriebliche, die nationale und die internationale Arbeitsteilung. Innerbetrieblich ist die Firma in Abteilungen aufgeteilt, wie Einkauf, Verkauf, Produktion etc. Hier handelt es sich um die innerbetriebliche Arbeitsteilung. Die vertikale Spezialisierung schaut in der Fa. Triumph folgendermaßen aus: Die Rohstoffe werden eingekauft. Im Unternehmen werden die Rohstoffe in der Produktion verarbeitet und die fertigen Konsumgüter werden durch den Handel an die Konsumenten verkauft.

Die horizontale Spezialisierung ist in der Triumph nicht vorhanden, da sie im Wirtschaftsbereich Wäsche, nur die Unterwäsche erzeugen.

Die Fa. Triumph versucht sich die Arbeit auch international aufzuteilen, indem es sehr viele Filialen in den Ausland auslagert. Im Ausland sind die Arbeitskräfte viel billiger.

Um ständig aktuell zu bleiben, betreibt die Fa. Triumph auch Marktforschung- etc. Somit wird der Informationsstand der Marktteilnehmer, zumindest aus der einen Seite gesehen, verbessert. Damit die Käufer mehr Informationen über die Unterwäsche bekommen, werden von der Fa. Triumph Modeshows veranstaltet, Kataloge werden herausgegeben, uvm. Sehr viele Menschen kaufen nur Triumph-Unterwäsche ohne einen anderen Hersteller in Erwägung zu ziehen, da Triumph-Unterwäsche ja auch einen sehr guten Ruf besitzt. Hier handelt es sich um sachliche Präferenz.

Die Wirtschaftsform in Österreich heißt soziale Marktwirtschaft. Somit ist es der Fa. Triumph erlaubt Privateigentum an Produktionsmitteln zu besitzen. Das Unternehmen darf selbst über die Erzeugung entscheiden. Die Preise werden unter anderen am Markt festgelegt. Die Menschen können selber entscheiden welchen Arbeitsplatz sie wählen.










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